Acker & Agrarflächen kaufen oder pachten in Osttirol – für Menschen, die Wiesen, Grünland und landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften möchten

 

 

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1,5 ha Wald in Niedersachsen

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21354 Karze (Deutschland)
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42.500,00 EUR
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Ländlich wohnen mit viel Platz – Hofstelle am Ortsrand von Wanna

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Wohnen
Ort: 
21776 Wanna (Deutschland)
Gesamtfläche: 
23.706,00 m²
Kaufpreis: 
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Für Menschen, die in Osttirol Agrarflächen suchen, bei denen Lage, Boden und tatsächliche Bewirtschaftbarkeit wichtiger sind als reine Hektarzahlen

Acker und Agrarflächen in Osttirol sind etwas anderes als großflächiges Ackerland in klassischen Feldbauregionen. Wer hier landwirtschaftlichen Grund sucht, findet vor allem Grünland, Wiesen, Weiden, Bergwiesen und Bergmähder. Ackerflächen gibt es ebenfalls, sie spielen innerhalb der regionalen Landwirtschaft jedoch eine deutlich kleinere Rolle.

Genau deshalb sollte eine Agrarfläche in Osttirol nicht allein nach ihrer Größe beurteilt werden. Zehn Hektar können für einen Betrieb hervorragend geeignet sein – oder nur eingeschränkt nutzbar, wenn ein großer Teil steil liegt, schwer erreichbar ist oder lediglich einmal im Jahr gemäht werden kann.

Andere Flächen sind kleiner, liegen aber unmittelbar bei einer Hofstelle, sind gut mit Maschinen erreichbar und können mehrmals gemäht werden. Für einen Grünland- oder Viehbetrieb kann genau diese Fläche erheblich wertvoller sein.

Die Agrarstatistik des Landes zeigt diese regionale Besonderheit sehr deutlich. Im Bezirk Lienz wurden 2020 rund 36.653 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Davon entfielen lediglich rund 1.280 Hektar auf Ackerland. Mehrmähdige Wiesen machten etwa 9.336 Hektar aus, Almen und Bergmähder sogar rund 23.737 Hektar. Osttirol ist damit weit stärker Grünland- und Berglandwirtschaftsregion als klassisches Ackerbaugebiet.

Wer Agrarflächen kauft oder pachtet, sucht deshalb häufig nicht „den Acker“, sondern eine Fläche, die zum eigenen Betrieb passt. Vielleicht braucht ein Viehhalter zusätzliche Mähwiesen. Ein anderer sucht Weidegrund. Ein Bergbetrieb möchte Flächen arrondieren oder einen weiter entfernten Bergmähder ersetzen. Wieder jemand sucht tatsächlich Ackerland in einer günstigeren Tal- oder Beckenlage.

Solche Entscheidungen wirken auf den ersten Blick weniger emotional als der Kauf eines Bauernhauses. Im Alltag sind sie es trotzdem. Eine Wiese direkt hinter dem Stall kann Arbeitswege verkürzen. Eine zusätzliche Weide kann den Sommer erleichtern. Eine gute Futterfläche kann darüber entscheiden, wie viel Heu zugekauft werden muss.

Agrarflächen sind deshalb keine Restgröße neben dem Hof.

Sie sind seine Grundlage.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageReine Acker- und Agrarflächen kommen in Osttirol nur in begrenzter Zahl auf den offenen Markt. Viele Flächen bleiben langfristig innerhalb landwirtschaftlicher Betriebe oder werden unter Landwirten verpachtet.
PreisspannenJe nach Lage, Nutzungsart, Bodenqualität, Erreichbarkeit und Bewirtschaftbarkeit liegt eine grobe Orientierung für landwirtschaftliche Flächen in Osttirol bei etwa 4 bis 15 EUR/m². Besonders gut nutzbare oder außergewöhnlich gelegene Flächen können darüber liegen.
Typische FlächenMehrmähdige Wiesen, Grünland, Kulturweiden, Hutweiden, Bergwiesen, Bergmähder sowie in geringerer Zahl klassische Ackerflächen.
Kauf / PachtBeide Formen sind relevant. Pacht ist in der Landwirtschaft besonders verbreitet, weil Betriebe ihre Eigenflächen häufig durch zusätzliche Wiesen oder Weiden ergänzen.
BesonderheitenTiroler Grundverkehrsrecht, Flächenwidmung, Erreichbarkeit, Zufahrt, Dienstbarkeiten, Wasser, Hangneigung, Bodenqualität und bestehende Pachtverhältnisse sollten früh geprüft werden.

 

Acker, Agrarfläche, Grünland oder Bergmähder?

Der Begriff Agrarfläche ist der weiteste. Er umfasst landwirtschaftlich genutzten Boden unabhängig davon, ob dort Getreide wächst, Gras gemäht wird oder Tiere weiden.

Ackerland wird regelmäßig bearbeitet und für Kulturen genutzt. In Osttirol kommt es vor, ist aber im Vergleich zu den Grünlandflächen deutlich weniger prägend.

Grünland wird dauerhaft von Gras und anderen Futterpflanzen bestimmt. Je nach Lage und Intensität kann es mehrmals im Jahr gemäht oder als Weide genutzt werden.

Mehrmähdige Wiesen gehören zu den wirtschaftlich wichtigen Futterflächen vieler Betriebe. Sie liefern Heu oder Silage und liegen häufig in besser erreichbaren Tal- und Hangbereichen.

Bergwiesen und Bergmähder liegen dagegen höher oder steiler. Sie werden teilweise nur einmal jährlich gemäht und können erheblich mehr Arbeitsaufwand verursachen.

Weiden erfüllen wieder eine andere Aufgabe. Dort steht nicht die Futterernte mit Maschinen, sondern die direkte Nutzung durch Tiere im Mittelpunkt.

Diese Unterschiede sind für Käufer oder Pächter wichtiger als die reine Bezeichnung im Inserat.

Eine Fläche sollte danach beurteilt werden, was dort tatsächlich möglich und sinnvoll ist.

 

Osttirol – vom Lienzer Becken bis zu den Bergmähdern der Hochtäler

Die landwirtschaftliche Nutzbarkeit verändert sich innerhalb Osttirols stark. Das liegt an Höhenlage, Gelände, Talbreite und Erreichbarkeit.

Im Lienzer Becken und im breiteren Drautal finden sich vergleichsweise ebene und gut erschlossene landwirtschaftliche Flächen. Hier ist auch Ackerbau regional eher möglich als in den engen Hochtälern.

Das Land Tirol beschreibt Pustertal und Iseltal als Haupttäler des Bezirks, die sich im zentralen Lienzer Becken treffen. Defereggental, Virgental, Kalser Tal, Villgratental und Tiroler Gailtal bilden die wichtigsten Seitentäler. Diese Topografie erklärt bereits, warum die Landwirtschaft innerhalb Osttirols sehr unterschiedlich funktioniert.

Im Pustertal und Hochpustertal rund um Assling, Anras, Sillian, Heinfels und Strassen stehen neben Grünland auch einzelne günstigere Ackerlagen zur Verfügung. Gut erreichbare Wiesen entlang der Talräume sind für Futterwirtschaft besonders interessant.

Das Villgratental mit Außervillgraten und Innervillgraten ist dagegen stärker durch Bergwiesen und steile landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Dort entscheidet nicht die große ebene Fläche, sondern die jahrhundertelang entwickelte Nutzung von Talwiesen, Bergmähdern und Almflächen.

Im Defereggental, Virgental sowie rund um Matrei und Kals wird diese Berglandwirtschaft ebenfalls deutlich. Landwirtschaftliche Flächen reichen teilweise über große Höhenunterschiede und können nur saisonal oder mit entsprechendem Gerät bewirtschaftet werden.

Für Käufer bedeutet diese Vielfalt, dass eine Fläche immer in ihrem regionalen Zusammenhang betrachtet werden sollte.

Eine Wiese bei Lienz erfüllt möglicherweise eine völlig andere Aufgabe als ein Bergmähder bei Prägraten oder Innervillgraten.

Beide sind landwirtschaftlich wertvoll.

Aber nicht für denselben Zweck.

 

Die beste Fläche ist häufig nicht die größte

Bei Agrarflächen lässt sich Qualität nur eingeschränkt an Quadratmetern messen.

Eine große Fläche kann steil, schattig oder nur über einen schmalen Weg erreichbar sein. Eine kleinere Wiese kann direkt an einem bestehenden Betrieb liegen und mehrmals jährlich bewirtschaftet werden.

Für einen Käufer oder Pächter gehören deshalb Lage und Erreichbarkeit zu den wichtigsten Kriterien.

Kann die Fläche mit normalen landwirtschaftlichen Maschinen erreicht werden? Wie breit ist die Zufahrt? Gibt es Wegerechte? Muss über fremde Grundstücke gefahren werden?

Auch die Hangneigung beeinflusst die Arbeit erheblich. Was mit einem Traktor problemlos aussieht, kann bei größerer Steigung besondere Maschinen oder deutlich mehr Zeit verlangen.

Der Boden selbst sollte ebenfalls betrachtet werden. Feuchte Bereiche, flachgründige Böden, Steine oder regelmäßige Vernässung verändern die Nutzung.

Bei Wiesen ist interessant, wie häufig sie gemäht werden können und welche Futterqualität üblich ist.

Bei Weiden spielen Einfriedung und Wasserversorgung zusätzlich eine große Rolle.

Bei Ackerflächen zählen Bodenaufbau, Bearbeitbarkeit und klimatische Lage.

Gerade in Osttirol kommt außerdem die Höhenlage hinzu. Vegetationsdauer und Zeitpunkt der Ernte können sich innerhalb weniger Kilometer deutlich verändern.

Eine gute Agrarfläche ist deshalb diejenige, die zur vorgesehenen Bewirtschaftung passt – nicht automatisch die mit der höchsten Quadratmeterzahl.

 

Kaufen oder pachten – beides gehört zur Landwirtschaft

Bei Acker- und Agrarflächen ist Pacht ein völlig normaler Bestandteil landwirtschaftlicher Betriebsführung.

Viele Betriebe besitzen einen Kern eigener Flächen und bewirtschaften zusätzlich gepachtete Wiesen, Weiden oder Äcker.

Für Betriebe kann Pacht deshalb interessant sein, wenn zusätzliche Futterfläche benötigt wird, ohne Kapital langfristig in Grund zu binden.

Auch eine Fläche, die direkt neben bereits bewirtschaftetem Land liegt, kann als Pachtfläche erheblichen Wert besitzen.

Beim Kauf entsteht dagegen langfristige Planungssicherheit. Besonders hofnahe Flächen werden deshalb oft als strategisch wichtig angesehen.

Wenn eine Wiese unmittelbar an Stall oder bestehende Grundstücke angrenzt, kann sie Arbeitswege reduzieren und den Betrieb zusammenhängender machen.

Bei Pacht sollte genau geklärt werden, welche Flächen betroffen sind, wie lange der Vertrag läuft und welche Nutzung vorgesehen ist.

Ebenso relevant können Pflegepflichten, Düngung, Einfriedung oder die Nutzung vorhandener Wege sein.

Beim Kauf sollte geprüft werden, ob die Fläche aktuell verpachtet ist. Ein Eigentümerwechsel beendet ein bestehendes Nutzungsverhältnis nicht zwangsläufig sofort.

Die tatsächliche Verfügbarkeit gehört deshalb vor Vertragsabschluss geklärt.

 

Grünland und Wiesen – die eigentliche Stärke Osttirols

Für Osttirol ist Grünland die zentrale landwirtschaftliche Flächenkategorie.

Mehrmähdige Wiesen liefern einen großen Teil des Futters für Viehbetriebe. Ihre Qualität hängt stark davon ab, wie gut sie erreichbar, wie eben sie und wie lange sie im Jahresverlauf nutzbar sind.

Hofnahe Wiesen besitzen deshalb einen besonderen praktischen Wert.

Wenn eine Fläche direkt vom Stall aus erreichbar ist, können Wege erheblich kürzer werden. Tiere lassen sich leichter auf angrenzende Weiden treiben und Futter muss nicht über viele Kilometer transportiert werden.

Weiter entfernte Wiesen können trotzdem wichtig sein, besonders wenn sie gute Erträge liefern.

Bergmähder erfüllen eine andere Funktion. Sie sind Teil der historischen Berglandwirtschaft und können zusätzliches Heu liefern, verlangen aber häufig mehr Arbeit.

Gerade in steilen Lagen entscheidet die Mechanisierbarkeit darüber, ob eine Fläche wirtschaftlich sinnvoll bewirtschaftet werden kann.

Manche Bergwiesen sind für moderne große Maschinen ungeeignet und werden weiterhin mit kleineren Spezialmaschinen bearbeitet.

Diese Flächen können landschaftlich beeindruckend sein.

Für den Betrieb zählt trotzdem zuerst, was sie tatsächlich leisten.

 

Weiden, Wasser und Einfriedung

Wer Flächen für Rinder, Schafe, Pferde oder andere Weidetiere sucht, muss anders prüfen als ein Käufer von Mähwiesen.

Eine geeignete Weide braucht ausreichend Futteraufwuchs, sichere Grenzen und Wasser.

Gerade bei größeren oder höher gelegenen Flächen kann Wasserversorgung entscheidend sein. Quelle, Bach oder bestehende Tränken können wertvoll sein, entsprechende Rechte sollten jedoch geklärt werden.

Auch Zäune gehören zum Alltag. Alte Einfriedungen sollten nicht automatisch als funktionsfähig vorausgesetzt werden.

Bei steilen Flächen kommen natürliche Grenzen hinzu. Bachläufe, Böschungen oder felsige Bereiche können Teile eines Grundstücks für Tiere praktisch unbrauchbar machen.

Eine große Weidefläche auf dem Katasterplan kann deshalb erheblich weniger effektiv nutzbare Fläche besitzen.

Gerade für Pferdehaltung gilt zusätzlich, dass landwirtschaftliches Grünland nicht automatisch als Freizeitkoppel beliebig verändert werden darf.

Die konkrete landwirtschaftliche und baurechtliche Nutzung sollte immer mitgedacht werden.

 

Ackerland – vorhanden, aber nicht die dominante Osttiroler Fläche

Ackerflächen gehören selbstverständlich auch zur Landwirtschaft Osttirols.

Sie sollten nur nicht zum alleinigen Bild der Region gemacht werden.

Mit rund 1.280 Hektar Ackerland gegenüber mehr als 23.700 Hektar Almen und Bergmähdern zeigt die Agrarstatistik sehr klar, wie klein sein Anteil ist.

Ackerbau ist eher in günstigeren Tal- und Beckenlagen möglich, wo Gelände, Boden und Klima eine entsprechende Bearbeitung zulassen.

Für Käufer zählt dort besonders die tatsächliche Bodenqualität.

Auch Erreichbarkeit mit Maschinen und Form des Grundstücks können wichtig sein. Eine schmale, ungünstig zugeschnittene Parzelle kann deutlich mehr Arbeitszeit verursachen als eine kompakte Fläche.

Wer gezielt Acker in Osttirol sucht, sollte deshalb lieber wenige geeignete Flächen sehr genau prüfen als ausschließlich nach Gesamtgröße zu filtern.

 

Grundverkehr, Widmung und bestehende Rechte

Landwirtschaftlicher Grund ist in Tirol keine gewöhnliche Grundstücksware.

Beim Kauf kann das Tiroler Grundverkehrsrecht relevant werden. Ziel ist unter anderem, landwirtschaftliche Grundstücke in einer funktionsfähigen Agrarstruktur zu halten.

Deshalb sollte die grundverkehrsrechtliche Situation bei Kaufinteresse früh geklärt werden.

Ebenso wichtig ist die tatsächliche Widmung der Fläche.

Eine landwirtschaftliche Wiese wird nicht dadurch zu Bauland, weil sie direkt neben einem Haus liegt.

Auch Freizeitnutzung, Gartenanlagen oder bauliche Einrichtungen dürfen nicht automatisch vorausgesetzt werden.

Dienstbarkeiten können bei Agrarflächen ebenfalls erheblichen Einfluss besitzen.

Wer darf über die Fläche fahren? Welche Wege dürfen benutzt werden? Bestehen Leitungsrechte oder Viehtriebe?

Bei Bergflächen können außerdem Alm- oder Weiderechte und Beteiligungen an Agrargemeinschaften relevant sein.

Manche Nutzungen beruhen nicht auf Alleineigentum, sondern auf historisch gewachsenen Gemeinschaftsrechten.

Gerade in Osttirol ist das keine exotische Ausnahme. Das Land Tirol führt für den Bezirk Lienz zahlreiche Agrargemeinschaften und gemeinschaftlich genutzte Alpen und Waldflächen.

Wer Flächen übernimmt, sollte daher nicht nur den Katasterplan lesen.

Die bestehenden Rechte gehören genauso zum wirtschaftlichen Wert.

 

Kauf- & Pachtaspekte

Vor Kauf oder Pacht sollte zunächst geklärt werden, welche Nutzungsart die Fläche besitzt und wie sie bisher bewirtschaftet wurde.

Bei Wiesen sind Schnittzahl, Ertrag und Erreichbarkeit wichtig.

Bei Weiden gehören Wasserversorgung, Einfriedung und Tierzugang dazu.

Bei Ackerflächen zählen Bodenqualität, Gelände, Bearbeitbarkeit und Grundstücksform.

Bei Bergmähdern sollte geklärt werden, ob und mit welchen Maschinen die Fläche erreichbar und bewirtschaftbar ist.

Zufahrten und Wegerechte verdienen grundsätzlich besondere Aufmerksamkeit.

Auch vorhandene Drainagen, Gräben oder Entwässerungsstrukturen können wichtig sein.

Bei Pacht sollte geklärt werden, wann die Fläche tatsächlich übernommen werden kann und welche Pflichten der Pächter übernimmt.

Beim Kauf gehören bestehende Pachtverhältnisse ebenfalls auf den Tisch.

Förderrechtliche oder naturschutzrechtliche Verpflichtungen sollten dort geprüft werden, wo sie für die konkrete Fläche bestehen.

Und schließlich sollte die Entfernung zum eigenen Betrieb realistisch bewertet werden.

Eine günstige Wiese kann teuer werden, wenn für jede Arbeit lange Fahrwege entstehen.

Landwirtschaftliche Fläche ist deshalb immer auch Logistik.

 

Für wen geeignet und warum?

Acker- und Agrarflächen in Osttirol richten sich vor allem an landwirtschaftliche Betriebe, die ihre bestehende Flächenbasis erweitern oder verbessern möchten.

Viehalter suchen zusätzliche Mähwiesen oder Weiden.

Bergbauern können daran interessiert sein, hofnähere Flächen zu erwerben und dadurch Arbeitswege zu reduzieren.

Ein anderer Betrieb sucht gezielt Ackerland in einer geeigneten Tallage.

Pacht ist interessant für Landwirte, die mehr Fläche benötigen, aber nicht jede Erweiterung kaufen möchten.

Auch bei Hofübergaben können Flächen eine besondere Rolle spielen, wenn Betriebsstrukturen neu geordnet oder arrondiert werden.

Weniger geeignet sind Agrarflächen für Käufer, die landwirtschaftlichen Boden lediglich als großen privaten Garten oder günstiges Freizeitgrundstück betrachten.

Eine Wiese bleibt landwirtschaftliche Fläche.

Ein Bergmähder ist kein Wochenendgrundstück.

Und Ackerland ist kein Bauland in Wartestellung.

Wer dagegen versteht, welchen Wert guter Boden für einen Betrieb hat, bewertet solche Flächen anders.

Dann geht es nicht nur um Quadratmeter.

Es geht darum, was auf ihnen möglich ist.

 

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FAQ zu Acker & Agrarflächen in Osttirol

Welche Agrarflächen sind für Osttirol typisch?

Vor allem Grünland, mehrmähdige Wiesen, Bergwiesen, Bergmähder, Weiden und Almflächen prägen die Region. Klassisches Ackerland besitzt eine deutlich geringere Bedeutung.

Wie viel Ackerland gibt es im Bezirk Lienz?

Die Agrarstrukturerhebung 2020 weist rund 1.280 Hektar Ackerland aus. Zum Vergleich: mehrmähdige Wiesen umfassen rund 9.336 Hektar und Almen beziehungsweise Bergmähder etwa 23.737 Hektar.

Was kosten Agrarflächen in Osttirol?

Je nach Lage, Nutzungsart, Bodenqualität und Erreichbarkeit liegt eine grobe Orientierung bei etwa 4 bis 15 EUR/m². Einzelne besonders gut nutzbare Flächen können darüber liegen.

Kann man landwirtschaftliche Flächen in Osttirol pachten?

Ja. Pacht ist ein üblicher Bestandteil landwirtschaftlicher Betriebsführung. Viele Betriebe ergänzen ihre Eigenflächen durch gepachtete Wiesen, Weiden oder Ackerflächen.

Was unterscheidet Grünland und Acker?

Ackerland wird regelmäßig bearbeitet und für wechselnde Kulturen genutzt. Grünland bleibt dauerhaft mit Gräsern und Futterpflanzen bewachsen und wird gemäht oder beweidet.

Was ist ein Bergmähder?

Ein Bergmähder ist eine höher oder steiler gelegene Wiesenfläche, die traditionell zur Gewinnung von Heu genutzt wird. Solche Flächen werden häufig nur einmal im Jahr gemäht.

Ist jede Wiese als Weide geeignet?

Nein. Hangneigung, Boden, Wasserversorgung, Einfriedung und Bewuchs bestimmen, ob eine Fläche sinnvoll als Weide genutzt werden kann.

Ist eine landwirtschaftliche Wiese automatisch als Freizeitgrundstück nutzbar?

Nein. Landwirtschaftlicher Grund bleibt an seine Widmung und die entsprechenden rechtlichen Vorgaben gebunden.

Kann auf einer Agrarfläche gebaut werden?

Das kann nicht allein aus dem Eigentum abgeleitet werden. Widmung und baurechtliche Voraussetzungen sind entscheidend. Landwirtschaftlicher Boden ist nicht automatisch Bauland.

Wann spielt das Tiroler Grundverkehrsrecht eine Rolle?

Beim Erwerb landwirtschaftlicher Grundstücke kann das Tiroler Grundverkehrsrecht relevant sein. Die konkrete Situation sollte vor dem Kauf geprüft werden.

Warum sind Zufahrt und Wegerechte so wichtig?

Eine Fläche kann nur wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden, wenn Maschinen, Tiere und Bewirtschafter sie zuverlässig erreichen können. Bestehende Wege und Dienstbarkeiten können deshalb erheblichen Wert besitzen.

Was sollte vor Kauf oder Pacht zuerst geprüft werden?

Nutzungsart, Boden, Hangneigung, Erreichbarkeit, Wasser, Grundstücksgrenzen, bestehende Rechte, Pachtverhältnisse und die tatsächliche Eignung für den eigenen Betrieb gehören zu den wichtigsten Punkten.

 

Der Wert einer Agrarfläche zeigt sich nicht auf der Karte, sondern bei der Arbeit

Vielleicht wird an einem Sommertag gerade eine Wiese gemäht. Am Rand steht bereits der nächste Wagen, während weiter oben noch ein Stück liegen bleibt, weil der Boden dort länger feucht war.

Ein paar Kilometer entfernt wird eine kleinere Fläche beweidet. Wieder anderswo liegt ein Bergmähder, bei dem für wenige Hektar deutlich mehr Arbeit notwendig ist.

Auf dem Papier sind es alles landwirtschaftliche Flächen.

Im Betrieb erfüllen sie vollkommen unterschiedliche Aufgaben.

Genau deshalb ist Osttirol bei Acker und Agrarflächen keine Region für einfache Hektarvergleiche.

Zwischen dem Lienzer Becken, Pustertal und Hochpustertal sowie den stärker ausgeprägten Berglagen von Villgratental, Defereggental, Virgental und Matrei verändern sich Boden, Höhenlage, Erreichbarkeit und Bewirtschaftung deutlich.

Die passende Fläche ist deshalb nicht automatisch die größte oder billigste.

Es ist die Fläche, die den Betrieb tatsächlich besser macht.

Eine Wiese, die näher am Hof liegt. Eine Weide mit zuverlässigem Wasser. Ein geeigneter Acker in Tallage. Oder ein Bergmähder, der seit Generationen genau die Futterreserve liefert, die ein Hof braucht.

Dann werden aus Quadratmetern wieder das, was sie in der Landwirtschaft immer waren:

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