Reiterhof kaufen oder mieten in Osttirol – für Menschen, die mit ihren Pferden am eigenen Hof leben möchten

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###MIETEKAUF###
 
Traditionelles Schwarzwaldanwesen mit Weitblick

Traditionelles Schwarzwaldanwesen mit Weitblick

Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
77723 Gengenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
170,00 m²
Kaufpreis: 
987.000,00 EUR
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Für Menschen, die in Osttirol einen Reiterhof suchen, bei dem Wohnhaus, Pferdestall, Weide und gemeinsamer Alltag wirklich zusammenpassen

Wenn Sie sich für einen Reiterhof interessieren, sollten Sie wie bei jeder gebrauchten Immobilie nicht nur den Kaufpreis im Auge behalten, sondern auch die potentiellen Renovierungskosten

Ein Reiterhof in Osttirol beginnt für private Pferdehalter nicht mit einer Reithalle oder einer möglichst großen Zahl von Boxen. Er beginnt mit einer viel einfacheren Vorstellung: morgens aus dem Haus gehen und die eigenen Pferde wenige Schritte später sehen. Stall, Auslauf und Weide gehören zum Zuhause, statt an einem zweiten Standort organisiert werden zu müssen.

Wer einen solchen Reiterhof sucht, sucht deshalb keine gewerbliche Reitanlage. Es geht nicht um Reitschule, große Einstellerzahlen oder professionellen Trainingsbetrieb. Gesucht wird ein Wohnort für Menschen und ihre eigenen Pferde – vielleicht zwei, drei oder fünf Tiere, manchmal etwas mehr, aber immer mit privater Nutzung als Mittelpunkt.

Osttirol bietet dafür sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Rund um Lienz und im Pustertal können gut erreichbare Hoflagen mit vergleichsweise kurzen Wegen attraktiv sein. Im Hochpustertal rund um Sillian und Heinfels ist Pferdehaltung regional sichtbar. Im Virgental gibt es Reitangebote bis nach Prägraten, auch Matrei besitzt eine aktive Reitstruktur. Im Defereggental, Villgratental und in höheren Berglagen werden Grundstück, Winter, Hang und Futterversorgung dagegen noch stärker zu bestimmenden Faktoren.

Die eigentliche Qualität eines privaten Reiterhofs zeigt sich im Alltag. Morgens wird gefüttert, bevor der erste Kaffee richtig kalt werden kann. Ein Pferd steht bereits am Zaun, weil es den Tagesablauf offensichtlich besser kennt als sein Besitzer. Später geht jemand noch einmal zum Stall, während im Haus Frühstück gemacht wird. Kinder wissen längst, welches Pony zuerst begrüßt werden muss, und der Hund hat gelernt, dass zwischen Stall und Wohnhaus ständig irgendjemand unterwegs ist.

Am Nachmittag wird vielleicht geritten. An anderen Tagen passiert gar nichts Spektakuläres. Die Pferde stehen auf der Koppel, jemand mistet, füllt Wasser auf oder richtet Heu. Freunde kommen vorbei, lehnen eine Weile am Zaun und sitzen später mit am Tisch. Genau darin liegt die private Reiterhof-Idee: Pferdehaltung ist kein Termin außerhalb des eigenen Lebens. Sie gehört hinein.

Markt & Besonderheiten

AngebotslagePrivate Reiterhöfe und Pferdeimmobilien kommen in Osttirol nur selten auf den freien Markt. Geeignete Objekte werden häufig als Bauernhof, ehemaliger Bauernhof, Landimmobilie oder Anwesen mit Pferdehaltung angeboten.
PreisspannenJe nach Wohnhaus, Stallungen, Grundstück, Weideflächen, Ausläufen, Reitplatz, Nebengebäuden und Lage liegt eine grobe Kaufpreisorientierung für private Reiterhöfe in Osttirol bei etwa 650.000 EUR bis 2,0 Mio. EUR. Besonders große oder hochwertig ausgebaute Anwesen können darüber liegen.
Typische BestandteileWohnhaus, Pferdestall oder Offenstall, befestigte Ausläufe oder Paddocks, Koppeln und Weiden, Heu- und Einstreulager, Sattelkammer sowie je nach Objekt Reitplatz, Roundpen, Werkstatt oder weitere Nebengebäude.
Private NutzungEigene Pferde stehen im Mittelpunkt. Kleinere private Stallgemeinschaften können vorkommen, sollten aber klar von gewerblicher Pferdepension, Reitschule oder professioneller Reitanlage unterschieden werden.
BesonderheitenGenehmigte Pferdehaltung, Flächenwidmung, Stallbestand, Mistlagerung, Wasserversorgung, Weidequalität, Winterhaltung, Zufahrt und Tiroler Grundverkehrsrecht sollten früh geprüft werden.

 

Reiterhof oder Reitanlage?

Für my-landimmo ist diese Abgrenzung besonders wichtig. Ein Reiterhof ist in erster Linie ein Zuhause für Menschen mit eigenen Pferden. Die Wohnnutzung gehört selbstverständlich dazu und die Pferdehaltung bleibt überschaubar und privat geprägt.

Eine Reitanlage verfolgt eine andere Logik. Dort können Reitschule, Einsteller, Beritt, Training, Turniersport, größere Stallkapazitäten, Reithalle oder mehrere Reitplätze den Betrieb bestimmen. Gebäude und Infrastruktur werden stärker nach gewerblichen Abläufen beurteilt.

Natürlich kann auch ein privater Reiterhof einen guten Reitplatz besitzen. Eine Familie mit mehreren Pferden kann ebenso eine große Sattelkammer, Paddocks oder einen Offenstall benötigen. Der Unterschied liegt nicht an einem einzelnen Gebäude, sondern an der Nutzung.

Wenn morgens zuerst die eigenen Pferde versorgt werden und danach der normale Familienalltag beginnt, passt Reiterhof. Wenn morgens Kunden, Einsteller und Unterrichtspläne den Ablauf bestimmen, sprechen wir eher von einer Reitanlage.

Für private Käufer ist diese Trennung wichtig, weil sie häufig gar keine professionelle Infrastruktur suchen. Sie brauchen einen Hof, der für ihre Pferde gut funktioniert, ohne dass das gesamte Anwesen wie ein Reitsportbetrieb aufgebaut sein muss.

 

Osttirol – Pferdehaltung zwischen Talboden und Bergwiesen

Osttirol ist für Pferdehaltung keineswegs eine theoretische Region. Reiterhöfe und Reitställe gibt es unter anderem im Hochpustertal, in Prägraten und in Matrei. Gleichzeitig verändert die alpine Landschaft sehr deutlich, welche Hoflage sich für private Pferdehaltung eignet.

Im Lienzer Talraum und in tieferen Lagen des Pustertals können ebenere Grundstücke, bessere Zufahrt und längere Vegetationsperioden Vorteile bieten. Auch Heu, Tierarzt, Hufschmied und andere Dienstleistungen lassen sich von gut angebundenen Standorten oft einfacher erreichen.

Im Hochpustertal rund um Sillian, Heinfels, Strassen oder Anras treffen landwirtschaftliche Flächen und Berglandschaft auf vergleichsweise gute Talverbindungen. Gerade Heinfels ist ein regionaler Anker für Reiterhof und Pferdehaltung.

Im Virgental und rund um Matrei ist Pferdehaltung ebenfalls sichtbar. Prägraten zeigt dabei, dass Reiten auch in ausgeprägter Berglage regional funktioniert. Die Landschaft eröffnet reizvolle Möglichkeiten, verlangt aber einen anderen Blick auf Weideflächen, Höhenunterschiede und Winter.

Das Villgratental ist wiederum stark von steilen Bergwiesen und bergbäuerlicher Nutzung geprägt. Große ebene Pferdeweiden direkt am Wohnhaus sind dort weniger selbstverständlich als in einem breiteren Talraum. Wer genau dort einen Reiterhof sucht, sollte deshalb nicht nur auf die Gesamtfläche schauen, sondern auf tatsächlich nutzbare Flächen.

Ähnliches gilt für das Defereggental und andere höher gelegene Bereiche. Ein landschaftlich spektakulärer Hof kann für Pferdehaltung sehr gut funktionieren – wenn Stall, Winterauslauf und Futterversorgung zur Höhenlage passen.

Der schönste Bergblick ersetzt keine geeignete Koppel.

 

Wenn Wohnhaus, Stall und Weide einen gemeinsamen Alltag bilden

Für private Pferdehalter liegt der eigentliche Luxus eines Reiterhofs oft nicht in einer Reithalle. Er liegt in den wenigen Metern zwischen Haustür und Stall.

Man sieht morgens aus dem Fenster, ob alle Pferde ruhig stehen. Man muss nicht für jede Decke, jeden Tierarzttermin oder jede zusätzliche Fütterung ins Auto steigen. Wenn ein Pferd beobachtet werden muss, bleibt es in der Nähe.

Das verändert auch Familienleben. Während jemand im Stall arbeitet, ist der Rest der Familie nicht mehrere Kilometer entfernt. Kinder kommen dazu, helfen bei kleinen Aufgaben oder sitzen irgendwann auf einer umgedrehten Futtertonne und erzählen von ihrem Tag.

Ein gut angelegter Hof spart dabei jeden Tag Wege. Vom Stall sollte man unkompliziert auf Paddock oder Koppel kommen. Heu muss sinnvoll angeliefert und trocken gelagert werden können. Mist sollte nicht quer durch den Wohnbereich transportiert werden müssen. Wasser gehört dorthin, wo die Pferde stehen.

Auch Sattelkammer und kleiner Arbeitsbereich werden schnell wichtiger als repräsentative Ausstattung. Halfter, Decken, Putzzeug und Sättel brauchen trockenen und gut erreichbaren Platz. Wer nach jedem Ritt erst durch drei Gebäude laufen muss, merkt schnell, wie sehr schlechte Hofwege den Alltag prägen.

Gleichzeitig bleibt der Reiterhof Zuhause. Am Nachmittag kommen Freunde vorbei, während ein Pferd noch geputzt wird. Einer hilft kurz beim Zaun, ein anderer steht am Paddock und behauptet, von Pferden überhaupt keine Ahnung zu haben, während er längst eines krault.

Später sitzen alle vor dem Haus oder im Garten. Die Pferde stehen ein Stück weiter auf der Weide, Kinder laufen noch einmal zum Stall und der Hund hofft, dass jetzt endlich niemand mehr arbeitet.

Gerade dieses Nebeneinander macht private Pferdehaltung am eigenen Hof so besonders.

 

Stall, Auslauf und Weide – nicht die Anzahl der Boxen entscheidet

Ein privater Reiterhof muss nicht möglichst viele Pferde unterbringen können. Entscheidend ist, ob die vorhandene Haltung zu den eigenen Tieren und Vorstellungen passt.

Das kann ein klassischer Stall mit Boxen und direktem Auslauf sein. Ebenso kommen Offenstall, Laufstall oder Kombinationen aus Stall und größeren Paddocks infrage. Bei der Besichtigung sollte deshalb weniger gefragt werden, wie viele Boxen vorhanden sind, sondern wie die Pferde tatsächlich vom Stall auf ihre Ausläufe und Weiden gelangen.

Gerade im Winter werden befestigte Flächen wichtig. Eine schöne Sommerweide hilft wenig, wenn im November sämtliche Wege im Schlamm verschwinden. Bodenaufbau, Drainage und Wasserführung verdienen daher mehr Aufmerksamkeit, als viele Käufer beim ersten Besuch vermuten.

Weidefläche sollte ebenfalls nicht nur in Quadratmetern betrachtet werden. Hangneigung, Boden, Erreichbarkeit und Wasserversorgung bestimmen, wie gut eine Fläche für Pferde genutzt werden kann. Bergwiese und Pferdekoppel sind nicht automatisch dasselbe.

Je höher und steiler die Lage, desto stärker muss auch die Futterplanung berücksichtigt werden. Nicht jeder private Reiterhof kann seine Pferde vollständig aus eigenen Flächen versorgen. Zugekauftes Heu ist deshalb keineswegs ungewöhnlich – braucht aber Zufahrt und ausreichendes Lager.

Ein trockenes Heulager gehört damit zu den wichtigsten Nebengebäuden. Es sollte gut erreichbar sein, ohne gleichzeitig Brand- und Staubbelastung im Wohnbereich unnötig zu erhöhen.

Auch Wasser ist für Pferdehaltung elementar. Tränken müssen zuverlässig funktionieren, Leitungen in Osttiroler Berglagen frostsicher sein und bei eigener Quelle sollte geklärt werden, ob Wassermenge und Rechte für die Tierhaltung ausreichen.

 

Reitplatz, Gelände und das Leben mit Pferden außerhalb des Hofes

Ein eigener Reitplatz ist für private Pferdehalter angenehm, aber nicht bei jedem Reiterhof zwingend notwendig. Wer überwiegend ins Gelände geht und gute Wege unmittelbar am Hof besitzt, setzt andere Prioritäten als jemand, der regelmäßig Dressur oder Bodenarbeit trainiert.

Ist ein Reitplatz vorhanden, sollte nicht nur seine Größe betrachtet werden. Bodenaufbau, Drainage, Einfriedung, Beleuchtung und Pflegezustand bestimmen, wie viele Monate im Jahr er tatsächlich nutzbar ist.

Ein Roundpen oder kleinerer Arbeitsbereich kann für manche private Haltung vollkommen ausreichen. Für andere ist ein klassischer Reitplatz unverzichtbar.

Besonders attraktiv ist Osttirol durch die unmittelbare Berglandschaft. Ausreiten kann hier allerdings andere Anforderungen stellen als in einer flachen Reitregion. Steigung, Boden, Verkehr, Weidevieh und saisonale Wegnutzung gehören dazu. Gebirgstaugliche Pferde und erfahrene Reiter können genau diese Landschaft schätzen.

Entscheidend ist, welche Wege vom konkreten Hof tatsächlich erreichbar und für Pferde nutzbar sind. Ein Wanderweg auf der Karte ist nicht automatisch ein Reitweg.

Für viele private Pferdehalter entsteht trotzdem genau hier einer der schönsten Teile des Hoflebens: satteln, vom eigenen Grundstück losreiten und nicht erst mit Anhänger zu einem geeigneten Gelände fahren müssen.

Wenn man später zurückkommt, stehen Freunde vielleicht schon vor dem Haus, jemand hat Kaffee gemacht und das Pferd wird erst versorgt, bevor man sich dazusetzt.

Auf einem privaten Reiterhof ist diese Reihenfolge meistens selbstverständlich.

 

Alltagstauglichkeit für Mensch und Pferd

Ein Reiterhof sollte nicht nur an einem sonnigen Juniabend funktionieren. Entscheidend ist der Alltag im November, Januar und während einer Woche, in der gleichzeitig Arbeit, Schule, Tierarzt und schlechtes Wetter zusammenkommen.

Osttiroler Winter verlangen deshalb besondere Aufmerksamkeit. Wie erreicht man Stall und Paddock bei Schnee? Wer räumt die Zufahrt? Wo werden Mist und Heu bewegt, wenn draußen nicht alles trocken und eben ist?

Auch Wohnhaus und Stall sollten sinnvoll zueinander liegen. Zu nah kann Geruch, Staub und Fliegenbelastung erhöhen. Zu weit entfernt verliert man einen wichtigen Vorteil des eigenen Reiterhofs.

Für Familien spielen zusätzlich Schule, Arbeit und Einkaufen eine Rolle. Ein Hof tief in einem Seitental kann landschaftlich traumhaft sein, verlangt aber andere tägliche Wege als eine Pferdeimmobilie bei Lienz oder im Pustertal.

Auch Tierarzt und Hufschmied müssen den Hof gut erreichen können. Ein Transportanhänger braucht ausreichend Rangierfläche und eine Zufahrt, die auch im Winter funktioniert.

Für Menschen im Homeoffice kann ein Reiterhof besonders interessant sein. Ein paar Minuten zwischen zwei Terminen reichen, um nach den Pferden zu schauen. Das funktioniert allerdings nur, wenn Internet und Mobilfunk am Standort zuverlässig sind.

Und dann gibt es noch jene kleinen Dinge, die kein Grundriss zeigt. Wo trocknen nasse Pferdedecken? Wo steht die Schubkarre? Wo lagern Zaunmaterial und Medikamente? Kann man mit schlammigen Stiefeln ins Haus kommen, ohne jedes Mal den kompletten Wohnbereich zu durchqueren?

Ein wirklich guter Reiterhof beantwortet solche Fragen oft erstaunlich selbstverständlich.

 

Rechtliches und Kaufaspekte – Pferdehaltung muss nicht nur möglich aussehen

Dass auf einem Grundstück ausreichend Platz vorhanden ist, bedeutet nicht automatisch, dass dort Pferdehaltung in der gewünschten Form zulässig ist.

Vor dem Kauf oder der Anmietung sollten deshalb Widmung, baurechtlicher Bestand und genehmigte Nutzung von Stallungen und anderen Gebäuden geprüft werden.

Das gilt besonders für ehemalige Bauernhöfe. Ein alter Kuhstall lässt sich möglicherweise für Pferde nutzen, doch die konkrete Nutzungsänderung sollte nicht einfach vorausgesetzt werden. Dass dort früher Tiere standen, ersetzt keine Prüfung der heutigen rechtlichen und baulichen Situation.

Auch ein neuer Reitplatz, zusätzliche Paddocks, Offenstall oder Unterstand können baurechtliche beziehungsweise raumordnungsrechtliche Fragen auslösen. Wer entsprechende Erweiterungen fest einplant, sollte ihre Umsetzbarkeit vor dem Kauf klären.

Bei Grünland, Wiesen, Weiden oder Wald gehört zudem das Tiroler Grundverkehrsrecht zur Prüfung. Gerade eine Pferdeimmobilie besteht häufig aus unterschiedlichen Grundstücksarten, die nicht einfach als ein einziges großes Freizeitgrundstück betrachtet werden dürfen.

Wichtig sind außerdem Zufahrt und Wegerechte. Pferdeanhänger, Heulieferung, Mistabfuhr und Tierarzt stellen andere Anforderungen als ein normaler Pkw.

Am Stall selbst sollten Dach, Tragwerk, Belüftung, Boden, Strom und Wasserversorgung kontrolliert werden. Bei älteren Anlagen kommen Brandschutz und Zustand der elektrischen Installation hinzu.

Für Ausläufe und Weiden sollten Einfriedung, Boden, Drainage und Wasserversorgung betrachtet werden. Giftpflanzen, steile Böschungen oder problematische Bachläufe können weitere Themen sein.

Mistlagerung gehört ebenfalls zum Betrieb eines Reiterhofs, auch wenn nur wenige eigene Pferde gehalten werden. Wo wird Mist gesammelt und wie wird er abgefahren oder verwertet?

Wer den Hof mietet oder pachtet, sollte zusätzlich genau regeln, welche Stallungen und Flächen dazugehören, wer Zäune und Reitplatz unterhält und welche baulichen Veränderungen vorgenommen werden dürfen.

Ein Reiterhof ist damit keine Immobilie, bei der man Wohnhaus und Pferdebereich getrennt kaufen sollte.

Beides muss zusammen funktionieren.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein privater Reiterhof in Osttirol passt zu Menschen, für die eigene Pferde dauerhaft Teil des Lebens sind und nicht nur ein Hobby für einzelne Stunden in der Woche.

Paare mit zwei oder drei Pferden können Stallarbeit und Wohnen an einem Ort verbinden. Familien erleben Pferdehaltung noch unmittelbarer: Kinder helfen mit, lernen Abläufe und merken schnell, dass ein Pferd auch versorgt werden möchte, wenn gerade keine Lust zum Reiten besteht.

Für Menschen mit mehreren eigenen Pferden werden großzügigere Ausläufe, Weiden und ein Reitplatz wichtiger. Wer hauptsächlich ausreiten möchte, legt stärker Wert auf geeignetes Gelände und direkte Wege.

Auch kleinere private Stallgemeinschaften können zu einem Reiterhof passen, solange das Anwesen nicht zu einem gewerblichen Einstellbetrieb wird.

Menschen mit Hund finden auf solchen Höfen ebenfalls viel Außenraum, wobei Pferde, Weidevieh und andere Tiere selbstverständlich berücksichtigt werden müssen.

Wer gern Freunde um sich hat, erlebt einen Reiterhof häufig als sehr sozialen Ort. Besuch sitzt nicht immer ordentlich im Wohnzimmer. Einer steht am Zaun, jemand hilft beim Füttern, Kinder sind im Stall und später landet trotzdem alles an einem Tisch.

Weniger geeignet ist ein privater Reiterhof für Menschen, die möglichst wenig tägliche Organisation wünschen. Pferde stehen vor der Haustür – damit stehen aber auch Fütterung, Mist, Wasser, Weidepflege und Winterversorgung vor der Haustür.

Wer genau das möchte, empfindet diesen Aufwand anders.

Dann ist der Stall nicht das Nebengebäude hinter dem Haus.

Er ist ein Teil des Zuhauses.

 

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  4. Anbieter müssen einen Reiterhof deshalb nicht wie ein gewöhnliches Wohnhaus vermarkten. Entscheidend ist, ob Mensch und Pferd dort im Alltag gut leben können.

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FAQ zum privaten Reiterhof in Osttirol

Was versteht man unter einem Reiterhof bei my-landimmo?

Beim Reiterhof steht die private Pferdehaltung am eigenen Wohnort im Mittelpunkt. Wohnhaus, Stall, Ausläufe und Weiden bilden eine Einheit. Gewerbliche Reitschulen, größere Einstellbetriebe oder professionelle Trainingsanlagen werden dagegen als Reitanlage eingeordnet.

Gibt es Pferdehaltung und Reiterhöfe in Osttirol?

Ja. Pferdehaltung und Reiten sind in Osttirol regional etabliert. Reiterhöfe und Reitställe finden sich unter anderem im Hochpustertal, in Heinfels, Prägraten und Matrei.

Was kostet ein Reiterhof in Osttirol?

Der Markt ist sehr klein. Je nach Wohnhaus, Stallungen, Grundstück, Weideflächen, Ausläufen, Reitplatz und Zustand liegt eine grobe Kaufpreisorientierung bei etwa 650.000 EUR bis 2,0 Mio. EUR. Hochwertige oder sehr große Anwesen können darüber liegen.

Kann man einen Reiterhof in Osttirol mieten oder pachten?

Grundsätzlich ja. Entsprechende Angebote sind selten. Bei größeren Flächen und Stallgebäuden kann Pacht sinnvoller sein als reine Wohnraummiete.

Wie viel Weide braucht ein privater Reiterhof?

Das lässt sich nicht allein über eine pauschale Quadratmeterzahl beantworten. Pferdezahl, Boden, Hangneigung, Vegetationsdauer, Weidemanagement und zusätzliche Fütterung bestimmen den tatsächlichen Flächenbedarf.

Ist eine Bergwiese automatisch als Pferdeweide geeignet?

Nein. Steigung, Boden, Bewuchs, Einfriedung, Wasserversorgung und Erreichbarkeit müssen zur Pferdehaltung passen. Gerade in Osttirol sollte nutzbare Pferdefläche von der bloßen Gesamtgrundstücksgröße unterschieden werden.

Braucht ein privater Reiterhof einen Reitplatz?

Nicht zwingend. Für viele Pferdehalter ist ein eigener Reitplatz jedoch sehr wertvoll. Wer hauptsächlich ins Gelände reitet, kann andere Prioritäten setzen. Entscheidend sind die persönlichen Trainings- und Nutzungsvorstellungen.

Kann ein ehemaliger Kuhstall für Pferde genutzt werden?

Das kann möglich sein, sollte aber hinsichtlich Stallmaßen, Belüftung, Licht, Boden, Brandschutz und baurechtlicher Nutzung geprüft werden. Eine frühere Tierhaltung bedeutet nicht automatisch, dass jede heutige Pferdenutzung ohne Anpassung zulässig ist.

Ist ein Offenstall in Osttirol möglich?

Grundsätzlich kann Offenstallhaltung möglich sein. Wegen Schnee, Frost und Niederschlag sind jedoch befestigte Bereiche, Entwässerung, Windschutz, trockene Liegeflächen und frostsichere Wasserversorgung besonders wichtig.

Kann man auf Grünland einfach einen Reitplatz bauen?

Nicht automatisch. Widmung, Raumordnung und baurechtliche Voraussetzungen müssen für das konkrete Grundstück geprüft werden.

Wann spielt das Tiroler Grundverkehrsrecht eine Rolle?

Wenn land- oder forstwirtschaftliche Flächen wie Wiesen, Weiden oder Wald zur Pferdeimmobilie gehören, kann der Erwerb dem Tiroler Grundverkehrsrecht unterliegen.

Was sollte vor dem Kauf besonders geprüft werden?

Genehmigte Pferdehaltung, Stallbestand, Ausläufe, Weideflächen, Wasser, Heulager, Mistlagerung, Zufahrt, Wintertauglichkeit, Reitmöglichkeiten und die rechtliche Einordnung der Grundstücke sollten gemeinsam betrachtet werden.

 

Ein Reiterhof wird zum Zuhause, wenn Pferdehaltung nicht mehr irgendwo anders stattfindet

Vielleicht ist am späten Nachmittag gerade ein Pferd von der Koppel geholt worden. Ein Kind putzt noch, obwohl es eigentlich längst fertig sein wollte, und der Hund liegt vor dem Stall und beobachtet alles.

Freunde kommen über den Hof. Einer bleibt zuerst am Zaun stehen, ein anderer trägt schon etwas zum Haus.

Später sitzen alle draußen. Die Pferde stehen ein Stück weiter auf der Weide, jemand geht noch einmal kurz Wasser kontrollieren und danach kommt endlich Ruhe in den Abend.

Genau deshalb suchen Menschen einen privaten Reiterhof.

Nicht, weil sie eine professionelle Reitanlage besitzen möchten. Nicht, weil möglichst viele Boxen beeindruckend aussehen.

Sondern weil ihre Pferde nicht mehr an einem anderen Ort Teil ihres Lebens sein sollen.

Osttirol bietet dafür sehr unterschiedliche Möglichkeiten – von besser erreichbaren Lagen rund um Lienz und im Hochpustertal bis zu Pferdehaltung im Virgental, bei Matrei und in stärker ausgeprägten Bergregionen.

Der passende Reiterhof ist deshalb nicht der Hof mit der größten Fläche.

Es ist der Ort, an dem Wohnhaus, Stall, Paddock, Weide und tägliche Wege so selbstverständlich ineinandergreifen, dass Mensch und Pferd dort wirklich zuhause sind.

Reiterhof kaufen, mieten oder pachten in Osttirol – auf my-landimmo.de, dem Spezialportal für private Reiterhöfe, Pferdeimmobilien, Bauernhöfe, Landimmobilien sowie besondere ländliche Immobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.