Landwirtschaft kaufen oder pachten im Alpbachtal – für Menschen, die Grünland, Tiere und einen aktiven Hof dauerhaft bewirtschaften möchten
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Für Menschen, die im Alpbachtal eine Landwirtschaft suchen, auf der Flächen, Tiere, Familie und tägliche Hofarbeit dauerhaft eine wirtschaftliche Grundlage bekommen
Am frühen Morgen beginnt der Hof nicht erst mit dem Frühstück. Im Stall wird kontrolliert, ob alle Tiere gesund sind, Wasser und Futter stimmen und während der Nacht etwas aufgefallen ist. Draußen liegt noch Schatten auf den Wiesen, eine Maschine wird vorbereitet, und in der Küche läuft bereits Kaffee durch. Genau dieser Morgen gehört zur Suchintention einer Landwirtschaft: Wohnen und Arbeiten liegen nah beieinander, doch der Betrieb folgt seinem eigenen verlässlichen Rhythmus.
Landwirtschaft kaufen oder pachten im Alpbachtal bedeutet, einen aktiven oder realistisch fortführbaren Betrieb zu übernehmen. Zwischen Alpbach, Inneralpbach, Reith im Alpbachtal, Brandenberg, Breitenbach am Inn, Kramsach, Münster, Radfeld, Kundl und den ländlichen Randlagen rund um Brixlegg können Grünlandbetriebe, Bergbauernhöfe, viehhaltende Landwirtschaften und kleinere gemischte Betriebe vorkommen.
Das Alpbachtal ist landwirtschaftlich nicht einheitlich. In den höheren Lagen des eigentlichen Tals prägen Grünland, Heugewinnung, Viehhaltung und Berglandwirtschaft den Betrieb. In den breiteren Gemeinden Richtung Inntal sind größere, ebenere und maschinell leichter nutzbare Flächen eher möglich. Die regionale Landwirtschaft ist daher stärker von Grünland und Tierhaltung als von großflächigem Ackerbau geprägt. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Wer eine Landwirtschaft sucht, sucht mehr als ein Bauernhaus mit Wiese. Wohnhaus, Stall, Wirtschaftsgebäude, Maschinen, Flächen, Wasser, Zufahrten, Rechte und betriebliche Perspektive müssen als Einheit funktionieren. Ein schöner Hof ohne ausreichende Flächenbasis oder ohne geeignete Stallstruktur ist noch kein tragfähiger landwirtschaftlicher Betrieb.
Am Nachmittag zeigt sich, wie viele Abläufe gleichzeitig ineinandergreifen. Auf einer Wiese wird noch gearbeitet, im Hof kommt eine Lieferung an, und jemand kontrolliert Zäune oder Maschinen. Ein Familienmitglied erledigt Büroarbeit, während ein anderes Tiere versorgt. Freunde oder Nachbarn bleiben kurz stehen, weil noch über Wetter, Heuernte oder eine Reparatur gesprochen werden muss.
Eine Landwirtschaft unterscheidet sich vom Bauernhof als reiner Immobilienbezeichnung durch ihren betrieblichen Schwerpunkt. Beim Bauernhof kann auch Wohn- und Hofcharakter im Vordergrund stehen. Bei der Landwirtschaft muss erkennbar sein, dass Flächen, Gebäude und Nutzung eine wirtschaftliche Bewirtschaftung ermöglichen.
Vom ehemaligen Bauernhof unterscheidet sie sich ebenfalls deutlich. Dort wurde die aktive Landwirtschaft aufgegeben oder stark reduziert. Bei einer Landwirtschaft soll der Betrieb fortgeführt, neu organisiert oder wieder wirtschaftlich genutzt werden.
Auch eine private Pferdeimmobilie ist keine Landwirtschaft, solange keine entsprechende Flächenbewirtschaftung und betriebliche Erzeugung hinzukommen. Tierhaltung allein begründet noch keinen landwirtschaftlichen Betrieb.
Am Abend endet die Arbeit nicht immer gleichzeitig für alle. Tiere werden ein letztes Mal kontrolliert, Tore geschlossen und Geräte weggeräumt. Danach sitzen Familie, Freunde oder Helfer am Tisch, essen gemeinsam, trinken und sprechen über den Tag. Es wird diskutiert, was morgen zuerst erledigt werden muss, ob das Wetter hält oder welche Fläche als Nächstes gemäht wird. Später bleibt jemand noch mit einem Glas sitzen, während ein anderer kurz hinausgeht und danach wieder an den Tisch zurückkommt. Der Hof wird in solchen Momenten nicht nur als Betrieb erlebt, sondern als gemeinsamer Lebensort.
Markt & Besonderheiten
| Angebotslage | Aktive und fortführbare Landwirtschaften sind im Alpbachtal selten und werden häufig als Bauernhof, Bergbauernhof, Grünlandbetrieb, landwirtschaftlicher Betrieb, geschlossener Hof oder Hofstelle mit Flächen angeboten. Besonders relevant sind Alpbach, Inneralpbach, Brandenberg, Reith im Alpbachtal, Breitenbach am Inn, Kramsach, Münster, Radfeld und Kundl. |
| Preisspannen | Landwirtschaftliche Betriebe im Raum Alpbachtal liegen als bewusst breite grobe Orientierung meist zwischen etwa 1.100.000 und 5.500.000 EUR. Kleinere, sanierungsbedürftige oder betrieblich eingeschränkte Hofstellen können zwischen etwa 1.100.000 und 1.800.000 EUR liegen. Fortführbare Grünland- und Viehbetriebe mit Wohnhaus, Stall, Wirtschaftsgebäuden und gesicherter Flächenbasis bewegen sich häufig zwischen etwa 1.700.000 und 3.500.000 EUR. Größere Flächen, moderne Stalltechnik, Alm- und Weiderechte, Wald, zusätzliche Wohneinheiten oder besonders gefragte Lagen können deutlich darüber liegen. Bei Pachtbetrieben hängen die Konditionen stark von Flächen, Gebäuden, Inventar und Produktionsmöglichkeiten ab. |
| Betriebsstruktur | Typisch können Wohnhaus, Stall, Tenn oder Stadl, Futterlager, Maschinenhalle, Werkstatt, Mist- oder Güllelager, Grünland, Weiden, Waldanteile, Zufahrten und Alm- oder Weiderechte sein. Die Betriebsstruktur reicht vom kleineren Bergbauernhof bis zum besser mechanisierbaren Grünlandbetrieb im Inntal. |
| Nutzungsmöglichkeiten | Je nach Flächen, Gebäuden und Genehmigungen sind Milchviehhaltung, Mutterkuhhaltung, Jungvieh, Schafe, Ziegen, Heugewinnung, Direktvermarktung, kleinere Pferdehaltung, Urlaub am Bauernhof oder eine Kombination mehrerer Betriebszweige möglich. |
| Besonderheiten | Wichtig sind Tiroler Grundverkehr, möglicher Status als geschlossener Hof, Flächenqualität, Bewirtschaftbarkeit, Stalltechnik, Tierwohl, Wasser, Futterlager, Düngerlagerung, Zufahrt, Alm- und Agrarrechte, Pachtflächen, Förderfähigkeit, Naturgefahren und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des gesamten Betriebs. |
| Kaufen oder pachten | Landwirtschaften werden gekauft oder gepachtet, nicht gewöhnlich gemietet. Bei der Pacht müssen Flächen, Gebäude, Inventar, Tierbestand, Zahlungsansprüche, Instandhaltung, Betriebsmittel und Rückgabezustand eindeutig geregelt sein. |
Regionale Landwirtschaft & Betriebsformen
In Alpbach und Inneralpbach bestimmen Höhenlage, Hang und kleinere Flächeneinheiten die Landwirtschaft. Viele Flächen werden als Wiesen und Weiden genutzt. Die Arbeit ist stärker von Geländeneigung, kurzen Wetterfenstern und begrenzter Mechanisierung abhängig.
Grünlandwirtschaft bedeutet dort vor allem, Futter für Rinder, Schafe oder Ziegen zu gewinnen und die Kulturlandschaft offen zu halten. Heu, Silage, Weide und Almwirtschaft können sich je nach Betrieb ergänzen.
Ein Bergbauernbetrieb ist nicht allein ein Hof mit schöner Aussicht. Er bewirtschaftet Flächen unter erschwerten Bedingungen und muss seine Arbeitsabläufe, Maschinen und Tierhaltung an Hang, Höhenlage und Erreichbarkeit anpassen.
Brandenberg besitzt besonders glaubwürdige Strukturen für Grünland, Viehhaltung, Wald und verstreute Hoflagen. Größere Entfernungen und längere Zufahrten erhöhen jedoch den Aufwand für Lieferungen, Tierarzt, Milchabholung und Maschinen.
Reith im Alpbachtal verbindet landwirtschaftliche Hoflagen mit einer guten Anbindung Richtung Brixlegg und Inntal. Flächendruck, Wohnentwicklung und Tourismus können die langfristige Betriebserweiterung beeinflussen.
Breitenbach am Inn bietet breitere Grünlandbereiche, Weiler und besser befahrbare Flächen. Dort können Maschinen, Stallgebäude und Futterlager häufig günstiger angeordnet werden als in steilen Berglagen.
Kramsach und Münster verbinden Landwirtschaft mit dichterer Besiedlung und guter Infrastruktur. Grundwasser, feuchte Böden, Verkehr und konkurrierende Flächennutzung sind je nach Standort zu prüfen.
Radfeld und Kundl besitzen landwirtschaftliche Randlagen im Inntal, stehen aber unter starkem Siedlungs-, Verkehrs- und Gewerbedruck. Die langfristige Sicherung angrenzender Flächen ist dort besonders wichtig.
Brixlegg ist als regionales Zentrum dichter bebaut. Landwirtschaftliche Betriebe liegen eher in Randlagen und in den Übergängen zu Reith, Kramsach und Münster.
Rattenberg ist aufgrund seiner kompakten historischen Stadtstruktur kein typischer Standort für eine aktive Landwirtschaft. Der Ort bleibt für Versorgung und regionale Wege relevant.
Mittags wird sichtbar, ob Gebäude und Hofraum praktisch angeordnet sind. Futter wird gebracht, Maschinen müssen passieren, und gleichzeitig soll der Weg zum Wohnhaus frei bleiben. Ein zu enger Hofraum erschwert Lieferungen, Tiertransport und tägliche Arbeit.
Der Stall muss zur Tierart und Betriebsgröße passen. Licht, Luft, Liegeflächen, Fressplätze, Tränken, Bewegungsraum und sichere Arbeitswege sind wichtiger als die bloße Zahl früherer Standplätze.
Ein alter Anbindestall ist nicht automatisch zukunftsfähig. Umbau, Tierwohl, Arbeitszeit und technische Anforderungen sollten vor der Übernahme geprüft werden.
Futterlager und Maschinengebäude müssen zum Betriebskonzept passen. Ein großer Stadl kann wertvoll sein, wenn Zufahrt, Boden, Dach und Brandschutz stimmen.
Auch Düngerlagerung gehört zur Betriebsstruktur. Mistplatte, Güllegrube, Zufahrt und Kapazität müssen für Tierzahl und gesetzliche Anforderungen geeignet sein.
Landwirtschaftlicher Alltag & Betrieb
Eine Landwirtschaft verlangt tägliche Entscheidungen. Wetter, Tiergesundheit, Futtervorrat, Maschinen und verfügbare Arbeitskräfte beeinflussen den Ablauf stärker als feste Bürozeiten.
Der Vormittag kann im Stall beginnen und auf einer Wiese weitergehen. Ein Familienmitglied kümmert sich um Buchhaltung, Förderunterlagen oder Direktvermarktung, während ein anderes Futter vorbereitet oder Reparaturen erledigt.
Die Verbindung von Familie und Betrieb kann eine große Stärke sein. Sie kann aber auch Belastung erzeugen, wenn Arbeits- und Privatbereiche nicht ausreichend getrennt werden.
Das Wohnhaus sollte deshalb nicht nur „irgendwie dazugehören“. Küche, Bad, Schlafräume, Rückzug und mögliche zweite Wohneinheit müssen auch unabhängig vom Betriebsablauf funktionieren.
Für mehrere Generationen können getrennte Wohnbereiche wichtig sein. Übergabe, Mitarbeit und Ausgedinge sollten nicht nur familiär, sondern auch rechtlich klar geregelt werden.
Arbeitskräfte oder Saisonhelfer benötigen je nach Betrieb geeignete Aufenthalts- oder Unterkunftsmöglichkeiten. Ein freies Zimmer ist nicht automatisch eine genehmigte Personalwohnung.
Direktvermarktung kann Milch, Käse, Fleisch, Eier oder andere Hofprodukte ergänzen. Dafür sind Hygiene, Kühlung, Verkaufsraum, Zufahrt und Kundenverkehr zu berücksichtigen.
Urlaub am Bauernhof kann ein weiteres Standbein sein. Gästezimmer oder Ferienwohnungen brauchen jedoch genehmigten Bestand, Brandschutz, Stellplätze und eine klare Trennung vom Betriebsbereich.
Almwirtschaft und Weiderechte können für Bergbetriebe besonders wichtig sein. Sie entlasten hofnahe Flächen und ermöglichen die Sommerweide. Rechte, Beiträge, Tierzahl und Arbeitspflichten müssen genau geprüft werden.
Nachmittags kann die Familie kurz im Hof zusammenkommen, bevor sich die Arbeit wieder verteilt. Einer fährt auf eine Fläche, ein anderer bleibt bei den Tieren. Solche kurzen gemeinsamen Momente sind klein, aber wichtig, weil der Betrieb selten für alle gleichzeitig stillsteht.
Kaufaspekte & Tipps
Beim Kauf einer Landwirtschaft im Alpbachtal sollte zuerst geklärt werden, ob der Betrieb tatsächlich fortführbar ist. Wohnhaus und Stall allein reichen nicht. Flächenbasis, Gebäude, Rechte, Maschinenzugang und wirtschaftliches Konzept müssen zusammenpassen.
Der Tiroler Grundverkehr ist bei landwirtschaftlichen Grundstücken und Betrieben zentral. Erwerb und Nutzung werden nicht wie bei einem gewöhnlichen Wohnhaus behandelt. Auch die Freizeitwohnsitzfrage bleibt vom landwirtschaftlichen Erwerb getrennt zu beachten. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Ein möglicher Status als geschlossener Hof muss anhand aktueller Unterlagen geprüft werden. Der Begriff ist ein formeller rechtlicher Status und darf nicht pauschal für jeden Tiroler Bauernhof verwendet werden. Das Land Tirol behandelt geschlossene Höfe als eigenen agrarischen Sachbereich. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Eigentumsflächen und Pachtflächen sollten klar getrennt werden. Viele Betriebe funktionieren nur mit langfristig zugepachteten Flächen. Laufzeit, Kündigungsmöglichkeiten und Entfernung dieser Flächen beeinflussen die Zukunft des Hofs erheblich.
Die Flächen müssen nach Größe, Lage, Steigung, Boden, Zufahrt und Bewirtschaftbarkeit bewertet werden. Hektar allein sagen wenig über Arbeitsaufwand und Ertrag aus.
Grundbuch, Kataster und tatsächliche Nutzung sollten miteinander verglichen werden. Wegerechte, Überfahrten, Wasserrechte und gemeinsame Zufahrten können für den Betrieb unverzichtbar sein.
Alm-, Weide- und Agrarrechte müssen nach Umfang, Bindung, Beiträgen und Arbeitspflichten geprüft werden.
Der Stall ist technisch und funktional zu bewerten. Tierplätze, Lüftung, Entmistung, Fütterung, Tränken, Melktechnik und Erweiterungsmöglichkeiten müssen zum geplanten Betrieb passen.
Milchkammer, Kühlung und Abholung benötigen verlässliche Technik und geeignete Zufahrt. Bei Mutterkuh-, Schaf- oder Ziegenhaltung verschieben sich die Anforderungen.
Futterlager sollten trocken, sicher und ausreichend groß sein. Heu, Silage, Kraftfutter und Einstreu brauchen getrennte, gut erreichbare Bereiche.
Maschinenhalle und Werkstatt müssen heutigen Fahrzeuggrößen entsprechen. Tore, Tragfähigkeit, Strom und Brandschutz sind zu prüfen.
Mist- und Güllelager müssen ausreichend dimensioniert, dicht und genehmigt sein. Eine spätere Erweiterung ist nicht an jedem Standort möglich.
Wasser ist für Tiere, Reinigung und Haushalt unverzichtbar. Öffentliche Versorgung, Quelle, Brunnen, Leitungsrechte und Kapazität sollten vollständig geklärt werden.
Die Zufahrt muss Milchsammelwagen, Tiertransporter, Futterlieferanten, Maschinen und Rettungsfahrzeuge aufnehmen können.
Naturgefahren wie Hochwasser, Wildbach, Hangwasser, Rutschung, Steinschlag oder Lawine können Gebäude, Flächen und Zufahrt betreffen.
Das Wohnhaus ist getrennt vom Betrieb zu prüfen. Dach, Heizung, Feuchtigkeit, Elektrik, Bäder, Internet und genehmigte Wohneinheiten bestimmen die private Lebensqualität.
Inventar und Maschinen sollten einzeln bewertet werden. Alter, Wartung, Eigentum, Finanzierung und tatsächliche Einsatzfähigkeit sind wichtiger als eine lange Ausstattungsliste.
Tierbestand, Futtervorräte, Verträge, Lieferbeziehungen und mögliche Verpflichtungen gehören nicht automatisch zum Immobilienkauf. Der genaue Übergabeumfang muss schriftlich festgelegt werden.
Bei der Pacht sollten Gebäude, Flächen, Inventar, Zahlungsansprüche, Instandhaltung, Verbesserungen und Rückgabezustand eindeutig geregelt werden.
Auch die wirtschaftliche Seite braucht eine realistische Prüfung. Erträge, Förderungen, Energie, Futterzukauf, Maschinen, Arbeit und notwendige Investitionen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Für wen geeignet und warum?
Eine Landwirtschaft im Alpbachtal eignet sich für Menschen, die einen aktiven Betrieb übernehmen oder fortführen möchten und die tägliche Bewirtschaftung als Hauptaufgabe verstehen.
Für Familien kann der Hof Arbeit, Wohnen und mehrere Generationen verbinden. Klare Zuständigkeiten und private Rückzugsräume bleiben dennoch wichtig.
Für junge Betriebsübernehmer können bestehende Gebäude, Flächen und Rechte eine gute Grundlage bilden. Veraltete Stalltechnik oder unsichere Pachtflächen können dagegen hohe Folgeinvestitionen auslösen.
Für Quereinsteiger ist eine kleine Landwirtschaft denkbar, wenn Fachkenntnis, Finanzierung, Arbeitszeit und ein tragfähiges Betriebskonzept vorhanden sind. Ein Hof lässt sich nicht allein aus Begeisterung für Tiere und Landschaft dauerhaft führen.
Für Milchviehhaltung sind Stall, Futterbasis, Melktechnik und tägliche Arbeitsorganisation entscheidend.
Für Mutterkuhhaltung können Weiden, Auslauf und einfachere Stallstrukturen passen. Tiertransport, Abkalbung und Winterfütterung müssen dennoch zuverlässig organisiert werden.
Für Schafe oder Ziegen können steilere Flächen geeigneter sein. Zäune, Raubtierschutz, Unterstände und Vermarktung gehören zum Konzept.
Für Direktvermarkter können Hofladen, Verarbeitung und gute Erreichbarkeit interessant sein. Kundenverkehr darf den Betriebsablauf nicht blockieren.
Für Menschen, die hauptsächlich ländlich wohnen, einen Garten nutzen und einige Tiere halten möchten, ist eine Landimmobilie oder ein ehemaliger Bauernhof meist passender.
Auch für reine Pferdehaltung ohne landwirtschaftlichen Betrieb ist ein privater Reiterhof die treffendere Objektart.
Wer eine Landwirtschaft im Alpbachtal sucht, sollte daher zuerst den Betriebszweig festlegen. Milchvieh, Mutterkühe, Schafe, Ziegen, Heu, Direktvermarktung oder eine Kombination? Bergbetrieb in Alpbach oder Brandenberg, besser mechanisierbarer Grünlandbetrieb in Breitenbach oder Münster oder gut angebundene Hoflage bei Reith und Kramsach? Aus diesen Entscheidungen ergibt sich die passende Landwirtschaft.
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FAQ
Was ist mit Landwirtschaft als Immobilienart gemeint?
Gemeint ist ein aktiver oder fortführbarer landwirtschaftlicher Betrieb mit geeigneten Gebäuden, Flächen und einer wirtschaftlichen Bewirtschaftungsmöglichkeit.
Worin unterscheidet sich eine Landwirtschaft von einem Bauernhof?
Der Begriff Bauernhof kann auch die Hof- und Wohnform beschreiben. Bei der Landwirtschaft steht die aktive betriebliche Nutzung im Mittelpunkt.
Worin unterscheidet sich eine Landwirtschaft von einem ehemaligen Bauernhof?
Beim ehemaligen Bauernhof wurde die Landwirtschaft aufgegeben oder stark reduziert. Eine Landwirtschaft soll aktiv betrieben oder fortgeführt werden.
Welche Landwirtschaft ist im Alpbachtal typisch?
Typisch sind Grünlandwirtschaft, Heugewinnung, Viehhaltung und Berglandwirtschaft. Großflächiger Ackerbau spielt im eigentlichen Tal eine geringere Rolle.
Welche Orte sind für Landwirtschaften besonders relevant?
Relevant sind Alpbach, Inneralpbach, Brandenberg, Reith im Alpbachtal, Breitenbach am Inn, Kramsach, Münster, Radfeld und Kundl.
Kann man eine Landwirtschaft mieten?
Üblicherweise wird ein landwirtschaftlicher Betrieb gekauft oder gepachtet. Pacht umfasst die Nutzung zur Ertragserzielung und ist von einer gewöhnlichen Wohnraummiete zu unterscheiden.
Spielt der Tiroler Grundverkehr beim Kauf eine Rolle?
Ja. Beim Erwerb landwirtschaftlicher Grundstücke und Betriebe ist der Tiroler Grundverkehr regelmäßig zentral.
Was ist ein geschlossener Hof?
Ein geschlossener Hof ist ein formeller Tiroler Rechtsstatus. Nicht jeder Bauernhof oder jede Landwirtschaft ist automatisch ein geschlossener Hof.
Wie wichtig sind Pachtflächen?
Sehr wichtig. Viele Betriebe sind nur mit zusätzlichen Pachtflächen wirtschaftlich funktionsfähig. Laufzeit und Sicherheit dieser Flächen sollten genau geprüft werden.
Kann eine Landwirtschaft touristische Gäste beherbergen?
Das kann bei entsprechender Genehmigung möglich sein. Gästezimmer oder Ferienwohnungen benötigen geeignete Räume, Brandschutz, Stellplätze und eine klare rechtliche Grundlage.
Ist eine Landwirtschaft automatisch als Freizeitwohnsitz nutzbar?
Nein. Landwirtschaftliche Nutzung und Freizeitwohnsitz sind rechtlich getrennte Themen.
Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Wichtig sind Grundverkehr, möglicher Hofstatus, Eigentums- und Pachtflächen, Stalltechnik, Tierhaltung, Futter- und Düngerlager, Almrechte, Wasser, Zufahrt, Naturgefahren, Wohnhaus, Inventar und die wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Fazit
Eine Landwirtschaft im Alpbachtal ist kein Bauernhaus mit einigen Wiesen und kein Hof, der nur aus landschaftlichen Gründen interessant ist. Sie verbindet Wohnhaus, Stall, Wirtschaftsgebäude, Flächen, Tiere und Rechte zu einem Betrieb, der jeden Tag bewirtschaftet werden muss.
Der Wert liegt nicht allein in Hektarzahl, Aussicht oder Gebäudebestand. Er zeigt sich daran, ob Flächen erreichbar und nutzbar sind, Stall und Lager zum Betriebszweig passen und die Landwirtschaft wirtschaftlich wie menschlich fortgeführt werden kann.
Vielleicht beginnt der Tag mit der Stallkontrolle, führt später über Wiesen, Büro und Maschinenhalle und endet erst, wenn Tiere und Geräte versorgt sind. Danach sitzen Menschen am Tisch, essen, trinken, erzählen und diskutieren noch über Wetter, Arbeit und die nächsten Entscheidungen. Genau darin liegt die besondere Verbindung dieser Objektart: Die Landwirtschaft ist Betrieb, Verantwortung und gemeinsamer Lebensort zugleich.
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