Gutshof kaufen im Burgenland – für Menschen, die ein historisches Anwesen gemeinsam weiterleben möchten

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Ort: 
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Wohnen und Arbeiten von zu Hause in Crimmitschau – Gewerbe, Lagerfläche und Erholung vereint

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Kaufpreis: 
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Einzigartiges Seminarhaus zu verkaufen | Werra-Meißner

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Landhaus im Weimarer Land – 1.272 m², Scheune, Stall, 2 Garagen & Mehrgenerationen-Potenzial

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
99428 Hopfgarten (Deutschland)
Wohnfläche: 
190,93 m²
Kaufpreis: 
300.000,00 EUR
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Landhaus + Knittlingen + kaufen + zwei Wohnungen + Scheune + Werkstatt

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
75438 Knittlingen (Deutschland)
Wohnfläche: 
167,20 m²
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Einfamilienhaus
Ort: 
06618 Mertendorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
226,70 m²
Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
68210 Eteimbes, Elsass (Frankreich)
Wohnfläche: 
269,00 m²
Kaufpreis: 
1.190.000,00 EUR
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Voll vermietetes Jugendstil-Denkmal mit Seltenheitswert in Zittau zentrumsnah

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
02763 Zittau (Deutschland)
Wohnfläche: 
576,00 m²
Kaufpreis: 
469.000,00 EUR
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Hochwertiger Bungalow mit liebevoll angelegtem Garten in ruhiger Lage von Daleiden

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
54689 Daleiden (Deutschland)
Wohnfläche: 
123,00 m²
Kaufpreis: 
499.000,00 EUR
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Für Menschen, die durch ein altes Tor kommen und Wohnhaus, Garten und Nebengebäude mit Leben füllen möchten

Alte Zufahrten, breite Tore und große Gärten finden sich im Burgenland dort, wo Landwirtschaft, Weinbau und herrschaftlicher Grundbesitz über lange Zeit zusammengehörten. Am Leithagebirge stehen einzelne historische Anwesen zwischen Weinorten, Steinmauern und alten Baumgruppen. Im Mittelburgenland begleiten Reben, Felder und Obstgärten die Dörfer. Weiter südlich öffnen sich Wiesen, Streuobstbestände und bewaldete Höhen rund um Güssing, Oberwart und Jennersdorf.

Ein Gutshof im Burgenland ist mehr als ein großes Bauernhaus und mehr als ein einzelnes historisches Wohngebäude. Zum Anwesen gehören gewöhnlich ein hervorgehobenes Wohnhaus, ein gefasster Hofraum, frühere Wirtschaftsgebäude, Speicher, Stallungen, Keller, Werkstätten, Gartenbereiche und eine Zufahrt, die das Ensemble als zusammengehörigen Ort erkennen lässt. Landwirtschaftliche Flächen können dazugehören, doch das besondere Bild entsteht aus dem Zusammenspiel der Gebäude.

Am Vormittag steht das Tor offen, weil zwei Familienmitglieder mit Kisten aus dem Obstgarten zurückkommen. Im Wohnhaus wird ein Zimmer für die Großeltern vorbereitet, während im ehemaligen Speicher Freunde alte Fensterläden auf Böcke legen und gemeinsam abschleifen. Kinder zählen die steinernen Stufen am Seitenflügel, verschwinden kurz hinter der Gartenmauer und kommen mit dem Hund durch eine andere Tür wieder in den Hof. Jeder ist an einer anderen Stelle beschäftigt, dennoch bleibt der ganze Tag miteinander verbunden.

Ein Gutshof bietet Platz für Formen des Zusammenlebens, die in einem gewöhnlichen Wohnhaus schnell an Grenzen stoßen. Eltern können im Hauptgebäude wohnen, erwachsene Kinder einen eigenen Teil des Anwesens nutzen und Gäste in einem früheren Verwalter- oder Wirtschaftsflügel untergebracht werden. Im Hof begegnet man sich beim Weg zur Werkstatt, zum Garten oder zum gemeinsamen Wohnbereich, ohne sämtliche Tagesabläufe teilen zu müssen.

Wenn Freunde für mehrere Tage bleiben, werden sie nicht nur in ein Gästezimmer geführt. Einer hilft im Garten, zwei richten im ehemaligen Speicher einen langen Arbeitstisch her, und andere gehen mit den Kindern durch das Tor in den Ort. Später kommen alle aus verschiedenen Richtungen zurück: durch den Garten, aus dem Keller, vom Seitenflügel oder von der alten Zufahrt. Der Gutshof wird dabei nicht zur Kulisse einer vergangenen Zeit. Er nimmt heutiges Leben auf, weil seine Gebäude unterschiedliche Aufgaben übernehmen können.

Ein Gutshof ist ein historisch gewachsenes ländliches Anwesen, bei dem Wohnhaus, Hofraum und Wirtschaftsgebäude als zusammengehöriges Ensemble erscheinen. Frühere landwirtschaftliche, administrative und handwerkliche Aufgaben verteilten sich auf mehrere Gebäudeteile. Dadurch unterscheidet sich der Gutshof sowohl in seiner baulichen Ordnung als auch in seiner früheren Bedeutung von einer gewöhnlichen Hofstelle.

Der Unterschied zum Gutshaus liegt im Umfang. Beim Gutshaus steht das historische Wohngebäude mit Garten und repräsentativer Wohnkultur im Mittelpunkt. Der Gutshof umfasst zusätzlich den Hofraum, die ehemaligen Wirtschaftsflügel, Speicher, Stallungen, Werkstätten und weitere Gebäude des früheren Anwesens.

Vom Bauernhof unterscheidet sich der Gutshof durch seine historische Gesamtanlage. Ein Bauernhof wird vor allem durch die landwirtschaftliche Nutzung, Stallungen, Maschinen und Flächen bestimmt. Beim Gutshof kommen ein hervorgehobenes Wohnhaus, ältere Verwaltungs- oder Wohnbereiche, eine geordnete Zufahrt und ein größerer zusammenhängender Gebäudebestand hinzu.

Auch ein Herrenhaus ist nicht mit einem Gutshof gleichzusetzen. Das Herrenhaus bezeichnet vor allem ein größeres historisches Wohnhaus. Der Gutshof beschreibt dagegen das gesamte Anwesen mit Wohngebäude, Hofraum, Nebengebäuden, Garten und früheren Arbeitsbereichen.

Typisch für Gutshöfe im Burgenland sind breite Toranlagen, gepflasterte oder befestigte Hofräume, ein größeres Wohnhaus, Gewölbe, Keller, Speicher, ehemalige Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Verwalterbereiche, Gartenmauern, alte Bäume und Zufahrten, die Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu einem Ensemble verbinden.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageGutshöfe gehören im Burgenland zu den seltenen historischen Anwesen. Einzelne Anlagen finden sich in alten Herrschafts-, Weinbau- und Agrarlandschaften des Nord-, Mittel- und Südburgenlands. Viele wurden geteilt, umgenutzt oder langfristig innerhalb von Familien gehalten. Vollständig erhaltene Ensembles mit Wohnhaus, Hofraum und mehreren Wirtschaftsgebäuden erscheinen daher nur vereinzelt am Markt.
PreisspannenSanierungsbedürftige Gutshöfe mit umfangreichem Gebäudebestand und hohem Erneuerungsbedarf beginnen je nach Ort, Grundstück und Substanz häufig zwischen 350.000 EUR und 750.000 EUR. Bewohnbare oder teilweise sanierte Anwesen mit nutzbaren Nebengebäuden, Garten und zusammenhängendem Hofraum liegen meist zwischen 800.000 EUR und 1.500.000 EUR. Größere Anlagen, umfangreiche Flächen oder gefragte Lagen im Nordburgenland können darüber liegen.
ArchitekturHistorisches Wohnhaus, Toranlage, Hofraum, Gewölbe, Keller, Speicher, Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Gartenmauern, alte Zufahrten und mehrere miteinander verbundene Gebäudeteile prägen viele Gutshöfe.
NutzungsmöglichkeitenWohnen mit mehreren Generationen, Familie und Gäste, Arbeiten von zuhause, Werkstätten, Ateliers, kleinere Landwirtschaft, Tiere, Garten, Ferienwohnungen, Kultur oder die Verbindung aus privatem Wohnen und eigener Tätigkeit.
BesonderheitenGebäudezustand, Denkmalschutz, Widmung, genehmigte Nutzung, Dachflächen, Feuchtigkeit, Entwässerung, Zufahrt, Brandschutz, Abwasser, Nebengebäude und langfristiger Erhaltungsaufwand verlangen eine sorgfältige Prüfung.

 

Historische Anwesen zwischen Leithagebirge und Südburgenland

Im Nordburgenland können Gutshöfe mit früherem Weinbau, großen Kellern, Speichergebäuden und alten Herrschaftsstrukturen verbunden sein. Rund um das Leithagebirge, Eisenstadt und die historischen Weinorte prägen Stein, Ziegel, Toranlagen und geschützte Gärten einzelne Anwesen. Die Nähe zum Neusiedler See und zu Wien beeinflusst dort Angebot und Preise stärker als in südlicheren Landesteilen.

Im Mittelburgenland stehen historische Güter häufiger zwischen Reben, Ackerflächen und Obstgärten. Keller, Pressräume, Speicher und größere Wirtschaftsgebäude erinnern an die frühere Verbindung aus Landwirtschaft, Wein und Vorratshaltung. Manche Anlagen liegen mitten im Ort, andere an dessen Rand mit Blick auf Felder und Weingärten.

Im Südburgenland können Gutshöfe lockerer in die Hügellandschaft eingebunden sein. Garten, Streuobst, Waldstücke und Wiesen schließen dort häufiger direkt an das Anwesen an. Zwischen Güssing, Oberwart und Jennersdorf besitzen einzelne Anlagen große Nebengebäude, ruhige Zufahrten und genügend Abstand, um Wohnen, Arbeiten und kleinere Tierhaltung miteinander zu verbinden.

Die regionale Glaubwürdigkeit eines Gutshofs entsteht nicht allein durch seine Größe. Wohnhaus, Hofraum, ehemalige Wirtschaftsflügel, Garten und frühere Nutzung müssen noch als gemeinsames Anwesen lesbar sein. Mehrere beliebig nebeneinanderstehende Gebäude ergeben noch keinen Gutshof.

 

Wohnhaus, Hofraum & ehemalige Wirtschaftsflügel

Das Wohnhaus bildet meist den ruhigeren und stärker ausgearbeiteten Teil des Gutshofs. Alte Türen, Stiegen, Gewölbe, größere Zimmer und Fenster zum Garten oder Hof erzählen von einer anderen Wohn- und Arbeitsordnung als in einem Bauernhaus. Familie, Gäste und frühere Verwaltung fanden dort eigene Bereiche.

Im Hofraum laufen die Gebäudeteile zusammen. Dort wurden früher Wagen entladen, Tiere geführt, Vorräte verteilt und Arbeitsaufgaben besprochen. Heute kann derselbe Ort Fahrräder, Gartengeräte, Lieferungen, spielende Kinder und den Weg zwischen den verschiedenen Wohn- und Arbeitsbereichen aufnehmen.

Die Wirtschaftsflügel besitzen oft sehr unterschiedliche Grundrisse. Eine ehemalige Stallung kann Werkstatt oder Lager bleiben, ein Speicher kann für Ausstellungen, Seminare oder Familienfeiern genutzt werden, und ein kleinerer Seitenbau kann Gäste oder einen eigenen Arbeitsbereich aufnehmen. Voraussetzung sind eine passende Bausubstanz und die erforderlichen Genehmigungen.

Gerade die Vielzahl der Gebäudeteile macht einen Gutshof reizvoll, aber auch anspruchsvoll. Nicht jeder Flügel muss sofort vollständig ausgebaut werden. Er muss jedoch trocken, standsicher und langfristig erhalten werden können. Eine klare Reihenfolge bei Sanierung und Nutzung hilft, das Anwesen nicht zu überfordern.

 

Gemeinsames Leben auf einem großen Anwesen

Ein Gutshof gibt mehreren Menschen Raum, ohne sie voneinander zu entfernen. Großeltern können in einem ruhigeren Teil des Wohnhauses leben, während eine jüngere Familie einen anderen Bereich nutzt. Im Garten, im Hof oder auf dem Weg zur Werkstatt begegnet man sich regelmäßig, ohne dass jedes Essen oder jeder freie Nachmittag gemeinsam geplant werden muss.

Auch Geschwister oder befreundete Familien können unterschiedliche Gebäudeteile übernehmen. Einer arbeitet im früheren Verwalterzimmer, eine andere richtet im Seitenflügel ein Atelier ein, und im ehemaligen Speicher lagern Möbel, Bücher oder Material für gemeinsame Projekte. Das Anwesen bleibt zusammengehörig, obwohl nicht alle dieselbe Nutzung verfolgen.

Bei Besuchen verteilt sich das Leben über mehr als Wohn- und Esszimmer. Kinder erkunden die Gartenmauer, ältere Familienmitglieder sitzen auf einer geschützten Bank nahe dem Wohnhaus, und Freunde helfen im Speicher oder gehen durch den Obstgarten. Später treffen sich alle wieder, weil Werkzeug zurückgebracht, Obst sortiert oder ein Raum für den nächsten Tag vorbereitet wird.

Der Gutshof schafft damit eine eigene soziale Ordnung. Menschen können gemeinsam handeln, sich zurückziehen und an anderer Stelle wieder begegnen. Das Zusammenleben entsteht aus den Wegen zwischen den Gebäuden – nicht aus der Erwartung, ständig im selben Raum zu sitzen.

 

Historische Nutzung & heutige Möglichkeiten

Gutshöfe verbanden früher Wohnen, Verwaltung, Landwirtschaft, Vorratshaltung und handwerkliche Arbeit. Diese Aufgaben verteilten sich auf das Wohnhaus, Stallungen, Scheunen, Speicher, Keller und kleinere Nebengebäude. Die frühere Ordnung bleibt häufig an Toren, Gewölben, breiten Türen, Bodenbelägen und unterschiedlichen Raumgrößen erkennbar.

Heute können daraus verschiedene Nutzungen entstehen. Ein Teil des Anwesens bleibt privates Zuhause, während andere Bereiche Werkstatt, Atelier, Gästeunterkunft, Büro, Lager oder kleine kulturelle Formate aufnehmen. Auch Gartenbau, Obst, Wein, kleinere Tierhaltung oder Selbstversorgung können passen, wenn Grundstück und rechtlicher Rahmen geeignet sind.

Ferienwohnungen oder Gästezimmer benötigen eine klare Trennung von privaten Bereichen. Eigene Zugänge, Bäder, Stellplätze und sichere Wege helfen dabei, dass Besucher das Anwesen nutzen können, ohne den Familienalltag ständig zu kreuzen.

Kulturelle Veranstaltungen, Seminare oder Feiern können in einem Speicher oder einer Scheune denkbar sein, müssen jedoch zu Brandschutz, Lärmschutz, Sanitär, Parkplätzen und Widmung passen. Ein großer Raum allein macht noch keinen genehmigten Veranstaltungsort.

Neubauten gehören nur dann zur Suchintention, wenn sie sich in ein bestehendes historisches Ensemble einfügen oder die traditionelle Ordnung aus Wohnhaus, Hofraum und funktionalen Nebengebäuden glaubwürdig aufnehmen. Ein neu errichtetes Wohnprojekt mit dekorativer Toranlage ist kein Gutshof.

 

Kaufaspekte & Tipps

Beim Kauf eines Gutshofs im Burgenland sollten alle Gebäude getrennt untersucht werden. Dachstühle, Mauern, Fundamente, Decken, Gewölbe, Keller, Stallböden, Speicher und frühere Umbauten können aus unterschiedlichen Zeiten stammen und einen sehr verschiedenen Sanierungsbedarf besitzen.

Feuchtigkeit spielt bei alten Kellern, Stallungen und erdberührten Mauern häufig eine wichtige Rolle. Dichte Putze, ungeeignete Bodenaufbauten, beschädigte Dachrinnen oder Wasser aus dem Hof können vorhandene Probleme verstärken. Eine fachkundige Prüfung sollte Gebäude, Gelände und Entwässerung gemeinsam betrachten.

Auch der Hofraum benötigt Aufmerksamkeit. Große Dachflächen führen erhebliche Mengen Regenwasser zu Rinnen, Fallrohren und Abläufen. Gefälle, Versickerung und Leitungen müssen funktionieren, damit Wasser weder im Hof stehen bleibt noch an den Sockeln der Gebäude eindringt.

Denkmalschutz oder Ortsbildschutz können das Wohnhaus, einzelne Fassaden, Tore, Dächer oder das gesamte Ensemble betreffen. Vor Umbauten sollten Schutzstatus, Bauakten und mögliche Auflagen geklärt werden. Förderungen oder steuerliche Vorteile können im Einzelfall relevant sein und sollten fachkundig geprüft werden.

Für eine neue Nutzung der Wirtschaftsgebäude sind Widmung und Genehmigungen entscheidend. Stall, Speicher oder Scheune dürfen nicht automatisch als Wohnung, Büro, Gästeunterkunft oder Veranstaltungsraum verwendet werden. Belichtung, Raumklima, Brandschutz, Fluchtwege, Sanitär und Stellplätze können umfangreiche Anforderungen auslösen.

Auch Zufahrt, Wegerechte, Wasser, Abwasser, Stromversorgung und Internet sollten für das gesamte Anwesen betrachtet werden. Ein Gutshof mit mehreren nutzbaren Flügeln braucht häufig mehr technische Infrastruktur als ein einzelnes Wohnhaus.

Die laufenden Kosten sollten realistisch berechnet werden. Mehrere Dächer, Fassaden, Tore, Gartenmauern und Nebengebäude verlangen regelmäßige Pflege. Ein tragfähiges Nutzungskonzept berücksichtigt deshalb nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Erhalt, Heizung, Versicherung und schrittweise Sanierung.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein Gutshof im Burgenland passt zu Menschen, die ein historisches Anwesen als Ganzes übernehmen möchten. Sie suchen nicht nur ein großes Wohnhaus, sondern Hofraum, Garten und Nebengebäude für Familie, Gäste, Arbeit oder eigene Vorhaben.

Für mehrere Generationen kann ein Gutshof unterschiedliche Wohnbereiche ermöglichen. Eltern, Kinder und Großeltern bleiben auf demselben Anwesen, besitzen aber eigene Türen, Zimmer und Tagesabläufe. Der gemeinsame Garten oder Hof schafft Nähe, ohne Rückzug unmöglich zu machen.

Auch befreundete Familien oder Geschwister können einen Gutshof gemeinsam nutzen, wenn Eigentum, Zuständigkeiten und Kosten klar geregelt sind. Ein Flügel wird bewohnt, ein anderer dient Arbeit oder Gästen, während Garten, Zufahrt und einzelne Gemeinschaftsbereiche zusammen genutzt werden.

Menschen mit handwerklichen, kreativen oder kulturellen Tätigkeiten finden in alten Wirtschaftsgebäuden Möglichkeiten, die ein gewöhnliches Wohnhaus kaum bietet. Hohe Tore, robuste Böden, Speicher und Werkstätten können neue Aufgaben übernehmen, sofern Bausubstanz und Genehmigungen passen.

Familie und Freunde werden auf einem Gutshof nicht nur empfangen, sondern Teil des Ortes. Einer bringt Werkzeug in den Speicher zurück, jemand hilft beim Obstsortieren, Kinder wechseln zwischen Garten und Seitenflügel, und ältere Gäste ziehen sich früher ins Wohnhaus zurück. Später hört man noch Stimmen aus zwei Gebäudeteilen, während im Hof bereits wieder Ruhe einkehrt.

Der Charme eines burgenländischen Gutshofs entsteht aus konkreten Dingen: einer schweren Torangel, Kies unter den Schuhen, kühlen Gewölben, glatten Griffen an alten Türen, Kisten aus dem Obstgarten, Werkzeug auf Böcken im Speicher und Menschen, die in verschiedenen Teilen des Anwesens beschäftigt sind und immer wieder im selben Hof zusammentreffen.

 

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FAQ

Was ist ein Gutshof?
Ein Gutshof ist ein historisch gewachsenes ländliches Anwesen aus Wohnhaus, Hofraum und mehreren früheren Wirtschaftsgebäuden. Dazu können Stallungen, Scheunen, Speicher, Keller, Werkstätten und Gartenbereiche gehören.

Worin unterscheidet sich ein Gutshof von einem Gutshaus?
Beim Gutshaus steht das historische Wohngebäude im Mittelpunkt. Der Gutshof umfasst das gesamte Ensemble mit Hofraum, Wirtschaftsflügeln, Nebengebäuden und Garten.

Wo findet man Gutshöfe im Burgenland?
Einzelne historische Gutshöfe finden sich in alten Weinbau-, Agrar- und Herrschaftslandschaften des Nord-, Mittel- und Südburgenlands. Sie sind deutlich seltener als Bauernhäuser oder gewöhnliche Hofstellen.

Worauf sollte man beim Kauf achten?
Wichtig sind Zustand aller Gebäude, Dächer, Feuchtigkeit, Entwässerung, Schutzstatus, Widmung, genehmigte Nutzungen, Zufahrt, Brandschutz, technische Erschließung und der langfristige Erhaltungsaufwand.

 

Fazit

Ein Gutshof im Burgenland ist ein historisches Gesamtanwesen aus Wohnhaus, Hofraum, Garten und früheren Wirtschaftsgebäuden. Seine besondere Stärke liegt in der Möglichkeit, Wohnen, Familie, Gäste, Arbeit und eigene Vorhaben auf mehrere Gebäudeteile zu verteilen.

Zwischen Leithagebirge, Mittelburgenland und den grünen Hügeln des Südens zeigen sich Gutshöfe in unterschiedlichen regionalen Formen. Gemeinsam ist ihnen ein Anwesen, das Menschen nicht in einem einzelnen Haus zusammenführt, sondern über Tore, Wege, Garten und Hof miteinander verbindet.

 

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