Mühle kaufen oder mieten in Osttirol – für Menschen, die Wasser, Geschichte und besonderes Wohnen miteinander verbinden möchten

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###MIETEKAUF###
 
Dreiseitenhof kaufen im Landkreis Elbe-Elster mit großzügigem Nebengelass und vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten, Pferdehaltung möglich

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
04924 Beiersdorf
Wohnfläche: 
230,00 m²
Kaufpreis: 
175.000,00 EUR
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Haus mit eigenem See, ein Angebot von see-kaufen.de

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Ort: 
04680 Colditz
Kaufpreis: 
299.000,00 EUR
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Für Menschen, die in Osttirol eine Mühle suchen, bei der Wasser, historische Gebäude und heutiges Leben wieder zusammenfinden

Eine Mühle in Osttirol beginnt nicht mit einem besonders romantischen Wohnhaus. Sie beginnt mit Wasser. Ein Bach, ein früherer Mühlgraben oder eine andere Form der Wasserführung erklärt, warum das Gebäude genau an diesem Ort steht und warum Wohnhaus, Arbeitsräume und Nebengebäude häufig anders angeordnet sind als bei einem gewöhnlichen Landhaus.

Wer heute eine historische Mühle sucht, möchte meist trotzdem keinen alten Gewerbebetrieb wieder genauso führen wie vor zweihundert Jahren. Gesucht wird ein besonderes Anwesen, bei dem Wohnen, Wasser und Geschichte zusammengehören. Eine alte Mühlenstube wird Wohnraum, ein früherer Arbeitsbereich bleibt Werkstatt, im Nebengebäude stehen Gartengeräte oder Fahrräder und draußen begleitet der Bach den Alltag, ohne nur dekorative Kulisse zu sein.

In Osttirol ist diese Verbindung regional sehr glaubwürdig. Wasser wurde über Jahrhunderte nicht nur für Landwirtschaft, sondern auch für Mühlen, Sägen und andere handwerkliche Arbeiten genutzt. Besonders deutlich wird das im Villgratental. In Außervillgraten ist mit dem Wurzerhof eine historische Hofanlage erhalten, zu der sowohl eine Sägemühle als auch eine Getreidemühle mit Gerstenstampf gehören. In Innervillgraten erinnern Mühlen, Lodenstampfe und wasserbetriebene Sägen ebenfalls an diese Arbeitsgeschichte.

Eine Mühle ist deshalb weder einfach nur Bauernhaus noch Landhaus mit Bach. Ihre Geschichte hat das Grundstück und häufig auch den Grundriss geprägt.

Heute kann daraus ein sehr persönlicher Wohnort werden. Morgens steht vielleicht die Tür offen und das Wasser ist schon zu hören, bevor jemand den ersten Kaffee gemacht hat. Der Hund schaut nach draußen, ein Kind läuft über den Hof und irgendwo liegt noch Werkzeug von einer Arbeit am Vortag.

Wenn Freunde kommen, bleibt einer meist zuerst am Wasser stehen. Später sitzt die Runde vor dem Haus, jemand holt Essen aus der Küche und zwei verschwinden kurz im alten Mühlenraum, weil dort noch etwas gezeigt werden muss. Nach einer Weile wird das Wasser einfach Teil des Hintergrunds.

Genau dann funktioniert eine alte Mühle wieder als Zuhause.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageHistorische Mühlen kommen in Osttirol nur äußerst selten auf den freien Markt. Vergleichbare Immobilien werden teilweise als historisches Anwesen, Bauernhaus, Landimmobilie oder Wohnhaus mit Bach und Nebengebäuden angeboten.
PreisspannenJe nach Wohnhaus, Mühlengebäude, Grundstück, Wasserlauf, Wasserrechten, Nebengebäuden und Sanierungsstand liegt eine grobe Kaufpreisorientierung für Mühlen und vergleichbare historische Wasseranwesen in Osttirol bei etwa 300.000 EUR bis 1,2 Mio. EUR. Außergewöhnlich große oder umfassend sanierte Anlagen können darüber liegen.
Typische BestandteileWohnhaus oder Wohnteil, ehemaliger Mühlenraum, Werkstatt oder Wirtschaftsbereiche, Bach oder frühere Wasserführung sowie je nach Objekt Garten, Wiese, Schuppen, Stadl oder weitere Nebengebäude.
Heutige NutzungWohnen, Familie, Gäste, Werkstatt, Garten, Atelier oder kleine touristische Nutzung im rechtlich zulässigen Rahmen. Historische Mühlentechnik kann erhalten sein, muss aber nicht mehr betriebsfähig sein.
BesonderheitenWasserrechte, Hochwasser- und Gefahrenzonen, Feuchtigkeit, baurechtlicher Bestand, Denkmalschutz, Zufahrt und mögliche Umnutzungen sollten besonders sorgfältig geprüft werden.

 

Mühle, Bauernhaus oder Landimmobilie?

Eine ehemalige Mühle kann auf den ersten Blick wie ein altes Bauernhaus aussehen. Gerade in ländlichen Regionen wurden Wohnen, Landwirtschaft und handwerkliche Arbeit häufig miteinander verbunden.

Der Unterschied liegt in der historischen Funktion.

Beim Bauernhaus stand die Landwirtschaft im Mittelpunkt. Stall, Stadl, Speis und Wohnräume folgten dem bäuerlichen Alltag.

Bei der Mühle war Wasser Teil des Arbeitsablaufs. Mühlrad, Mühlgraben, Mahlwerk oder wasserbetriebene Maschinen bestimmten, wo Gebäude und Arbeitsräume lagen.

Auch wenn diese Technik heute nicht mehr benutzt wird, bleibt die Struktur oft sichtbar.

Die Landimmobilie ist wiederum der weiter gefasste Begriff. Eine alte Mühle kann heute durchaus auch Landimmobilie sein, wenn für den Käufer vor allem Grundstück, Wohnen und Nebengebäude interessant sind.

Wer aber gezielt nach einer Mühle sucht, möchte meist gerade diese besondere Verbindung zu Wasser und Technikgeschichte.

Ein Haus mit Bach kann man vielerorts finden.

Eine echte ehemalige Mühle erzählt, warum der Bach zum Haus gehört.

 

Osttirol – Mühlen zwischen Pustertal, Villgratental und alten Hoflandschaften

Osttirol besitzt eine lange Geschichte der Nutzung von Wasserkraft im kleinen Maßstab. Bäche und steile Höhenunterschiede boten vielerorts gute Voraussetzungen für Mühlen und Sägen.

Besonders sichtbar ist diese Geschichte im Villgratental. Der Wurzerhof in Außervillgraten ist ein außergewöhnlich vollständig erhaltenes Hofensemble mit Getreidemühle, Sägemühle, Schmiede und weiteren historischen Gebäuden. Solche Anlagen zeigen, dass Mühlen hier nicht isoliert standen, sondern Teil eines größeren bäuerlichen und handwerklichen Systems waren.

Auch Innervillgraten besitzt mit historischen Mühlen, wasserbetriebener Säge und Lodenstampfe einen sehr direkten Bezug zur Nutzung der Wasserkraft.

Im Hochpustertal und Pustertal mit Sillian, Heinfels, Strassen, Anras und Assling konnten Bäche ebenfalls für Mühlen und andere handwerkliche Anlagen genutzt werden. Historische Standorte liegen dabei nicht immer mitten im Ort, sondern häufig dort, wo Gefälle und Wasserführung praktisch waren.

Im Defereggental, Virgental sowie rund um Matrei und Kals gilt dieselbe Grundlogik. Die Täler werden von zahlreichen Bergbächen durchzogen, und historische Wirtschaftsformen nutzten Wasser dort, wo es zuverlässig und technisch sinnvoll verfügbar war.

Rund um Lienz können historische Mühlenstandorte stärker mit Siedlungs- und Verkehrsstrukturen verbunden sein, während in Seitentälern freiere und ursprünglichere Lagen vorkommen können.

Für Käufer bedeutet das: Nicht jede Mühle steht idyllisch allein an einem kleinen Bach.

Manche liegen am Ortsrand, andere innerhalb alter Hofgruppen und wieder andere deutlich freier.

Gerade diese Unterschiede machen die Objektart interessant.

 

Wenn Wasser, Haus und alte Arbeitsräume heute wieder benutzt werden

Die besondere Qualität einer Mühle entsteht häufig daraus, dass nicht alle Räume als klassische Wohnräume gedacht waren.

Ein alter Mühlenraum kann größer und höher sein als die übrigen Zimmer. Ein Arbeitsraum liegt direkt beim Wasser. Daneben stehen vielleicht ein Schuppen, ein Stadl oder eine kleine Werkstatt.

Für heutige Bewohner entstehen daraus Möglichkeiten, die ein gewöhnliches Haus selten bietet.

Wer gern handwerklich arbeitet, kann einen alten Arbeitsraum tatsächlich weiter als Werkstatt nutzen. Fahrräder, Gartengeräte oder Holz verschwinden in Nebengebäuden. Ein historischer Mühlenraum kann erhalten bleiben, ohne dass daraus zwangsläufig ein Museum wird.

Im Wohnteil funktioniert das Leben oft deutlich gewöhnlicher.

Eine Küche wird Mittelpunkt des Hauses. Eine alte Stube dient als Ess- und Wohnraum. Ein kleineres Zimmer wird Homeoffice oder Gästezimmer.

Der Unterschied liegt draußen.

Wasser begleitet den Tag. Im Frühjahr klingt der Bach anders als im Spätsommer. Nach starkem Regen schaut man genauer hin. Kinder finden ihn interessant, Besucher sowieso, und der Hund entdeckt sehr schnell, wo er problemlos hinunterkommt.

Bei schönem Wetter entsteht vor dem Haus ein zweiter Wohnraum. Ein Tisch steht draußen, Freunde kommen und jemand bringt noch Essen aus der Küche. Die Gespräche wandern irgendwann vom Haus zur alten Technik, dann wieder zu ganz anderen Dingen.

Am Abend sitzt die Runde vielleicht drinnen in einer Stube, während draußen weiterhin das Wasser läuft.

Genau das unterscheidet eine Mühle von vielen anderen historischen Häusern.

Ihre Geschichte bleibt hörbar.

 

Alte Mühlentechnik – erhalten, nutzen oder einfach verstehen

Nicht jede zum Verkauf stehende Mühle besitzt noch ein vollständiges Mahlwerk oder ein funktionierendes Mühlrad.

Manche Anlagen wurden bereits vor Jahrzehnten stillgelegt. Bei anderen sind Teile der Technik erhalten. Wieder andere besitzen nur noch bauliche Spuren wie Mühlgraben, Radstube oder ehemalige Maschinenräume.

Für Käufer ist deshalb zunächst wichtig zu verstehen, was tatsächlich vorhanden ist.

Ein historisches Mahlwerk kann einen erheblichen kulturellen Wert besitzen. Gleichzeitig nimmt es Raum ein und braucht Pflege.

Wer historische Technik schätzt, wird darin eher eine Besonderheit sehen als verlorene Wohnfläche.

Eine funktionsfähige Anlage kann zusätzlich interessant sein, wenn sie demonstrativ oder touristisch genutzt werden soll. Dafür sind jedoch rechtliche, technische und gegebenenfalls gewerbliche Voraussetzungen zu prüfen.

Für private Bewohner reicht es häufig, alte Technik sichtbar zu erhalten. Ein Raum darf zeigen, was hier früher passiert ist, ohne jeden Tag wieder Getreide mahlen zu müssen.

Gerade dadurch entsteht ein glaubwürdiger Umgang mit Geschichte.

Nicht alles Alte muss eine neue wirtschaftliche Aufgabe bekommen.

 

Wasser – der größte Reiz und zugleich der wichtigste Prüfpunkt

Bei kaum einer anderen Objektart sollte Wasser so früh geprüft werden wie bei einer Mühle.

Der Bach kann wunderschön sein, gehört aber nicht automatisch vollständig zur Immobilie. Wasserrechte, Entnahmerechte, ehemalige Nutzungsrechte und Grundstücksgrenzen sollten deshalb nachvollzogen werden.

Auch ein historisches Mühlrecht bedeutet nicht automatisch, dass heute wieder ohne Weiteres Wasserkraft genutzt werden darf.

Wer ein Mühlrad reaktivieren oder sogar Strom erzeugen möchte, sollte deshalb nicht vom historischen Zustand auf heutige Genehmigungen schließen.

Für das reine Wohnen ist eine andere Frage mindestens genauso wichtig: Wie verhält sich das Wasser bei Hochwasser?

Ein Bach, der im Sommer ruhig neben dem Haus läuft, kann nach Starkregen völlig anders aussehen. Gefahrenzonen, Hochwasserabfluss und frühere Ereignisse sollten daher geprüft werden.

Auch Feuchtigkeit im Gebäude kann mit der Lage zusammenhängen.

Historische Mühlen wurden bewusst nah am Wasser gebaut. Keller, Fundamente und alte Mauern sollten deshalb besonders genau auf Feuchtebelastung untersucht werden.

Das bedeutet nicht, dass jede Mühle feucht sein muss.

Es bedeutet lediglich, dass Wasser hier nie nur ein hübscher Ausblick ist.

Es ist Teil der Baugeschichte und muss entsprechend ernst genommen werden.

 

Wohnen, Garten und neue Nutzungsmöglichkeiten

Eine historische Mühle kann heute erstaunlich flexibel sein.

Für Familien bieten unterschiedliche Gebäudeteile Platz für Wohnen, Gäste, Hobby und Arbeiten. Kinder bewegen sich zwischen Haus und Garten, während Nebengebäude Dinge aufnehmen, die bei normalen Wohnhäusern schnell zum Platzproblem werden.

Menschen mit Hund profitieren häufig von der ländlichen Lage, sollten aber Wasserlauf und mögliche steile Uferbereiche im Blick behalten.

Wer Freunde gern zu Besuch hat, bekommt mit alten Stuben, größeren Arbeitsräumen oder Außenbereichen besondere Orte für gemeinsame Zeit.

Auch Homeoffice kann gut funktionieren, wenn Internetversorgung und beheizbare Räume vorhanden sind.

Ein alter Mühlen- oder Werkstattraum kann für Künstler, Handwerker oder Menschen mit kreativen Berufen interessant sein. Ob eine entsprechende gewerbliche Nutzung zulässig ist, sollte jedoch geprüft werden.

Touristische Nutzung liegt bei einer historischen Mühle ebenfalls nahe. Gerade die Verbindung aus Geschichte, Wasser und ungewöhnlicher Architektur kann für Feriengäste reizvoll sein.

Auch hier gilt aber: Ein attraktives Gebäude schafft keine automatische Genehmigung für Ferienwohnungen oder Beherbergung.

Manchmal ist die private Nutzung ohnehin die angenehmere.

Ein Raum muss nicht jedes Wochenende vermietet werden, nur weil Gäste ihn interessant finden.

Er darf einfach Teil eines Hauses sein, in dem Familie und Freunde gern Zeit verbringen.

 

Kaufaspekte & rechtliche Prüfung

Bei einer Mühle sollten Gebäude und Wasser gemeinsam geprüft werden.

Am Haus gehören Dach, Tragwerk, Fundament, Feuchtigkeit, Fenster, Heizung, Elektroinstallation, Wasser und Abwasser zu den wichtigsten technischen Punkten.

Besonders Sockel, Keller und Bereiche nahe früherer Wasserführungen verdienen Aufmerksamkeit.

Der ehemalige Mühlgraben, Bachlauf oder andere wasserbauliche Anlagen sollten hinsichtlich Eigentum, Zustand und möglicher Unterhaltungspflichten geklärt werden.

Bestehende oder historische Wasserrechte sollten anhand der Unterlagen geprüft werden. Wer Wasserkraft künftig nutzen möchte, sollte zusätzlich klären, welche heutigen wasserrechtlichen Genehmigungen erforderlich wären.

Auch Hochwasser- und Gefahrenzonen gehören zur Prüfung.

Bei historischen Mühlen kann Denkmalschutz eine Rolle spielen. Er kann das gesamte Ensemble oder einzelne Gebäudeteile und technische Anlagen betreffen.

Nebengebäude sollten ebenfalls separat betrachtet werden. Ein alter Stadl, eine Werkstatt oder Säge kann für die Nutzung sehr wertvoll sein, gleichzeitig aber eigenen Sanierungsbedarf besitzen.

Wenn zum Anwesen Grünland, Wiesen oder Wald gehören, können zusätzlich das Tiroler Grundverkehrsrecht und weitere land- beziehungsweise forstrechtliche Regelungen relevant werden.

Auch Zufahrt und Winterdienst verdienen Aufmerksamkeit. Gerade historisch gewachsene Mühlenstandorte wurden nicht nach den Anforderungen heutiger Fahrzeuge ausgesucht.

Wer mieten möchte, sollte klären, welche Gebäudeteile und Außenbereiche tatsächlich mitvermietet werden. Wasserlauf und historische Technik können besondere Unterhaltungsfragen aufwerfen.

Am Ende sollte die wichtigste Frage nicht lauten, ob das alte Mühlrad noch vorhanden ist.

Wichtiger ist, ob Haus, Wasser, Grundstück und historische Struktur zum geplanten Leben passen.

 

Für wen geeignet und warum?

Eine Mühle in Osttirol passt zu Menschen, die ein historisches Haus suchen, dessen Geschichte nicht nur an der Fassade erkennbar ist.

Familien können von verschiedenen Gebäudeteilen, Garten und Nebengebäuden profitieren. Kinder erleben einen ungewöhnlichen Ort, der draußen genauso interessant ist wie drinnen.

Handwerklich interessierte Menschen schätzen ehemalige Arbeitsräume und Werkstätten.

Menschen mit kreativen Berufen finden möglicherweise Platz für Atelier oder Arbeitsraum.

Wer gern Freunde empfängt, erlebt eine Mühle häufig als besonders sozialen Ort. Besucher bleiben am Wasser stehen, schauen sich alte Technik an und landen später doch alle am selben Tisch.

Auch Menschen, die einfach Ruhe suchen, können sich hier wohlfühlen. Wasser erzeugt einen eigenen Rhythmus und verändert die Atmosphäre eines Grundstücks deutlich.

Weniger geeignet ist eine historische Mühle für Menschen, die möglichst wenig Gebäudetechnik, Grundstückspflege und rechtliche Besonderheiten möchten.

Wasser braucht Aufmerksamkeit. Alte Mauern brauchen Pflege. Nebengebäude verursachen Arbeit.

Wer darin allerdings nicht nur Aufwand sieht, bekommt eine Objektart, die kaum mit einem gewöhnlichen Wohnhaus vergleichbar ist.

Eine Mühle besitzt nicht nur Vergangenheit.

Sie besitzt einen Ort, eine Funktion und häufig noch immer einen Klang, der erklärt, warum genau hier einmal gebaut wurde.

 

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FAQ zur Mühle in Osttirol

Gibt es historische Mühlen in Osttirol?

Ja. Historische Mühlen und wasserbetriebene Anlagen sind regional gut belegt. Besonders bekannt ist der Wurzerhof in Außervillgraten mit historischer Getreide- und Sägemühle. Auch Innervillgraten besitzt eine ausgeprägte Geschichte wasserbetriebener Mühlen und Arbeitsanlagen.

Was versteht man unter einer Mühlenimmobilie?

Eine Mühlenimmobilie ist ein historisches Wohn- und Arbeitsanwesen, dessen ursprüngliche Nutzung mit Wasserkraft und dem Mahlen oder anderen wasserbetriebenen Arbeiten verbunden war. Mühlentechnik kann noch vorhanden sein, muss heute aber nicht mehr in Betrieb sein.

Was kostet eine Mühle in Osttirol?

Der Markt ist extrem klein. Je nach Wohnhaus, Mühlengebäude, Grundstück, Wasserlauf, Wasserrechten, Nebengebäuden und Sanierungsstand liegt eine grobe Kaufpreisorientierung bei etwa 300.000 EUR bis 1,2 Mio. EUR. Außergewöhnliche Anlagen können darüber liegen.

Kann man eine Mühle in Osttirol mieten?

Grundsätzlich ja. Entsprechende Angebote sind allerdings sehr selten. Wichtig ist, welche Gebäudeteile, Grundstücke und historischen Anlagen tatsächlich zur Mietnutzung gehören.

Muss eine historische Mühle noch ein Mühlrad besitzen?

Nein. Bei vielen ehemaligen Mühlen sind Mühlrad oder Mahlwerk nicht mehr vollständig erhalten. Historische Wasserführung, Gebäudestruktur oder andere technische Spuren können die frühere Nutzung trotzdem klar erkennen lassen.

Kann eine alte Mühle wieder betrieben werden?

Das kann technisch möglich sein, darf aber nicht allein aus historischen Wasserrechten oder vorhandener Technik abgeleitet werden. Wasserrecht, Genehmigungen und technischer Zustand müssen für die heutige Nutzung neu geprüft werden.

Kann mit einer alten Mühle Strom erzeugt werden?

Grundsätzlich kann Wasserkraft technisch zur Stromerzeugung genutzt werden. Ob dies beim konkreten Objekt genehmigungsfähig und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von Wasserrecht, Durchfluss, Fallhöhe, Anlage und Netzanschluss ab.

Welche Bedeutung haben Wasserrechte?

Wasserrechte können regeln, wie und in welchem Umfang Wasser genutzt oder abgeleitet werden darf. Bei historischen Mühlen sollten vorhandene Rechte und ihr heutiger Bestand anhand der Unterlagen geprüft werden.

Ist Hochwasser bei einer Mühle ein besonderes Thema?

Ja. Mühlen wurden bewusst nahe an Wasserläufen errichtet. Deshalb sollten Hochwasserhistorie, Gefahrenzonen, Bachbett und mögliche Schutzanlagen besonders sorgfältig betrachtet werden.

Ist eine historische Mühle häufig denkmalgeschützt?

Das kann vorkommen, ist aber nicht automatisch der Fall. Schutzstatus und Umfang des Denkmalschutzes sollten für das konkrete Gebäude und gegebenenfalls erhaltene Mühlentechnik geprüft werden.

Kann ein ehemaliger Mühlenraum zu Wohnraum werden?

Das kann möglich sein, hängt jedoch von Widmung, baurechtlichem Bestand, Gebäudezustand und gegebenenfalls Denkmalschutz ab.

Was sollte vor dem Kauf zuerst geprüft werden?

Gebäudezustand, Feuchtigkeit, Wasserlauf, Wasserrechte, Hochwasser- und Gefahrenzonen, historische Technik, baurechtlicher Bestand, Denkmalschutz und geplante heutige Nutzung gehören zu den wichtigsten Punkten.

 

Eine Mühle wird besonders, wenn das Wasser irgendwann einfach zum Alltag gehört

Vielleicht stehen am Nachmittag Freunde vor dem Haus. Einer schaut noch hinunter zum Bach, während die anderen bereits am Tisch sitzen. Kinder laufen zwischen Garten und einem alten Nebengebäude hin und her und der Hund hat natürlich längst herausgefunden, wo er ans Wasser kommt.

Später wird etwas zu essen herausgetragen. Jemand zeigt noch den ehemaligen Mühlenraum oder ein Stück alter Technik.

Dann wird nicht mehr darüber gesprochen.

Man sitzt zusammen, erzählt, isst und hört das Wasser nebenbei.

Genau darin liegt die besondere Qualität einer alten Mühle.

Osttirol besitzt dafür eine glaubwürdige Geschichte – vom Hochpustertal über die historischen Mühlen und wasserbetriebenen Arbeitsanlagen des Villgratentals bis zu den Bergtälern rund um Defereggen, Virgen und Matrei.

Die passende Mühle muss nicht vollständig betriebsfähig sein und sie muss auch nicht wie ein technisches Museum erhalten bleiben.

Sie sollte nur noch erkennen lassen, warum dieses Haus genau hier gebaut wurde.

Wenn Wasser, Wohnräume, Garten und alte Arbeitsbereiche heute wieder selbstverständlich benutzt werden, entsteht etwas, das ein gewöhnliches historisches Haus kaum bieten kann.

Ein Zuhause mit einer Geschichte, die immer noch vorbeifließt.

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