14
Dec

Tipps zum Immobilienverkauf - Teil II - Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen

Um Ihre Konkurrenz und das Verhältnis von Ihrem Angebot zur vorhandenen Nachfrage besser abschätzen zu können, sollten Sie sich mit Ihrer Zielgruppe auseinandersetzen.

Welcher Typ Mensch würde gerne in diesem Bauernhaus oder Landhaus wohnen? Ist mein Haus behindertengerecht gebaut? Welche Bevölkerungsschicht kann sich den Hof leisten? Ist mein Haus luxuriös oder eher schlicht? Gibt es irgendwelche Besonderheiten (z.B. geographische, bauliche, oder sogar historische), die für den einen Menschenschlag unattraktiv, für den anderen jedoch anziehend wirken? Wie viele Menschen suchen ein Haus wie meines? Ist meine Zielgruppe groß oder eher klein? Fühlen Sie sich frei, sich selbst noch weitere Fragen zu stellen!

Anhand solcher und vieler weiterer Fragen können Sie herausfinden, wen Sie im weiteren Verlauf Ihres geplanten Immobilienverkaufs ansprechen möchten und können. Bitte unterschätzen Sie diesen oft unzureichend beachteten Aspekt nicht! Denn wenn Sie wissen, wen Sie ansprechen wollen und dazu auch in der Lage sind, können Sie Ihre weitere Herangehensweise – wir beschreiben diese noch näher – gezielt auf Ihre Zielgruppe ausrichten. 


Sind Sie sich Ihrer Zielgruppe nicht bewusst, kann es passieren, dass Ihr Inserat bzw. ihr Angebot irgendwelche Menschen anspricht, die nicht in Ihre Zielgruppe passen oder schlimmer, dass Sie potentielle Kunden innerhalb der Zielgruppe nicht ansprechen. 

Dazu ein Beispiel: Sie wollen ein mit Liebe zum Detail gestaltetes Landhaus im Jugendstil auf einem großzügigen Grundstück verkaufen. Alleine das definiert bereits zum Teil eine Zielgruppe. Der verhältnismäßig hohe Kaufpreis aufgrund ihres hervorragenden Zustands und einer romantischen anmutenden Lage an einem See wird den Kreis der potentiellen Käufer weiter einengen. So gehört z.B. jemand, der sich das Landhaus nicht leisten kann, auch nicht zu Ihrer Zielgruppe. Wie könnte die Zielgruppe nun in etwa aussehen? Sie wird sich unter anderem durch hohe Zahlungsbereitschaft und einer Vorliebe für historische Gebäude definieren, um exemplarisch nur zwei der Merkmale dieser Zielgruppe zu nennen. 

Wer würde in diesem Fall auf die Idee kommen, eine einzige Anzeige an das schwarze Brett der Mensa einer Universität hängen und durch diese Maßnahme ernsthaft mit dem Verkauf rechnen? Dieses zugegebenermaßen etwas konstruiert wirkende Beispiel soll veranschaulichen, wie man seine Zielgruppe mit unsinnigen Maßnahmen verfehlt. Es werden fast ausschließlich Menschen mit geringer Kaufkraft angesprochen, die Mietobjekte in zentraler Lage suchen, während potenzielle Käufer hier wohl kaum auf die Anzeige aufmerksam werden. Eine Anzeige für ein freies WG-Zimmer in Universitätsnähe wäre hier hingegen zielgruppengerecht und damit sinnvoll gewesen.
Wenn Sie ein Gespür für Ihre Zielgruppe haben, werden Ihre Maßnahmen von Erfolg gekrönt sein.

 

Vorheriger Artikel - Teil I: Informationen und wie ich sie vermittle

Lesen Sie weiter - Teil III: Wo sollte vermarktet werden

permanent aktivieren

2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie auf einen Button klicken, wird dieser aktiv und Sie können Ihre Empfehlung an Facebook, Twitter, Google+ oder Xing senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen. Weitere Informationen und Einstellungsmöglichkeiten erhalten Sie durch einen Klick auf i bzw. die Optionen.



Kommentare zu diesem Beitrag

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

* *