Ehemaliger Bauernhof kaufen oder mieten im Raum Krems – für Menschen, die alte Hofräume neu nutzen möchten
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Für Menschen, die in einem alten Hof wohnen und Stall, Stadl und Innenhof für einen neuen Alltag nutzen möchten
Ein ehemaliger Bauernhof im Raum Krems zu kaufen oder zu mieten bedeutet, eine gewachsene Hofstruktur zu übernehmen, ohne den früheren landwirtschaftlichen Betrieb fortführen zu müssen. Zwischen Langenlois und Straß, Gföhl und Jaidhof, Jauerling und Dunkelsteinerwald finden sich Hofstellen mit Wohnhaus, Innenhof, Stadl und früheren Stallungen, deren ursprüngliche Aufgabe längst verschwunden sein kann. Für Menschen, die mehr als ein klassisches Wohnhaus suchen, entsteht daraus Raum für Wohnen, Arbeit, mehrere Generationen, Garten oder eigene Projekte.
Der alte Kuhstall muss dabei nicht wieder Stall werden. Im Stadl muss kein Getreide mehr liegen. Und der Hof braucht keinen Traktor, um sinnvoll genutzt zu werden. Morgens geht jemand vom Wohnhaus ein paar Schritte ins Büro, am Nachmittag stehen Fahrräder unter Dach und am Wochenende bleibt ein angefangenes Projekt einfach dort liegen, wo weitergearbeitet wird.
Genau darin unterscheidet sich der ehemalige Bauernhof vom aktiven Bauernhof. Die Landwirtschaft ist beendet oder spielt keine wirtschaftliche Rolle mehr. Die Gebäude bleiben jedoch bestehen – und mit ihnen eine Struktur, die mehr Möglichkeiten bietet als ein gewöhnliches Einfamilienhaus.
Für Käufer stellt sich deshalb weniger die Frage, wie der Hof früher genutzt wurde. Interessanter ist, welche Teile davon heute noch gebraucht werden und welche neue Aufgabe daraus entstehen kann.
Markt & Besonderheiten
| Angebotslage | Ehemalige Bauernhöfe und alte Hofstellen werden im Bezirk Krems-Land regelmäßig, aber nur in begrenzter Zahl angeboten. Besonders in ländlicheren Bereichen rund um Gföhl, Maria Laach am Jauerling, Straß im Straßertale und weiteren Dörfern des Bezirks finden sich ehemalige Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Innenhof, Stadl oder früheren Stallungen. |
| Preisspanne – einfacher oder sanierungsbedürftiger Bestand | Ältere ehemalige Bauernhöfe mit Sanierungsbedarf oder einfacher Ausstattung liegen derzeit grob zwischen etwa 120.000 EUR und 300.000 EUR. Grundstück, Wohnfläche und Zustand der Wirtschaftsgebäude führen innerhalb dieser Spanne zu deutlichen Unterschieden. |
| Preisspanne – größer oder bereits gut nutzbar | Größere und besser erhaltene Hofstellen mit mehreren nutzbaren Gebäudeteilen bewegen sich eher zwischen etwa 350.000 EUR und 650.000 EUR. Besondere Lagen, umfangreiche Grundstücke oder bereits hochwertig ausgebaute Wohnbereiche können darüber liegen. |
| Mietangebote | Komplette ehemalige Bauernhöfe zur dauerhaften Miete sind selten. Wenn eine Hofstelle vermietet wird, sollte genau geregelt sein, welche Nebengebäude, Hofflächen, Keller und Gartenbereiche genutzt werden dürfen. |
| Regionale Unterschiede | Rund um Langenlois, Straß und Grafenegg stehen Hofstellen häufig dicht im Dorf und können historische Weinbau- oder Wirtschaftsbereiche besitzen. Richtung Gföhl, Jauerling und Dunkelsteinerwald werden Grundstücke und Nebengebäude teilweise größer, gleichzeitig nehmen Entfernungen zu Krems und anderer Infrastruktur zu. |
| Typische Bestandteile | Wohnhaus, Innenhof, Stadl, ehemalige Stallungen, Keller, Werkstatt- oder Lagerräume und Garten können dazugehören. Zusätzliche landwirtschaftliche Flächen sind möglich, aber für die Objektart nicht erforderlich. |
| Besonderheiten | Entscheidend ist, welche Gebäudeteile heute tatsächlich nutzbar sind. Frühere Stallungen oder Wirtschaftsbereiche sind nicht automatisch Wohnfläche. Zustand, Genehmigungen, Feuchtigkeit, Dächer und die gewünschte neue Nutzung sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden. |
Weitere Hofstellen dieser Objektart im Bundesland finden sich unter Ehemaligen Bauernhof kaufen oder mieten in Niederösterreich.
Wann ist ein Hof ein ehemaliger Bauernhof?
Ein ehemaliger Bauernhof ist mehr als ein Bauernhaus mit etwas größerem Garten. Entscheidend ist die erkennbare frühere Hofstruktur. Wohnhaus, Stallungen, Stadl oder andere Wirtschaftsgebäude erzählen noch davon, dass hier einmal Landwirtschaft betrieben wurde.
Der Betrieb selbst ist jedoch beendet. Felder können längst verkauft oder verpachtet sein, Tiere stehen nicht mehr im Stall und die Wirtschaftsgebäude haben ihre ursprüngliche Aufgabe verloren.
Genau darin liegt der Unterschied zum aktiven Bauernhof. Dort muss die gesamte Anlage weiterhin zu landwirtschaftlicher Arbeit passen. Beim ehemaligen Bauernhof dürfen Käufer völlig neu überlegen, was sie mit den vorhandenen Räumen anfangen möchten.
Ein alter Stall kann Werkstatt werden, der Stadl bleibt Lager, im früheren Wirtschaftsraum entsteht ein Büro und im Hof spielt sich heute Familienleben statt täglicher Betriebsverkehr ab.
Der Raum Krems bietet sehr unterschiedliche Hofstrukturen
Auch bei ehemaligen Bauernhöfen zeigt sich die große regionale Spannweite des Bezirks. Rund um Langenlois, Straß, Grafenegg und die tieferen Lagen liegen alte Hofstellen häufig kompakt in gewachsenen Ortsstrukturen. Wohnhaus, Keller, Stadl und frühere Wirtschaftsbereiche bilden dort oft einen geschlossenen oder teilweise geschützten Hof.
Richtung Gföhl und Jaidhof werden frühere landwirtschaftliche Nutzungen deutlicher sichtbar. Grundstücke können größer sein und Stallungen oder Scheunen nehmen stärker Raum ein. Rund um Maria Laach am Jauerling verändert sich zusätzlich die Landschaft: Grünland, Waldnähe und Höhenlage treten stärker hervor.
Im Dunkelsteinerwald wiederum finden Menschen eher Ruhe, Natur und Abstand. Dafür werden tägliche Wege nach Krems, zu Schulen oder zum Einkauf wichtiger.
Diese Unterschiede machen den Raum Krems für die Suche interessant. Ein ehemaliger Bauernhof kann hier vom kompakten Dorfhof bis zur deutlich ländlicheren Hofstelle reichen – ohne dass eine dieser Formen automatisch besser wäre.
Der Innenhof bleibt, auch wenn die Landwirtschaft gegangen ist
Der Innenhof verliert mit dem Ende der Landwirtschaft nicht seine Bedeutung. Im Gegenteil: Häufig wird er erst dann zu einem echten Wohnbereich.
Wo früher Tiere, Wagen oder Arbeitswege zusammentrafen, steht heute vielleicht ein großer Tisch. Kinder stellen ihre Fahrräder dort ab, jemand trägt Werkzeug vom Stadl herüber und Freunde gehen nach einigen Besuchen ganz selbstverständlich direkt in den Hof.
Diese Fläche verbindet die einzelnen Gebäudeteile. Man sieht, wer gerade nach Hause kommt, hört jemanden in der Werkstatt und trifft sich irgendwann automatisch draußen, ohne dass dafür etwas geplant werden muss.
Gleichzeitig bleibt der Hof praktisch. Einkäufe können kurz abgestellt werden, Gartengeräte stehen nicht mitten im Wohnbereich und größere Dinge lassen sich bewegen, ohne durch das Haus zu müssen.
Ein ehemaliger Bauernhof bietet damit etwas, das sich in einem normalen Wohnhaus nur schwer nachbauen lässt: einen geschützten Außenraum mitten zwischen den Gebäuden.
Der Stadl darf einfach Stadl bleiben
Bei ehemaligen Bauernhöfen entsteht schnell der Wunsch, große Wirtschaftsgebäude möglichst spektakulär auszubauen. Ein Stadl wird dann gedanklich zum Loft, Veranstaltungsraum oder Gästehaus.
Das kann eine gute Lösung sein – muss es aber nicht.
Ein trockener großer Stadl ist auch ohne Ausbau wertvoll. Fahrräder, Holz, Anhänger, Gartenmöbel, Baumaterial oder Werkzeuge finden Platz. Wer ein altes Möbelstück restauriert oder an einem Projekt arbeitet, muss nach Feierabend nicht alles wieder wegräumen.
Gerade Menschen, die zuvor in einer Wohnung oder einem Haus mit kleiner Garage gelebt haben, merken schnell, wie angenehm robuste Nutzfläche sein kann.
Ein Hof verliert manchmal sogar an Alltagstauglichkeit, wenn jeder frühere Wirtschaftsraum zu hochwertigem Wohnraum umgebaut wird. Nicht alles muss warm, glatt und beheizt sein.
Frühere Stallungen bekommen neue Aufgaben
Alte Stallräume gehören zu den charakteristischsten Teilen vieler Hofstellen. Ihre ursprüngliche Nutzung ist beendet, trotzdem können sie sehr praktisch bleiben.
Ein Raum wird Werkstatt, ein anderer nimmt Gartengeräte oder Fahrräder auf. Menschen mit Hunden schätzen robuste Böden und einen Zugang direkt in den Hof. Auch Vorräte, Holz oder saisonale Dinge können dort besser aufgehoben sein als im Wohnhaus.
Wer mehr daraus machen möchte, sollte zunächst den tatsächlichen baulichen Zustand verstehen. Frühere Stallungen können Feuchtigkeit, niedrige Raumhöhen oder besondere Bodenaufbauten besitzen. Fensterflächen und Belichtung entsprechen häufig nicht heutigen Wohnanforderungen.
Das ist kein Nachteil, solange die geplante Nutzung dazu passt. Ein guter Lager- oder Werkstattraum braucht andere Voraussetzungen als ein Schlafzimmer.
Gerade beim ehemaligen Bauernhof liegt die Stärke deshalb darin, nicht jedem Raum dieselbe Aufgabe geben zu müssen.
Mehrere Generationen können den Hof unterschiedlich nutzen
Ein ehemaliger Bauernhof kann für mehrere Generationen interessant sein, weil Wohn- und Nebenbereiche nicht zwingend auf einen einzigen Haushalt zugeschnitten sind.
Eltern können in einem kleineren eigenen Bereich wohnen, während die nächste Generation das Haupthaus nutzt. Vielleicht entsteht aus einem früheren Gebäudetrakt eine zweite Wohneinheit oder ein bereits vorhandener Teil lässt sich eigenständig erschließen.
Entscheidend bleibt die Trennung. Nähe ist angenehm, solange jeder einen eigenen Rückzugsort besitzt. Eigene Küche, Bad und möglichst eine separate Tür verhindern, dass aus gemeinsamer Hofstelle ein dauernder gemeinsamer Haushalt wird.
Im Alltag begegnet man sich trotzdem. Jemand hilft kurz im Garten, ein Paket wird für den anderen angenommen und am Nachmittag sitzt man gemeinsam im Hof.
Die Hofstruktur schafft damit Nähe, ohne sie ständig zu erzwingen.
Arbeit und Wohnen können nebeneinander stattfinden
Viele Menschen suchen einen ehemaligen Bauernhof nicht nur wegen Garten und Ruhe. Sie brauchen Platz für ihre Arbeit.
Homeoffice kann in einem separaten Zimmer stattfinden. Selbstständige können Büro, Material oder kleinere Werkstatt aus dem Wohnhaus herausnehmen. Kreative Berufe profitieren vielleicht von einem Raum, in dem Dinge stehen bleiben dürfen.
Das verändert den Tagesablauf. Morgens geht jemand über den Hof zur Arbeit. Am Abend wird eine andere Tür geschlossen als die Haustür. Beruf und Privatleben liegen nah beieinander, müssen aber nicht im selben Raum stattfinden.
Gerade größere Hofstellen eignen sich deshalb für Menschen, deren Leben nicht sauber in die Kategorien Wohnen oder Gewerbe passt.
Welche berufliche Nutzung tatsächlich möglich ist, hängt allerdings von Gebäude, Widmung und Umfang der Tätigkeit ab. Ein stilles Büro stellt andere Anforderungen als eine Werkstatt mit Kundenverkehr.
Garten und Selbstversorgung müssen nicht zum Vollzeitprojekt werden
Ein ehemaliger Bauernhof erzeugt schnell Bilder von großem Gemüsegarten, Obstbäumen, Hühnern und eigener Versorgung. Das kann schön sein. Es muss aber nicht die neue Aufgabe des gesamten Grundstücks werden.
Oft beginnt das Leben dort wesentlich kleiner. Einige Beete entstehen, alte Obstbäume werden wieder gepflegt und vielleicht kommen später Hühner hinzu. Was zunächst wie viel freie Fläche wirkt, bekommt nach und nach eine Nutzung.
Gerade berufstätige Menschen sollten realistisch bleiben. Ein großer Garten braucht Pflege. Mehrere tausend Quadratmeter Wiese bedeuten Arbeit, wenn es kein klares Nutzungskonzept gibt.
Die Qualität eines ehemaligen Bauernhofes liegt deshalb nicht darin, möglichst viel frühere Landwirtschaft privat nachzuspielen. Sie liegt darin, aus der vorhandenen Fläche genau so viel zu machen, wie zum eigenen Alltag passt.
Auch kleinere Tierhaltung braucht einen echten Plan
Alte Stallungen verleiten schnell zu der Vorstellung, wieder Tiere auf den Hof zu holen. Hühner, Schafe oder Ziegen können bei geeigneten Voraussetzungen gut zu einer ehemaligen Hofstelle passen.
Für größere Tiere wird die Sache anspruchsvoller. Pferde brauchen beispielsweise nicht nur einen Stall, sondern ausreichend Auslauf, sichere Flächen, Futterlager und eine vernünftige Zufahrt.
Auch Nachbarschaft und Lage spielen eine Rolle. Eine frühere Stallnutzung bedeutet nicht automatisch, dass heute jede gewünschte Tierhaltung ohne Weiteres möglich ist.
Wer bereits mit konkreten Tierarten plant, sollte deshalb genau diese Nutzung prüfen. Für Menschen, die lediglich die Möglichkeit offenhalten möchten, reicht ein großer ehemaliger Stall allein als Argument nicht aus.
Ein ehemaliger Bauernhof ist auch ohne Tiere ein vollständiger Ort zum Leben.
Zwischen Dorfhof und Rückzugslage liegt viel Spielraum
Ein ehemaliger Bauernhof im Raum Krems kann mitten im Dorf liegen oder deutlich abseits davon. Beide Varianten erfüllen unterschiedliche Wünsche.
In Langenlois, Straß oder anderen dichter gewachsenen Orten sind Einkauf, Nachbarn und Wege häufig kürzer. Der Hof ist stärker Teil des Dorfes, Grundstücke bleiben dafür oft kompakter.
Richtung Gföhl, Jauerling oder Dunkelsteinerwald können größere Grundstücke und mehr Ruhe möglich werden. Dafür steigt die Bedeutung des Autos und tägliche Wege werden länger.
Wer viel zuhause arbeitet, kann von dieser Distanz profitieren. Wer täglich nach Krems pendelt oder Kinder regelmäßig zu Schule und Freizeitangeboten fährt, bewertet sie anders.
Die passende Lage entscheidet sich deshalb nicht am Sonntagnachmittag auf der Terrasse. Sie entscheidet sich an einem normalen Werktag.
Alte Bausubstanz braucht Verständnis statt Angst
Ehemalige Bauernhöfe sind häufig über lange Zeit gewachsen. Wohnhaus, Stall, Stadl und Nebengebäude können aus unterschiedlichen Bauphasen stammen und entsprechend verschiedene Konstruktionen besitzen.
Bei der Prüfung geht es deshalb nicht darum, jedes alte Bauteil als Problem zu behandeln. Wichtiger ist, Ursachen zu verstehen. Feuchtigkeit kann beispielsweise durch defekte Dachrinnen, ungeeignetes Außenniveau oder schlechte Hofentwässerung entstehen.
Auch Dächer verdienen Aufmerksamkeit, weil eine Hofstelle oft mehrere davon besitzt. Das Wohnhaus kann in gutem Zustand sein, während ein großes Nebengebäude bereits erheblichen Sanierungsbedarf zeigt.
Genau diese Nebengebäude sind jedoch häufig ein wichtiger Teil des späteren Nutzens. Ein trockener guter Stadl lässt sich kaum günstig ersetzen.
Die technische Prüfung sollte deshalb Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude gemeinsam betrachten – ohne aus jeder Gebrauchsspur gleich eine Komplettsanierung abzuleiten.
Sanierung darf der neuen Nutzung folgen
Ein ehemaliger Bauernhof muss nicht vollständig fertig sein, bevor dort gut gelebt werden kann. Gerade größere Hofstellen profitieren davon, wenn zuerst entschieden wird, welche Gebäudeteile überhaupt gebraucht werden.
Das Wohnhaus bekommt Priorität. Danach folgen Dächer, Entwässerung und Gebäudeteile, die für Werkstatt, Lager oder andere konkrete Nutzungen vorgesehen sind.
Ein großer leerer Stall muss dagegen nicht sofort teuer umgebaut werden, nur weil er vorhanden ist. Vielleicht entsteht seine Aufgabe erst nach einigen Jahren.
Diese schrittweise Entwicklung passt gut zu alten Höfen. Menschen ziehen ein, lernen die Gebäude und Jahreszeiten kennen und merken erst später, welcher Raum tatsächlich fehlt.
So entsteht weniger Sanierung nach Vorstellung und mehr Sanierung nach wirklichem Bedarf.
Der genehmigte Bestand setzt den Rahmen
Bei alten Hofstellen ist nicht jede vorhandene Fläche automatisch für jede neue Nutzung vorgesehen. Ein Stall bleibt baurechtlich zunächst kein Wohnzimmer und ein Stadl wird nicht allein durch neue Fenster zur genehmigten Wohnung.
Wer größere Umbauten plant, sollte deshalb den genehmigten Gebäudebestand und die heutige Widmung früh prüfen. Das gilt besonders für zusätzliche Wohneinheiten, Ferienvermietung oder gewerbliche Nutzungen.
Auch Denkmalschutz kann bei einzelnen historischen Hofstellen eine Rolle spielen, ist aber keineswegs bei jedem alten Bauernhof gegeben.
Diese Fragen müssen nicht davon abhalten, einen Hof neu zu nutzen. Sie helfen lediglich dabei, zwischen sofort möglichen Ideen und langfristigen Projekten zu unterscheiden.
Ein guter Kauf lässt genug Spielraum – ohne darauf angewiesen zu sein, dass jede gewünschte Nutzungsänderung später genehmigt wird.
Kaufaspekte & Tipps
Beim Kauf eines ehemaligen Bauernhofes im Raum Krems sollte zunächst geklärt werden, welche Gebäude und Grundstücksteile tatsächlich dazugehören. Wohnhaus, Stallungen, Stadl, Keller und weitere Nebenräume sollten getrennt nach Zustand und geplanter Aufgabe betrachtet werden.
Bei der Bausubstanz gehören Dach, Tragwerk, Feuchtigkeit, Entwässerung, Heizung, Elektrik und Leitungen zur Grundprüfung. Gerade Hofentwässerung und Außenniveau verdienen Aufmerksamkeit, weil mehrere Dachflächen ihr Wasser in denselben Innenbereich ableiten können.
Danach folgt die Nutzung. Welche Räume sollen Wohnraum bleiben? Wo ist Werkstatt oder Lager geplant? Soll eine zusätzliche Wohnung entstehen? Sind Tiere vorgesehen? Der genehmigte Gebäudebestand sollte zu diesen Vorstellungen passen oder zumindest realistische Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Auch die Grundstücksgröße sollte nicht nur positiv bewertet werden. Mehr Fläche bedeutet mehr Möglichkeiten, aber ebenso Pflege.
Schließlich zählt die Lage: Einkauf, Schule, Arbeitsplatz, Internet und tägliche Fahrwege sollten genauso selbstverständlich geprüft werden wie die Gebäude selbst.
Einen ehemaligen Bauernhof mieten
Ehemalige Bauernhöfe zur dauerhaften Miete sind im Raum Krems selten. Wenn eine entsprechende Hofstelle angeboten wird, kann sie trotzdem eine interessante Alternative zum Kauf sein.
Besonders wichtig ist dann die genaue Abgrenzung der Mietsache. Darf der gesamte Stadl genutzt werden? Gehören alte Stallräume dazu? Wer pflegt den Garten und größere Außenflächen? Darf ein Bereich als Werkstatt oder Büro dienen?
Auch Investitionen sollten vorher geklärt werden. Wer auf eigene Kosten einen Nebenraum ausbaut oder umfangreiche Arbeiten im Garten vornimmt, möchte wissen, wie langfristig das Mietverhältnis angelegt ist.
Für Menschen, die das Leben auf einem Hof zunächst kennenlernen möchten, kann Miete dennoch attraktiv sein. Denn erst im Alltag zeigt sich, ob man die zusätzlichen Räume wirklich nutzt – und wie viel Hof man tatsächlich haben möchte.
Für wen geeignet und warum?
Ein ehemaliger Bauernhof im Raum Krems passt zu Menschen, die mehr suchen als ein großes Wohnhaus. Sie möchten unterschiedliche Räume für unterschiedliche Teile ihres Lebens haben.
Paare können Wohnen und Arbeit trennen. Familien gewinnen einen geschützten Hof und robuste Nebengebäude. Mehrere Generationen können auf derselben Hofstelle leben und trotzdem eigene Bereiche besitzen. Selbstständige oder kreative Menschen finden Platz für Büro, Werkstatt oder Material.
Andere möchten vor allem einen Garten, einige Tiere oder endlich einen Raum, in dem Dinge stehen bleiben dürfen. Freunde wissen nach einiger Zeit, wo sie jemanden finden, und Kinder erleben den Hof nicht als besonderes Freizeitprojekt, sondern als ganz normalen Teil ihres Zuhauses.
Diese Freiheit hat eine zweite Seite. Mehr Gebäude bedeuten mehr Dächer, Tore und Mauern, die irgendwann Pflege brauchen. Ein großer Hof ist deshalb nicht für Menschen gedacht, die möglichst wenig Verantwortung für ihre Immobilie möchten.
Für diejenigen, die genau diese Mischung aus Wohnhaus, Innenhof und nutzbaren alten Wirtschaftsgebäuden suchen, kann ein ehemaliger Bauernhof dagegen eine Wohnform bieten, die sich mit einem gewöhnlichen Haus kaum vergleichen lässt.
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FAQ zum ehemaligen Bauernhof im Raum Krems
Was kostet ein ehemaliger Bauernhof im Raum Krems?
Ältere oder sanierungsbedürftige Hofstellen liegen derzeit grob zwischen etwa 120.000 EUR und 300.000 EUR. Größere und bereits besser nutzbare ehemalige Bauernhöfe bewegen sich eher zwischen etwa 350.000 EUR und 650.000 EUR. Besonders große Grundstücke oder hochwertig ausgebaute Anwesen können darüber liegen.
Wie groß ist das Angebot an ehemaligen Bauernhöfen im Raum Krems?
Das Angebot ist überschaubar und wechselt stark. Alte Hofstellen finden sich sowohl in Wein- und Dorfregionen rund um Langenlois und Straß als auch in ländlicheren Bereichen Richtung Gföhl, Jauerling und Dunkelsteinerwald.
Was unterscheidet einen ehemaligen Bauernhof von einem Bauernhaus?
Beim ehemaligen Bauernhof ist die frühere landwirtschaftliche Gesamtstruktur meist deutlicher erhalten. Neben dem Wohnhaus bestehen häufig Stallungen, Stadl und weitere Wirtschaftsbereiche, obwohl der aktive Betrieb aufgegeben wurde. Beim Bauernhaus kann die frühere Hofstruktur stärker reduziert sein.
Muss bei einem ehemaligen Bauernhof noch Landwirtschaft betrieben werden?
Nein. Gerade die aufgegebene oder nicht mehr wirtschaftlich relevante Landwirtschaft ist ein wesentliches Merkmal dieser Objektart. Vorhandene Flächen und Gebäude können heute ganz andere private Aufgaben übernehmen.
Kann man frühere Stallungen anders nutzen?
Ja, beispielsweise als Werkstatt, Lager oder andere robuste Nutzfläche. Für eine Umwandlung in Wohnraum oder umfangreichere neue Nutzungen müssen jedoch bauliche und rechtliche Voraussetzungen geprüft werden.
Eignet sich ein ehemaliger Bauernhof für mehrere Generationen?
Viele größere Hofstellen bieten dafür gute Voraussetzungen. Besonders interessant sind unterschiedliche Gebäudeteile oder Zugänge, aus denen sich getrennte Wohnbereiche entwickeln lassen.
Kann man auf einem ehemaligen Bauernhof Tiere halten?
Das kann möglich sein, hängt jedoch von Grundstück, vorhandenen Stallungen, Auslauf, Widmung und Nachbarschaft ab. Die frühere Tierhaltung bedeutet nicht automatisch, dass jede heutige Tierhaltung zulässig oder sinnvoll ist.
Kann man einen ehemaligen Bauernhof im Raum Krems mieten?
Grundsätzlich ja, solche Angebote sind allerdings selten. Bei einer Miete sollte genau geregelt sein, welche Nebengebäude, Hof- und Gartenflächen mitgenutzt werden dürfen.
Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Neben Wohnhaus und Haustechnik sollten Dächer, Feuchtigkeit, Entwässerung und Zustand der Wirtschaftsgebäude geprüft werden. Ebenso wichtig sind genehmigter Bestand, mögliche neue Nutzungen und die Frage, ob Umfang und Lage des Hofes zum späteren Alltag passen.
Fazit
Ein ehemaliger Bauernhof im Raum Krems lebt davon, dass die Landwirtschaft gegangen ist, der Hof aber geblieben ist.
Wohnhaus, Innenhof, Stall und Stadl müssen keine alten Aufgaben wiederholen. Gerade darin liegt ihre neue Stärke. Der Stadl wird Werkstatt und Lager, ein früherer Stall nimmt Fahrräder oder Gartensachen auf und im Innenhof treffen sich Menschen, die in unterschiedlichen Teilen der Hofstelle beschäftigt waren.
Rund um Langenlois und Straß können solche Höfe kompakter in das Dorf eingebunden sein. Richtung Gföhl, Jauerling oder Dunkelsteinerwald werden Grundstück, Ruhe und Abstand oft wichtiger.
Für Paare, Familien, mehrere Generationen und Menschen mit eigener Arbeit oder eigenen Projekten entsteht dadurch eine besondere Freiheit: Nicht jeder Teil des Lebens muss im Wohnhaus stattfinden.
Ein guter ehemaliger Bauernhof ist deshalb nicht der Hof mit den meisten Quadratmetern. Es ist derjenige, dessen alte Räume genügend Sinn ergeben, um daraus einen neuen Alltag zu machen.
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