Dreiseithof kaufen in Österreich – für Menschen, die im offenen Hof ankommen und in mehreren Gebäuden zuhause sein möchten

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See mit Haus mit zwei Kaufvarianten

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Ort: 
04680 Colditz (Deutschland)
Kaufpreis: 
299.000,00 EUR
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Exklusiver Landsitz in Niederbayern mit sehr guter Anbindung - Pferdehaltung, Wohnen & Arbeiten!

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
94541 Grattersdorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
466,00 m²
Kaufpreis: 
2.770.000,00 EUR
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Markantes Eckhaus Görlitz-Innenstadt!  ca. 8 % Rendite & TOP Vermietbarkeit

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
02826 Görlitz (Deutschland)
Wohnfläche: 
1.148,00 m²
Kaufpreis: 
800.000,00 EUR
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Landsitz Röthenbach

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
88167 Röthenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
280,00 m²
Kaufpreis: 
1.240.000,00 EUR
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Reiterhof im Zollernalbkreis - Historischer Schlosshof mit Gästewohnung, Pferdehaltung und vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
72348 Rosenfeld-Täbingen (Deutschland)
Wohnfläche: 
220,00 m²
Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Historisches Resthofanwesen im südlichen Heidekreis – drei Wohneinheiten, Nebengebäude und Pferdehaltungspotenzial

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
29690 Büchten (Deutschland)
Wohnfläche: 
527,00 m²
Kaufpreis: 
1.050.000,00 EUR
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Schönes Land-Ensemble mit 2 Wohnhäusern auf 6.775  m² Grund in Klein Belitz, Landkreis Rostock

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
18246 Klein Belitz OT Selow (Deutschland)
Wohnfläche: 
207,00 m²
Kaufpreis: 
495.000,00 EUR
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Ihr Mehrgenerationen-Ensemble in Wolfegg (baden-württembergisches Westallgäu), Landkreis Ravensburg

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
88364 Wolfegg-Rötenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
228,00 m²
Kaufpreis: 
845.000,00 EUR
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Sehr gepflegtes Bauernhaus mit wunderschönem Garten und Gartenhaus in Wolfegg, Landkreis Ravensburg

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
88364 Wolfegg-Rötenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
228,00 m²
Kaufpreis: 
570.000,00 EUR
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Traumanwesen im Allgäu – Reiterhof mit 11 ha in Alleinlage

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
87739 Breitenbrunn (Deutschland)
Wohnfläche: 
455,00 m²
Kaufpreis: 
2.700.000,00 EUR
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Für Menschen, die durch das Hoftor kommen und sehen möchten, wie sich Wohnen, Arbeit und Garten um eine gemeinsame Mitte versammeln

Von der Straße führt ein Tor oder eine kurze Einfahrt auf den Hof. Links liegt das Wohnhaus, gegenüber der frühere Stall oder ein kleinerer Wirtschaftsflügel, und an der hinteren Seite schließt ein Stadel den Blick. Zur Landschaft hin bleibt die vierte Seite offen. Dort beginnt der Garten, eine Wiese oder der Weg zu den angrenzenden Flächen.

Ein Dreiseithof in Österreich lebt von dieser Verbindung aus geschützter Mitte und offenem Übergang. Der Hof sammelt die Wege zwischen den Gebäuden, ohne sich vollständig von seiner Umgebung abzuschließen. Wer aus der Küche tritt, sieht zum Stadel hinüber, hört eine Tür im Nebentrakt und blickt zugleich über die offene Seite hinaus zu Obstbäumen, Feldern oder den nächsten Hügeln.

Am Vormittag steht im Wohnhaus ein Fenster offen, während im früheren Stall eine Werkbank freigeräumt wird. Jemand trägt Bretter über den Hof, ein anderer geht durch den Stadel in den Garten. Eine ältere Bewohnerin sitzt nahe der Hauswand und beobachtet, wie aus drei Gebäudeseiten verschiedene Tätigkeiten zusammenkommen. Der Hof bleibt dabei kein dekorativer Mittelpunkt. Er wird überquert, benutzt und jeden Tag neu belebt.

Wenn Familie oder Freunde ankommen, verteilt sich der Besuch rasch. Taschen werden ins Wohnhaus gebracht, Fahrräder finden unter einem Vordach Platz, und im hinteren Gebäudeteil wird ein Zimmer vorbereitet. Kinder verschwinden durch das große Stadeltor zur Wiese, während Erwachsene zwischen Hof, Werkstatt und Garten hin und her gehen. Die offene Seite gibt dem Anwesen eine Leichtigkeit, die ein vollständig geschlossener Hof nicht besitzt.

Ein Dreiseithof ist eine historische Hofanlage, bei der drei Gebäudeseiten einen Innenhof einfassen. Meist stehen Wohnhaus, Stall oder Wirtschaftsgebäude und Stadel in einer U-Form zueinander. Die vierte Seite bleibt offen oder wird lediglich durch ein Tor, eine Mauer, einen Zaun oder eine niedrigere Bebauung begrenzt.

Vom Vierkanthof unterscheidet sich der Dreiseithof durch diese offene Seite und die meist weniger geschlossene Bauform. Beim Vierkanthof bilden vier verbundene Gebäudetrakte eine klar umschlossene Mitte. Der Dreiseithof öffnet sich stärker zu Garten, Feldern oder Dorf und verbindet den geschützten Hof direkter mit der Landschaft.

Auch drei zufällig nebeneinanderstehende Gebäude bilden noch keinen Dreiseithof. Entscheidend sind ihre gemeinsame Ausrichtung, die erkennbare Hofmitte und die frühere funktionale Verbindung zwischen Wohnen, Tierhaltung, Lagerung und landwirtschaftlicher Arbeit.

Die Landwirtschaft muss heute nicht mehr den Mittelpunkt bilden. Viele Suchende wünschen sich einen Dreiseithof als Zuhause für Familie und mehrere Generationen, für Tiere, Werkstatt, Gäste oder eine Verbindung aus Wohnen und angenehmem Arbeiten von zuhause. Die früheren Wirtschaftsgebäude erhalten dabei neue Aufgaben, ohne ihre Herkunft vollständig zu verlieren.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageHistorische Dreiseithöfe werden in Österreich nur unregelmäßig als eigene Objektart angeboten. Häufig erscheinen sie unter Bauernhof, Hofstelle oder Landhaus mit Nebengebäuden. Besonders gefragt sind Anlagen mit klar erhaltener U-Form, nutzbarem Wohnhaus, stabilem Stadel und einem Grundstück, das sich hinter der offenen Hofseite fortsetzt.
PreisspannenKleinere oder deutlich sanierungsbedürftige Dreiseithöfe in ländlichen Regionen beginnen abhängig von Lage, Grund und Gebäudesubstanz häufig zwischen 220.000 EUR und 450.000 EUR. Bewohnbare Anlagen mit Stall, Stadel und nutzbaren Nebengebäuden liegen vielfach zwischen 480.000 EUR und 900.000 EUR. Umfangreich erneuerte Höfe, größere Flächen oder gefragte Lagen im Umfeld größerer Städte können darüber liegen.
ArchitekturWohnhaus, früherer Stalltrakt, Stadel, offene Hofseite, breite Tore, Gewölbe, Ziegelmauern, Holzdecken, befestigte Hofflächen und kleinere Nebengebäude prägen viele Dreiseithöfe.
NutzungsmöglichkeitenFamilienwohnen, Mehrgenerationenwohnen, kleinere Tierhaltung, Werkstatt, Atelier, Arbeiten von zuhause, Gästezimmer, Selbstversorgung oder eine behutsam fortgeführte landwirtschaftliche Nutzung.
BesonderheitenZustand aller Gebäudeteile, Hofentwässerung, genehmigte Wohnflächen, Zufahrt, Widmung, Stall- und Stadelnutzung, Versorgung und die rechtliche Zuordnung angrenzender Flächen sollten vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden.

 

Dreiseithöfe zwischen Weinviertel, Burgenland & steirischen Hügellandschaften

In Niederösterreich kommen Dreiseithöfe besonders in den bäuerlich geprägten Dörfern des Weinviertels, des Waldviertels und in Teilen des Mostviertels vor. Die Gebäude stehen häufig giebel- oder traufständig zur Straße, während sich hinter dem Tor ein länglicher Hof öffnet. Wohnhaus und Wirtschaftsflügel begleiten seine Seiten, der Stadel schließt ihn nach hinten oder bildet den Übergang zu Feldern und Garten.

Im Weinviertel prägen verputzte Ziegelmauern, breite Holztore und lang gezogene Grundstücke viele Anlagen. Keller, Pressräume oder kleinere Weinbaugebäude können hinzukommen. Hinter dem Stadel beginnt häufig ein Obstgarten oder ein schmaler Grundstreifen, der früher unmittelbar mit der Versorgung des Hofs verbunden war.

Im Burgenland finden sich Dreiseithöfe und verwandte Hofformen innerhalb der lang gestreckten Dörfer und an deren Rändern. Breite Tore, ebene Hofbereiche und rückwärtige Gärten passen zur pannonischen Landschaft des Nordens. Im Mittel- und Südburgenland werden die Grundstücke hügeliger, und die Gebäude folgen stärker dem Gelände.

In der Steiermark öffnen sich Dreiseithöfe häufig zu Wiesen, Obstgärten oder bewaldeten Hängen. Wohnhaus, Stall und Scheune können in verschiedenen Bauzeiten entstanden sein und sich durch Materialien, Dachformen und Geländehöhen unterscheiden. Gerade diese gewachsene Ordnung verleiht vielen Höfen ihren unverwechselbaren Charakter.

Auch in Oberösterreich, Kärnten und weiteren ländlichen Regionen kommen dreiseitig gefasste Hofanlagen vor. Ihre genaue Bauweise richtet sich nach regionaler Landwirtschaft, Gelände und verfügbarem Baumaterial. Nicht jeder Hof folgt deshalb derselben festen Form.

Neuere Hofanlagen können die dreiseitige Ordnung aufnehmen, wenn Wohnhaus und Nebengebäude eine brauchbare Mitte schaffen und sich zur Landschaft öffnen. Entscheidend bleibt die tatsächliche Nutzung der Wege zwischen den Gebäuden – nicht die bloße Nachbildung einer historischen Fassade.

 

Historische Nutzung & gewachsene Hofordnung

Der Dreiseithof verband Wohnen, Tierhaltung, Lager und landwirtschaftliche Arbeit auf kurzen Wegen. Im Wohnhaus lebte die Familie, im seitlichen Trakt standen Tiere oder Geräte, und der Stadel nahm Heu, Getreide, Wagen und später Maschinen auf.

Der Hof war Arbeitsfläche und Verbindung zugleich. Tiere wurden hinausgeführt, Erntewagen entladen, Holz geschnitten und Geräte für den nächsten Tag vorbereitet. Die offene Seite erleichterte die Fahrt zu Feldern und Wiesen und brachte Luft und Sonne in die gemeinsame Mitte.

Viele Anlagen wuchsen über Generationen. Ein kleiner Stall wurde verlängert, der Stadel erneuert oder ein Wohnteil für die nächste Generation ergänzt. Deshalb unterscheiden sich Mauerwerk, Böden und Dächer innerhalb desselben Hofs häufig deutlich.

In Weinregionen konnten Pressraum und Keller zur Hofstruktur gehören. In viehhaltenden Gebieten prägten Futtergänge, Stallfenster und Mistplatz den Alltag stärker. Die heutige Nutzung sollte diese Unterschiede nicht überdecken, sondern aus dem tatsächlichen Bestand des einzelnen Anwesens entwickelt werden.

Mit dem Ende der aktiven Landwirtschaft verloren Stall und Stadel vielerorts ihre frühere Aufgabe. Im Wohnhaus wurde weitergelebt, während die übrigen Gebäudeteile nur noch als Lager dienten. Käufer übernehmen deshalb oft einen Hof, der zwar vollständig erscheint, dessen einzelne Seiten aber sehr unterschiedlich erhalten und genutzt sind.

 

Ein Hof, der sich zur Landschaft öffnet

Die offene Seite unterscheidet den Alltag eines Dreiseithofs deutlich von einem vollständig geschlossenen Hof. Vom Wohnhaus fällt der Blick über die Hofmitte bis zu Garten, Wiese oder Feldern. Besucher sehen beim Eintreten nicht nur Gebäude, sondern auch, wohin sich das Anwesen fortsetzt.

Im Frühjahr werden Pflanzen und Geräte aus dem Stadel in den Garten gebracht. Im Sommer bleibt der Weg zur Wiese offen, während sich im Schutz der Gebäudeseiten ein Platz für alltägliche Arbeiten findet. Im Herbst kommen Obstkisten oder Holz durch dieselbe Öffnung zurück zum Haus.

Für Kinder entstehen verständliche Wege. Sie gehen vom Wohnhaus über den Hof zur Scheune und von dort weiter in den Garten. Erwachsene behalten mit einem Blick mehrere Bereiche im Auge, ohne dass das Anwesen eng oder vollständig umschlossen erscheint.

Auch Tiere profitieren von einer klaren Verbindung zu angrenzenden Flächen. Stall, Auslauf und Weide können auf kurzen Wegen miteinander verbunden werden, sofern Grundstücksgrenzen, Genehmigungen und Einzäunung passen.

Die offene Seite verlangt zugleich Aufmerksamkeit. Wind, Starkregen und landwirtschaftlicher Verkehr können ungehinderter in den Hof gelangen. Bepflanzung, Tore, Entwässerung und befestigte Fahrbereiche müssen deshalb zur tatsächlichen Lage passen.

 

Wohnhaus, Stall & Stadel im heutigen Alltag

Das Wohnhaus bildet meist den dauerhaft bewohnten Teil des Dreiseithofs. Mehrere Zimmer, frühere Kammern, eine Küche zum Hof und zusätzliche Zugänge erzählen von einem Alltag, der eng mit den übrigen Gebäuden verbunden war.

Der ehemalige Stall besitzt häufig kräftige Mauern, Gewölbe, kleine Fenster und robuste Böden. Er kann erneut Tieren dienen oder Werkstatt, Lager und praktische Bereiche aufnehmen. Für Wohnräume, Gäste oder Veranstaltungen sind Belichtung, Feuchtigkeit, Brandschutz und Genehmigung gesondert zu prüfen.

Im Stadel liegt oft die größte freie Fläche des Anwesens. Dort können Fahrzeuge, Holz, Maschinen oder größere Projekte untergebracht werden. Ein hohes Tor und eine klare Verbindung zum rückwärtigen Grundstück erleichtern die Nutzung.

Frühere Speicher eignen sich für Gegenstände, die trocken und luftig gelagert werden müssen. Vor einem Ausbau sind Tragwerk, Zugänge und Brandschutz zu prüfen. Alte Holzböden wurden nicht für jede heutige Nutzung bemessen.

Ein kleinerer Nebentrakt kann Platz für erwachsene Kinder, Gäste oder Arbeiten von zuhause bieten. Häufig ist eine behutsame Entwicklung einzelner Bereiche sinnvoller als der sofortige Ausbau sämtlicher Wirtschaftsgebäude.

Der Hof selbst bleibt der tägliche Verteiler. Jemand kommt aus dem Wohnhaus, ein anderer öffnet die Werkstatt, und aus dem Stadel wird ein Fahrrad oder eine Leiter geholt. Die Gebäudeseiten leben nicht unabhängig voneinander – ihre Wege kreuzen sich in der Mitte.

 

Familie, Freunde & mehrere Leben unter drei Dächern

Ein Dreiseithof kann Menschen zusammenbringen, ohne sie ständig in denselben Wohnbereich zu drängen. Eltern wohnen im Haupthaus, erwachsene Kinder nutzen einen kleineren Trakt, und Freunde finden im früheren Wirtschaftsbereich ein eigenes Zimmer. Der Hof bleibt die gemeinsame Mitte, doch jeder Gebäudeteil erhält seinen eigenen Tagesablauf.

Am Morgen geht jemand vom Wohnhaus zur Werkstatt, während ein anderer durch den Stadel in den Garten gelangt. Später treffen sich beide am Hoftor, weil eine Lieferung kommt oder eine schwere Tür gemeinsam eingehängt werden muss. Nähe entsteht aus tatsächlichen Aufgaben und den kurzen Wegen zwischen den Gebäuden.

Wenn ältere Familienmitglieder mit auf dem Hof leben, können sie Teil des Geschehens bleiben, ohne jeden Weg mitgehen zu müssen. Von einer Bank an der Hauswand sehen sie, wer durch das Tor kommt, ob Kinder aus dem Garten zurückkehren und in welchem Gebäudeteil noch gearbeitet wird.

Freunde werden nicht nur in das Wohnzimmer gebeten. Einer hilft im Stadel, zwei gehen durch den Garten, und jemand interessiert sich für die alten Stallgewölbe. Der Hof gibt einem Besuch mehrere Orte und verhindert, dass gemeinsames Leben auf eine einzige Tischrunde reduziert wird.

Auch eine kleine Gemeinschaft kann unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Garten, Tiere, Werkstatt und Gebäude benötigen verschiedene Fähigkeiten. Entscheidend sind klare Absprachen und Wohnbereiche, die neben dem gemeinsamen Hof genügend Privatheit ermöglichen.

Der Charme eines Dreiseithofs zeigt sich in dieser benutzten Ordnung: in einer Tür, die zum Hof offensteht, im Geräusch einer Werkbank aus dem Seitenflügel, in Schritten durch das Stadeltor und in dem freien Blick, der zwischen drei Gebäuden hinaus in die Landschaft führt.

 

Kaufaspekte & Tipps

Vor dem Kauf sollten Wohnhaus, Stalltrakt, Stadel und weitere Nebengebäude einzeln untersucht werden. Unterschiedliche Bauzeiten führen häufig zu verschiedenen Mauerwerken, Dachkonstruktionen und Sanierungsständen.

Dächer gehören zu den größten Kostenfaktoren. Ein dichtes Wohnhausdach bedeutet nicht, dass Stall und Stadel ebenfalls gesichert sind. Anschlüsse zwischen den Gebäudeteilen, Dachrinnen und Entwässerung verlangen besondere Aufmerksamkeit.

Der Hof sollte nach stärkeren Niederschlägen besichtigt werden. Gefälle, Abläufe und befestigte Flächen zeigen dann, ob Wasser von den Gebäuden weggeführt wird oder sich an Sockeln, Toren und früheren Stallbereichen sammelt.

Historische Mauern benötigen passende Baustoffe und ein schlüssiges Feuchtekonzept. Dichte Putze, versiegelte Böden oder unüberlegte Abdichtungen können Feuchtigkeit in andere Bauteile verlagern.

Genehmigte Wohnflächen sind klar von Stall, Stadel und Lager zu unterscheiden. Eine vorhandene Heizung, ein Fenster oder eine frühere Schlafmöglichkeit ersetzt keine baurechtlich genehmigte Nutzung.

Bei Tierhaltung sollten Stallgröße, Lüftung, Ausläufe, Mistlagerung, Wasser und Nachbarschaft geprüft werden. Die offene Hofseite kann kurze Wege zu Weiden ermöglichen, sofern die angrenzenden Flächen tatsächlich zum Anwesen gehören oder langfristig gesichert sind.

Für Werkstatt oder Atelier sind Stromversorgung, Lärm, Brandschutz und Zufahrt wichtig. Frühere Wirtschaftsbereiche bieten viel Platz, doch ihre technische Ausstattung reicht für heutige Tätigkeiten nicht immer aus.

Auch das große Stadeltor und die Hofeinfahrt müssen zu heutigen Fahrzeugen passen. Torbreite, Durchfahrtshöhe, Straßenraum und Wendeflächen sollten praktisch überprüft werden.

Steht der Hof unter Denkmalschutz, können Fassaden, Dächer, Fenster, Tore, Gewölbe und die Hofstruktur besonderen Vorgaben unterliegen. Für anerkannte Maßnahmen können je nach Objekt und persönlicher Situation steuerliche Begünstigungen oder Förderungen infrage kommen. Eine fachkundige Abstimmung sollte vor Beginn der Arbeiten erfolgen.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein Dreiseithof in Österreich passt zu Menschen, die ein Anwesen mit mehreren nutzbaren Gebäuden suchen und dennoch eine überschaubare, offene Hofstruktur bevorzugen. Sie möchten Wohnhaus, Nebentrakte und Garten miteinander verbinden, ohne vollständig von vier Gebäudeseiten umschlossen zu sein.

Für Familien bietet der Hof Platz für unterschiedliche Lebensphasen. Kinder wachsen mit kurzen Wegen nach draußen auf, Erwachsene nutzen Werkstatt oder Arbeitszimmer, und später kann ein weiterer Gebäudeteil für die nächste Generation angepasst werden.

Menschen mit Tieren finden bei geeigneten Flächen eine klare Verbindung zwischen Stall, Hof und Weide. Pferdehaltung, Schafe, Ziegen, Geflügel oder kleinere Selbstversorgung benötigen dennoch jeweils passende Genehmigungen und eine objektspezifische Planung.

Für handwerkliche oder kreative Tätigkeiten bieten Stall und Stadel Bereiche, in denen Material, Werkzeug und größere Arbeiten ihren Platz finden. Der Wohntrakt bleibt davon getrennt und dennoch nur wenige Schritte entfernt.

Mehrere Generationen können in unterschiedlichen Gebäudeteilen leben und sich über den Hof begegnen. Diese Nähe bleibt alltäglich und ungezwungen: beim Öffnen des Tores, auf dem Weg zum Garten oder wenn jemand eine helfende Hand im Stadel braucht.

Auch Menschen, die angenehm von zuhause arbeiten möchten, finden Rückzug in einem kleineren Seitenflügel oder einem Zimmer zum Garten. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zum übrigen Hofleben erhalten.

Gesucht wird am Ende kein unvollständiger Vierkanthof. Gesucht wird eine eigene Hofform: drei Seiten, die Schutz und Platz geben, und eine vierte, die den Blick und den täglichen Weg hinaus in Garten, Wiesen und Landschaft offenlässt.

 

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FAQ

Was ist ein Dreiseithof?
Ein Dreiseithof ist eine Hofanlage, bei der Wohnhaus, Stall oder Wirtschaftsgebäude und Stadel drei Seiten eines Innenhofs einfassen. Die vierte Seite bleibt offen oder wird nur durch Tor, Mauer oder eine niedrigere Begrenzung gefasst.

Worin unterscheidet sich ein Dreiseithof vom Vierkanthof?
Der Vierkanthof besitzt vier weitgehend geschlossene Gebäudeseiten. Der Dreiseithof öffnet sich an einer Seite stärker zu Garten, Feldern oder Dorf und verbindet den Hof unmittelbarer mit seiner Umgebung.

Wo kommen Dreiseithöfe in Österreich vor?
Dreiseitige Hofanlagen finden sich besonders in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und weiteren bäuerlich geprägten Regionen. Bauweise und Größe unterscheiden sich je nach Landschaft und früherer Nutzung.

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Wichtig sind der Zustand aller Gebäudeteile und Dächer, Hofentwässerung, Feuchtigkeit, genehmigte Wohnflächen, Widmung, Zufahrt, Versorgung und die geplante Nutzung von Stall, Stadel und angrenzenden Flächen.

 

Fazit

Ein Dreiseithof in Österreich verbindet Wohnhaus, frühere Stallungen und Stadel um eine gemeinsame, nach einer Seite offene Hofmitte. Diese Bauform gibt Schutz und klare Wege, ohne den Hof vollständig von Garten, Feldern oder Landschaft abzuschließen.

Zwischen niederösterreichischen Dörfern, burgenländischen Wein- und Ackerlandschaften und den Hügeln der Steiermark zeigen sich Dreiseithöfe in vielen regionalen Ausprägungen. Gemeinsam bleibt die Möglichkeit, mehreren Gebäuden neue Aufgaben zu geben und ein Zuhause entstehen zu lassen, in dem Menschen vom Hof aus immer auch den Weg nach draußen sehen.

 

Dreiseithof kaufen in Österreich – auf my-landimmo.de, dem Spezialportal für Dreiseithöfe, historische Hofanlagen und Bauernhöfe mit offener Hofseite in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Niederösterreich, Burgenland und Steiermark prägen Höfe, in denen Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude, Stadel und der freie Übergang zur Landschaft miteinander verbunden sind.