Wald & Forstflächen kaufen oder pachten in Osttirol – für Menschen, die Wald bewirtschaften und langfristig erhalten möchten

Jetzt Suche verfeinern

Suche verfeinern

Stadt oder PLZ:
Objektart:
Preis bis:
€
Fläche von:
m²
Grundstücksfläche von:
m²
Vermarktungsart:
Deutschland
Österreich
Schweiz
« zurück

Unsere Immobilienangebote für Sie

###MIETEKAUF###
 
Reetdachhaus in Nordfriesland nahe Husum – kernsanierte Kate von 1861 mit Energieklasse A+

Reetdachhaus in Nordfriesland nahe Husum – kernsanierte Kate von 1861 mit Energi...

Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
25821 Almdorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
196,00 m²
Kaufpreis: 
698.000,00 EUR
Zum Exposé »

Suchauftrag aufgeben

 

Schneller sein – und neue Angebote sofort per E-Mail erhalten!

  1. Einfach: Wunschort & Grundstücksgröße angeben – mehr braucht es nicht

  2. Automatisch: Wir suchen im Umkreis von 50 km – ganz ohne Aufwand für Sie

  3. Direkt informiert: Neue passende Immobilien? Sie erhalten sofort eine E-Mail

  4. Diskret: Ihre Daten bleiben geschützt – keine Weitergabe an Dritte

  5. Flexibel: Nur Sie entscheiden, mit wem Sie Kontakt aufnehmen möchten

Jetzt kostenlosen Suchauftrag erstellen und nichts mehr verpassen!

Für Menschen, die in Osttirol Wald & Forstflächen suchen, bei denen Bestand, Erreichbarkeit und langfristige Bewirtschaftung zusammenpassen

Wald und Forstflächen in Osttirol lassen sich kaum sinnvoll nur nach Quadratmetern bewerten. Ein gut erschlossener Mischwald mit Forstweg kann wirtschaftlich interessanter sein als eine deutlich größere Fläche an einem steilen Berghang. Ein anderer Wald besitzt vielleicht weniger nutzbaren Holzbestand, erfüllt dafür aber eine wichtige Schutzfunktion. Und wieder eine andere Parzelle ist für einen landwirtschaftlichen Betrieb vor allem deshalb wertvoll, weil sie direkt an bereits vorhandenen Waldbesitz anschließt.

Wer Wald kauft oder pachtet, sucht deshalb keine gewöhnliche Grundstücksfläche. Gesucht wird ein Bestand, der langfristig bewirtschaftet, gepflegt und weiterentwickelt werden kann. Holzvorrat, Baumarten und Altersstruktur gehören dazu, aber ebenso Zufahrt, Hangneigung, Bringungsmöglichkeiten, Schutzfunktion und die Frage, wie gut einzelne Flächen überhaupt erreichbar sind.

Gerade Osttirol ist für diese Objektart besonders charakteristisch. Pustertal und Iseltal treffen sich im Lienzer Becken; Defereggental, Virgental, Kalser Tal, Villgratental und Tiroler Gailtal ziehen von dort weit in die Berglandschaft hinein. Wald bedeckt große Teile der Hänge und erfüllt dabei nicht nur wirtschaftliche, sondern vielfach auch Schutzaufgaben.

Das verändert auch die Perspektive eines Käufers. Ein Waldstück ist hier nicht automatisch dann interessant, wenn besonders viel stehendes Holz vorhanden ist. Manchmal entscheidet der Forstweg. Manchmal die Hangneigung. Manchmal ein bestehendes Bringungsrecht oder die Möglichkeit, mehrere bisher getrennte Flächen zu einem besser bewirtschaftbaren Bestand zusammenzuführen.

Wald ist außerdem eine langfristige Immobilie. Was heute gepflanzt oder gepflegt wird, nutzen möglicherweise erst Kinder oder Enkel intensiver. Ein Sturm, Käferbefall oder trockene Jahre können Planungen verändern. Gleichzeitig wächst der Bestand weiter, während man sich um ihn kümmert.

Genau darin liegt ein Teil seiner Besonderheit: Wald wird nicht einfach besessen.

Er wird über lange Zeit begleitet.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageWald- und Forstflächen gelangen in Osttirol nur unregelmäßig auf den freien Markt. Viele Parzellen bleiben über Generationen in Familienbesitz oder sind Teil landwirtschaftlicher Betriebe und Agrargemeinschaften. Aktuell werden beispielsweise größere Waldparzellen in Außervillgraten angeboten.
PreisspannenJe nach Bestand, Erschließung, Hanglage, Schutzfunktion und Bringungsmöglichkeiten liegt eine grobe Orientierung für Wald- und Forstflächen in Osttirol bei etwa 1,50 bis 6 EUR/m². Besonders gut erschlossene oder außergewöhnlich wertvolle Bestände können darüber liegen.
Typische FlächenBergwald, Wirtschaftswald, Schutzwald, Mischwald und Nadelwaldbestände sowie kleinere Waldparzellen als Bestandteil landwirtschaftlicher Betriebe.
Kauf / PachtKauf ist bei Waldflächen die häufigere Form. Pacht kann vorkommen, beispielsweise wenn Wald im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Flächen oder größeren Betriebsstrukturen bewirtschaftet wird.
WertbestimmendBaumarten, Alter und Qualität des Bestandes, Holzvorrat, Forstwege, Hangneigung, Bringung, Schutzfunktion, Grundstückszuschnitt, Rechte und Pflegezustand.
BesonderheitenForstgesetz, Tiroler Grundverkehr, Schutzwald, Fällungen, Forstwege, Bringungsrechte, Agrargemeinschaften und bestehende Dienstbarkeiten sollten beim konkreten Wald geprüft werden.

 

Waldfläche ist nicht gleich Waldfläche

Im Inserat stehen vielleicht 30.000 oder 100.000 Quadratmeter Wald. Für die tatsächliche Bewertung ist diese Zahl jedoch nur der Anfang.

Ein Wirtschaftswald wird in erster Linie so bewirtschaftet, dass Holz genutzt und gleichzeitig ein stabiler Waldbestand erhalten werden kann. Baumarten, Altersklassen, Vorrat und Qualität spielen für seinen wirtschaftlichen Wert eine wichtige Rolle.

Im Tiroler Bergraum besitzt Wald häufig zusätzlich oder vorrangig eine Schutzfunktion. Das Land Tirol weist darauf hin, dass mehr als 70 Prozent des Tiroler Waldes vorrangig Schutzfunktionen erfüllen. Wald schützt dort unter anderem Böden, Verkehrswege, Siedlungsräume und Infrastruktur vor den Folgen von Naturgefahren.

Deshalb sollte Schutzwald nicht als „schlechter Wirtschaftswald“ betrachtet werden. Er erfüllt lediglich eine andere beziehungsweise zusätzliche Aufgabe.

Auch beim Bestand bestehen große Unterschiede. Ein älterer Fichtenbestand ist anders zu bewerten als jüngerer Mischwald. Ein bereits gepflegter Bestand unterscheidet sich von einem Wald, in dem Durchforstung oder Verjüngung anstehen.

Für private Käufer kann wiederum ein kleinerer Wald besonders interessant sein, wenn Brennholz, langfristige Pflege und eigenes Naturvermögen im Mittelpunkt stehen. Ein landwirtschaftlicher Betrieb betrachtet dieselbe Fläche möglicherweise als Ergänzung zu bestehendem Wald- und Hofbesitz.

Die passende Forstfläche hängt deshalb immer davon ab, was mit ihr langfristig geschehen soll.

 

Osttirol – Bergwald zwischen Lienz, Pustertal und den Hochtälern

Die Topografie Osttirols prägt die Waldwirtschaft stärker als fast jede andere Eigenschaft. Zwischen dem Lienzer Becken, den breiteren Haupttälern und den steilen Seitentälern verändern sich Erreichbarkeit und Bewirtschaftung innerhalb kurzer Entfernungen.

Rund um Lienz sowie im unteren Iseltal können Waldflächen teilweise relativ gut an Straßen und Siedlungsbereiche angebunden sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie eben liegen, kann aber Holzbringung und regelmäßige Pflege vereinfachen.

Im Pustertal und Hochpustertal rund um Assling, Anras, Sillian, Heinfels und Strassen liegen Waldflächen an den Talhängen und in den Übergängen zu den höher gelegenen Bergregionen. Das Pustertal bildet zugleich eine wichtige Verkehrsachse durch Osttirol.

Das Villgratental besitzt wiederum besonders ausgeprägte Bergwaldstrukturen. Außervillgraten und Innervillgraten sind von steilen Wiesen- und Waldhängen geprägt. Dass aktuell große Waldparzellen in Außervillgraten mit zusammen mehr als 480.000 Quadratmetern angeboten werden, zeigt auch am heutigen Markt, dass größere Forstflächen dort tatsächlich vorkommen.

Im Defereggental sowie rund um Kals werden Schutzfunktionen des Waldes besonders wichtig. Steile Hänge, Verkehrswege und Siedlungen machen einen stabilen Bergwald dort zu einem wesentlichen Bestandteil des Lebensraums.

Ähnliches gilt im oberen Iseltal mit Matrei, Virgen und Prägraten. Wirtschaftswald, Schutzwald und landwirtschaftliche Flächen können hier eng miteinander verzahnt sein.

Die Bezirksforstinspektion Osttirol beschäftigt sich entsprechend nicht nur mit Holznutzung, sondern unter anderem mit Wald-Weide-Trennungen, Schutzwaldverbesserung, forstlicher Raumplanung, Fällungen und der Koordination der Waldaufsicht.

Für Käufer bedeutet diese regionale Vielfalt, dass „Wald in Osttirol“ keine einheitliche Anlageklasse ist.

Ein gut erschlossener Talhang und ein hoch gelegener Schutzwaldbestand können beide wertvoll sein – aber aus völlig unterschiedlichen Gründen.

 

Forstweg und Bringung – oft wichtiger als zusätzliche Hektar

Bei einer Waldfläche entscheidet die Erschließung wesentlich darüber, wie gut sie tatsächlich bewirtschaftet werden kann.

Ein Forstweg ermöglicht Pflege, Holzernte und Abtransport. Ist er breit genug und in brauchbarem Zustand, können Maschinen und Fahrzeuge näher an den Bestand gelangen. Fehlt eine solche Erschließung, wird die Arbeit schnell aufwendiger.

Gerade im Bergwald darf deshalb nicht nur geprüft werden, ob irgendwo ein Weg auf der Karte eingezeichnet ist. Entscheidend ist, wer ihn benutzen darf, wie er beschaffen ist und welche Teile des Waldes von dort tatsächlich erreicht werden.

Auch Bringungsrechte können wichtig werden. Holz muss möglicherweise über fremde Grundstücke transportiert werden oder bestehende Wege werden gemeinschaftlich genutzt.

Bei steileren Flächen reichen normale Rückewege teilweise nicht aus. Dann können Seilbringung oder andere speziellere Verfahren notwendig werden. Das erhöht den Aufwand und verändert die Wirtschaftlichkeit einer Nutzung.

Eine kleinere Waldfläche mit guter Forststraße kann deshalb praktisch wesentlich wertvoller sein als ein großer, kaum zugänglicher Bestand.

Aktuelle Marktangebote zeigen diesen Zusammenhang ebenfalls. Ein österreichischer Forstbestand mit sehr guter Zufahrt wird derzeit mit über 6 EUR/m² angeboten, während größere Waldflächen mit einfacherer beziehungsweise bergtypischer Struktur vielfach bei rund 2 bis 3 EUR/m² liegen. Solche Werte lassen sich nicht unmittelbar auf Osttirol übertragen, zeigen aber sehr gut, wie stark Erschließung und Bestand den Preis beeinflussen können.

 

Holzbestand – mehr als nur die Zahl der Bäume

Der stehende Holzvorrat gehört zu den wichtigsten wirtschaftlichen Bestandteilen eines Waldes. Trotzdem sollte ein Bestand nicht allein danach bewertet werden, wie viel Holz heute eingeschlagen werden könnte.

Baumarten und Altersstruktur entscheiden darüber, wie sich der Wald in den kommenden Jahrzehnten entwickelt. Ein Bestand aus unterschiedlichen Altersklassen kann regelmäßiger genutzt werden als ein Wald, in dem nahezu alle Bäume dasselbe Alter besitzen.

Auch Stabilität wird im Bergwald immer wichtiger. Windwurf, Schneebruch, Trockenheit oder Borkenkäfer können einzelne Baumarten besonders treffen. Mischbestände und standortgerechte Verjüngung spielen deshalb langfristig eine wichtige Rolle.

Bei einer Besichtigung lohnt es sich, nicht nur den stärksten Bäumen Aufmerksamkeit zu schenken. Wie sieht der Jungwuchs aus? Gibt es Naturverjüngung? Wurden Bestände gepflegt? Sind Schäden sichtbar? Wie dicht steht der Wald?

Wer selbst wenig forstliche Erfahrung besitzt, kann den Bestand fachlich einschätzen lassen. Gerade bei größeren Kaufpreisen ist das sinnvoller, als aus Fotos oder einem ungefähren Festmeterwert eine vermeintliche Rendite abzuleiten.

Wald verändert sich langsam – aber ständig.

Ein guter Kauf berücksichtigt deshalb nicht nur den heutigen Bestand, sondern auch das, was in zwanzig oder fünfzig Jahren daraus werden kann.

 

Schutzwald – Wald mit einer zusätzlichen Aufgabe

Im Osttiroler Bergraum gehört Schutzwald selbstverständlich zur Forstlandschaft.

Er kann Standorte gegen Erosion und Bodenabtrag sichern oder Objekte, Straßen und Siedlungsbereiche vor Naturgefahren schützen. Diese Funktion verändert die Bewirtschaftung.

Ein Schutzwald muss stabil bleiben und sich ausreichend verjüngen können. Holzproduktion ist dort nicht zwangsläufig ausgeschlossen, steht aber nicht isoliert im Mittelpunkt.

Für Käufer ist deshalb wichtig, die Waldkategorie des konkreten Grundstücks zu kennen.

Die Tiroler Walddatenbank unterscheidet unter anderem Wirtschaftswald und Schutzwald; auch Maßnahmen der Waldbewirtschaftung werden dort erfasst. Die Bezirksforstinspektionen sind unter anderem Ansprechpartner für Forstwege, Waldnutzung, Schutzwaldverbesserung, Fällungen und forstliche Beratung.

Schutzwald bedeutet dabei nicht, dass eine Fläche wirtschaftlich wertlos wäre.

Er bedeutet vielmehr, dass Eigentum eine zusätzliche langfristige Aufgabe mit sich bringt.

Gerade für Menschen, die Wald ausschließlich als kurzfristige Holzreserve betrachten, ist dieser Unterschied wichtig.

 

Kaufen oder pachten – Wald braucht langfristige Perspektive

Beim Wald ist der Kauf deutlich verbreiteter als die Pacht. Das liegt auch an der langen zeitlichen Perspektive der Forstwirtschaft.

Ein junger Bestand wird gepflegt, obwohl die wirtschaftliche Nutzung möglicherweise Jahrzehnte entfernt liegt. Forstwege werden erhalten, Verjüngung begleitet und einzelne Bestände durchforstet. Eigentum erleichtert solche langfristigen Entscheidungen.

Für landwirtschaftliche Betriebe kann zusätzlicher Waldbesitz besonders interessant sein. Er ergänzt vorhandene Flächen, liefert gegebenenfalls Brenn- oder Nutzholz und kann Betriebsstrukturen arrondieren.

Pacht kann dennoch vorkommen, besonders wenn Wald zusammen mit landwirtschaftlichen Flächen oder einem gesamten Betrieb überlassen wird.

Dann sollte klar geregelt sein, welche Nutzungen erlaubt sind. Gerade beim Wald wäre eine unklare Vereinbarung problematisch, weil Holzentnahme den Bestand weit über die Laufzeit eines kurzfristigen Pachtverhältnisses hinaus verändert.

Bei einem Kauf sollte wiederum geprüft werden, ob Nutzungsrechte anderer Personen bestehen. Wegerechte, Bringungsrechte, Weiderechte oder andere Dienstbarkeiten können den Wald betreffen.

Auch Agrargemeinschaften sind in Tirol ein wichtiges Thema. Nicht jede genutzte Waldfläche steht im alleinigen Privateigentum eines einzelnen Bewirtschafters.

Deshalb gehört zum Waldkauf mehr als die Katasterkarte.

Der rechtliche und wirtschaftliche Zusammenhang zählt genauso.

 

Kauf- & Pachtaspekte

Vor dem Kauf einer Wald- oder Forstfläche sollte zunächst geklärt werden, welche Grundstücke tatsächlich zum Angebot gehören und welche Waldkategorie vorliegt.

Danach gehören Bestand und Bewirtschaftbarkeit in den Mittelpunkt. Baumarten, Alter, Holzvorrat, Pflegezustand, Schäden und Verjüngung geben einen ersten Eindruck vom forstlichen Zustand.

Ebenso wichtig ist die Erschließung. Forstwege sollten hinsichtlich Verlauf, Breite, Zustand und Nutzungsrechten geprüft werden. Bei steilen Waldflächen sollte geklärt werden, wie Holz bisher gebracht wurde und welche Verfahren künftig realistisch sind.

Hangneigung und Gelände beeinflussen nicht nur die Holzernte, sondern auch regelmäßige Kontroll- und Pflegearbeiten.

Bei Schutzwald sollte die konkrete Schutzfunktion bekannt sein. Auch bestehende forstliche Maßnahmen oder Verpflichtungen können relevant sein.

Dienstbarkeiten, Bringungsrechte und mögliche Weiderechte gehören ebenfalls zu den Unterlagen.

Beim Erwerb von Wald in Tirol kann das Grundverkehrsrecht eine Rolle spielen. Die konkrete Genehmigungssituation sollte deshalb früh geprüft werden.

Zusätzlich gilt das österreichische Forstgesetz. Wald kann nicht wie gewöhnliches unbebautes Grundstück beliebig umgenutzt werden.

Wer hofft, auf einer Waldparzelle später eine Hütte oder ein Wohnhaus zu errichten, sollte diese Vorstellung deshalb nicht in den Kaufpreis einrechnen, solange keine konkrete rechtliche Grundlage besteht.

Auch eine Rodung setzt entsprechende Voraussetzungen voraus.

Bei größeren Flächen kann eine fachliche Bestandsaufnahme besonders sinnvoll sein. Der tatsächliche Holzvorrat und Pflegebedarf lassen sich wesentlich besser vor Ort beurteilen als anhand von Flächenangaben.

Und schließlich sollte die Entfernung zum Wohn- oder Betriebsstandort berücksichtigt werden. Wald muss nicht täglich besucht werden. Wenn für jede Kontrolle oder kleine Arbeit jedoch eine lange Anfahrt notwendig ist, verändert das den praktischen Nutzen deutlich.

Eine gute Forstfläche ist deshalb nicht diejenige mit möglichst vielen Hektar.

Es ist die Fläche, die langfristig sinnvoll bewirtschaftet werden kann.

 

Für wen geeignet und warum?

Wald- und Forstflächen in Osttirol richten sich an sehr unterschiedliche Käufer.

Landwirtschaftliche Betriebe können bestehende Forstflächen erweitern oder mehrere Parzellen besser zusammenführen. Hofnaher Wald besitzt dabei oft besonderen praktischen Wert.

Private Waldbesitzer suchen möglicherweise eine kleinere Fläche für Brennholz, langfristigen Vermögensaufbau und eigene Waldpflege.

Forstwirtschaftlich erfahrene Käufer können größere Bestände übernehmen und gezielt weiterentwickeln.

Auch Familien denken bei Wald häufig generationsübergreifend. Ein Waldstück wird nicht gekauft, um es in drei Jahren wieder zu verändern. Es kann Jahrzehnte oder länger in derselben Familie bleiben.

Genau deshalb verlangt Wald eine andere Haltung als viele andere Immobilienarten.

Ein Bestand braucht Pflege, obwohl daraus nicht jedes Jahr Einnahmen entstehen. Nach Sturm oder Käferbefall kann plötzlich Arbeit notwendig werden. Ein Forstweg muss erhalten werden und junge Bäume müssen sich entwickeln können.

Weniger geeignet sind Waldflächen für Menschen, die lediglich ein günstiges großes Freizeitgrundstück suchen.

Wald ist kein frei gestaltbarer Privatpark.

Auch ein eigener Wald bleibt Wald und unterliegt dem Forstrecht.

Wer dagegen Interesse an Bestand, Holz, Natur und langfristiger Bewirtschaftung besitzt, findet in Osttirol eine besonders ausgeprägte Form des Waldeigentums.

Denn hier ist Wald selten nur Produktionsfläche.

Er ist zugleich Wirtschaft, Landschaft und Schutzraum.

 

Warum my-landimmo.de

  1. my-landimmo.de unterscheidet Wald- und Forstflächen bewusst von Forsthaus, Landwirtschaft und anderen ländlichen Immobilien.

  2. Wirtschaftswald, Schutzwald, Bergwald, Baumarten, Holzbestand, Forstwege, Bringungsmöglichkeiten und Grundstücksstruktur können im Inserat gezielt beschrieben werden.

  3. Kauf und Pacht werden berücksichtigt, wobei Kauf bei eigenständigen Waldflächen meist die langfristig prägendere Vermarktungsform ist.

  4. Die Spezialisierung umfasst Deutschland, Österreich und die Schweiz und erreicht Menschen, die Wald nicht als gewöhnliches Grundstück, sondern als langfristig zu bewirtschaftenden Bestand suchen.

  5. Neukunden können ihre Wald- oder Forstfläche 30 Tage kostenlos inserieren.

 

Wenn Sie Wald, eine Forstfläche oder größere Waldparzellen in Osttirol verkaufen oder verpachten möchten und Menschen suchen, die Bestand, Forstwege, Schutzfunktion und langfristige Bewirtschaftung verstehen, können Sie Ihre Flächen hier 30 Tage kostenlos inserieren.

Hier geht’s zum kostenlosen Inserat

 

FAQ zu Wald & Forstflächen in Osttirol

Was kosten Wald- und Forstflächen in Osttirol?

Je nach Bestand, Erschließung, Hanglage, Schutzfunktion und Bringungsmöglichkeiten liegt eine grobe Orientierung bei etwa 1,50 bis 6 EUR/m². Sehr gut erschlossene oder besonders wertvolle Bestände können darüber liegen.

Gibt es aktuell Waldflächen in Osttirol zu kaufen?

Ja. Aktuell werden beispielsweise in Außervillgraten mehrere Waldparzellen mit zusammen rund 481.600 m² angeboten. Der Kaufpreis wird nur auf Anfrage genannt.

Was unterscheidet Wirtschaftswald und Schutzwald?

Beim Wirtschaftswald steht die nachhaltige forstwirtschaftliche Nutzung stärker im Vordergrund. Schutzwald erfüllt zusätzlich oder vorrangig wichtige Schutzfunktionen für Boden, Siedlungen, Verkehrswege oder andere Bereiche.

Wie wichtig ist Schutzwald in Tirol?

Sehr wichtig. Nach Angaben des Landes Tirol besitzen mehr als 70 Prozent des Tiroler Waldes vorrangig Schutzfunktion.

Was ist Bergwald?

Bergwald bezeichnet Wald in gebirgigen Lagen. Hangneigung, Höhenlage, Klima und schwierige Erschließung beeinflussen seine Bewirtschaftung stärker als bei vielen Tieflandwäldern.

Warum ist ein Forstweg so wichtig?

Ein guter Forstweg erleichtert Pflege, Holzernte und Bringung. Fehlende Erschließung kann den Aufwand einer Waldfläche erheblich erhöhen und ihren wirtschaftlichen Wert beeinflussen.

Was bedeutet Bringung?

Bringung bezeichnet den Transport des geschlägerten Holzes vom Bestand zu einem geeigneten Lager- oder Abfuhrplatz. Im Gebirgswald kann dies technisch anspruchsvoll sein.

Kann man Wald in Osttirol pachten?

Grundsätzlich kann Wald auch Bestandteil einer Pacht sein. Eigenständige Waldflächen werden jedoch häufiger verkauft, während Pacht besonders im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Betrieben vorkommen kann.

Darf man im eigenen Wald beliebig Bäume fällen?

Nein. Auch im eigenen Wald gelten forstrechtliche Vorgaben. Je nach Art und Umfang einer Fällung können unterschiedliche Bestimmungen beziehungsweise Bewilligungen relevant sein.

Kann man auf einem Waldgrundstück eine Hütte bauen?

Nicht allein deshalb, weil das Grundstück im eigenen Eigentum steht. Widmung, Forstrecht und baurechtliche Voraussetzungen müssen eine solche Nutzung ausdrücklich ermöglichen.

Kann Wald gerodet werden?

Wald darf nicht beliebig in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden. Für Rodungen gelten die Voraussetzungen des Forstrechts.

Wann spielt das Tiroler Grundverkehrsrecht eine Rolle?

Beim Erwerb forstwirtschaftlicher Grundstücke kann das Tiroler Grundverkehrsrecht relevant sein. Die konkrete Situation sollte vor Vertragsabschluss geprüft werden.

Was sollte vor dem Kauf einer Waldfläche geprüft werden?

Grundstücksgrenzen, Waldkategorie, Baumarten, Alter und Zustand des Bestandes, Holzvorrat, Forstwege, Bringungsmöglichkeiten, Hangneigung, Dienstbarkeiten, Schutzfunktion und grundverkehrsrechtliche Situation gehören zu den wichtigsten Punkten.

 

Der Wert eines Waldes zeigt sich über Jahre, nicht an einem einzigen Tag

Vielleicht steht man bei der ersten Besichtigung auf einem Forstweg und sieht vor allem Bäume.

Nach einer Weile verändert sich der Blick.

Man erkennt jüngere Bestände zwischen älteren Bäumen, sieht Stellen, an denen gepflegt wurde, und versteht, warum ein Weg genau dort verläuft. Weiter oben wird der Hang steiler. Ein anderer Teil ist gut zugänglich und könnte in einigen Jahren durchforstet werden.

Plötzlich besteht der Wald nicht mehr nur aus Fläche.

Er bekommt eine Struktur.

Genau deshalb lässt sich Wald in Osttirol nicht allein nach Quadratmetern oder aktuellem Holzpreis beurteilen.

Zwischen dem Lienzer Raum, Pustertal und Hochpustertal sowie den Bergwäldern von Villgratental, Defereggental, Virgental, Matrei, Prägraten und Kals verändern sich Gelände, Schutzfunktion und Bewirtschaftbarkeit erheblich.

Der passende Wald ist deshalb nicht automatisch der größte Bestand.

Es ist der Wald, dessen Wege funktionieren, dessen Bestand zur geplanten Nutzung passt und dessen Pflege auch langfristig übernommen werden kann.

Denn Wald wächst langsam.

Entscheidungen wirken entsprechend lange.

Wer eine Forstfläche übernimmt, kauft deshalb nicht nur den heutigen Bestand.

Er übernimmt auch das, was daraus werden soll.

Wald & Forstflächen kaufen oder pachten in Osttirol – auf my-landimmo.de, dem Spezialportal für Waldflächen, Forstflächen, Landwirtschaften, Forsthäuser sowie besondere ländliche Immobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.