Acker & Agrarflächen kaufen oder pachten im Raum Lilienfeld – für Menschen, die landwirtschaftlichen Grund sinnvoll bewirtschaften möchten

 

 

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
23896 Mannhagen
Wohnfläche: 
186,00 m²
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Für Menschen, die ihren Betrieb mit passenden Flächen ergänzen und Boden nach Lage, Nutzung und Erreichbarkeit beurteilen

Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld zu kaufen oder zu pachten bedeutet, landwirtschaftlichen Boden in einer Region zu suchen, in der klassische Ackerflächen wesentlich seltener sind als Grünland und Wald. Rund um Hainfeld, Rohrbach an der Gölsen und St. Veit an der Gölsen finden sich die günstigeren Tal- und Beckenlagen des Bezirks, während Richtung Kleinzell, Lilienfeld, Türnitz, Hohenberg, St. Aegyd am Neuwalde und Annaberg Hanglagen, Dauergrünland und Wald immer stärker das Flächenbild bestimmen.

Für einen landwirtschaftlichen Betrieb kann trotzdem genau eine einzelne Parzelle entscheidend sein. Vielleicht grenzt sie direkt an eine bereits bewirtschaftete Wiese. Vielleicht verkürzt sie Maschinenwege oder verbindet zwei bisher getrennte Grundstücke.

Ein Vater kennt die Fläche möglicherweise seit Jahrzehnten, weil seine Familie sie immer nur gepachtet hat. Die nächste Generation schaut nüchterner auf Zufahrt, Zuschnitt und Arbeitszeit. Wenn der Grund plötzlich zum Verkauf steht, sprechen beide über dieselbe Parzelle – und sehen trotzdem unterschiedliche Gründe, warum sie zum Betrieb gehören sollte.

Genau deshalb geht es bei Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld nicht um möglichst viele Hektar. Entscheidend ist landwirtschaftlicher Boden, der zur tatsächlichen Nutzung und zu den Wegen eines bestehenden oder geplanten Betriebes passt.

 

Markt & Besonderheiten

Angebotslage Reine Ackerflächen sind im Bezirk Lilienfeld selten. Landwirtschaftliche Grundstücke bestehen wesentlich häufiger aus Dauergrünland, Wiesen, Weiden oder gemischten Agrarflächen. Angebote gelangen zudem nur unregelmäßig auf den öffentlichen Immobilienmarkt.
Ackerland – Preisorientierung Statistik Austria weist für Niederösterreich für 2024 einen durchschnittlichen Kaufpreis von 3,10 EUR/m² für Ackerland aus. Für den Bezirk Lilienfeld gibt es wegen des kleinen und sehr heterogenen Marktes keine ausreichend belastbare eigene Ackerpreisreihe. Konkrete Flächen können je nach Boden, Lage, Arrondierung und Nachfrage deutlich abweichen.
Dauergrünland – Preisorientierung Für Dauergrünland lag der niederösterreichische Durchschnitt 2024 bei 1,40 EUR/m². Im Raum Lilienfeld ist diese Nutzungsart wesentlich typischer als klassischer Acker. Gut erreichbare, hofnahe oder strategisch wichtige Flächen können für einen angrenzenden Betrieb deutlich wertvoller sein als ein statistischer Durchschnitt.
Pacht Ackerland Der durchschnittliche Pachtpreis für Ackerland in Niederösterreich lag 2024 bei 334 EUR je Hektar und Jahr. Der konkrete Pachtzins hängt insbesondere von Boden, Lage, Zuschnitt und regionaler Nachfrage ab.
Pacht Dauergrünland Für Dauergrünland weist Statistik Austria für Niederösterreich 2024 durchschnittlich 174 EUR je Hektar und Jahr aus. Extensive, steile oder schwierig erreichbare Flächen können davon deutlich abweichen.
Regionale Schwerpunkte Die günstigeren Talböden im Gölsen- und Traisental besitzen den stärksten Bezug zu intensiver nutzbaren Agrarflächen. Richtung Kleinzell, Türnitz, Hohenberg, St. Aegyd und Annaberg nehmen Hanglagen, Grünland und forstwirtschaftliche Nutzung deutlich zu.
Typische Flächen Acker, Wechselwiesen, Dauerwiesen, Mähweiden, Weiden und andere landwirtschaftlich genutzte Grundstücke können unter Acker & Agrarflächen zusammengefasst werden. Waldflächen gehören dagegen in die eigene Objektart Wald & Forstflächen.
Besonderheiten Bodenqualität, Bodenklimazahl, Hangneigung, Zuschnitt, Zufahrt, Entfernung zum Hof, bestehende Pachtverhältnisse und Grundverkehr sind bei landwirtschaftlichem Grund wichtiger als eine vermeintlich attraktive Aussicht oder spätere Bebauungserwartung.

 

Weitere landwirtschaftliche Grundstücke im Bundesland finden sich unter Acker & Agrarflächen kaufen oder pachten in Niederösterreich.

 

Acker ist in Lilienfeld die Ausnahme – Grünland bestimmt die Landwirtschaft

Der Bezirk gehört innerhalb Niederösterreichs nicht zu den klassischen Ackerbauräumen.

Knapp vier Fünftel der Fläche sind bewaldet. Die landwirtschaftlich genutzten Bereiche liegen vor allem in Talräumen, auf Wiesen, Dauerweiden und Hangflächen.

Die Landwirtschaftskammer beschreibt die landwirtschaftliche Nutzfläche des Bezirks heute beinahe vollständig als Dauergrünland. Talböden im Gölsen- und Traisental dienen insbesondere der Futterproduktion für Rinderhaltung, während Hangflächen, Weiden und Almen stärker für Mutterkuhhaltung, Aufzucht sowie Schafe und Ziegen genutzt werden.

Das ist ein entscheidender Unterschied zu Gänserndorf, Hollabrunn oder Korneuburg.

Wer im Raum Lilienfeld nach Agrargrund sucht, sollte deshalb nicht erwarten, überall große zusammenhängende Ackerschläge zu finden.

Der regionale Wert liegt häufig gerade in gut nutzbarem Grünland.

 

Acker & Agrarflächen sind Grundstücke – Landwirtschaft ist der ganze Betrieb

Diese Trennung bleibt wichtig.

Acker & Agrarflächen beschreiben landwirtschaftlichen Grund.

Das kann ein einzelnes Feldstück, eine Wiese, mehrere Parzellen oder ein größerer zusammenhängender Flächenkomplex sein.

Eine Landwirtschaft umfasst dagegen den Betrieb als wirtschaftliche Einheit. Wohnhaus, Stallungen, Maschinenhalle, Vieh, Geräte und Flächen können dort gemeinsam übernommen werden.

Ein Landwirt aus St. Veit, der fünf zusätzliche Hektar Futterfläche sucht, braucht keinen weiteren Bauernhof.

Er braucht Grund, der gut zu seinem vorhandenen Betrieb liegt.

Genau dafür ist diese Objektart gedacht.

 

Im Gölsental liegen die günstigeren landwirtschaftlichen Lagen

Hainfeld, Rohrbach an der Gölsen und St. Veit an der Gölsen besitzen innerhalb des Bezirks vergleichsweise offene Talbereiche.

Das Gelände ist dort teilweise weniger steil und landwirtschaftliche Flächen lassen sich einfacher mit Maschinen erreichen.

Das bedeutet nicht automatisch besonders hochwertige Ackerböden.

Aber im regionalen Vergleich sind hier eher Flächen vorhanden, auf denen Futterbau, Wechselwiesen oder einzelne ackerbauliche Nutzungen praktikabel bleiben.

Auch die Bodenklimazahlen einzelner Katastralgemeinden zeigen diese Unterschiede. In Bereichen von Hainfeld oder St. Veit liegen sie deutlich höher als in stärker alpinen und hoch gelegenen Teilen des Bezirks.

Für Käufer bedeutet das: Schon innerhalb von Lilienfeld verändert sich die landwirtschaftliche Eignung erheblich.

 

Richtung Voralpen wird aus Agrarfläche immer häufiger Grünland

Kleinzell, Türnitz, Hohenberg, St. Aegyd, Kernhof und Annaberg zeigen eine andere Landschaft.

Wald rückt näher an die landwirtschaftlichen Flächen, Hangneigungen nehmen zu und größere ebene Grundstücke werden seltener.

Damit verändern sich auch die Nutzungsmöglichkeiten.

Eine steile Mähwiese kann für einen Grünlandbetrieb sehr wertvoll sein und gleichzeitig für klassischen Ackerbau praktisch ausscheiden.

In höheren Lagen kommen kürzere Vegetationsperioden und andere Erntebedingungen hinzu.

Landwirtschaftlicher Boden muss deshalb immer nach seiner tatsächlichen regionalen Funktion bewertet werden.

Dass eine Fläche im Kataster landwirtschaftlich genutzt wird, sagt noch nicht, welche Kultur dort wirtschaftlich sinnvoll ist.

 

Bodenqualität lässt sich nicht am Gras erkennen

Zwei benachbarte Flächen können auf einem Foto nahezu gleich aussehen und trotzdem unterschiedliche Böden besitzen.

Bodenart, Durchwurzelbarkeit, Wasserspeichervermögen, Humus und Ertragsfähigkeit beeinflussen die Nutzung.

Für Österreich steht mit der digitalen Bodenkarte eBOD ein öffentlich zugängliches Werkzeug zur Verfügung, das kartierte landwirtschaftliche Böden mit unterschiedlichen Standort- und Bodeneigenschaften darstellt.

Dort lässt sich unter anderem die grundsätzliche Wertigkeit als Acker- oder Grünland nachvollziehen.

Bei konkreten Kaufentscheidungen ersetzt die Karte nicht die Besichtigung.

Ein Landwirt schaut ohnehin anders auf den Boden.

Er sieht, wie Wasser nach Regen stehen bleibt, wie dicht der Bestand wächst und welche Stellen eine Maschine bei ungünstigem Wetter besser nicht befährt.

 

Zuschnitt entscheidet bei jedem Arbeitsgang mit

Eine rechteckige oder sinnvoll geformte Fläche lässt sich effizienter bewirtschaften als ein langer schmaler Streifen.

Das gilt auch im kleinstrukturierten Grünland.

Jedes Wendemanöver kostet Zeit und erhöht bei Hangflächen zusätzlich die Anforderungen an Fahrer und Maschine.

Besonders interessant sind deshalb Flächen, die an vorhandene Grundstücke angrenzen.

Eine kleine Nachbarparzelle kann für den bestehenden Betrieb erheblich wertvoller sein als eine größere Fläche mehrere Kilometer entfernt.

Vielleicht verschwindet dadurch eine ungünstige Grundstücksgrenze.

Vielleicht kann eine Wiese künftig in einem Arbeitsgang gemäht werden.

Solche Vorteile tauchen in einer einfachen Rechnung pro Quadratmeter kaum auf.

Für den Betrieb sind sie trotzdem real.

 

Hangneigung bestimmt Technik und Arbeitszeit

Im Raum Lilienfeld gehört Gelände unmittelbar zur Flächenbewertung.

Ein Hektar ebene Talfläche ist betrieblich nicht dasselbe wie ein Hektar steile Wiese.

Hanglagen verlangen geeignete Maschinen, mehr Erfahrung und teilweise deutlich mehr Arbeitszeit.

Auch die Befahrbarkeit nach Niederschlag verändert sich.

Eine Fläche kann grundsätzlich gut wachsen und trotzdem nur in kurzen Zeitfenstern sicher bearbeitet werden.

Bei größeren Hangneigungen gewinnt deshalb angepasste Grünlandtechnik an Bedeutung.

Für Käufer und Pächter sollte die Frage nicht lauten, wie groß die Fläche ist.

Sie sollte lauten, wie sie mit dem vorhandenen Maschinenpark tatsächlich bewirtschaftet werden kann.

 

Die Entfernung zum Hof kostet jedes Jahr aufs Neue

Eine günstige Fläche ist nicht automatisch wirtschaftlich günstig.

Liegt sie mehrere Kilometer vom Betrieb entfernt, müssen Maschinen jeden Arbeitsgang dorthin fahren.

Bei Grünland beginnt das mit Düngung und Pflege, geht über Mahd und Wenden bis zur Futterbergung.

Bei Ackerflächen kommen weitere Arbeitsgänge hinzu.

Fünf Kilometer zusätzliche Fahrt wirken bei einem einzelnen Termin kaum relevant.

Über viele Jahre summieren sie sich zu Arbeitszeit, Diesel und Maschinenstunden.

Deshalb kann ein teurerer Nachbargrund langfristig wirtschaftlich sinnvoller sein als eine billigere Fläche weit außerhalb des normalen Betriebsradius.

Landwirtschaftlicher Boden wird nicht nur gekauft.

Er wird jedes Jahr aufs Neue angefahren.

 

Acker, Wiese und Weide erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Unter Agrarflächen dürfen die Nutzungsarten nicht einfach zusammengeworfen werden.

Ackerland kann regelmäßig umgebrochen und mit unterschiedlichen Kulturen bestellt werden.

Dauergrünland bleibt dagegen über längere Zeit als Grünland bestehen und dient beispielsweise der Futtergewinnung oder Beweidung.

Im Raum Lilienfeld ist diese zweite Nutzungsform wesentlich wichtiger.

Für einen Milchviehbetrieb kann eine gut erreichbare Mähwiese deshalb wirtschaftlich bedeutender sein als ein kleiner Acker.

Ein Mutterkuhbetrieb beurteilt wiederum Weidezugang und Einzäunung anders.

Die Objektart Acker & Agrarflächen soll diese Unterschiede nicht verwischen.

Sie bündelt landwirtschaftliche Grundstücke – die konkrete Nutzung muss trotzdem im Inserat eindeutig beschrieben werden.

 

Wasser und Entwässerung entscheiden über Befahrbarkeit

Bei Agrarflächen im voralpinen Raum geht es beim Thema Wasser weniger um großflächige Bewässerungsanlagen wie im trockeneren Marchfeld.

Hier kann die andere Richtung wichtiger sein.

Wie schnell trocknet eine Fläche nach längeren Niederschlägen?

Gibt es vernässte Bereiche oder Drainagen? Läuft Hangwasser über das Grundstück?

Bei Grünland beeinflusst das nicht nur den Ertrag, sondern auch die Frage, wann Maschinen auf die Fläche können.

Bestehende Drainagen sollten deshalb nicht nur als Striche in alten Unterlagen betrachtet werden.

Ihr Zustand kann für die Bewirtschaftung entscheidend sein.

Auch Bäche und Gräben an Grundstücksgrenzen sollten bei der Flächenprüfung berücksichtigt werden.

 

Bestehende Pacht kann für Käufer wichtiger sein als der Kaufvertrag

Eine angebotene Agrarfläche muss nicht frei von Nutzung sein.

Vielleicht bewirtschaftet ein Nachbar sie seit vielen Jahren.

Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden, ob ein Pachtvertrag besteht, welche Laufzeit vereinbart wurde und welche Kündigungsregeln gelten.

Für manche Käufer ist ein verlässlich verpachtetes Grundstück durchaus interessant.

Ein aktiver Landwirt, der die Fläche selbst benötigt, bewertet dieselbe Situation anders.

Auch mündlich gewachsene Verhältnisse sollten möglichst sauber geklärt werden.

Auf dem Land weiß häufig jeder, wer eine Wiese seit zwanzig Jahren mäht.

Für einen Eigentumswechsel reicht dieses Wissen allein trotzdem nicht.

 

Kaufen oder pachten – beide Wege können den Betrieb sinnvoll erweitern

Eigentum schafft langfristige Sicherheit.

Eine strategisch wichtige Nachbarfläche bleibt dauerhaft im Betrieb und kann später an die nächste Generation weitergegeben werden.

Dafür wird Kapital gebunden.

Pacht erweitert die bewirtschaftete Fläche mit wesentlich geringerem Kapitaleinsatz.

Gerade für junge Betriebe kann das entscheidend sein.

Dafür werden Vertragsdauer und Planungssicherheit wichtiger.

Wer Boden verbessern oder langfristig in Drainage, Wege oder andere Maßnahmen investieren möchte, beurteilt einen kurzfristigen Pachtvertrag anders als eine zwanzigjährige Perspektive.

Viele landwirtschaftliche Betriebe kombinieren deshalb beide Modelle.

Ein stabiler Kern aus Eigentum wird durch passende Pachtflächen ergänzt.

 

Der Quadratmeterpreis ist nur der Anfang der Rechnung

Statistik Austria weist für Niederösterreich 2024 durchschnittlich 3,10 EUR/m² für Ackerland und 1,40 EUR/m² für Dauergrünland aus.

Diese Werte sind eine sinnvolle Orientierung.

Sie sind kein Preiszettel für eine konkrete Lilienfelder Parzelle.

Gerade in einem kleinen Markt können einzelne Flächen erheblich davon abweichen.

Ein hofnahes Grundstück, das zwei bestehende Flächen verbindet, besitzt für den Nachbarbetrieb einen besonderen wirtschaftlichen Wert.

Eine steile, schlecht erreichbare Wiese wird anders bewertet.

Auch kleine Grundstücke nahe Siedlungen können Preise zeigen, die mit ihrem reinen landwirtschaftlichen Ertragswert wenig zu tun haben.

Deshalb sollten Kaufpreise von Bauland, Freizeitgrund oder gemischt gewidmeten Grundstücken niemals als Vergleich für reinen Agrargrund herangezogen werden.

Bei Acker & Agrarflächen zählt zuerst die landwirtschaftliche Nutzung.

 

Grundverkehr gehört in Niederösterreich von Anfang an dazu

Land- und forstwirtschaftlicher Grund wird in Niederösterreich rechtlich anders behandelt als ein gewöhnliches Baugrundstück.

Rechtsgeschäfte über entsprechend land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke können der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung unterliegen.

Das betrifft Eigentumsübertragungen und grundsätzlich auch Nutzungsüberlassungen.

Das NÖ Grundverkehrsgesetz verfolgt unter anderem das Ziel, eine leistungsfähige bäuerliche Land- und Forstwirtschaft und einen wirtschaftlich gesunden landwirtschaftlichen Grundbesitz zu erhalten.

Für den Bezirk Lilienfeld ist die Grundverkehrsbehörde Lilienfeld zuständig.

Vor Kauf oder längerfristiger Pacht sollte deshalb früh geklärt werden, welches Verfahren für das konkrete Grundstück erforderlich ist.

Landwirtschaftlicher Boden ist kein Grundstückskauf, bei dem diese Frage erst nach der Unterschrift auftauchen sollte.

 

Agrargrund ist kein zukünftiger Bauplatz auf Verdacht

Landwirtschaftlich gewidmete Grundstücke sollten nach ihrer tatsächlichen landwirtschaftlichen Aufgabe bewertet werden.

Eine Grünlandwidmung bedeutet nicht, dass dort später selbstverständlich ein Wohnhaus gebaut werden kann.

Auch die Lage nahe einer bestehenden Siedlung garantiert keine spätere Umwidmung.

Wer Agrargrund ausschließlich mit der Hoffnung kauft, daraus irgendwann Bauland zu machen, verfolgt eine andere Suchintention als ein landwirtschaftlicher Betrieb.

Für my-landimmo sollte die Vermarktung deshalb sauber bleiben.

Ein Acker ist Acker.

Eine Wiese ist landwirtschaftlicher Grund.

Besteht tatsächlich zusätzliches Entwicklungspotenzial, braucht es dafür eine belastbare rechtliche Grundlage und nicht nur die Hoffnung des Verkäufers.

 

Kaufaspekte & Tipps

Vor dem Kauf von Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld sollten Grundstücksnummer, Katastralgemeinde, exakte Fläche und Eigentumsverhältnisse geprüft werden.

Danach kommen Nutzung und Boden.

Ist es Acker, Dauergrünland, Weide oder eine andere landwirtschaftliche Fläche? Welche Bodenqualität und Bodenklimazahl liegen vor?

Zuschnitt, Hangneigung und Zufahrt bestimmen die praktische Bewirtschaftung.

Bei Zufahrt über fremden Grund sollten Fahr- und Bringungsrechte nachvollziehbar sein.

Auch bestehende Pachtverhältnisse, Dienstbarkeiten und andere Belastungen gehören in die Prüfung.

Bei Grünland sind Entwässerung, Nutzungsintensität und tatsächliche Befahrbarkeit wichtig.

Schließlich zählt die Lage zum eigenen Betrieb.

Die schönste Agrarfläche hilft wenig, wenn bei jedem Arbeitsgang unnötig weit gefahren werden muss.

 

Für wen geeignet und warum?

Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld richten sich vor allem an bestehende landwirtschaftliche Betriebe und Menschen, die landwirtschaftlichen Grund tatsächlich bewirtschaften möchten.

Ein Grünlandbetrieb kann zusätzliche Futterfläche brauchen. Ein Hof mit Mutterkühen sucht vielleicht eine angrenzende Weide. Ein junger Landwirt erweitert seinen Betrieb zunächst über Pacht, weil das Kapital an anderer Stelle gebraucht wird.

Manchmal ist eine Fläche bereits seit Generationen Teil des betrieblichen Alltags, obwohl sie nie der Familie gehört hat.

Der Großvater hat dort gemäht. Der Vater hat sie weiter gepachtet und die Tochter fährt heute mit modernerer Technik dieselbe Einfahrt hinein.

Wenn der Eigentümer verkauft, bekommt diese Parzelle eine Bedeutung, die sich nicht allein aus 1,40 oder 3,10 EUR pro Quadratmeter erklären lässt.

Sie liegt richtig.

Sie funktioniert.

Und sie gehört längst zum Weg des Betriebes.

 

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FAQ zu Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld

Was kostet Ackerland im Raum Lilienfeld pro Quadratmeter?

Für den Bezirk gibt es aufgrund des kleinen Ackerlandmarktes keinen belastbaren eigenen Durchschnitt. Statistik Austria weist für Niederösterreich für 2024 durchschnittlich 3,10 EUR/m² für Ackerland aus. Bodenqualität, Lage, Zuschnitt und Arrondierung können den konkreten Wert deutlich verändern.

Was kostet Dauergrünland?

Der durchschnittliche Kaufpreis für Dauergrünland in Niederösterreich lag 2024 laut Statistik Austria bei 1,40 EUR/m². Hofnahe, gut befahrbare oder strategisch wichtige Grünlandflächen können individuell höher bewertet werden.

Was kostet die Pacht von Ackerland?

Für Niederösterreich weist Statistik Austria für 2024 einen durchschnittlichen Jahrespachtpreis von 334 EUR je Hektar Ackerland aus. Der tatsächliche Pachtzins richtet sich nach regionalen Verhältnissen und Qualität der konkreten Fläche.

Was kostet die Pacht von Dauergrünland?

Der niederösterreichische Durchschnitt für Dauergrünland lag 2024 bei 174 EUR je Hektar und Jahr. Extensive und schwer erreichbare Flächen können deutlich davon abweichen.

Gibt es im Bezirk Lilienfeld überhaupt Ackerland?

Ja, aber wesentlich weniger als in den klassischen Ackerbauregionen Niederösterreichs. Landwirtschaftliche Flächen werden im Bezirk heute weit überwiegend als Dauergrünland genutzt.

Wo liegen die günstigeren Agrarlagen?

Die Talbereiche des Gölsen- und Traisentals bieten im regionalen Vergleich günstigere Gelände- und Bodenverhältnisse. Richtung südliche und westliche Voralpen nehmen Hanglagen, Wald und Grünlandanteil deutlich zu.

Wie kann die Bodenqualität geprüft werden?

Neben Bodenklimazahl und vorhandenen betrieblichen Erfahrungen bietet die digitale Bodenkarte eBOD Informationen zu landwirtschaftlichen Böden und deren Eignung für Acker- beziehungsweise Grünlandnutzung.

Ist beim Kauf von Agrarflächen eine Grundverkehrsgenehmigung erforderlich?

Der Erwerb land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke kann in Niederösterreich grundverkehrsbehördlich genehmigungspflichtig sein. Für das konkrete Grundstück sollte dies früh mit der zuständigen Grundverkehrsbehörde geklärt werden.

Kann auf einer Acker- oder Grünlandfläche später gebaut werden?

Nicht allein aufgrund des Eigentums. Landwirtschaftlicher Grund ist kein Bauland. Eine mögliche Bebauung richtet sich nach Widmung, Raumordnung, Bauordnung und dem konkreten Vorhaben. Eine spätere Umwidmung sollte nicht vorausgesetzt werden.

 

Fazit

Acker & Agrarflächen im Raum Lilienfeld sehen anders aus als in den großen niederösterreichischen Ackerbauräumen.

Der Bezirk ist von Wald und Dauergrünland geprägt. Klassische Ackerflächen sind knapp und konzentrieren sich stärker auf die günstigeren Talbereiche.

Gerade deshalb sollte landwirtschaftlicher Grund hier nicht nur nach Hektar und Quadratmeterpreis beurteilt werden.

Eine ebene hofnahe Wiese kann einem Viehbetrieb mehr bringen als eine wesentlich größere Hangfläche. Eine kleine Nachbarparzelle kann vorhandene Grundstücke verbinden und jedes Jahr Maschinenwege sparen.

Der Boden muss zur Nutzung passen.

Die Zufahrt muss funktionieren.

Und die Fläche sollte dort liegen, wo sie im Betrieb tatsächlich gebraucht wird.

Dann wird irgendwann nicht mehr darüber gesprochen, ob sie einmal gekauft oder gepachtet wurde.

Es wird gemäht, geweidet oder angebaut.

Und die Fläche gehört so selbstverständlich zum täglichen Betriebsablauf, als wäre sie schon immer dort gewesen.

 

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