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Dec

Tipps zum Immobilienverkauf - Teil VIII - Internetanzeige formulieren

Mit einer Internetannonce verfolgt man im Prinzip das gleiche Ziel wie mit einer Zeitungsanzeige. Auch im Netz kann man das AIDA-Prinzip als Hilfestellung nutzen. Der Unterschied ist: im Internet haben wir einen viel größeren Gestaltungsspielraum. So können wir jeden Aspekt dieses Prinzips voll auszunutzen, um sowohl qualitativ als auch quantitativ einen maximalen Effekt bei der Immobilienvermarktung zu erzielen.

 

Die Überschrift

Eine optimale Überschrift zeichnet sich dadurch aus, dass Sie das Interesse (A= Attention) des Suchenden weckt und ihn auf einer emotionalen Ebene anspricht. Bei Immobiliengeschäften spielen rationale Gesichtspunkte natürlich eine große Rolle, weil für die Parteien einfach viel auf dem Spiel steht. Eine ebenso wichtige Rolle spielt aber auch die irrationale, die emotionale Ebene, vor allem für den Käufer. Um den Interessenten auf dieser Ebene anzusprechen, sollten Sie in der Überschrift ein Bedürfnis ansprechen (D= Desire), das er mit diesem Kauf befriedigen könnte. Der erste Schritt geschieht vor allem beim Immobilienkauf, oft aber auch bei einer Miete tendenziell eher über das Herz. 

Natürlich sollten Sie auch bei der Überschrift auch optisch nichts unversucht lassen, um die Aufmerksamkeit der Interessenten zu erwecken. So sind Sonderzeichen eine gute Möglichkeit sich von den anderen ein wenig abzuheben. Eine gute Möglichkeit ist auch die Verwendung von drei Pluszeichen oder Anführungszeichen. Dies sind für Überschriften optimale Eyecatcher. Lassen Sie auch hier das nötige Feingefühl walten, denn der Grat zwischen positivem Auffallen und Durchfallen durch Aufdringlichkeit (z.B. TEXT NUR IN GROSSBUCHSTABEN oder mit vielen Ausrufungszeichen!!!!!!) kann sehr schmal sein.

 

Die Objektbeschreibung

Im Gegensatz zur klassischen Zeitungsannonce haben Sie hier nun endlich die Möglichkeit Ihren schmucken Bauernhof literarisch hochwertig im Stile eines Romans bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Vorsicht! Wie Ihre Zeit ist auch die Zeit der Interessenten kostbar. Weniger kann auch hier mehr sein. 
Denken Sie, wie auch bei der Zeitungsanzeige, unbedingt an die Pflichtangaben. Im Gegensatz zur Printannonce können Sie hier etwas schöner formulieren und auf unnötige Abkürzungen verzichten. Auch wenn Sie es theoretisch nicht müssen, so empfiehlt es sich auch beim Internetinserat, zuerst die wichtigsten Fakten zu Ihrer Immobilie in Stichpunktform aufzuzählen. Versetzen Sie sich dabei in die Lage des Lesers. Er will ein passendes Objekt finden und dafür schaut er sich auf verschiedenen Plattformen unzählige Anzeigen an. Da es nach statistischen Gesichtspunkten eher unwahrscheinlich ist, dass der Interessent bei seinen gesamten Bemühungen auf Ihre Anzeige zuallererst stößt und oftmals bereits einer Flut von Informationen ausgesetzt gewesen ist, sollten Sie es Ihm so einfach wie möglich machen. Gliedern Sie die wichtigsten Punkte, die Sie nennen wollen thematisch sinnvoll und führen Sie diese nacheinander in einer sauberen, gut lesbaren Form auf. Hier ist vor allem Übersichtlichkeit gefragt. 

Nachdem Sie die kurze Übersicht fertiggestellt haben und die Basisinformationen mit den Interessenten geteilt haben, sollten Sie ihnen nun noch einen Fließtext anbieten. Hier können Sie die Stichpunkte und auch noch andere Aspekte (z.B. Besonderheiten des Hauses, Vorzüge, Umgebung usw.) etwas ausführlicher beschreiben. Es hat sich bewährt, den Text in drei bis fünf Abschnitte mit ebenso vielen Sätzen pro Abschnitt zu gliedern. Die Abschnitte sollten jeweils ein Thema haben (z.B. Objekt selbst, Ausstattung, Lage etc.)und so formuliert sein, dass sie leicht lesbar und nachvollziehbar sind. Achten Sie auch hier vor allem auf die Übersichtlichkeit und halten Sie Maß! Zu lange Texte schrecken den gemeinen Leser ab, er verspricht sich durch die Anzeige lediglich die für ihn relevanten Informationen herauszufinden. Auch Texte ohne Satzzeichen und Absätze werden von den meisten Lesern schnell übergangen. 
Inhaltlich sollten Sie Ihre Immobilie angemessen präsentieren. Heben Sie die Schokoladenseiten Ihrer Immobilie hervor und treten Sie etwaige „Schwächen“ – falls vorhanden - nicht breiter als nötig. Bitte bleiben Sie dabei aber immer ehrlich! Lügen haben kurze Beine und bei Immobilienverkäufen sind sie mitunter noch kürzer als sonst. Übertreiben Sie nicht und stellen Sie gleichzeitig das Licht Ihres Hofes  nicht unter den Scheffel! Spätestens bei der Besichtigung wird der Interessent nämlich sehen was Sache ist. Wenn Sie bei der Anzeige im übertragenen Sinne einen Ferrari versprechen aber dann mit einem Fiat auftrumpfen wollen, dann resultiert daraus nur Enttäuschung und Sie können den Verkauf abhaken. 


Nutzen Sie den Effekt lieber anders herum und halten Sie ein Highlight aus der Anzeige noch heraus. So ist der Käufer wahrscheinlich positiv überrascht und verlässt die Besichtigung mit besseren Eindrücken.

 

Vorheriger Artikel - Teil VII: In welchem Portal ist eine Anzeige am sinnvollsten?

Lesen Sie weiter - Teil IX: Wie wichtig sind Bilder & Grundrisse in einer Internetanzeige?

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