Gutshof kaufen, mieten oder pachten im Raum Bruck an der Leitha – für Menschen, die großes Anwesen, Hofräume und neue Nutzung verbinden möchten
Jetzt Suche verfeinern
Suche verfeinern
- Postleitzahlbereich 0
- Postleitzahlbereich 1
- Postleitzahlbereich 2
- Postleitzahlbereich 3
- Postleitzahlbereich 4
- Postleitzahlbereich 5
- Postleitzahlbereich 6
- Postleitzahlbereich 7
- Postleitzahlbereich 8
- Postleitzahlbereich 9
- Postleitzahlenbereich-03
- Postleitzahlenbereich-02
- Postleitzahlenbereich-01
- Postleitzahlenbereich-04
- Postleitzahlenbereich-09
- Postleitzahlenbereich-08
- Postleitzahlenbereich-06
- Postleitzahlenbereich-07
- Postleitzahlbereich-12
- Postleitzahlbereich-10
- Postleitzahlbereich-13
- Postleitzahlbereich-18
- Postleitzahlbereich-19
- Postleitzahlbereich-16
- Postleitzahlenbereich-17
- Postleitzahlenbereich-14
- Postleitzahlenbereich-15
- Postleitzahlenbereich 26
- Postleitzahlenbereich 28
- Postleitzahlenbereich 27
- Postleitzahlenbereich 29
- Postleitzahlenbereich 21
- Postleitzahlenbereich 22
- Postleitzahlenbereich 20
- Postleitzahlenbereich 23
- Postleitzahlenbereich 24
- Postleitzahlenbereich 25
- Postleitzahlenbereich-39
- Postleitzahlenbereich-38
- Postleitzahlenbereich-30
- Postleitzahlenbereich-31
- Postleitzahlenbereich-32
- Postleitzahlenbereich-33
- Postleitzahlenbereich-37
- Postleitzahlenbereich-34
- Postleitzahlenbereich-35
- Postleitzahlenbereich-36
- Postleitzahlenbereich 49
- Postleitzahlenbereich 48
- Postleitzahlenbereich 46
- Postleitzahlenbereich 47
- Postleitzahlenbereich 41
- Postleitzahlenbereich 40
- Postleitzahlenbereich 42
- Postleitzahlenbereich 45
- Postleitzahlenbereich 44
- Postleitzahlenbereich 59
- Postleitzahlenbereich 58
- Postleitzahlenbereich 52
- Postleitzahlenbereich 50
- Postleitzahlenbereich 51
- Postleitzahlenbereich 53
- Postleitzahlenbereich 57
- Postleitzahlenbereich 54
- Postleitzahlenbereich 56
- Postleitzahlenbereich 55
- Postleitzahlenbereich-65
- Postleitzahlenbereich-61
- Postleitzahlenbereich-60
- Postleitzahlenbereich-63
- Postleitzahlenbereich-64
- Postleitzahlenbereich-66
- Postleitzahlenbereich-67
- Postleitzahlenbereich-68
- Postleitzahlenbereich-69
- Postleitzahlenbereich-76
- Postleitzahlenbereich-74
- Postleitzahlenbereich-77
- Postleitzahlenbereich-75
- Postleitzahlenbereich-71
- Postleitzahlenbereich-70
- Postleitzahlenbereich-79
- Postleitzahlenbereich-78
- Postleitzahlenbereich-72
- Postleitzahlenbereich-73
Unsere Immobilienangebote für Sie
Ökologischer Ferien- und Seminarhof mit 3 Häusern auf idyllischem Ökö-Grundstück...
Pferde und Naturanwesen mit Waldsee auf rund sieben Hektar, 2 Häuser, Privatstra...
Wohnen und Arbeiten von zu Hause in Crimmitschau – Gewerbe, Lagerfläche und Erho...
Einzigartiges Seminarhaus zu verkaufen | Werra-Meißner
Landhaus im Weimarer Land – 1.272 m², Scheune, Stall, 2 Garagen & Mehrgeneration...
Landhaus + Knittlingen + kaufen + zwei Wohnungen + Scheune + Werkstatt
Pferde und Naturanwesen mit Waldsee auf rund sieben Hektar, 2 Häuser, Privatstra...
Historisches Pferdeanwesen im südlichen Elsass (ca. 35 Minuten ab Basel) für 6-8...
Voll vermietetes Jugendstil-Denkmal mit Seltenheitswert in Zittau zentrumsnah
Hochwertiger Bungalow mit liebevoll angelegtem Garten in ruhiger Lage von Daleid...
Suchauftrag aufgeben
Schneller sein – und neue Angebote sofort per E-Mail erhalten!
Einfach: Wunschort & Grundstücksgröße angeben – mehr braucht es nicht
Automatisch: Wir suchen im Umkreis von 50 km – ganz ohne Aufwand für Sie
Direkt informiert: Neue passende Immobilien? Sie erhalten sofort eine E-Mail
Diskret: Ihre Daten bleiben geschützt – keine Weitergabe an Dritte
Flexibel: Nur Sie entscheiden, mit wem Sie Kontakt aufnehmen möchten
Jetzt kostenlosen Suchauftrag erstellen und nichts mehr verpassen!
Für Menschen, die nicht nur ein großes Haus, sondern ein ganzes Anwesen für Familie, Arbeit, Gäste und eigene Ideen suchen
Bei einem Gutshof im Raum Bruck an der Leitha beginnt die Besichtigung selten mit der Frage, welches Zimmer später das Wohnzimmer werden könnte. Zuerst versucht man überhaupt zu verstehen, wie das Anwesen aufgebaut ist. Ein größeres Wohnhaus steht an einer Seite des Hofes, gegenüber liegen frühere Stallungen oder Wirtschaftsgebäude, weiter hinten eine Scheune, Werkstatt oder ein alter Speicher. Durch ein Tor geht es noch in einen zweiten Bereich, und dahinter beginnt vielleicht Garten, Park, Wiese oder landwirtschaftlicher Grund.
Ein Gutshof ist nicht einfach ein Bauernhof mit mehr Quadratmetern.
Er ist eine Anlage.
Seine Gebäude entstanden häufig aus einer größeren wirtschaftlichen Organisation. Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude, Lager, Stallungen, Hof und Flächen gehörten zusammen und wurden als Einheit bewirtschaftet oder verwaltet. Historisch begegnen dafür in Österreich auch Begriffe wie Gut, Gutsbetrieb, Wirtschaftshof oder – in bestimmten herrschaftlichen beziehungsweise klösterlichen Zusammenhängen – Meierhof.
Im Bezirk Bruck an der Leitha ist diese Geschichte keine theoretische Konstruktion. In Petronell-Carnuntum ist „Gutshof“ bis heute sogar als Ortsbezeichnung innerhalb der historischen Gutsstruktur erhalten. Schloss, Wirtschaftsbauten und große Agrarflächen erinnern dort an eine Zeit, in der Grundbesitz nicht von einem einzelnen Bauernhof aus gedacht wurde, sondern als größere wirtschaftliche Einheit.
Heute kann ein Gutshof vollständig anders genutzt werden.
Vielleicht lebt eine Familie im Haupthaus. In einem Seitengebäude arbeitet jemand, der sein Büro oder Atelier bewusst nicht im Wohnbereich haben möchte. Der ehemalige Stall nimmt Fahrräder, Werkstatt und Lager auf. In einem weiteren Gebäudeteil wohnen die Eltern, erwachsene Kinder oder Gäste. Landwirtschaft findet nur noch auf einem Teil der Flächen statt – oder überhaupt nicht mehr.
An einem Samstagvormittag verteilt sich das Leben deshalb schnell über das ganze Anwesen. Im Hof wird an einem Anhänger gearbeitet, während im Haupthaus jemand kocht. Zwei Kinder verschwinden mit Fahrrädern hinter einem Wirtschaftsgebäude, kommen später wieder und wollen wissen, ob sie im großen Schuppen etwas aufbauen dürfen. Ein Freund hilft in der Werkstatt, seine Partnerin sitzt irgendwann mit Kaffee im Garten und erzählt mit jemandem, der eigentlich nur kurz aus dem Haus gekommen war.
Niemand macht dasselbe.
Trotzdem begegnen sich die Menschen ständig.
Später wird ein großer Tisch in den Schatten eines Gebäudeflügels gestellt. Einer bringt Brot und Salat aus der Küche, jemand anderes stellt Getränke dazu und ein Nachbar, der wegen einer Maschine oder eines Weges kurz hereingekommen ist, sitzt plötzlich ebenfalls dort. Die Kinder tauchen zwischendurch auf, verschwinden wieder und bringen irgendwann noch zwei Freunde aus dem Ort mit.
Aus einem Arbeitstag wird kein inszeniertes Hoffest.
Es wird einfach ein Tag, an dem viele Menschen an unterschiedlichen Stellen desselben Anwesens etwas tun und sich immer wieder zusammenfinden.
Vielleicht liegt genau darin ein Lebenswunsch, der Gutshöfe von kleineren Wohnimmobilien unterscheidet: Man möchte nicht ständig gemeinsam sein müssen – aber genügend Raum besitzen, damit Familie, Freunde, Arbeit und eigene Projekte nebeneinander stattfinden können, ohne sich gegenseitig zu verdrängen.
Bei my-landimmo steht beim Gutshof deshalb die gesamte Anlage im Mittelpunkt. Das Haupthaus allein reicht nicht für die Einordnung. Erst das Zusammenspiel aus Hof, Wirtschaftsgebäuden und weiteren Grundstücksflächen macht aus einem großen Landhaus oder Herrenhaus einen Gutshof.
Markt & Besonderheiten
| Angebotslage | Gutshöfe sind im Raum Bruck an der Leitha ausgesprochen seltene Spezialimmobilien. Vergleichbare Anlagen werden häufig auch als Landgut, historisches Anwesen, Gutsbetrieb, Wirtschaftshof, Meierhof oder größerer Hof angeboten. Historische Gutsstrukturen sind in der Region vorhanden, der offene Immobilienmarkt liefert jedoch nur wenige direkt vergleichbare Verkäufe. |
| Preisspannen | Für Niederösterreich liegt die grobe Orientierung bei etwa 400.000 EUR bis 3.000.000 EUR. Kleine oder stark sanierungsbedürftige Anlagen können darunter liegen, größere Gutshöfe mit umfangreichen Gebäuden, landwirtschaftlichen Flächen, Park oder hochwertiger Sanierung deutlich darüber. Im Raum Bruck an der Leitha muss wegen des sehr kleinen Marktes immer das gesamte Anwesen individuell bewertet werden. |
| Typische Bestandteile | Größeres Wohn- oder Haupthaus, Innen- beziehungsweise Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Garagen, Lager und Speicher sowie je nach Geschichte Garten, Park, Wiesen, Ackerflächen oder Wald. Nicht jeder Gutshof besitzt sämtliche Bestandteile. |
| Regionale Begriffe | Neben Gutshof passen je nach historischem Zusammenhang Gut, Gutsbetrieb, Wirtschaftshof und Gutsverwaltung. Meierhof bezeichnet historisch insbesondere einen Wirtschaftshof, von dem aus herrschaftlicher oder klösterlicher Eigenbesitz bewirtschaftet wurde, und sollte deshalb nicht pauschal für jede größere Hofanlage verwendet werden. |
| Heutige Nutzung | Privates Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, Gäste, Homeoffice, Atelier, Werkstatt, Tierhaltung sowie teilweise landwirtschaftliche oder andere wirtschaftliche Nutzung können nebeneinander stattfinden, soweit Gebäude und rechtliche Voraussetzungen dazu passen. |
| Kaufen, mieten oder pachten | Der Kauf ist am häufigsten. Miete oder Pacht kommen bei größeren Anlagen ebenfalls infrage, insbesondere wenn wirtschaftlich nutzbare Gebäude oder Flächen Bestandteil des Anwesens sind. Erhaltungspflichten und Nutzungsrechte müssen dann besonders klar geregelt werden. |
| Besonderheiten | Mehrere Gebäude bedeuten mehrere Dächer, unterschiedliche Bauzustände und häufig komplexe Widmungs- und Nutzungsfragen. Baurechtlicher Bestand, Denkmalschutz, landwirtschaftliche Flächen, Pachtverhältnisse, Zufahrten, Wasser, Abwasser und langfristiger Erhaltungsaufwand gehören deshalb zur Prüfung. |
Regionale Architektur & Bauweisen
Der Gutshof folgt keiner einzigen regionalen Bauform. Anders als beim Streckhof oder klassischen Bauernhaus entscheidet weniger der Grundriss eines Gebäudes als die Anordnung mehrerer Gebäude zueinander.
Typisch ist ein größerer Hofraum, der von unterschiedlichen Trakten gefasst wird. Das Wohnhaus beziehungsweise Haupthaus kann stärker ausgearbeitet sein, während gegenüber Stallungen, Lager oder Werkstätten liegen. Scheunen und Speicher schließen das Ensemble teilweise nach hinten ab.
Bei historischen Wirtschaftshöfen können die Gebäude einen fast geschlossenen Innenhof bilden. Andere Anlagen wurden über Jahrhunderte erweitert und wirken deutlich offener. Ein älterer Wirtschaftshof trifft dort auf eine spätere Maschinenhalle oder Garage, während Garten und Park wieder aus einer anderen Phase stammen.
Diese gewachsene Architektur kann für heutige Bewohner ausgesprochen praktisch sein.
Wohnen bleibt im Haupthaus. Eine Werkstatt erhält ihren eigenen Gebäudeflügel. Fahrzeuge verschwinden in früheren Wirtschaftsgebäuden und Gäste müssen nicht zwangsläufig im privaten Familienbereich untergebracht werden.
Gleichzeitig entstehen Wege.
Vom Wohnhaus geht man über den Hof zur Werkstatt. Wer im Nebengebäude arbeitet, kommt auf dem Weg zur Küche an anderen Menschen vorbei. Kinder bewegen sich zwischen verschiedenen Bereichen und lernen schnell, welche Türen zu ihnen gehören und welche besser geschlossen bleiben.
Die Anlage schafft damit Nähe, ohne sämtliche Menschen in denselben Räumen zu versammeln.
Petronell-Carnuntum – ein Gutshof ist hier keine erfundene Immobilienbezeichnung
Petronell-Carnuntum bietet für diese Objektart einen besonders starken regionalen Bezug.
Der Ort besitzt mit Schloss Petronell und den zugehörigen historischen Wirtschaftsstrukturen ein Beispiel dafür, wie großräumiger Besitz, Landwirtschaft und herrschaftliches Wohnen miteinander verbunden waren. Noch heute trägt ein Bereich die Bezeichnung Gutshof.
Auch ein historischer Schüttkasten gehört zur ehemaligen Gutsanlage.
Ein solcher Schüttkasten war kein dekoratives Nebengebäude, sondern Speicher. Getreide und andere Erzeugnisse mussten trocken gelagert werden, und bei größeren Wirtschaftseinheiten entstanden dafür entsprechend dimensionierte Gebäude.
Gerade solche Bauten zeigen den Unterschied zwischen Bauernhof und Gutshof.
Beim bäuerlichen Hof richteten sich Gebäude nach dem Betrieb einer Familie.
Bei einer Gutswirtschaft konnten Flächenumfang, Verwaltung, Lagerung und Arbeitsorganisation eine andere Dimension erreichen. Menschen arbeiteten dort, ohne selbst Eigentümer des gesamten Gutes zu sein. Wirtschaftsgebäude dienten nicht nur einem Haushalt, sondern einer größeren Organisation.
Für heutige Immobilien muss diese Geschichte nicht vollständig erhalten sein.
Aber dort, wo mehrere Wirtschaftsgebäude, größere Hofräume und eine historische Gutsstruktur noch klar lesbar sind, ist Gutshof eine wesentlich präzisere Bezeichnung als „großes Bauernhaus“.
Schüttkasten, Speicher und Wirtschaftsgebäude erzählen mehr als die Wohnräume
Bei Gutshöfen lohnt es sich besonders, die Gebäude anzuschauen, die in gewöhnlichen Immobilienanzeigen oft nur als Nebengebäude bezeichnet werden.
Ein großer Speicher entstand nicht zufällig.
Eine breite Durchfahrt war für Waren und Fahrzeuge notwendig.
Stallungen hatten eine bestimmte Kapazität, Werkstätten lagen dort, wo Reparaturen und Geräte organisiert wurden, und Wirtschaftsgebäude erhielten robuste Böden und große Tore, weil sie Arbeit aufnehmen mussten.
Heute kann ein Speicher vollkommen anders genutzt werden.
Vielleicht bleibt er Lager.
Vielleicht entsteht dort eine Sammlung, ein Atelier oder ein großer Arbeitsraum. Eine ehemalige Stallung nimmt private Tiere auf, während ein anderer Gebäudeteil nur Fahrzeuge und Werkzeug beherbergt.
Der Fehler wäre, sämtliche Flächen sofort in mögliche Wohnquadratmeter umzudenken.
Ein Gutshof gewinnt gerade dadurch, dass nicht jeder Raum dieselben Anforderungen erfüllen muss.
Ein trockener, stabiler Wirtschaftsraum kann für einen Menschen, der Fahrzeuge restauriert, wertvoller sein als ein weiteres Gästezimmer.
Ein großer Speicher kann einer Familie jahrzehntelang dienen, ohne jemals beheizt zu werden.
Wirtschaftshof und Innenhof – die Mitte der ganzen Anlage
Bei einem Gutshof ist der Hof oft größer als bei einem Bauernhaus und weniger eindeutig dem privaten Wohnen zugeordnet.
Historisch wurde dort gefahren, gelagert, verladen und gearbeitet.
Heute kann daraus ein erstaunlich vielseitiger Zwischenraum werden.
Am Vormittag steht vielleicht ein Anhänger dort. Später fahren Kinder mit Fahrrädern über einen Teil des Hofes. Am Rand wird Holz abgeladen, während vor dem Wohnhaus ein kleinerer Bereich mit Tisch und Stühlen entstanden ist.
Im Sommer verändert sich die Nutzung im Laufe des Tages.
Vormittags arbeitet jemand in der Werkstatt. Mittags sitzen zwei Menschen kurz draußen. Am Nachmittag kommen Freunde, und gegen Abend wird ein längerer Tisch unter einen Gebäudeflügel geschoben, weil dort noch Schatten ist.
Ein Gutshof braucht dafür keinen perfekt gestalteten Innenhof.
Im Gegenteil.
Wenn jede Fläche ausschließlich dekorativ genutzt werden darf, geht ein Teil seiner Stärke verloren.
Ein Wirtschaftshof darf Spuren von Arbeit zeigen.
Und trotzdem am Abend ein Ort sein, an dem Menschen zusammensitzen.
Ein Gutshof kann mehrere Lebensbereiche aufnehmen, ohne sie zu vermischen
Gerade diese Trennung ist für viele Käufer der entscheidende Unterschied zu einem großen Wohnhaus.
Wer von zuhause arbeitet, kann ein Büro in einem eigenen Gebäudeteil einrichten. Wer handwerklich arbeitet, bekommt eine Werkstatt, in der Geräusche und Staub nicht zum Familienalltag gehören. Gäste wohnen möglicherweise in einem separaten Bereich.
Dadurch müssen nicht ständig Räume umfunktioniert werden.
Der Esstisch bleibt Esstisch, obwohl jemand beruflich Akten oder Computer benötigt. Fahrräder stehen nicht im Wohnhaus. Ein größeres Projekt kann mehrere Wochen liegen bleiben, ohne dass dafür jeden Abend aufgeräumt werden muss.
Am Ende des Tages führen die Wege trotzdem wieder über denselben Hof.
Jemand schließt die Werkstatt ab und kommt am Garten vorbei. Ein Familienmitglied steht dort noch mit einem Glas, zwei Gäste sitzen bereits am Tisch und aus dem Haupthaus wird gefragt, wer mitisst.
Arbeiten und Wohnen bleiben getrennt.
Die Menschen nicht zwangsläufig.
Familie – ein Gutshof schafft nicht mehr Nähe, sondern mehr Möglichkeiten dafür
Ein großes Anwesen macht aus einer Familie keine harmonische Gemeinschaft.
Aber es kann verhindern, dass zu wenig Raum aus normalen Unterschieden ständig Konflikte macht.
Ein Mensch braucht Ruhe, während ein anderer Freunde empfängt. Kinder wollen draußen sein, jemand arbeitet und ein älteres Familienmitglied möchte sich zurückziehen.
Auf einem Gutshof können solche Bedürfnisse räumlich nebeneinander bestehen.
Am Nachmittag ist vielleicht kaum jemand im Haupthaus. Ein Kind ist bei den Tieren, ein anderes in einem Nebengebäude, zwei Erwachsene arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. Später treffen sich einige in der Küche, andere kommen erst zum Abendessen dazu.
Gemeinschaft entsteht nicht daraus, dass alle ununterbrochen beieinandersitzen.
Sie entsteht daraus, dass man sich immer wieder begegnen kann.
Ein großer Hof kann dafür überraschend viele Gelegenheiten schaffen.
Mehrere Generationen – eine der stärksten heutigen Nutzungen
Gutshöfe können besonders interessant für mehrere Generationen sein, wenn bereits mehrere rechtmäßige Wohnbereiche vorhanden sind oder sich geeignete Gebäudeteile entsprechend entwickeln lassen.
Eltern oder Großeltern wohnen vielleicht im Haupthaus, während eine jüngere Familie einen Seitenflügel nutzt. Erwachsene Kinder benötigen später ihren eigenen Bereich, bleiben aber auf demselben Anwesen.
Der Hof verbindet diese Haushalte.
Ein Enkelkind geht nach der Schule kurz hinüber. Jemand bringt Gemüse aus dem Garten vorbei. Im Sommer sitzt man häufiger zusammen draußen, während im Winter jeder stärker in seinem eigenen Wohnbereich lebt.
Eigene Küchen und Bäder sind dabei kein Zeichen fehlender Gemeinschaft.
Sie verhindern vielmehr, dass aus Nähe permanente Abstimmung wird.
Mehrgenerationenwohnen funktioniert selten deshalb gut, weil möglichst viele Menschen möglichst wenig Abstand haben.
Es funktioniert besser, wenn man sich unkompliziert sehen kann – und genauso unkompliziert wieder die eigene Tür schließen darf.
Freunde und Gäste – nicht jeder Besuch muss im Haupthaus stattfinden
Auch Freunde verändern einen Gutshof anders als ein normales Wohnhaus.
Jemand kommt wegen eines Projekts in der Werkstatt und sieht das Wohnzimmer an diesem Tag überhaupt nicht. Andere sitzen im Garten, während zwei noch einen Rundgang über das Anwesen machen.
Ein Gast, der über Nacht bleibt, kann einen eigenen Bereich besitzen. Dadurch muss nicht der gesamte Familienalltag umgestellt werden.
An einem Sommerabend entsteht daraus schnell eine größere Runde.
Zunächst kommen zwei Freunde. Einer geht direkt zur Werkstatt, weil dort etwas fertiggestellt werden soll. Später sitzen vier Menschen am Tisch. Ein weiteres Auto fährt durch das Tor, Kinder bringen Freunde mit und jemand beginnt, Essen aus dem Haus zu holen.
Die Gruppe bleibt nicht dauerhaft zusammen. Zwei gehen noch einmal in ein Nebengebäude, jemand zeigt einem Gast den Garten und andere sitzen weiter im Hof.
Später treffen sich alle wieder.
Vielleicht liegt genau darin die soziale Qualität eines Gutshofes: Menschen können dazugehören, ohne permanent Teil derselben Runde sein zu müssen.
Garten, Park und Freiflächen – nicht jedes große Grundstück ist dasselbe
Bei Gutshöfen können die Außenflächen sehr unterschiedlich sein.
Ein historisch stärker repräsentativer Teil kann Garten oder parkartige Strukturen besitzen. Andere Flächen waren immer Nutzgarten, Obstgarten, Weide oder landwirtschaftlicher Grund.
Diese Bereiche sollten nicht vermischt bewertet werden.
Ein Park mit alten Bäumen schafft eine besondere Wohnqualität, verlangt aber Baumpflege und Unterhalt. Eine Wiese ist pflegeleichter, wenn sie extensiv genutzt werden kann. Ackerflächen folgen wiederum einer landwirtschaftlichen Logik.
Auch innerhalb eines privaten Gutshofes muss deshalb nicht alles zum Ziergarten werden.
Direkt am Wohnhaus kann ein kleinerer gepflegter Bereich entstehen. Weiter hinten bleibt Wiese. Obstbäume stehen dort, wo sie schon lange stehen, und an einem Rand dürfen Dinge gelagert werden, die vor einem repräsentativen Haupthaus niemand sehen möchte.
Großzügigkeit bedeutet nicht, sämtliche Fläche gestalten zu müssen.
Sie bedeutet auch, Flächen unterschiedlich behandeln zu können.
Tiere – ein Gutshof kann viel Raum bieten, aber Nutzung bleibt konkret
Ehemalige Stallungen und größere Grundstücke machen Gutshöfe häufig für Tierhaltung interessant.
Private Pferde, Schafe, Hühner oder andere Tiere können je nach Gebäude, Fläche und rechtlichen Voraussetzungen gut zur Anlage passen.
Ein alter Stall bedeutet jedoch nicht automatisch eine moderne, geeignete Tierhaltung.
Belüftung, Licht, Wasser, Auslauf, Futterlager, Mistwirtschaft und baulicher Zustand müssen zur konkreten Tierart passen.
Auch die Wege innerhalb des Gutshofes werden dann wichtig.
Wie gelangt Futter zum Stall? Wo kann Mist gelagert und abgeholt werden? Müssen Fahrzeuge durch den privaten Wohnbereich fahren?
Wenn die Hofstruktur funktioniert, werden Tiere irgendwann selbstverständlich Teil des Alltags.
Am Morgen geht jemand zuerst in den Stall. Später hilft ein Kind kurz mit, weil es ohnehin draußen ist. Freunde wissen, welche Tür sie geschlossen halten müssen, und ein Hund hat längst verstanden, welche Bereiche des Anwesens aus seiner Sicht besonders regelmäßig kontrolliert werden müssen.
Tierhaltung muss den Gutshof nicht wieder zum landwirtschaftlichen Betrieb machen.
Sie kann einfach eine seiner heutigen Nutzungen sein.
Landwirtschaft kann weiterlaufen – muss aber nicht
Historisch gehörte landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu vielen Gutshöfen.
Heute reicht die Spanne von vollständig privater Nutzung bis zum weiterhin aktiven Gutsbetrieb.
Ein Eigentümer kann die eigenen Ackerflächen selbst bewirtschaften. Andere verpachten sie an einen Landwirt aus der Umgebung und nutzen lediglich Wohnhaus, Hof und Wirtschaftsgebäude selbst.
Auch Mischformen sind möglich.
Ein Teil der Gebäude dient privaten Zwecken, während Flächen landwirtschaftlich verpachtet sind. Eine Halle bleibt für landwirtschaftliche Nutzung vermietet und andere Räume werden als Werkstatt oder Lager verwendet.
Gerade deshalb sollten Eigentums- und Pachtverhältnisse sauber dokumentiert sein.
Wie viele Hektar gehören tatsächlich zum Anwesen?
Welche Flächen sind verpachtet?
Welche Wege werden von Pächtern benötigt?
Gibt es Nutzungsrechte an Gebäuden?
Ein Gutshof kann heute sehr flexibel sein.
Flexibilität funktioniert aber nur, wenn die unterschiedlichen Nutzungen nicht rechtlich und praktisch miteinander kollidieren.
Gutsbetrieb und privater Gutshof sind zwei unterschiedliche Alltage
Wenn ein Gutshof weiterhin als größerer landwirtschaftlicher Betrieb geführt wird, rückt die wirtschaftliche Organisation wieder stärker in den Mittelpunkt.
Dann geht es um Maschinen, Lager, Ackerflächen, möglicherweise Mitarbeiter und langfristige Betriebsplanung.
Der Hof ist Arbeitsort.
Ein vollständig privat genutzter Gutshof funktioniert anders. Wirtschaftsgebäude bleiben erhalten, müssen aber keinen Ertrag mehr erwirtschaften. Sie können Werkstatt, Lager, Tiere, Gäste oder persönliche Projekte aufnehmen.
Für die Immobilienbeschreibung sollte dieser Unterschied sichtbar sein.
Ein Käufer, der einen wirtschaftlichen Gutsbetrieb sucht, bewertet Flächen und Hallen anders als eine Familie, die ein großes historisches Anwesen privat nutzen möchte.
Beide können nach einem Gutshof suchen.
Aber nach einem völlig anderen Leben darin.
Meierhof und Wirtschaftshof – Begriffe mit eigener Geschichte
Der Begriff Meierhof begegnet in Österreich bei historischen Schloss-, Kloster- und Herrschaftsanlagen.
Ein Meierhof war ursprünglich ein Wirtschaftshof, von dem aus herrschaftlicher beziehungsweise klösterlicher Eigenbesitz bewirtschaftet wurde. Er konnte Stallungen, Scheunen, Speicher und weitere für die Versorgung und Landwirtschaft notwendige Gebäude umfassen.
Damit liegt der Begriff nahe am Gutshof, ist aber nicht einfach ein österreichisches Synonym dafür.
Nicht jeder Gutshof war ein Meierhof.
Und ein ehemaliger Meierhof kann heute vollständig andere Funktionen besitzen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Wirtschaftshof. Der Begriff beschreibt stärker die wirtschaftliche Funktion der Gebäude und kann Teil eines Schlosses, Gutes oder größeren Besitzes gewesen sein.
Für my-landimmo ist deshalb die historische Herkunft hilfreich, aber das heutige Gesamtbild entscheidet über die Objektart.
Gutshof oder Bauernhof?
Beide können Landwirtschaft, Stallungen und Wirtschaftsgebäude besitzen.
Der Bauernhof ist jedoch stärker mit dem Betrieb einer bäuerlichen Hofstelle verbunden. Wohnhaus, Familie und landwirtschaftlicher Betrieb bilden dort den Kern.
Beim Gutshof steht die größere Anlage stärker im Vordergrund. Historisch konnten umfangreichere Flächen, mehr Wirtschaftsgebäude, Verwaltung und gegebenenfalls Beschäftigte dazugehören.
Auch heute zeigt sich der Unterschied häufig räumlich.
Ein Gutshof besitzt vielleicht mehrere große Gebäudeflügel, getrennte Wohnbereiche, Werkstätten, Speicher und größere Freiflächen.
Die Grenze ist nicht allein eine Frage der Hektar.
Sie liegt in der Struktur.
Ein sehr großer Bauernhof bleibt ein Bauernhof, wenn seine Hof- und Betriebslogik bäuerlich geprägt ist.
Eine historische Gutsanlage kann dagegen Gutshof bleiben, obwohl heute überhaupt keine Landwirtschaft mehr stattfindet.
Gutshof oder Gutshaus?
Hier ist die Abgrenzung besonders wichtig.
Das Gutshaus ist in erster Linie das Wohngebäude eines Gutes.
Es kann größer, repräsentativer und architektonisch stärker ausgearbeitet sein als die übrigen Gebäude.
Der Gutshof bezeichnet dagegen die gesamte Anlage.
Zum Gutshaus kommen Hof, Stallungen, Scheunen, Speicher, Werkstatt und andere Wirtschaftsgebäude hinzu.
Wenn von einem historischen Gut nur noch das Wohngebäude und ein Garten erhalten sind, passt Gutshaus häufig besser.
Wenn das Ensemble mit mehreren Wirtschaftsgebäuden noch deutlich erkennbar ist, spricht mehr für Gutshof.
Ein Gutshaus kann also Teil eines Gutshofes sein.
Der Gutshof ist nicht lediglich ein anderes Wort für das Gutshaus.
Gutshof oder Herrenhaus?
Beim Herrenhaus steht das große historische Wohngebäude mit seiner ehemals gehobenen beziehungsweise herrschaftlichen Wohnfunktion im Mittelpunkt.
Ein Herrenhaus kann zu einem Gut gehören.
Es muss aber nicht zwangsläufig eine größere erhaltene Wirtschaftsstruktur besitzen.
Der Gutshof wird dagegen gerade durch diese Wirtschaftsstruktur geprägt.
Für einen Käufer können beide Objektarten dieselbe Liegenschaft betreffen: Das Herrenhaus bildet den Wohntrakt, während Stallungen, Scheunen und Wirtschaftshof zusammen den Gutshof ergeben.
Für die Suchintention lohnt trotzdem die Trennung.
Wer vor allem historische Wohnräume und repräsentative Architektur sucht, denkt stärker an Herrenhaus.
Wer ein ganzes Ensemble aus Wohnen, Hof und Wirtschaftsgebäuden sucht, denkt stärker an Gutshof.
Gutshof oder Schloss & Burg?
Ein Schloss kann selbstverständlich einen Wirtschaftshof oder Gutshof besitzen.
Das macht beide Gebäudearten aber nicht identisch.
Beim Schloss steht die historische herrschaftliche beziehungsweise repräsentative Anlage im Mittelpunkt. Architektur, Säle, Park und gesellschaftliche Funktion können dort wesentlich stärker prägen.
Der Gutshof war der wirtschaftliche Teil.
Dort standen Tiere, Vorräte und Geräte. Dort wurde organisiert, gelagert und gearbeitet.
Gerade historische Schlossanlagen zeigen, dass beide Welten häufig unmittelbar nebeneinanderlagen.
Für heutige Immobilien kann der frühere Gutshof sogar separat vom Schloss bestehen.
Dann ist seine wirtschaftliche Architektur weiterhin erkennbar, obwohl das repräsentative Zentrum längst einen anderen Eigentümer besitzt.
Ein Gutshof braucht mehr Unterhaltung als ein großes Haus
Mehrere Gebäude schaffen Möglichkeiten.
Sie schaffen ebenso Verpflichtungen.
Drei Nebengebäude bedeuten drei Dächer, deren Zustand irgendwann relevant wird. Ein großer Hof muss entwässert werden. Alte Bäume brauchen Pflege. Tore und Mauern müssen erhalten werden und ein selten genutzter Speicher bleibt trotzdem ein Gebäude.
Gerade bei historischen Gutshöfen können Reparaturen Größenordnungen erreichen, die sich nicht aus der Wohnfläche ableiten lassen.
Ein Käufer sollte deshalb nicht nur fragen, wie viele Räume vorhanden sind.
Er sollte fragen, welche Gebäude langfristig gebraucht werden und welche Kosten trotzdem entstehen, wenn sie kaum genutzt werden.
Ein Gebäude muss nicht vollständig ausgebaut werden.
Es muss aber standsicher und wetterfest bleiben.
Die Offenheit eines Gutshofes ist nur dann angenehm, wenn sie wirtschaftlich tragbar bleibt.
Denkmalschutz kann einzelne Gebäude oder das gesamte Ensemble betreffen
Historische Gutshöfe können unter Denkmalschutz stehen.
Das ist jedoch nicht automatisch der Fall.
Auch innerhalb eines Anwesens können unterschiedliche Situationen bestehen. Ein historischer Speicher ist geschützt, während ein später errichtetes Nebengebäude es nicht ist. Bei anderen Anlagen betrifft der Schutz mehrere zusammengehörige Teile.
Vor einem Kauf sollte deshalb nicht aus Alter, Architektur oder einer Maklerbeschreibung auf den rechtlichen Status geschlossen werden.
Wenn Denkmalschutz besteht, sind Veränderungen und Sanierungen entsprechend abzustimmen.
Auch ohne formellen Schutz kann es sinnvoll sein, historische Konstruktionen zunächst zu verstehen, bevor sie verändert werden.
Ein alter Stall oder Speicher wurde für andere klimatische Bedingungen gebaut als moderne Wohnräume.
Wer ihn gegen seine Bauphysik umbaut, löst möglicherweise neue Probleme.
Kaufen, mieten oder pachten?
Gutshöfe können grundsätzlich gekauft, gemietet oder gepachtet werden.
Welche Form sinnvoll ist, hängt stark von der Nutzung ab.
Wer ein Anwesen dauerhaft privat entwickeln möchte, bevorzugt meist Eigentum. Umfangreiche Sanierungen und langfristige Umbauten lassen sich dann unabhängiger planen.
Bei wirtschaftlicher Nutzung kann Pacht interessant sein. Landwirtschaftliche Flächen, Stallungen oder andere Betriebsbereiche werden dabei möglicherweise gemeinsam überlassen.
Entscheidend sind klare Verträge.
Wer repariert das Dach einer Scheune?
Wer trägt die Pflegekosten für Wege und Bäume?
Dürfen Gebäude umgebaut werden?
Welche Flächen gehören tatsächlich zur Nutzung?
Je größer die Anlage, desto weniger sollten solche Fragen mit „Das klären wir dann“ beantwortet werden.
Kaufaspekte & Tipps
Beim Kauf eines Gutshofes im Raum Bruck an der Leitha sollte zuerst die gesamte Anlage aufgenommen werden. Jedes Gebäude braucht eine klare Bezeichnung, Nutzung und bauliche Bewertung.
Beim Haupthaus zählen Dach, Mauerwerk, Feuchtigkeit, Fenster, Heizung, Elektrik, Wasser und Abwasser. Bei historischen Wirtschaftsgebäuden kommen Tragwerk, Torgrößen, Boden, Belüftung und Brandschutz hinzu.
Auch der baubehördliche Bestand sollte mit der tatsächlichen Situation abgeglichen werden. Gutshöfe wurden über lange Zeiträume erweitert, verändert oder teilweise umgenutzt.
Bei größeren Grundstücken müssen Widmungen getrennt betrachtet werden. Bau- und Gartengrund, landwirtschaftliche Flächen und Wald folgen unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen.
Bestehende Pachtverhältnisse gehören vollständig auf den Tisch. Das gilt sowohl für verpachtete Flächen als auch für Gebäude.
Zufahrten und Servitute können bei größeren Anlagen besonders wichtig sein. Welche Wege gehören zum Eigentum? Wer darf sie mitbenutzen? Wie gelangen landwirtschaftliche Fahrzeuge auf verpachtete Flächen?
Wasser und Abwasser verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. Mehrere Gebäude können unterschiedliche Anschlüsse besitzen, historische Brunnen vorhanden sein oder einzelne Trakte gar nicht an heutige Infrastruktur angeschlossen sein.
Bei möglichem Denkmalschutz muss der genaue Umfang geprüft werden.
Und schließlich sollte vor dem Kauf eine nüchterne Nutzungsliste entstehen.
Welche Gebäude brauchen wir wirklich?
Welche könnten wir später entwickeln?
Welche werden voraussichtlich dauerhaft nur Lager bleiben?
Ein Gutshof muss nicht vollständig genutzt werden.
Aber sein Unterhalt betrifft trotzdem die gesamte Anlage.
Für wen geeignet und warum?
Ein Gutshof im Raum Bruck an der Leitha passt zu Menschen, die nicht nur ein Haus suchen, sondern mehrere Lebensbereiche an einem Ort zusammenbringen möchten.
Familien bekommen Platz, damit gemeinsamer Alltag und Rückzug gleichzeitig möglich bleiben. Kinder können sich über ein größeres Anwesen bewegen, ohne dass sämtliche Beschäftigung im Wohnhaus stattfindet.
Mehrere Generationen können getrennte Gebäudeteile nutzen und trotzdem über Hof, Garten und gemeinsame Bereiche verbunden bleiben.
Menschen, die von zuhause arbeiten oder selbstständig sind, können Beruf und Privatleben räumlich trennen, ohne zwischen zwei Standorten pendeln zu müssen.
Handwerklich oder kreativ arbeitende Menschen finden Werkstatt, Atelier, Lager oder Scheune – Räume, in denen Projekte nicht jeden Abend verschwinden müssen.
Tierhaltung kann je nach Gebäuden und Flächen möglich sein. Landwirtschaftliche Interessen lassen sich bei geeigneten Grundstücken ebenso einbinden oder über Verpachtung organisieren.
Und ein Gutshof passt besonders zu Menschen, die gern andere Menschen um sich haben, ohne deshalb permanent Gastgeber spielen zu wollen.
An einem Wochenende ist vielleicht Familie da, während im Nebenhaus Freunde übernachten. Einer arbeitet morgens noch etwas in der Werkstatt. Später gehen einige spazieren, andere bleiben im Garten und zwei helfen dabei, einen schweren Tisch über den Hof zu tragen.
Am Nachmittag sitzt eine größere Runde zusammen. Nicht alle waren eingeladen. Einer kam wegen eines Werkzeugs, zwei wollten nur kurz etwas bringen und jemand aus der Familie hatte Freunde dabei.
Im Laufe des Tages verteilen sich die Menschen wieder über das Anwesen. Ein Gespräch findet im Hof statt, ein anderes in der Werkstatt. Kinder sind irgendwo dazwischen, und wer eine Stunde Ruhe möchte, findet trotzdem einen Ort dafür.
Später kommen alle noch einmal zusammen.
Vielleicht ist genau das der besondere Lebenswunsch hinter einem Gutshof: genügend Raum zu besitzen, damit Nähe nicht organisiert werden muss und Rückzug trotzdem selbstverständlich bleibt.
Nicht jeder Raum braucht dieselbe Aufgabe.
Nicht jeder Mensch muss ständig bei den anderen sein.
Aber das Anwesen hält all diese Wege zusammen.
Warum my-landimmo.de
my-landimmo betrachtet einen Gutshof als gesamte Anlage und nicht lediglich als großes Wohnhaus. Haupthaus, Hof, Wirtschaftsgebäude und Flächen können gemeinsam dargestellt werden.
Gutshof, Gutshaus, Bauernhof, Herrenhaus und Schloss & Burg werden voneinander abgegrenzt, damit unterschiedliche Suchintentionen gezielt erreicht werden.
Stallungen, Scheunen, Speicher, Werkstätten, Park, Wiesen, Acker oder Wald können im Inserat ebenso berücksichtigt werden wie die eigentlichen Wohnräume.
my-landimmo ist spezialisiert auf besondere, ländliche & historische Immobilien in Deutschland, Österreich & der Schweiz und erreicht monatlich über 5 Millionen Seitenaufrufe.
Statt allgemeiner Massenanfragen stehen passende Kontakte im Mittelpunkt: Menschen, die verstehen, dass ein Gutshof ein ganzes Ensemble für Familie, Arbeit, Gäste, Tiere oder wirtschaftliche Nutzung sein kann.
Regionale Besonderheiten wie Gutsbetrieb, Wirtschaftshof, Meierhof, Schüttkasten und die historischen Gutsstrukturen rund um Petronell-Carnuntum können im Inserat gezielt sichtbar gemacht werden.
Als Neukunde 30 Tage kostenlos inserieren – mit wenigen Schritten zum eigenen Inserat auf my-landimmo.de.
Wenn Sie einen Gutshof im Raum Bruck an der Leitha verkaufen, vermieten oder verpachten möchten und Menschen erreichen wollen, die Haupthaus, Hof, Wirtschaftsgebäude und Flächen als zusammenhängendes Anwesen verstehen, können Sie Ihr Objekt hier 30 Tage kostenlos inserieren.
Hier geht’s zum kostenlosen Inserat
FAQ zum Gutshof im Raum Bruck an der Leitha
Was versteht my-landimmo unter einem Gutshof?
Ein Gutshof ist ein größeres ländliches Anwesen, bei dem Wohnhaus, Hof, Wirtschaftsgebäude und häufig zusätzliche Grundstücksflächen eine zusammenhängende Anlage bilden. Historisch konnte die Anlage der Bewirtschaftung und Verwaltung eines größeren Gutes dienen.
Was kostet ein Gutshof im Raum Bruck an der Leitha?
Der regionale Markt ist zu klein für eine enge verlässliche Preisspanne. Als grobe Orientierung für Niederösterreich können je nach Gebäudeumfang, Flächen und Zustand etwa 400.000 EUR bis 3.000.000 EUR angesetzt werden. Große oder außergewöhnlich sanierte Anlagen können deutlich darüber liegen.
Was ist ein Meierhof?
Ein Meierhof war historisch ein Wirtschaftshof, von dem aus insbesondere herrschaftlicher oder klösterlicher Eigenbesitz bewirtschaftet wurde. Der Begriff liegt deshalb nahe am Gutshof, ist aber nicht für jede größere Hofanlage automatisch korrekt.
Was ist ein Schüttkasten?
Ein Schüttkasten ist ein historisches Speichergebäude für Getreide und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse. Solche Speicher gehörten besonders bei größeren Wirtschafts- und Gutsanlagen zur betrieblichen Infrastruktur.
Was unterscheidet Gutshof und Gutshaus?
Das Gutshaus bezeichnet stärker das größere Wohngebäude eines Gutes. Der Gutshof meint die gesamte Anlage aus Wohnhaus, Hof, Wirtschaftsgebäuden und gegebenenfalls zusätzlichen Flächen.
Was unterscheidet Gutshof und Bauernhof?
Der Bauernhof ist stärker als landwirtschaftliche Hofstelle eines bäuerlichen Betriebes geprägt. Ein Gutshof ist historisch und strukturell häufig größer organisiert und kann mehrere Wirtschaftsgebäude, umfangreichere Flächen und eine eigene Gutsverwaltung umfasst haben.
Was unterscheidet Gutshof und Herrenhaus?
Beim Herrenhaus steht das große historische Wohngebäude im Mittelpunkt. Beim Gutshof entscheidet die gesamte Wirtschafts- und Hofanlage. Ein Herrenhaus kann Teil eines Gutshofes sein.
Muss auf einem Gutshof heute noch Landwirtschaft betrieben werden?
Nein. Ein Gutshof kann vollständig privat genutzt werden. Ebenso können Teile der Flächen verpachtet oder weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Entscheidend sind die konkrete Liegenschaft und die rechtlichen Voraussetzungen.
Eignet sich ein Gutshof für mehrere Generationen?
Das kann besonders gut funktionieren, wenn mehrere rechtmäßig nutzbare Wohnbereiche vorhanden sind oder entsprechend geschaffen werden können. Getrennte Rückzugsbereiche sind dabei ebenso wichtig wie gemeinsame Hof- und Gartenflächen.
Kann man einen Gutshof pachten?
Ja. Eine Pacht kann insbesondere bei wirtschaftlicher oder landwirtschaftlicher Nutzung sinnvoll sein. Wichtig sind klare Regelungen zu Gebäuden, Flächen, Erhaltung, Investitionen und bestehenden Pachtverhältnissen.
Ist ein historischer Gutshof automatisch denkmalgeschützt?
Nein. Historisches Alter oder herrschaftliche Herkunft bedeutet nicht automatisch Denkmalschutz. Der konkrete Schutzstatus einzelner Gebäude oder des gesamten Ensembles muss geprüft werden.
Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Wichtig sind Zustand sämtlicher Gebäude, baurechtlicher Bestand, Widmung und Eigentumsstruktur der Flächen, bestehende Pachtverhältnisse, Zufahrten und Dienstbarkeiten, Wasser und Abwasser, möglicher Denkmalschutz sowie die langfristigen Unterhaltskosten des gesamten Anwesens.
Fazit
Ein Gutshof im Raum Bruck an der Leitha ist keine besonders große Version eines Bauernhauses. Historische Guts- und Wirtschaftsanlagen gehören zur regionalen Geschichte, und gerade Petronell-Carnuntum zeigt bis heute, wie eng herrschaftlicher Besitz, Landwirtschaft, Speicher und Wirtschaftshof miteinander verbunden sein konnten.
Heute kann ein solcher Ort vollständig anders leben.
Im Haupthaus wohnt eine Familie. Ein Seitenflügel wird von den Eltern genutzt, in einem ehemaligen Stall steht eine Werkstatt und die große Scheune ist noch längst nicht vollständig gefüllt. Ein Teil der Flächen ist verpachtet, während Garten und Hof privat genutzt werden.
Am Anfang versucht man wahrscheinlich noch, für jeden Gebäudeteil einen Plan zu finden.
Nach einigen Jahren sieht das oft anders aus.
Dann weiß jeder, wo Fahrräder stehen, welche Tür zur Werkstatt führt und wo Gäste ihr Auto abstellen. Freunde gehen selbstverständlich durch das Tor, Kinder haben ihre eigenen Wege zwischen den Gebäuden und im Hof steht ein Tisch, der im Sommer häufiger Menschen aufnimmt, als ursprünglich vorgesehen war.
Manche Räume haben inzwischen eine neue Aufgabe.
Andere noch immer nicht.
Das macht nichts.
Vielleicht ist genau diese Offenheit die besondere Qualität eines Gutshofes. Ein großes Anwesen muss nicht vollständig entwickelt sein, um ein gutes Zuhause zu werden.
Es braucht genügend Raum für die Menschen, die dort leben – für Familie und Freunde, Arbeit und Rückzug, vielleicht Tiere oder Landwirtschaft und für Ideen, deren Zeit erst später kommt.
Dann wird aus einer historischen Wirtschaftsstruktur kein Projekt, das ständig fertig werden muss.
Sie wird zu einem Ort, der mit seinen Menschen weiterwachsen kann.
Gutshof kaufen, mieten oder pachten im Raum Bruck an der Leitha – auf my-landimmo.de, dem Spezialportal für Gutshöfe, Gutshäuser, Bauernhöfe, Herrenhäuser und besondere ländliche Immobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zwischen Carnuntum, Leitha und den historischen Gutslandschaften des östlichen Niederösterreichs verbinden Gutshöfe Haupthaus, Wirtschaftshof, Nebengebäude und Flächen zu einem besonderen Wohn- und Lebensort.



.jpeg)






