22
Jul

Ohne Schaden ein altes Bauernhaus dämmen

Es gibt Menschen, die lieber ein neues geradliniges Haus beziehen. Dann gibt es noch die Liebhaber von altertümlichen Bauernhäusern, meist Fachwerkhäuser, die die von diesen Gebäuden ausgehende Schönheit und Ausdruckskraft schätzen. Ein Fachwerkhaus überzeugt die Kenner nicht nur durch Eleganz, sondern diese Häuser stellen einen besonderen langfristigen Wert als Kulturdenkmal dar.

Doch jede Poesie, die von einem Fachwerkhaus ausgeht, wird leider auch von Schattenseiten begleitet und diese machen sich besonders im Winter bemerkbar. Die beeindruckenden Gebäude bestehen in der Regel aus Lehm, Ziegel, Holz und/oder Bimssteinen. Ist eine Isolierung nicht vorhanden, kann die Kälte ungehindert in das Gemäuer und die Räume eindringen. Die Heizkosten würden ins Unendliche schießen und das Wohnen in einem Bauernhaus macht keine Freude.

 

Fachwerk richtig dämmen

Jedes Haus braucht in der heutigen Zeit einen Energiesparausweis und dieser wird nur ausgestellt, wenn die entsprechenden Isolierungen vorgenommen und die Energieeinsparung nachgewiesen werden können. Die alten Materialen in einem Fachwerkhaus mögen es jedoch luftig und reagieren oftmals recht bockig auf neue Dämmungen. Wird die Isolierung zu gründlich und mit den falschen Materialien durchgeführt und ist ein Luftaustausch nicht mehr gegeben, kann mehr Schaden als Nutzen entstehen. Das alte Gebälk aus Eichenholz braucht Luft, damit es nicht fault. Die modernen Materialien sind so zusammengesetzt, dass eine Luftzirkulation nicht notwendig ist. Ein Fachwerkhaus jedoch muss atmen und leben können. Holz arbeitet immer, auch nach vielen Jahrzehnten. Weiterhin ist bei einem Fachwerk auf die Statik zu achten. Das Gewicht einer Dämmung und deren Konstruktion kann diese verändern und das sollte bei einem imposanten Bauernhaus nicht erfolgen.

 

Dämmmöglichkeiten wählen

Bei einem Fachwerkhaus, sei es nun schnuckelig klein oder von prächtiger Größe, ist die Isolierung von innen und außen möglich. Das Fachwerk ist jedoch gerade das Ansehnliche und daher sollte die Wahl auf eine Innendämmung fallen. Doch auch die Fassade braucht hier und da eine Neuerung. Achtet man bei der Verwendung der Materialien auf solche, die einen Beitrag zur Isolierung leisten, kann auch hier bereits der erste Schritt unternommen werden. Für den Innenbereich eignen sich Dämmstoffe aus der Natur bestens. Hanf, Holzfaserplatten und Putz aus Lehm lassen den vorhandenen Charakter bestehen. Bei jeder Veränderung der Räume verändert sich auch die Luftfeuchtigkeit. Bei der falschen Wahl der Dämmmaterialien kann sich in den Zimmern Kondenswasser bilden, welches wiederum dem Pilz oder Schwamm ein gemütliches Zuhause bietet.

Doch nicht nur die Wände und Dächer müssen luftdurchlässig isoliert werden, sondern auch die Fenster und Türen. Fensterbänke aus Holz benötigen eine besondere Isolierung. Auch hier bieten sich Hanfplatten gut an und diese werden bereits industriell hergestellt. Die Holzfaserplatten werden zudem in jedem Baumarkt angeboten. Weiterhin ist zu bedenken, dass ein altes Bauernhaus zwar oft zu einem geringen Preis angeboten wird, doch die Kosten für eine richtige und natürliche Isolierung, gegenüber einer üblichen Dämmung, höher ausfallen können. Damit die Freude an einem baulichen Wunderwerk, wie einem Fachwerkhaus, nicht verloren geht, sind alle Änderungen zwecks Dämmung sehr genau zu planen und zu kalkulieren.

 

mehr erfahren - Fehlerquellen und Problematiken bei der Innendämmung

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