Acker & Agrarflächen kaufen oder pachten im Wipptal – für Menschen, die landwirtschaftliche Flächen langfristig nutzen möchten
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Für Menschen, die im Wipptal Acker, Grünland, Almflächen oder andere landwirtschaftliche Flächen bewirtschaften und dauerhaft sichern möchten
Acker und Agrarflächen im Wipptal sind keine beliebig austauschbaren Grundstücke. Ihre Nutzung wird durch Höhenlage, Hangneigung, Boden, Wasser, Zufahrt, Bewirtschaftungsform und die Verbindung zu einem bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb bestimmt.
Der Begriff Agrarfläche umfasst dabei mehr als klassischen Ackerboden. Im Wipptal gehören vor allem Grünland, Wiesen, Weiden, Bergmähder und Almflächen zur landwirtschaftlichen Nutzung. Ackerflächen kommen ebenfalls vor, spielen wegen des alpinen Klimas und der begrenzten ebenen Lagen jedoch eine kleinere Rolle als in flacheren Regionen.
Im Haupttal rund um Matrei am Brenner, Steinach und Gries liegen landwirtschaftliche Flächen teilweise näher an Straßen, Siedlungen und bestehenden Hofstellen. In Navis, Trins, Gschnitz, Schmirn, Vals und Obernberg verteilen sie sich stärker über Hänge, Seitentäler und verschiedene Höhenstufen.
Eine Fläche direkt am Hof kann täglich mit kurzen Wegen genutzt werden. Ein Bergmahd oder eine Almfläche verlangt dagegen längere Zufahrten, geeignete Maschinen und einen Arbeitsablauf, der an Gelände und Wetter angepasst ist.
Am Morgen zeigt sich der Wert einer landwirtschaftlichen Fläche nicht durch ihren Ausblick, sondern durch ihre praktische Erreichbarkeit. Tore werden geöffnet, Tiere auf eine Weide gebracht oder Maschinen für die Mahd vorbereitet. Ein nasser Zufahrtsweg, eine zu enge Kurve oder ein nicht gesichertes Wegerecht kann dabei wichtiger sein als mehrere zusätzliche Hektar.
Ackerflächen dienen dem Anbau von Getreide, Kartoffeln, Futterpflanzen oder anderen Kulturen. Im Wipptal begrenzen kurze Vegetationszeiten, Höhenlage und verfügbare ebene Böden diese Nutzung. Viele als Agrarflächen angebotene Grundstücke sind daher tatsächlich Grünland und nicht ohne Weiteres als Acker nutzbar.
Grünland umfasst Wiesen und Weiden, die der Futtergewinnung oder Tierhaltung dienen. Manche Flächen können mehrmals im Jahr gemäht werden, andere liefern aufgrund von Höhe, Hang oder Boden nur einen geringeren Ertrag.
Bergmähder liegen häufig höher, sind steiler und arbeitsintensiver. Sie wurden traditionell zur Gewinnung zusätzlichen Winterfutters genutzt. Ihre heutige Bewirtschaftung hängt davon ab, ob Zufahrt, Maschinen, Arbeitszeit und Ertrag in einem sinnvollen Verhältnis stehen.
Almflächen dienen vor allem der saisonalen Beweidung. Zum tatsächlichen Wert gehören deshalb nicht nur Hektar und Lage, sondern auch Wasser, Viehtrieb, Zäune, Hütten, Wege und mögliche Rechte innerhalb einer Agrargemeinschaft.
Wer landwirtschaftliche Flächen im Wipptal sucht, sollte deshalb zuerst die geplante Nutzung klären. Für Viehhaltung werden andere Flächen benötigt als für Heugewinnung, Ackerbau, Gemüse, Direktvermarktung oder die Ergänzung eines bestehenden Hofes.
Im Tagesverlauf entscheidet das Gelände über die Arbeit. Auf ebenen Flächen lassen sich Mahd, Futterbergung und Transporte anders organisieren als auf einem steilen Hang. Schmale Zufahrten, kleine Teilstücke und größere Entfernungen zur Hofstelle erhöhen den Aufwand, auch wenn die Gesamtfläche auf dem Papier ausreichend erscheint.
Auch die soziale Ebene gehört zur Bewirtschaftung. In kurzen Wetterfenstern helfen Familie, Nachbarn oder andere Betriebe bei Mahd und Einbringung. Jemand fährt die Maschine, andere wenden oder transportieren das Futter, und später sitzen mehrere Menschen zusammen, die den Tag an verschiedenen Flächen verbracht haben.
Wer Acker oder Agrarflächen kauft, übernimmt daher nicht nur Boden. Grenzen, Wege, Wasser, Pflegezustand, Verträge und regionale Bewirtschaftungsbedingungen gehören ebenso zur Entscheidung.
Markt & Besonderheiten
| Merkmal | Einordnung für Acker & Agrarflächen im Wipptal |
| Angebotslage | Landwirtschaftliche Flächen gelangen im Wipptal nur begrenzt auf den freien Markt. Häufig werden einzelne Wiesen, Weiden, Bergmähder oder Almflächen innerhalb landwirtschaftlicher Strukturen übertragen oder langfristig verpachtet. Zusammenhängende größere Agrarflächen sind selten. |
| Preisspannen | Acker, Grünland, Bergmähder und Almflächen bewegen sich abhängig von Lage, Erreichbarkeit, Boden, Hangneigung und Nutzung häufig in einer groben Spanne von etwa 4 bis 15 EUR je Quadratmeter. Kleine, gut erreichbare Flächen nahe einer Hofstelle können höher bewertet werden; steile oder schwer erschließbare Grundstücke auch deutlich niedriger. |
| Flächenarten | Möglich sind Ackerflächen, mehrmähdige Wiesen, Weiden, extensives Grünland, Bergmähder, Almflächen, Hutweiden, landwirtschaftliche Restflächen und Flächenanteile innerhalb von Agrargemeinschaften. |
| Nutzungsmöglichkeiten | Futtergewinnung, Beweidung, Ackerbau, Tierhaltung, Gemüsebau, Ergänzung eines bestehenden Betriebes oder extensive Landschaftspflege kommen je nach Widmung, Boden, Höhenlage und Erschließung infrage. |
| Besonderheiten | Hangneigung, Zufahrt, Wegerechte, Wasser, Bodenqualität, Flächenzuschnitt, Naturgefahren, Höhenlage, Pachtverhältnisse und die Entfernung zur Hofstelle beeinflussen den Wert stärker als die reine Quadratmeterzahl. |
| Kaufen oder pachten | Die Pacht landwirtschaftlicher Flächen ist im Wipptal verbreitet. Für einen Betrieb kann sie wirtschaftlich sinnvoller sein als der Kauf. Vertragsdauer, Kündigung, Pflege, Zufahrt, Zahlungsansprüche und Investitionen sollten eindeutig geregelt sein. |
Regionale Flächenarten & Bewirtschaftung
Die Agrarstruktur des Wipptals ist überwiegend durch Grünland und Viehhaltung geprägt. Ebene und für klassischen Ackerbau geeignete Grundstücke konzentrieren sich stärker auf Talböden, Terrassen und günstig gelegene Bereiche rund um bestehende Siedlungen.
Ackerflächen besitzen meist einen tieferen, bearbeitbaren Boden und müssen mit Maschinen erreichbar sein. Steine, Verdichtung, Vernässung und kurze Vegetationszeiten beeinflussen die Auswahl möglicher Kulturen.
Eine Fläche, die im Grundbuch oder Kataster als landwirtschaftlich genutzt erscheint, ist nicht automatisch ein hochwertiger Acker. Widmung, tatsächlicher Bodenaufbau, bisherige Nutzung und örtliche Bedingungen müssen gemeinsam beurteilt werden.
Wiesen im Haupttal oder nahe einer Hofstelle können häufig einfacher gemäht und abgefahren werden. Gleichzeitig können Bebauung, Straßen, Bahn, Leitungen oder andere Nutzungen den Flächenzuschnitt einschränken.
In Navis, Schmirn und Vals liegen viele landwirtschaftliche Flächen am Hang oder auf unterschiedlichen Höhenstufen. Das kann die Bewirtschaftung mit Spezialmaschinen verlangen und den Zeitaufwand je Hektar deutlich erhöhen.
Im Gschnitztal mit Trins und Gschnitz sowie in Obernberg bestimmen Talform, Seitental-Lage und Entfernung zum Haupttal die Arbeitswege. Eine gut erschlossene Fläche kann trotz größerer Entfernung sinnvoller sein als ein näher gelegenes Grundstück ohne geeignete Zufahrt.
Weiden benötigen sichere Zäune, Wasser und kontrollierbare Zugänge. Bei Hangflächen sollte geprüft werden, ob Tiere das Gelände sicher nutzen können und ob feuchte, steinige oder rutschungsgefährdete Bereiche bestehen.
Bergmähder werden meist extensiver bewirtschaftet. Steigung, spätere Reife, geringere Erträge und aufwendige Futterbergung bestimmen ihren wirtschaftlichen Wert. Gleichzeitig können sie für regionale Landwirtschaft, Landschaftspflege und Artenvielfalt wichtig sein.
Almflächen unterscheiden sich erheblich von hofnahen Weiden. Tiere verbringen dort nur einen Teil des Jahres. Viehtrieb, Betreuung, Wasser, Zäune, Hütten, Wege und gemeinschaftliche Pflichten gehören zur tatsächlichen Nutzung.
Manche Almflächen sind kein frei verfügbares Alleineigentum, sondern Teil einer Agrargemeinschaft oder mit besonderen Nutzungsrechten verbunden. Ein Flächenanteil sagt dann allein wenig darüber aus, wie viele Tiere aufgetrieben werden dürfen oder welche Arbeiten zu leisten sind.
Landwirtschaftliche Restflächen können zwischen Straßen, Bachläufen, Wald oder Bebauung liegen. Sie wirken preislich interessant, lassen sich aber wegen Zuschnitt, Zufahrt oder Größe möglicherweise nur eingeschränkt bewirtschaften.
Historische Nutzung & Bedeutung
Die Landwirtschaft im Wipptal nutzte seit jeher verschiedene Höhenstufen. Flächen rund um die Hofstelle lieferten Futter und Weide, höher gelegene Bergmähder ergänzten die Wintervorräte, und Almflächen ermöglichten die saisonale Beweidung.
Die Qualität einer Landwirtschaft entstand deshalb nicht allein aus einer großen zusammenhängenden Fläche. Viele Betriebe setzten sich aus mehreren Grundstücken zusammen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllten.
Hofnahe Wiesen mussten schnell erreichbar sein und konnten intensiver genutzt werden. Weiter entfernte Flächen wurden seltener gemäht oder als Weide eingesetzt. Der Wald lieferte zusätzlich Brenn- und Bauholz.
Die Arbeit folgte dem Wetter. Mahd, Trocknung und Einbringung mussten in kurzen stabilen Phasen erfolgen. Familienmitglieder und Nachbarn unterstützten sich, wenn größere Flächen gleichzeitig bearbeitet werden mussten.
Bergmähder verlangten einen erheblichen Arbeitsaufwand. Futter wurde auf steilen Flächen gewonnen und teilweise über weite Wege zum Hof gebracht. Mit moderner Technik und veränderten Betriebsgrößen verloren manche dieser Flächen an wirtschaftlicher Bedeutung.
Andere Flächen blieben wichtig, weil sie die Futtergrundlage eines Hofes ergänzen, als Weide dienen oder für Förder- und Pflegeprogramme genutzt werden. Ihre Bedeutung lässt sich deshalb nicht nur nach kurzfristigem Ertrag beurteilen.
Almflächen entlasteten hofnahe Wiesen während des Sommers. Gleichzeitig mussten Tiere betreut, Zäune erhalten und Wege gepflegt werden. Wo mehrere Eigentümer oder Berechtigte zusammenwirkten, entstanden gemeinschaftliche Regeln und Arbeitsleistungen.
Diese historischen Strukturen wirken bis heute fort. Wegerechte, Weiderechte, Agrargemeinschaftsanteile und alte Grundstücksgrenzen können die heutige Nutzung ebenso stark bestimmen wie moderne Maschinen.
Kaufaspekte & Tipps
Vor dem Kauf oder der Pacht landwirtschaftlicher Flächen sollte zuerst geklärt werden, welche konkrete Aufgabe die Grundstücke im eigenen Betrieb erfüllen sollen. Futterfläche, Weide, Acker, Almfläche oder Reservegrundstück stellen unterschiedliche Anforderungen.
Landwirtschaftlicher Grundverkehr: Der Erwerb landwirtschaftlicher Flächen unterliegt in Tirol besonderen Regeln. Käufer sollten früh prüfen, welche persönlichen, betrieblichen und bewirtschaftungsbezogenen Voraussetzungen gelten.
Widmung und Nutzungsart: Grünland, Acker, Freiland, Wald und andere Kategorien sollten nicht gleichgesetzt werden. Grundbuch, Kataster, Flächenwidmung und tatsächliche Nutzung müssen miteinander abgeglichen werden.
Bodenqualität: Bodenart, Humus, Steingehalt, Vernässung, Verdichtung und bisherige Bewirtschaftung beeinflussen Ertrag und mögliche Kulturen. Bei Ackerflächen kann eine Bodenuntersuchung sinnvoll sein.
Hangneigung: Steigung entscheidet darüber, welche Maschinen sicher eingesetzt werden können. Eine große Hangfläche kann arbeitsintensiver und weniger ertragreich sein als ein deutlich kleineres ebenes Grundstück.
Flächenzuschnitt: Schmale, verwinkelte oder durch Böschungen geteilte Grundstücke erhöhen den Arbeitsaufwand. Auch Wendemöglichkeiten und die Lage von Toren sollten geprüft werden.
Zufahrt: Ein rechtlich gesichertes Fahrrecht ist ebenso wichtig wie die tatsächliche Befahrbarkeit. Breite, Steigung, Tragfähigkeit, Kurven und mögliche Schranken müssen zu Traktor, Anhänger und Erntetechnik passen.
Winter- und Wettertauglichkeit: Zufahrten können nach Schnee, Starkregen oder längeren Nässeperioden zeitweise unbrauchbar sein. Für Weiden und Almflächen spielt zusätzlich die saisonale Nutzungsdauer eine Rolle.
Wasser: Weideflächen benötigen eine verlässliche Versorgung. Quelle, Bach, Leitung, Brunnen und vorhandene Wasserrechte sollten dokumentiert sein. Ein Bach am Grundstück bedeutet nicht automatisch, dass Wasser entnommen werden darf.
Entwässerung: Vernässte Stellen, Hangwasser und beschädigte Gräben können Ertrag und Befahrbarkeit beeinträchtigen. Drainagen und Ableitungen sollten hinsichtlich Zustand, Genehmigung und Unterhalt geprüft werden.
Naturgefahren: Wildbäche, Muren, Lawinen, Steinschlag, Rutschungen und Überschwemmungen können landwirtschaftliche Flächen betreffen. Gefahrenzonen beeinflussen Nutzung, Zufahrt und mögliche bauliche Anlagen.
Grenzen und Vermessung: Alte Zäune, Böschungen oder Nutzungsgrenzen stimmen nicht immer exakt mit dem Kataster überein. Bei unklaren Verläufen sollte die Grenze vor dem Kauf geprüft werden.
Dienstbarkeiten: Fahrrechte, Gehwege, Leitungen, Viehtrieb, Holzbringung und Nutzungsrechte Dritter können eine Fläche belasten. Der Grundbuchsauszug sollte deshalb nicht nur auf Eigentum geprüft werden.
Pachtverhältnisse: Es muss geklärt werden, ob die Fläche derzeit verpachtet oder mündlich überlassen ist. Laufzeit, Kündigung, Pflegezustand und Übergabe sollten vor dem Erwerb eindeutig geregelt sein.
Alm- und Weiderechte: Bei Almflächen und Agrargemeinschaften sind Auftriebsrechte, Tierzahl, Beiträge, Arbeitspflichten und Entscheidungsstrukturen wichtig. Eigentum und Nutzungsumfang können voneinander abweichen.
Gebäude und Anlagen: Hütten, Unterstände, Zäune, Wege und Wasserfassungen sollten baurechtlich und technisch geprüft werden. Eine bestehende Anlage ist nicht automatisch genehmigt oder dauerhaft nutzbar.
Förderbindungen: Laufende Programme, Pflegeauflagen oder vertragliche Verpflichtungen können die Bewirtschaftung beeinflussen. Vor einer Übernahme sollte geklärt werden, welche Bindungen bestehen.
Bewirtschaftung durch Dritte: Wer die Flächen nicht selbst nutzt, kann sie verpachten oder durch einen Betrieb pflegen lassen. Dafür braucht es einen klaren Vertrag und realistische Erwartungen an Pachtpreis und Flächenzustand.
Kaufpreis und Ertrag: Eine landwirtschaftliche Fläche sollte nicht nur nach möglicher Wertsteigerung beurteilt werden. Ertrag, Aufwand, Zufahrt, Pflege und betrieblicher Nutzen bestimmen ihren tatsächlichen Wert.
Für wen geeignet und warum?
Acker und Agrarflächen im Wipptal eignen sich vor allem für Menschen und Betriebe, die eine konkrete landwirtschaftliche Nutzung verfolgen.
Bestehende Höfe können mit zusätzlichen Wiesen oder Weiden ihre Futtergrundlage verbessern. Besonders wertvoll sind Flächen, die nahe der Hofstelle liegen, vorhandene Grundstücke verbinden oder tägliche Arbeitswege verkürzen.
Viehhaltungsbetriebe benötigen Grünland, das hinsichtlich Ertrag, Mahd, Beweidung und Winterfutter zum Tierbestand passt. Die Gesamtfläche allein sagt wenig aus, wenn große Teile steil, weit entfernt oder nur eingeschränkt nutzbar sind.
Für Schafe, Ziegen und teilweise Jungvieh können auch steilere Weideflächen geeignet sein. Zäune, Wasser und sichere Erreichbarkeit bleiben dennoch notwendig.
Almflächen sprechen Betriebe an, die ihre Tiere saisonal auftreiben und hofnahe Wiesen während des Sommers für die Futtergewinnung nutzen möchten. Die Bewirtschaftung setzt jedoch Organisation, Kontrolle und Mitarbeit voraus.
Ackerflächen können für Kartoffeln, Futterpflanzen, Getreide oder besondere Kulturen interessant sein. Höhenlage, Frost, Boden und kurze Vegetationszeit begrenzen jedoch die Auswahl.
Auch Menschen mit Direktvermarktung, Gemüsebau oder regionaler Lebensmittelproduktion können geeignete Agrarflächen suchen. Dafür müssen Wasser, Zufahrt, Bodenqualität und mögliche betriebliche Gebäude zusammenpassen.
Wer eine Fläche lediglich als privaten Garten, Freizeitgrundstück oder Stellplatz nutzen möchte, sollte besonders vorsichtig sein. Landwirtschaftliche Flächen dürfen nicht beliebig eingezäunt, bebaut oder einer nicht landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.
Im Alltag verbinden Agrarflächen Menschen über die Arbeit. Bei der Mahd kommen Familienmitglieder, Nachbarn und andere Betriebe zusammen. Maschinen werden abgestimmt, Futter wird eingebracht, und jemand bringt Essen oder Getränke auf die Fläche.
Am Abend sitzen einige noch am Hof oder vor dem Haus. Es wird gegessen und besprochen, welche Wiese trocken eingebracht wurde, wo ein Zaun nachgebessert werden muss und ob das Wetter am nächsten Tag weitere Arbeit erlaubt.
Kinder erleben, dass eine Wiese nicht nur ein Platz zum Spielen ist. Sie sehen, wann Tiere aufgetrieben werden, warum Tore geschlossen bleiben und wie viel Arbeit zwischen wachsendem Gras und eingelagertem Winterfutter liegt.
Weniger geeignet sind Acker und Agrarflächen für Menschen, die nur ein Stück Natur besitzen möchten, ohne Pflege, Bewirtschaftung oder rechtliche Beschränkungen zu berücksichtigen.
Wer dagegen einen bestehenden Betrieb ergänzt, eine eigene landwirtschaftliche Nutzung aufbaut oder eine Fläche langfristig fachgerecht bewirtschaften möchte, findet im Wipptal unterschiedliche Möglichkeiten zwischen Talboden, Hang, Bergmahd und Alm.
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Häufige Fragen zu Acker & Agrarflächen im Wipptal
Was sind Agrarflächen?
Agrarflächen sind Grundstücke, die landwirtschaftlich genutzt werden. Dazu gehören Acker, Grünland, Wiesen, Weiden, Bergmähder, Almflächen und weitere Flächen für Pflanzenbau oder Tierhaltung.
Gibt es im Wipptal klassische Ackerflächen?
Ja, allerdings deutlich weniger als in flacheren Regionen. Grünland und Viehhaltung prägen die Landwirtschaft stärker. Höhenlage, Boden und kurze Vegetationszeiten begrenzen den Ackerbau.
Was ist der Unterschied zwischen Acker und Grünland?
Acker wird regelmäßig bearbeitet und für wechselnde Kulturen genutzt. Grünland bleibt dauerhaft mit Gräsern und Kräutern bewachsen und dient überwiegend der Mahd oder Beweidung.
Was ist ein Bergmahd?
Ein Bergmahd ist eine höher oder steiler gelegene Wiese, die traditionell zur Gewinnung von Heu genutzt wird. Bewirtschaftung und Futtertransport sind meist aufwendiger als bei hofnahen Wiesen.
Was ist eine Almfläche?
Eine Almfläche ist eine höher gelegene landwirtschaftliche Fläche, die vor allem saisonal als Weide genutzt wird. Wasser, Viehtrieb, Zäune, Wege und mögliche Gemeinschaftsrechte gehören zur Nutzung.
Was kosten landwirtschaftliche Flächen im Wipptal?
Acker, Grünland, Bergmähder und Almflächen bewegen sich abhängig von Lage, Qualität und Erreichbarkeit häufig zwischen etwa 4 und 15 EUR je Quadratmeter. Einzelne Grundstücke können deutlich abweichen.
Kann jeder Agrarflächen in Tirol kaufen?
Der Erwerb landwirtschaftlicher Grundstücke unterliegt dem Tiroler Grundverkehrsrecht. Bewirtschaftungsabsicht, persönliche Voraussetzungen und die konkrete Fläche können für die Genehmigung relevant sein.
Kann man landwirtschaftliche Flächen pachten?
Ja. Die Pacht ist verbreitet und kann einzelne Wiesen, Weiden, Ackerflächen oder größere Flächenpakete betreffen. Laufzeit, Pachtzins, Pflege und Kündigung sollten schriftlich geregelt sein.
Darf man auf einer Agrarfläche ein Haus oder eine Hütte bauen?
Nicht ohne entsprechende Widmung und Genehmigung. Landwirtschaftliches Grünland ist grundsätzlich nicht frei bebaubar. Auch landwirtschaftliche Gebäude benötigen einen nachgewiesenen Bedarf und eine Bewilligung.
Darf landwirtschaftliche Fläche als Freizeitgrundstück genutzt werden?
Eine private Freizeitnutzung, Einzäunung, dauerhafte Möblierung oder das Abstellen von Fahrzeugen ist nicht automatisch zulässig. Entscheidend sind Widmung und genehmigte Nutzung.
Sind Almrechte und Agrargemeinschaftsanteile echtes Grundeigentum?
Nicht immer. Eigentumsanteile, Auftriebsrechte und sonstige Nutzungsrechte können unterschiedlich ausgestaltet sein. Umfang, Pflichten und Übertragbarkeit müssen anhand der Unterlagen geprüft werden.
Welche Unterlagen sind vor Kauf oder Pacht besonders wichtig?
Zu prüfen sind Grundbuch, Kataster, Flächenwidmung, Nutzungsart, Pachtverträge, Wegerechte, Wasserrechte, Agrargemeinschaftsunterlagen, Förderbindungen, Gefahrenzonen und mögliche Dienstbarkeiten.
Fazit: Flächen, deren Wert sich in der Bewirtschaftung zeigt
Acker und Agrarflächen im Wipptal lassen sich nicht allein nach Quadratmetern bewerten. Boden, Hangneigung, Wasser, Zufahrt, Flächenzuschnitt und Entfernung zur Hofstelle entscheiden darüber, welchen Nutzen ein Grundstück tatsächlich besitzt.
Zur regionalen Landwirtschaft gehören nicht nur Ackerflächen, sondern vor allem Grünland, Wiesen, Weiden, Bergmähder und Almflächen. Jede dieser Flächen erfüllt eine andere Aufgabe innerhalb eines Betriebes.
Am Morgen werden Tiere auf eine Weide gebracht, am Tag wird gemäht oder ein Zaun kontrolliert, und am Abend sitzen jene zusammen, die geholfen haben, das Futter rechtzeitig einzubringen. Der Wert der Fläche zeigt sich dabei nicht in ihrer Aussicht, sondern in ihrer täglichen Nutzbarkeit.
Gesucht wird kein Grundstück als bloße Reserve. Gesucht wird eine landwirtschaftliche Fläche, die einen Betrieb ergänzt, Tiere versorgt oder eine langfristige Bewirtschaftung im Wipptal ermöglicht.
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