Ehemaligen Bauernhof kaufen oder mieten in Niederösterreich – für Menschen, die alte Hofräume mit Familie, Freunden und neuen Ideen füllen möchten

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Ort: 
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Kaufpreis: 
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Einzigartiges Seminarhaus zu verkaufen | Werra-Meißner

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Kaufpreis: 
300.000,00 EUR
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Vertriebsart: 
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Objektart: 
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Ort: 
06618 Mertendorf (Deutschland)
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Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
68210 Eteimbes, Elsass (Frankreich)
Wohnfläche: 
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Kaufpreis: 
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Voll vermietetes Jugendstil-Denkmal mit Seltenheitswert in Zittau zentrumsnah

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
02763 Zittau (Deutschland)
Wohnfläche: 
576,00 m²
Kaufpreis: 
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Hochwertiger Bungalow mit liebevoll angelegtem Garten in ruhiger Lage von Daleiden

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
54689 Daleiden (Deutschland)
Wohnfläche: 
123,00 m²
Kaufpreis: 
499.000,00 EUR
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Für Menschen, die in Niederösterreich einen ehemaligen Bauernhof suchen, an dem Wohnhaus, Hof, Garten und alte Wirtschaftsgebäude neuen Raum fürs Leben schaffen

Ein ehemaliger Bauernhof in Niederösterreich ist ein Ort, an dem Landwirtschaft aufgehört hat, ohne dass ihre Gebäude verschwunden sind. Das Wohnhaus steht noch da, daneben vielleicht Stall, Stadl, Werkstatt oder Schuppen. Ein Hof verbindet die einzelnen Bereiche, dahinter beginnt Garten, Wiese oder weiteres Grundstück. Was früher ein landwirtschaftlicher Betrieb war, kann heute zu einem ungewöhnlich vielseitigen Zuhause werden.

Genau darin unterscheidet sich der ehemalige Bauernhof vom aktiven Bauernhof. Es müssen keine Tiere versorgt, keine Äcker bestellt und keine landwirtschaftlichen Betriebsabläufe weitergeführt werden. Die Struktur bleibt – aber ihre Nutzung wird frei.

Für manche Menschen bedeutet das mehr Platz für Familie. Andere suchen eine Werkstatt, ein Atelier oder Räume für Gäste. Im Stadl stehen Fahrräder, Holz und Dinge, die in einem gewöhnlichen Wohnhaus längst den Keller überfüllen würden. Ein ehemaliger Stall kann Lager bleiben oder für Hobbys genutzt werden. Im Garten wachsen Gemüse und Obst, ohne dass daraus wieder Landwirtschaft werden muss.

Gerade Niederösterreich bietet dafür sehr unterschiedliche Hofstrukturen. Im Weinviertel ziehen sich alte Höfe oft weit von der Straße in das Grundstück hinein. Im Mostviertel können ehemalige Vierkanter einen ganzen Innenhof umschließen. Im Waldviertel verbinden sich Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und größere Grundstücke häufig mit Wiesen oder Wald. Im Industrieviertel reicht die Bandbreite vom alten Dorfhof bis zum größeren Anwesen in gut erreichbarer Lage Richtung Wien.

Der Alltag in solchen Häusern braucht keine Landwirtschaft mehr, um besonders zu sein. Morgens steht vielleicht eine Tür zum Hof offen, der Hund läuft bereits draußen und jemand holt aus dem ehemaligen Wirtschaftsraum ein Fahrrad. Später arbeitet einer im Homeoffice, während im Stadl jemand an einem Möbelstück weitermacht.

Am Wochenende kommen Freunde. Kinder verschwinden zwischen Hof und Garten, einer der Gäste schaut noch in die alte Scheune und irgendwann stehen mehr Stühle am Tisch als ursprünglich geplant.

Ein ehemaliger Bauernhof gibt dem Leben Platz, ohne vorher genau festzulegen, wie jeder Quadratmeter benutzt werden muss.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageEhemalige Bauernhöfe kommen in Niederösterreich vergleichsweise regelmäßig auf den Markt, werden jedoch häufig einfach als Bauernhaus, Vierkanthof, Streckhof, Hofstelle oder Landimmobilie angeboten. Das tatsächliche Angebot ist deshalb größer als die reine Suche nach „ehemaliger Bauernhof“ vermuten lässt.
PreisspannenJe nach Region, Wohnfläche, Grundstück, Größe der Hofanlage, Nebengebäuden, Sanierungsstand und Lage liegt eine grobe Kaufpreisorientierung bei etwa 120.000 EUR bis 1,4 Mio. EUR. Kleine sanierungsbedürftige Hofstellen können darunter liegen; große sanierte Vierkanter oder Anwesen im Wiener Umland können darüber liegen.
Typische GebäudeWohnhaus, ehemaliger Stall, Stadl oder Scheune, Schuppen, Werkstatt, Keller und je nach Hofstruktur weitere frühere Wirtschaftsgebäude.
Heutige NutzungWohnen, Familie, Gäste, Garten, Werkstatt, Hobby, Homeoffice, kleinere Selbstversorgung oder andere private Nutzungsmöglichkeiten. Eine aktive Landwirtschaft ist nicht erforderlich.
BesonderheitenBaurechtlicher Bestand, mögliche Umnutzung früherer Wirtschaftsgebäude, Dach- und Tragwerkszustand, Feuchtigkeit, Grundstückswidmung sowie bei größeren landwirtschaftlichen Restflächen das niederösterreichische Grundverkehrsrecht sollten geprüft werden.

 

Ehemaliger Bauernhof, Bauernhaus oder aktiver Bauernhof?

Die drei Objektarten können auf den ersten Blick beinahe gleich aussehen. Entscheidend ist jedoch, wie der Hof heute funktioniert.

Beim Bauernhaus steht hauptsächlich das Wohngebäude bäuerlicher Herkunft im Mittelpunkt. Es kann einen kleinen Stadl, ehemaligen Stall oder Garten besitzen, muss aber keine vollständige frühere Hofstruktur mehr darstellen.

Der aktive Bauernhof wird dagegen weiterhin landwirtschaftlich betrieben. Stall, Wirtschaftsgebäude, Tiere und Flächen erfüllen eine aktuelle betriebliche Aufgabe.

Beim ehemaligen Bauernhof liegt die Landwirtschaft dazwischen – allerdings nur zeitlich. Der Betrieb ist beendet, die vollständige oder weitgehend erhaltene Hofstruktur besteht aber noch.

Genau das macht diese Objektart interessant.

Ein Vierkanter kann beispielsweise heute ausschließlich Wohnhaus und privates Anwesen sein, obwohl früher alle vier Flügel landwirtschaftlich genutzt wurden. Ein Weinviertler Streckhof kann aus Wohnteil, ehemaligem Stall und großem Stadl bestehen, obwohl dort seit Jahrzehnten niemand mehr Landwirtschaft betreibt.

Für Käufer eröffnet diese Situation Möglichkeiten, die ein gewöhnliches Bauernhaus oft nicht bietet.

Es gibt mehr Gebäude, mehr unterschiedliche Räume und meistens auch mehr Außenfläche.

Gleichzeitig muss niemand wieder einen landwirtschaftlichen Betrieb daraus machen.

 

Vom Streckhof im Weinviertel bis zum Vierkanter im Mostviertel

Niederösterreich besitzt keine einheitliche Hofarchitektur. Gerade ehemalige Bauernhöfe zeigen, wie unterschiedlich sich Landwirtschaft regional entwickelt hat.

Im Weinviertel sind langgestreckte Hofanlagen besonders typisch. Hinter einem straßenseitigen Wohnhaus folgen Hof, ehemalige Stall- oder Wirtschaftsbereiche und häufig ein großer Stadl. Aktuelle Angebote zeigen bis heute kleine Streckhöfe und ähnliche Hofstrukturen in Orten wie Haugsdorf oder anderen Gemeinden des nördlichen Weinviertels.

Für heutige Bewohner entsteht daraus ein überraschend geschütztes Leben. Von der Dorfstraße sieht man vielleicht nur Fassade und Tor. Dahinter öffnet sich der Hof, und erst weiter hinten beginnt Garten oder Grundstück.

Ein solcher Hof kann für Familien, Hund und Freunde besonders angenehm sein. Der Außenraum liegt geschützt zwischen den Gebäuden, Kinder können sich bewegen und Fahrräder oder Gartengeräte stehen nicht unmittelbar an der Straße.

Im Mostviertel prägt der Vierkanter eine ganz andere Vorstellung vom Hof. Vier Gebäudeseiten bilden einen geschlossenen oder nahezu geschlossenen Innenhof. Historisch entwickelte sich diese markante Bauform besonders im 19. Jahrhundert und wurde zum Ausdruck des Wohlstands vieler Mostbauern.

Wenn die Landwirtschaft aufgegeben wird, bleibt ein außergewöhnlicher privater Raum zurück. Der Innenhof kann Garten, Essplatz, Werkbereich und Treffpunkt zugleich werden. In den Gebäudeflügeln stehen häufig Wohnräume, frühere Stallungen, Lager und Stadl zur Verfügung.

Im Waldviertel treffen wiederum unterschiedliche Hofanlagen auf größere Grundstücke, Wiesen und teilweise Wald. Aktuelle Angebote zeigen sanierungsbedürftige Vierkanthöfe ebenso wie kleinere Bauernhäuser mit Stallungen und Schuppen. Ein 1906 errichteter Hof in Langau wird derzeit beispielsweise mit vierkantigem Innenhof, Wohngebäude, Stallungen, Schuppen und Garage angeboten.

Das Industrieviertel besitzt kein einzelnes so prägendes Hofbild. Zwischen Wiener Becken, Wienerwald, Buckliger Welt und Wechsel finden sich sehr unterschiedliche ehemalige Landwirtschaften. Hier kann insbesondere die Lage stärker auf den Preis wirken, weil gute Verbindungen nach Wien und andere Ballungsräume viele alte Hofstellen auch für Pendler interessant machen.

Wer einen ehemaligen Bauernhof in Niederösterreich sucht, sollte deshalb nicht zuerst die größte Wohnfläche wählen.

Die Hofstruktur muss zu dem Leben passen, das dort entstehen soll.

 

Wenn ehemalige Wirtschaftsgebäude wieder Teil des Lebens werden

Der besondere Reiz eines ehemaligen Bauernhofs liegt häufig gerade in jenen Gebäuden, die ursprünglich gar nicht zum Wohnen gedacht waren.

Ein Stadl muss keine Wohnfläche werden, um wertvoll zu sein. Er kann Fahrräder, Wohnmobil, Holz, Gartengeräte oder eine kleine Werkstatt aufnehmen. Wer Oldtimer besitzt oder Möbel restauriert, freut sich über Raum, der nicht empfindlich sein muss.

Ein ehemaliger Stall kann Lager bleiben. Vielleicht wird ein Teil davon Hobbyraum oder Werkstatt. Ein Schuppen nimmt Dinge auf, die sonst ständig im Weg stehen.

Dadurch verändert sich auch das Wohnhaus.

Nicht jede Tätigkeit muss in Keller oder Garage gequetscht werden. Die Wohnräume dürfen wieder Wohnräume sein.

Gerade Familien profitieren von dieser Trennung. Nasse Schuhe, Fahrräder und Spielsachen haben ihren eigenen Platz. Kinder können im Hof spielen, während Erwachsene im Garten arbeiten oder in einem Nebengebäude etwas reparieren.

Freunde kommen ebenfalls anders zu Besuch. Einer läuft zuerst in den Stadl, weil dort gerade ein Projekt steht. Ein anderer sitzt bereits im Hof. Später landen trotzdem alle in der Küche oder draußen am Tisch.

Ein ehemaliger Bauernhof verteilt den Alltag auf mehrere Räume und Gebäude.

Gerade dadurch entsteht häufig mehr gemeinsames Leben.

Auch mehrere Generationen können von der Struktur profitieren. Ein bereits vorhandener zweiter Wohnteil oder ein weiteres rechtmäßig als Wohnraum genutztes Gebäude kann Möglichkeiten schaffen, ohne dass alle Menschen im selben Hausflur leben müssen.

Die baurechtliche Situation entscheidet dabei allerdings immer, was tatsächlich als Wohnraum genutzt werden darf.

 

Hof und Garten – draußen leben, ohne Landwirtschaft betreiben zu müssen

Viele ehemalige Bauernhöfe besitzen einen Außenraum, den heutige Neubauten kaum noch bieten können.

Beim Vierkanter ist es der geschützte Innenhof. Beim Streckhof liegt der Hof zwischen Wohnteil und Stadl. Andere Anwesen besitzen einen offenen Hof mit anschließendem Garten oder Wiese.

Diese Flächen müssen nicht perfekt gestaltet sein.

Oft funktioniert gerade das Unfertige besonders gut.

Eine Bank steht an der Hauswand. Ein Tisch bleibt im Sommer draußen. Im ehemaligen Wirtschaftstrakt liegt Holz, ein Anhänger oder Gartengerät.

Morgens sitzt vielleicht nur einer draußen. Später kommen Kinder und Hund hinzu. Am Nachmittag steht irgendwo eine Schubkarre und am Abend kommen Freunde.

Niemand erwartet, dass ein solcher Hof wie eine Terrasse eines Neubaus aussieht.

Er darf benutzt werden.

Der Garten kann ebenfalls sehr unterschiedlich ausfallen. Im Weinviertel befindet er sich häufig hinter den Hofgebäuden. Im Waldviertel kann er in größere Wiesenflächen übergehen. Beim Mostviertler Vierkanter bildet manchmal schon der Innenhof selbst einen großen geschützten Außenbereich.

Wer gern gärtnert, findet Platz für Gemüse, Kräuter und Obstbäume. Wer weniger Arbeit möchte, nutzt einen kleineren Teil intensiver und lässt andere Flächen einfacher.

Ein ehemaliger Bauernhof muss schließlich kein Selbstversorgerprojekt werden.

Er kann einfach ein Haus sein, bei dem draußen mehr möglich ist.

 

Alte Hofräume neu nutzen – ohne alles ausbauen zu müssen

Bei kaum einer Objektart entstehen während einer Besichtigung so schnell neue Ideen.

Der Stadl könnte Atelier werden. Der ehemalige Stall vielleicht Gästezimmer. Unter dem großen Dach wäre Platz für mehrere zusätzliche Räume.

Diese Möglichkeiten sind real – aber nicht automatisch genehmigt.

Ein früher landwirtschaftlich genutzter Gebäudeteil bleibt baurechtlich zunächst das, als was er bewilligt wurde. Ein Stall wird nicht allein dadurch zu Wohnraum, dass dort ein Sofa aufgestellt wird.

Deshalb sollte bei einem ehemaligen Bauernhof früh geklärt werden, welche Gebäudeteile bereits als Wohnraum bestehen und welche ausschließlich wirtschaftlich genutzt werden dürfen.

Gleichzeitig lohnt sich die Frage, ob überhaupt alles ausgebaut werden muss.

Ein 200 Quadratmeter großer Stadl kann als trockener Nutzraum erheblich wertvoller sein als weitere 200 Quadratmeter beheizbare Wohnfläche, für die anschließend Dämmung, Fenster, Heizung und laufender Unterhalt notwendig werden.

Genau diese Freiheit unterscheidet den ehemaligen Bauernhof vom klassischen Einfamilienhaus.

Nicht jeder Quadratmeter muss dieselbe Aufgabe besitzen.

Ein Bereich ist warm und wohnlich. Ein anderer bleibt Werkstatt. Ein dritter dient als Lager. Der Hof verbindet alles miteinander.

Das Haus kann dadurch mit seinen Bewohnern wachsen, ohne dass bereits am ersten Tag ein vollständiges Nutzungskonzept fertig sein muss.

 

Sanierung – erst verstehen, dann verändern

Viele ehemalige Bauernhöfe wurden in mehreren Bauphasen errichtet. Der Wohnteil kann wesentlich älter sein als ein später angebauter Stall oder Stadl. Fenster, Dächer, Heizung und Installationen stammen häufig aus wiederum anderen Jahrzehnten.

Eine Sanierung sollte deshalb nicht pauschal geplant werden.

Beim Wohnhaus gehören Dach, Tragwerk, Feuchtigkeit, Fundament, Fenster, Heizung, Elektroinstallation, Wasser und Abwasser zur technischen Grundprüfung.

Nebengebäude sollten separat betrachtet werden. Ein alter Stadl braucht möglicherweise nur ein dichtes Dach und eine sichere Konstruktion, wenn er weiterhin Lager bleiben soll.

Gerade geschlossene Hofanlagen besitzen große Dachflächen. Beim Vierkanter können vier Gebäudeflügel enorme Mengen Regenwasser aufnehmen. Dachrinnen, Ableitung und Entwässerung des Innenhofes sind deshalb wichtiger, als es beim ersten Blick auf die historische Fassade erscheint.

Bei langgestreckten Höfen im Weinviertel können Feuchtigkeit und Belichtung in tief liegenden Gebäudeteilen eine Rolle spielen. Alte Keller und Weinkeller sollten ebenfalls nach ihrer tatsächlichen Nutzung beurteilt werden.

Im Waldviertel kommen kühlere Lagen und massive historische Bauweisen hinzu.

Das Ziel muss dabei nicht sein, sämtliche Spuren der Vergangenheit zu beseitigen.

Eine alte Stube darf bleiben. Unebene Mauern müssen nicht überall begradigt werden. Ein historisches Tor kann repariert werden, statt durch eine Standardlösung ersetzt zu werden.

Ein ehemaliger Bauernhof wirkt besonders überzeugend, wenn seine Geschichte weiterhin sichtbar bleibt, ohne den heutigen Alltag zu behindern.

 

Alltagstauglichkeit – viel Platz muss trotzdem praktisch sein

Ein großer Hof kann fantastische Möglichkeiten bieten und trotzdem im Alltag unpraktisch sein, wenn Wege und Gebäude nicht zur heutigen Nutzung passen.

Deshalb lohnt es sich, einen normalen Tag durchzuspielen.

Wo wird das Auto abgestellt? Wo stehen Fahrräder? Wo kommen Einkäufe ins Haus? Wo geht der Hund hinaus? Wo trocknet nasse Kleidung?

Bei Familien ist außerdem wichtig, welche Teile des Hofes von Kindern sicher genutzt werden können. Alte Schächte, steile Stiegen, ehemalige Güllegruben oder offene Wirtschaftsbereiche sollten bei einer Besichtigung bewusst berücksichtigt werden.

Auch Homeoffice verändert die Nutzung. Ein ehemaliger Bauernhof besitzt häufig genügend Räume für ein separates Büro. Gute Internetversorgung sollte am jeweiligen Standort dennoch konkret geprüft werden.

Im Weinviertel oder Industrieviertel können tägliche Wege Richtung Wien eine Rolle spielen. Im nördlichen Waldviertel ist häufig entscheidender, wie gut sich Arbeit von zu Hause mit längeren Wegen zu regionalen Zentren verbinden lässt.

Das Mostviertel wiederum bietet zwischen größeren Städten und ländlichen Regionen viele unterschiedliche Pendel- und Wohnlagen.

Die günstigste Hofstelle ist deshalb nicht automatisch die beste.

Ein ehemaliger Bauernhof sollte zum tatsächlichen Alltag seiner Bewohner passen – auch im November und an einem normalen Montagmorgen.

 

Kaufaspekte & Tipps

Vor dem Kauf sollte zunächst geklärt werden, welche Grundstücke und Gebäude zur Hofstelle gehören.

Historisch gewachsene Höfe können aus mehreren Parzellen bestehen. Garten, Hof, ehemalige Wirtschaftsfläche, Wiese oder Wald können unterschiedliche Widmungen besitzen.

Beim Wohnhaus sollten Dach, Tragwerk, Feuchtigkeit, Fenster, Heizung, Elektrik, Wasser und Abwasser geprüft werden.

Bei Stall, Stadl und anderen Wirtschaftsgebäuden sind Dach und Konstruktion häufig die wichtigsten Punkte. Auch eine einfach genutzte Scheune verliert ihren Wert schnell, wenn das Dach umfassend erneuert werden muss.

Der baurechtliche Bestand ist besonders wichtig, wenn Räume anders genutzt werden sollen. Was ist Wohnfläche? Welche Bereiche sind Wirtschaftsgebäude? Welche Umbauten wurden bereits bewilligt?

Wer weitere Wohnungen, Gästezimmer oder gewerbliche Bereiche plant, sollte die Genehmigungsfähigkeit vor dem Kauf prüfen und nicht in den Kaufpreis hineinrechnen.

Bei größeren landwirtschaftlichen Restflächen kann das niederösterreichische Grundverkehrsrecht relevant werden.

Auch bestehende Pachtverhältnisse sollten betrachtet werden. Eine Wiese hinter dem Hof kann beispielsweise weiterhin an einen Landwirt verpachtet sein.

Dienstbarkeiten und Wegerechte gehören ebenfalls auf den Tisch, besonders wenn mehrere Gebäude oder Grundstücke historisch miteinander verbunden sind.

Bei einem Vierkanter sollte zudem der Gesamtunterhalt realistisch gerechnet werden. Viel Gebäude bedeutet viel Dach, Fassade, Fenster und Entwässerung.

Wer mietet, sollte genau klären, welche Nebengebäude und Außenbereiche tatsächlich dazugehören und wer deren laufende Pflege übernimmt.

Und schließlich sollte geprüft werden, welche Teile des Hofes wirklich gebraucht werden.

Ein ehemaliger Bauernhof muss nicht vollständig entwickelt werden, um ein gutes Zuhause zu sein.

Oft liegt seine Stärke gerade darin, dass Raum für spätere Ideen bleibt.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein ehemaliger Bauernhof in Niederösterreich passt zu Menschen, die mehr Raum für ihr Leben suchen, ohne selbst Landwirtschaft betreiben zu wollen.

Familien profitieren von Hof, Garten und Nebengebäuden. Kinder können sich draußen bewegen, während Wohn- und Hobbybereiche voneinander getrennt bleiben.

Menschen mit Hund finden häufig geschützte Hofräume und direkten Zugang zum Grundstück.

Wer gern Freunde und Familie empfängt, bekommt mit größerer Küche, Stube, Hof oder Stadl Möglichkeiten, die ein gewöhnliches Einfamilienhaus selten bietet.

Handwerklich Interessierte finden Werkstatt und Lager. Künstler oder Selbstständige können in vorhandenen Räumen arbeiten, sofern die jeweilige Nutzung zulässig ist.

Menschen mit Oldtimern, Fahrrädern, Wohnmobil oder umfangreichem Hobby profitieren von Wirtschaftsgebäuden, ohne sofort neue Hallen errichten zu müssen.

Auch mehrere Generationen können Platz finden, wenn entsprechende Wohnbereiche bereits genehmigt vorhanden sind.

Wer gärtnert, kann Gemüse und Obst anbauen. Wer es lieber unkompliziert möchte, nutzt nur einen Teil des Grundstücks intensiv.

Weniger geeignet ist ein ehemaliger Bauernhof für Menschen, die jedes Gebäude vollständig beheizen und jeden Quadratmeter sofort fertig ausgebaut sehen möchten.

Ein alter Hof braucht eine gewisse Gelassenheit.

Ein Raum darf erst nächstes Jahr drankommen. Ein Stadl darf einfach Stadl bleiben. Im Hof darf eine Werkbank stehen und im Garten muss nicht jede Ecke gestaltet sein.

Wer diese Freiheit schätzt, findet genau darin den besonderen Wert der Objektart.

 

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  1. my-landimmo.de unterscheidet bewusst zwischen Bauernhaus, aktivem Bauernhof und ehemaligem Bauernhof. Dadurch werden Käufer erreicht, die gerade eine aufgegebene Hofstelle mit ihren vorhandenen Gebäuden und neuen Nutzungsmöglichkeiten suchen.

  2. Regionale Hofstrukturen wie Weinviertler Streckhöfe, Mostviertler Vierkanter und Waldviertler Hofanlagen können gezielt beschrieben werden.

  3. Wohnhaus, ehemaliger Stall, Stadl, Scheune, Werkstatt, Innenhof, Garten und weitere besondere Bestandteile können im Inserat gemeinsam dargestellt werden.

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FAQ zum ehemaligen Bauernhof in Niederösterreich

Was versteht man unter einem ehemaligen Bauernhof?

Ein ehemaliger Bauernhof ist eine frühere landwirtschaftliche Hofstelle, deren aktiver Betrieb beendet wurde. Wohnhaus, Stall, Stadl, Scheune und weitere Wirtschaftsgebäude können jedoch noch vollständig oder teilweise vorhanden sein.

Was kostet ein ehemaliger Bauernhof in Niederösterreich?

Je nach Region, Grundstück, Gebäudeumfang, Zustand und Lage liegt eine grobe Kaufpreisorientierung bei etwa 120.000 EUR bis 1,4 Mio. EUR. Aktuelle sanierungsbedürftige Hofangebote liegen beispielsweise bei rund 100.000 beziehungsweise 249.000 EUR.

Wo gibt es ehemalige Bauernhöfe in Niederösterreich?

Entsprechende Hofstellen kommen im Waldviertel, Weinviertel, Mostviertel und Industrieviertel vor. Bauweise und Grundstücksstruktur unterscheiden sich regional deutlich.

Was unterscheidet einen ehemaligen Bauernhof vom Bauernhaus?

Beim Bauernhaus steht hauptsächlich das historische Wohngebäude im Mittelpunkt. Beim ehemaligen Bauernhof ist meist noch eine größere frühere Hofstruktur mit Stall, Stadl, Scheune oder weiteren Wirtschaftsgebäuden vorhanden.

Was unterscheidet einen ehemaligen Bauernhof vom aktiven Bauernhof?

Beim aktiven Bauernhof wird weiterhin Landwirtschaft betrieben. Beim ehemaligen Bauernhof ist der landwirtschaftliche Betrieb beendet und die Gebäude werden heute anders genutzt.

Was ist ein Vierkanter?

Ein Vierkanter besteht aus vier Gebäudeflügeln, die einen weitgehend geschlossenen Innenhof bilden. Diese Hofarchitektur ist besonders charakteristisch für das Mostviertel.

Was ist ein Streckhof?

Beim Streckhof liegen Wohn- und Wirtschaftsbereiche langgestreckt hintereinander auf dem Grundstück. Solche Hofstrukturen sind besonders für das östliche Niederösterreich und das Weinviertel typisch.

Kann ein ehemaliger Stall zu Wohnraum werden?

Nicht automatisch. Der baurechtliche Bestand, die Widmung und die Genehmigungsfähigkeit der Nutzungsänderung müssen beim konkreten Gebäude geprüft werden.

Kann ein Stadl ausgebaut werden?

Das kann möglich sein, hängt aber von Baurecht, Konstruktion, Erschließung, Belichtung und gegebenenfalls Denkmalschutz ab. Ein Stadl kann jedoch auch als einfacher Nutzraum sehr wertvoll sein.

Kann man einen ehemaligen Bauernhof mieten?

Ja. Entsprechende Mietangebote sind deutlich seltener als Kaufangebote. Wichtig ist dabei, welche Nebengebäude und Außenflächen tatsächlich zur Miete gehören.

Muss man auf einem ehemaligen Bauernhof Landwirtschaft betreiben?

Nein. Gerade darin liegt die Abgrenzung zum aktiven Bauernhof. Die frühere Landwirtschaft kann vollständig beendet sein.

Kann zu einem ehemaligen Bauernhof noch Wiese oder Wald gehören?

Ja. Frühere Hofstellen können weiterhin größere Grundstücke, Wiesen, Äcker oder Wald besitzen. Bei land- oder forstwirtschaftlichen Flächen können zusätzliche rechtliche Anforderungen beim Erwerb bestehen.

Was sollte vor dem Kauf zuerst geprüft werden?

Wohnhaus, Dach und Tragwerk, Feuchtigkeit, Stall und Stadl, baurechtlicher Bestand, Grundstücke, Widmungen, mögliche Umnutzungen und der langfristige Unterhalt der gesamten Hofanlage gehören zu den wichtigsten Punkten.

 

Ein ehemaliger Bauernhof braucht keine Landwirtschaft mehr, um wieder voller Leben zu sein

Vielleicht steht am Nachmittag das Hoftor offen. Im Stadl wird noch an etwas gearbeitet, Kinder laufen zwischen Garten und Haus und der Hund liegt dort, wo er alles gleichzeitig sehen kann.

Freunde kommen dazu.

Einer schaut kurz in den ehemaligen Stall, ein anderer setzt sich bereits an den Tisch. Jemand holt noch Getränke aus dem Haus und später werden zusätzliche Stühle gebraucht.

Die alten Wirtschaftsgebäude stehen noch immer da.

Aber ihre Aufgabe hat sich verändert.

Genau darin liegt der Reiz eines ehemaligen Bauernhofs.

Niederösterreich gibt ihm sehr unterschiedliche Formen – vom langgezogenen Weinviertler Hof über den geschlossenen Vierkanter des Mostviertels bis zu größeren Waldviertler Hofanlagen und den vielfältigen ehemaligen Betrieben des Industrieviertels.

Die passende Hofstelle ist deshalb nicht automatisch jene mit den meisten Quadratmetern.

Es ist der Ort, bei dem Wohnhaus, Hof, Garten und alte Wirtschaftsgebäude genügend Möglichkeiten bieten, ohne dass bereits heute feststehen muss, was daraus in zehn Jahren geworden ist.

Die Kühe müssen nicht wieder in den Stall.

Der Traktor muss nicht zurück in den Stadl.

Aber Familie, Freunde, Arbeit, Hobby und Alltag dürfen wieder in diese Räume einziehen.

Dann bleibt die Geschichte des Hofes sichtbar.

Nur das Leben darin ist ein neues.

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