Gutshof kaufen, mieten oder pachten im Raum Gänserndorf – für Menschen, die Wohnhaus, Hof und Wirtschaftsgebäude als Ganzes neu nutzen möchten

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Pferde und Naturanwesen mit Waldsee auf rund sieben Hektar, 2 Häuser, Privatstraße, 8 Minuten zur BAB 9

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Vertriebsart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Kaufpreis: 
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Wohnen und Arbeiten von zu Hause in Crimmitschau – Gewerbe, Lagerfläche und Erholung vereint

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
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Wohnfläche: 
113,34 m²
Kaufpreis: 
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Einzigartiges Seminarhaus zu verkaufen | Werra-Meißner

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
37235 Hessisch Lichtenau (Deutschland)
Wohnfläche: 
552,00 m²
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Landhaus im Weimarer Land – 1.272 m², Scheune, Stall, 2 Garagen & Mehrgenerationen-Potenzial

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
99428 Hopfgarten (Deutschland)
Wohnfläche: 
190,93 m²
Kaufpreis: 
300.000,00 EUR
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Landhaus + Knittlingen + kaufen + zwei Wohnungen + Scheune + Werkstatt

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
75438 Knittlingen (Deutschland)
Wohnfläche: 
167,20 m²
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Einfamilienhaus
Ort: 
06618 Mertendorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
226,70 m²
Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Historisches Pferdeanwesen im südlichen Elsass (ca. 35 Minuten ab Basel) für 6-8 Pferde mit Fachwerkhaus und ca. 1,75 ha Grundstück und 1700 m2 Baulandreserve

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
68210 Eteimbes, Elsass (Frankreich)
Wohnfläche: 
269,00 m²
Kaufpreis: 
1.190.000,00 EUR
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Voll vermietetes Jugendstil-Denkmal mit Seltenheitswert in Zittau zentrumsnah

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
02763 Zittau (Deutschland)
Wohnfläche: 
576,00 m²
Kaufpreis: 
469.000,00 EUR
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Hochwertiger Bungalow mit liebevoll angelegtem Garten in ruhiger Lage von Daleiden

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
54689 Daleiden (Deutschland)
Wohnfläche: 
123,00 m²
Kaufpreis: 
499.000,00 EUR
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Für Menschen, die zwischen Marchfeld und Weinviertel ein größeres Anwesen suchen, in dem Wohnen, Arbeiten, Familie und eigene Projekte nicht alle im selben Gebäude stattfinden müssen

Ein Gutshof im Raum Gänserndorf beginnt nicht mit der Frage, wie viele Zimmer das Wohnhaus besitzt. Man steht im Hof und schaut zunächst nach links und rechts. Dort ein größerer Wohntrakt, gegenüber vielleicht frühere Stallungen, dahinter Scheune, Werkstatt oder Lager, ein weiteres Tor und noch einmal Grund. Erst nach einigen Minuten wird deutlich, dass man keine einzelne Immobilie besichtigt, sondern eine Anlage.

Genau das unterscheidet den Gutshof vom Bauernhaus und auch vom klassischen Bauernhof. Ein Bauernhof ist stärker aus dem bäuerlichen Familienbetrieb und seinen täglichen Arbeitswegen heraus gedacht. Ein Gutshof konnte historisch wesentlich größer organisiert sein: Wohnhaus, Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Lager und umfangreichere Flächen gehörten zu einer Einheit, die nicht nur von einer Familie, sondern oft von mehreren Beschäftigten, Verwaltern und unterschiedlichen Arbeitsbereichen getragen wurde.

Im Marchfeld ist diese Form keine theoretische Immobilienkategorie. Der Matzneusiedler Hof bei Groß-Enzersdorf ist bis heute als Gutshof mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden erhalten. Nördlich von Deutsch-Wagram liegt der Rußbachhof, ebenfalls als Gutshof bezeichnet. In Gänserndorf-Süd besteht mit Gut Siehdichfür ein landwirtschaftlicher Großbetrieb, und bei Schloss Hof zeigt die barocke Gutshofanlage besonders anschaulich, wie stark Wohnen, Versorgung, Tierhaltung und Handwerk früher räumlich voneinander getrennt und trotzdem Teil eines gemeinsamen Anwesens waren.

Ein heutiger Käufer muss diese historische Organisation nicht wiederherstellen. Gerade darin liegt die Chance.

Vielleicht wohnt eine Familie im ehemaligen Haupthaus. In einem Seitengebäude entsteht eine Werkstatt, in einem anderen Trakt liegen Gästezimmer oder Räume für erwachsene Kinder. Ein früheres Stallgebäude bleibt zunächst Lager, während der große Hof zum verbindenden Raum zwischen den einzelnen Teilen des Anwesens wird.

Am Samstagvormittag arbeitet einer in der Werkstatt, während im Wohnhaus gekocht wird. Eine Tochter ist mit ihren Kindern zu Besuch und hat sich mit ihnen längst in einen anderen Teil des Grundstücks zurückgezogen. Jemand anderes sitzt noch am Rechner. Erst mittags treffen sich die Wege im Hof, weil dort gerade ein Tisch steht und niemand einen Grund sieht, zum Essen alle in ein bestimmtes Zimmer zu schicken.

Später verteilt sich die Runde wieder.

Genau darin kann die soziale Stärke eines Gutshofs liegen. Ein großes Anwesen muss Menschen nicht ständig versammeln. Es kann ihnen erlauben, gleichzeitig unterschiedliche Dinge zu tun und sich trotzdem immer wieder selbstverständlich zu begegnen.

Vielleicht ist das der eigentliche Lebenswunsch hinter dieser Objektart: nicht einfach mehr Fläche oder mehr Gebäude zu besitzen, sondern ein Zuhause, das mehrere Lebensbereiche aufnehmen kann, ohne dass einer den anderen verdrängen muss.

Familie kann dort wohnen. Arbeit darf einen eigenen Trakt haben. Gäste können länger bleiben, ohne mitten im privaten Alltag zu sitzen. Eine ältere Generation kann nahe sein und trotzdem eine eigene Tür besitzen. Projekte dürfen wachsen, ohne sofort aus dem Wohnhaus wieder verschwinden zu müssen.

Für den Raum Gänserndorf passt dieser Gedanke besonders gut, weil das Marchfeld historisch von großflächiger Landwirtschaft und größeren Wirtschaftseinheiten geprägt wurde. Gleichzeitig liegt Wien nah genug, dass ein Gutshof heute nicht zwingend wieder Zentrum eines traditionellen Gutsbetriebs sein muss. Menschen können moderne Berufe, Unternehmertum oder Homeoffice mit einer historischen Anlage verbinden, deren räumliche Ordnung aus einer ganz anderen Zeit stammt.

Ein Gutshof wird damit nicht automatisch zum Luxusobjekt und auch nicht zum kleinen Schloss.

Er ist vor allem eines: eine größere zusammenhängende Hofanlage, bei der Wohn- und Wirtschaftsgebäude gemeinsam verstanden werden müssen.

 

Markt & Besonderheiten

AngebotslageEchte Gutshöfe gehören im Bezirk Gänserndorf zu den seltensten Immobilienarten. Vergleichbare Anlagen werden häufig auch als Landgut, Gutsanwesen, historisches Anwesen, größere Hofstelle oder ehemaliger landwirtschaftlicher Betrieb angeboten. Der historische Charakter muss deshalb aus Gebäude- und Nutzungsgeschichte hervorgehen und nicht nur aus einer großzügigen Grundstücksgröße.
PreisspannenDer regionale Markt ist zu klein für einen seriösen Bezirksdurchschnitt. Als breite niederösterreichische Orientierung können sanierungsbedürftige oder kleinere Anlagen ungefähr ab 400.000 EUR beginnen. Größere, gut erhaltene Gutshöfe mit mehreren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden können etwa 800.000 EUR bis 1.500.000 EUR oder deutlich mehr erreichen. Bei umfangreichen Flächen, hochwertiger Sanierung, mehreren Wohngebäuden oder laufendem Betrieb sind 1.500.000 EUR bis 3 Mio. EUR und darüber möglich.
Typische BezeichnungenGutshof, Gut, Gutsanwesen, Gutsbetrieb und Wirtschaftshof sind je nach Geschichte passende Begriffe. Meierhof sollte nur verwendet werden, wenn diese historische Funktion tatsächlich belegt ist. Das Gutshaus bezeichnet dagegen vor allem das zentrale Wohngebäude eines Gutes und nicht die gesamte Hofanlage.
Typische BestandteileGrößeres Wohn- beziehungsweise Haupthaus, Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Lager, Garagen und weitere Nebengebäude. Garten, Park, Wiesen, Ackerflächen oder Wald können dazugehören, sind aber je nach Entwicklung des Anwesens teilweise längst getrennt worden.
Heutige NutzungPrivates Wohnen, mehrere Generationen, Gäste, Werkstatt, Atelier, Büro, Tierhaltung sowie je nach Widmung und Genehmigung wirtschaftliche oder landwirtschaftliche Nutzung. Nicht jeder Gutshof muss heute wieder aktiver Gutsbetrieb sein.
Regionale AnkerMatzneusiedler Hof bei Groß-Enzersdorf, Rußbachhof bei Deutsch-Wagram, Gut Siehdichfür in Gänserndorf-Süd sowie die historische Gutshofanlage von Schloss Hof zeigen unterschiedliche Formen größerer Wirtschaftshöfe im Marchfeld.
BesonderheitenBei größeren Anlagen sind Bauzustand und genehmigte Nutzung jedes einzelnen Gebäudes, unterschiedliche Widmungen, Zufahrten, Versorgung, Denkmalschutz, Grundverkehr und gegebenenfalls bestehende landwirtschaftliche oder gewerbliche Strukturen getrennt zu prüfen.

 

Marchfeld – eine Landschaft, in der größere Höfe tatsächlich Sinn ergaben

Das Marchfeld ist eine weite, flache und außerordentlich landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Seine fruchtbaren Böden und die großen zusammenhängenden Nutzflächen machten andere Betriebsgrößen möglich als in kleinparzellierten Mittelgebirgsregionen. Bis heute wird das Marchfeld als eine der wichtigen Agrarregionen Österreichs wahrgenommen.

Historische Gutshöfe gehören deshalb logisch in diese Landschaft.

Ein größerer Hof musste Menschen, Tiere, Maschinen beziehungsweise früher Fuhrwerke, Ernte und Vorräte aufnehmen. Unterschiedliche Tätigkeiten wurden nicht in einem einzigen Gebäude organisiert, sondern verteilten sich über mehrere Trakte.

Das sieht man bis heute an erhaltenen Anlagen.

Für moderne Käufer kann genau diese räumliche Großzügigkeit wieder interessant werden, obwohl die ursprüngliche Landwirtschaft vielleicht längst nicht mehr existiert. Wo früher Lager und Stallungen nebeneinanderlagen, können heute Werkstatt, Fahrzeuge, private Tierhaltung oder andere Nutzungen Platz finden.

Der Gutshof erklärt sich damit stärker aus seiner Gesamtorganisation als aus einer einzelnen regionalen Hausform.

 

Matzneusiedler Hof – Gutshof als eigene kleine Welt

Der Matzneusiedler Hof zwischen Probstdorf und Mannsdorf an der Donau gehört zu den klarsten regionalen Beispielen. Der historische Hof liegt inmitten der fruchtbaren Marchfelder Ebene und besteht aus mehreren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Bereits im Franziszeischen Kataster des frühen 19. Jahrhunderts ist der Matzneusiedler Hof dokumentiert.

Interessant ist daran weniger die konkrete heutige Nutzung als die Dimension der Anlage.

Der Hof steht nicht einfach als größeres Bauernhaus im Dorf.

Er bildet einen eigenen räumlichen Zusammenhang.

Genau das ist für unsere Objektdefinition wichtig. Ein Gutshof kann näher an einem kleinen Ensemble liegen als an einem einzelnen Haus. Wohngebäude, Wirtschaftsbereiche und Freiflächen ergeben gemeinsam seine Identität.

Für einen Käufer bedeutet das auch, anders zu besichtigen. Man sollte nicht nur Zimmer zählen, sondern Gebäude verstehen: Welcher Trakt funktioniert heute wofür? Welche Dächer und Tragwerke gehören dazu? Welche Wege verbinden die Bereiche?

Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Größe Freiheit schafft oder lediglich viel Unterhalt.

 

Rußbachhof und Siehdichfür – Gutshof bedeutet nicht automatisch Museum

Mit dem Rußbachhof nördlich von Deutsch-Wagram und Gut Siehdichfür südlich von Gänserndorf zeigt die Region zwei weitere Beispiele dafür, dass Gutshöfe im Marchfeld nicht bloß historische Schaustücke sind.

Gut Siehdichfür wird bis heute landwirtschaftlich genutzt. Der Betrieb zeigt damit eine Seite der Objektart, die bei der Vermarktung gern vergessen wird: Ein Gutshof kann weiterhin wirtschaftlich funktionieren.

Dann wird die Abgrenzung zum allgemeinen Begriff Landwirtschaft wichtig.

Ist die historische Hofanlage das prägende Merkmal und bildet sie zusammen mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden einen erkennbaren Gutshof, bleibt Gutshof als Objektart sinnvoll. Wenn dagegen fast ausschließlich Betriebsflächen, Maschinen und Produktion den wirtschaftlichen Wert bestimmen, kann Landwirtschaft die präzisere Kategorie sein.

Ein historischer Begriff ersetzt keine Analyse der heutigen Nutzung.

 

Schloss Hof – warum Gutshof und Schloss zwei verschiedene Dinge sind

Schloss Hof bietet für diese Abgrenzung ein besonders anschauliches Beispiel. Zur barocken Gesamtanlage gehören Schloss, Garten und Gutshof. Der historische Gutshof hatte eine ausgesprochen praktische Funktion: Er versorgte den fürstlichen Haushalt mit Lebensmitteln, nahm Reit- und Nutztiere auf und beherbergte handwerkliche Arbeit.

Genau daran erkennt man den Unterschied.

Das Schloss war repräsentativer Wohn- und Herrschaftsort.

Der Gutshof war Wirtschaftsraum.

Beide konnten Teil desselben Anwesens sein, waren aber nicht dasselbe.

Diese Unterscheidung hilft auch bei heutigen Immobilien. Ein großes historisches Wohnhaus wird nicht automatisch Gutshof. Und ein Gutshof braucht kein Schloss.

Seine Identität entsteht aus dem Zusammenspiel von Wohnen, Hof und Wirtschaftsgebäuden.

 

Gutshof, Gutshaus und Herrenhaus – drei Begriffe, die nicht austauschbar sind

Das Gutshaus bezeichnet vor allem das größere Wohngebäude eines Gutes. Es kann repräsentativ sein und bildet häufig den privaten beziehungsweise administrativen Mittelpunkt.

Der Gutshof bezeichnet dagegen die gesamte Anlage.

Zum Gutshaus können Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Lager, Hof und weitere Gebäude hinzukommen. Erst diese wirtschaftliche Struktur macht aus einem einzelnen Gutshaus einen Gutshof.

Auch Herrenhaus ist nicht einfach ein anderes Wort für Gutshaus. Ein Herrenhaus beschreibt stärker ein größeres historisches herrschaftliches Wohngebäude. Es kann Teil eines Gutsanwesens sein, muss es aber nicht.

Für my-landimmo bedeutet das: Wenn das zentrale Wohnhaus den eigentlichen Reiz ausmacht, kann Herrenhaus beziehungsweise Gutshaus passen. Wenn die gesamte Hof- und Wirtschaftsstruktur entscheidend ist, wählen wir Gutshof.

 

Meierhof – ein historischer Begriff und kein SEO-Synonym

Gerade in Österreich begegnet bei historischen Wirtschaftshöfen der Begriff Meierhof beziehungsweise Maierhof.

Er sollte trotzdem nicht wahllos neben Gutshof gestellt werden.

Ein Meierhof war historisch ein größerer Wirtschaftshof innerhalb einer Grundherrschaft beziehungsweise eines geistlichen oder adeligen Besitzes, dessen Bewirtschaftung durch einen Meier oder Verwalter organisiert wurde.

Manche Gutshöfe der Region besitzen tatsächlich diese Geschichte. Auch Matzneusiedl wird historisch als Meierhof geführt, und die Umgebung des Marchfelds kennt mehrere solche Höfe.

Bei einem gewöhnlichen großen Bauernhof wäre diese Bezeichnung dagegen falsch.

Deshalb verwenden wir Meierhof nur dort, wo Geschichte oder Quellen es tragen.

Regionale Sprache wird dadurch genauer statt dekorativer.

 

Der Wirtschaftshof – mehrere Gebäude müssen miteinander funktionieren

Ein Gutshof kann einen beeindruckenden Innenhof besitzen. Für den Alltag wird jedoch entscheidend, was von dort erreichbar ist.

Ein Gebäude nimmt Fahrzeuge auf. In einem anderen lagern Material und Werkzeuge. Vielleicht führt ein weiterer Zugang zum hinteren Grundstück, während Wohn- und Gästebereiche auf einer ruhigeren Seite liegen.

Diese Trennung kann heute genauso wertvoll sein wie früher.

Wer zuhause arbeitet, braucht nicht jeden Lieferanten vor der privaten Haustür. Wer Tiere hält, möchte deren Wege nicht durch den Wohnbereich führen. Eine Werkstatt kann am selben Anwesen liegen, ohne dass Lärm und Staub ständig ins Haus gelangen.

Ein guter Gutshof schafft deshalb keine Größe um der Größe willen.

Er schafft Zonen.

Und genau diese Zonen können ein modernes Leben erstaunlich gut organisieren.

 

Familie – ein Anwesen kann unterschiedliche Lebensbereiche tragen

Auf einem Gutshof muss Familie nicht in einem einzigen großen Wohnhaus zusammenrücken.

Vielleicht gibt es ein Haupthaus und einen kleineren Seitenflügel. Erwachsene Kinder nutzen einen separaten Bereich, während Eltern im Hauptgebäude bleiben. Eine ältere Generation lebt im selben Anwesen, hat aber einen eigenen Eingang und einen eigenen Tagesrhythmus.

Der Hof verbindet die Menschen, ohne sie permanent zusammenzuführen.

Am Vormittag sieht man sich vielleicht kaum. Einer arbeitet, ein anderer ist unterwegs und die Kinder sind in Schule oder Ausbildung. Am Nachmittag kreuzen sich Wege zwischen Wohnhaus und Nebengebäuden. Später stehen mehrere Menschen im Hof, weil dort gerade etwas erledigt wird.

Gemeinsamkeit entsteht nicht aus der Größe eines Esszimmers.

Sie entsteht daraus, dass verschiedene Lebensbereiche kurze Wege zueinander haben.

Gerade für mehrere Generationen kann ein Gutshof deshalb interessanter sein als ein riesiges Einfamilienhaus. Mehr Gebäude können mehr Selbstständigkeit ermöglichen.

 

Arbeit – nicht jedes Gewerbe gehört ins Wohnhaus

Historisch war ein Gutshof immer auch Arbeitsort.

Diese räumliche Trennung kann heute Menschen ansprechen, deren Beruf oder Projekte mehr brauchen als ein Schreibtisch im Gästezimmer.

Eine Werkstatt, ein Atelier, Lager, Büro oder ein anderer kleiner Betriebsbereich kann in einem Nebengebäude entstehen, sofern Widmung, Genehmigungen und technische Voraussetzungen passen.

Der kurze Weg bleibt.

Man geht über den Hof und ist bei der Arbeit.

Am Abend schließt man die Tür und kehrt in einen anderen Teil des Anwesens zurück.

Diese Trennung ist psychologisch nicht unwichtig. Wer zuhause arbeitet, weiß irgendwann, dass zehn Meter und eine eigene Tür mehr Feierabend erzeugen können als ein aufgeklappter Laptop am Küchentisch.

Ein Gutshof kann Wohnen und Arbeiten damit verbinden, ohne beides vollständig zu vermischen.

 

Freunde und Gäste – sie müssen nicht den gesamten Alltag besetzen

Große Anwesen werden gern mit langen Tafeln und vielen Gästen dargestellt.

Das kann vorkommen.

Interessanter ist aber häufig, was nach dem dritten oder zehnten Besuch passiert.

Freunde kennen dann nicht mehr nur den Eingang zum Haupthaus. Einer weiß, in welchem Nebengebäude jemand arbeitet. Eine andere geht mit den Kindern direkt in den Garten. Gäste, die über Nacht bleiben, besitzen vielleicht einen separaten Bereich und müssen morgens nicht darauf warten, dass im Haupthaus jemand aufsteht.

Menschen können dadurch länger bleiben, ohne ständig Gast sein zu müssen.

Der Gutshof verteilt Nähe räumlich.

Das kann gerade bei größeren Freundeskreisen oder häufigen Familienbesuchen erstaunlich entspannend sein. Nicht jeder muss jederzeit am selben Ort sitzen, damit ein gemeinsames Wochenende entsteht.

 

Historische Arbeitsräume – nicht alles muss zu Wohnfläche werden

Bei einem Gutshof stehen häufig erhebliche Nutzflächen zur Verfügung. Genau deshalb ist die Versuchung groß, aus jedem Gebäude irgendwann Wohnung, Gästehaus oder Veranstaltungsraum zu machen.

Das kann teuer und unnötig sein.

Eine große Scheune darf Scheune bleiben.

Ein ehemaliger Stall kann Lager oder Werkstatt sein. Eine Remise eignet sich vielleicht für Fahrzeuge. Alte Wirtschaftsgebäude besitzen oft genau deshalb ihren Reiz, weil sie robustere Nutzungen aufnehmen können, bei denen niemand über Fußbodenheizung und perfekte Wandoberflächen nachdenken muss.

Ein Anwesen wird nicht automatisch besser, wenn möglichst viele Quadratmeter beheizte Wohnfläche daraus entstehen.

Gerade die Mischung macht es stark.

Es gibt Räume für Wohnen, Räume für Arbeit und Räume, die einfach Dinge aufnehmen dürfen.

 

Park, Garten, Hof und Land – Freiraum hat verschiedene Aufgaben

Zum historischen Gutshof konnten sehr unterschiedliche Freiflächen gehören. Direkt am Wohnhaus lag vielleicht ein Garten oder repräsentativerer Bereich, während hinter den Wirtschaftsgebäuden Nutzflächen begannen.

Heute kann daraus eine interessante Staffelung entstehen.

Nahe am Haus liegt ein gepflegter Garten. Im Hof findet tägliches Leben statt. Weiter hinten stehen Obstbäume, beginnt Wiese oder vielleicht landwirtschaftlicher Grund.

Nicht jeder Bereich muss gleich intensiv gepflegt werden.

Gerade bei großen Anwesen ist das wichtig.

Wer mehrere tausend Quadratmeter besitzt, muss daraus keinen Park machen. Ein Teil kann Wiese bleiben, ein anderer wird nur wenige Male im Jahr gemäht. Alte Bäume schaffen im trockenen Marchfeld wertvollen Schatten.

Die Größe des Grundstücks wird dadurch nicht zur Pflicht, ständig etwas daraus zu machen.

Sie schafft Abstand zwischen unterschiedlichen Nutzungen.

 

Tiere – historische Stallungen sind Chance und Prüfpunkt zugleich

Viele Gutshöfe besitzen ehemalige Stallungen oder Wirtschaftsbereiche, die private Tierhaltung naheliegend erscheinen lassen.

Pferde, Schafe oder andere Tiere können zu einem größeren Anwesen passen, sofern Gebäude, Grund, Widmung und heutige Anforderungen stimmen.

Die historische Nutzung allein reicht jedoch nicht.

Ein Stall aus dem 19. Jahrhundert wurde für andere Haltungsstandards und Arbeitsabläufe gebaut. Belüftung, Licht, Auslauf, Futterlager und Mistwirtschaft müssen zur geplanten Nutzung passen.

Wenn Pferdehaltung den eigentlichen Kern des Anwesens bildet, kann Reiterhof beziehungsweise bei professionellem Betrieb Reitanlage die präzisere Objektart sein.

Beim Gutshof bleiben Tiere eine mögliche Nutzung unter mehreren.

Gerade diese Breite unterscheidet ihn.

 

Vom Gutsbetrieb zum privaten Lebensort

Nicht jeder Gutshof, der heute verkauft wird, besitzt noch einen vollständigen landwirtschaftlichen Betrieb.

Flächen können über Generationen getrennt worden sein. Wirtschaftsgebäude bleiben bestehen, während Ackerland längst an andere Eigentümer gegangen oder verpachtet ist.

Dadurch kann sich die Nutzung vollständig verschieben.

Eine Anlage, die früher von Landwirtschaft getragen wurde, wird zum privaten Mehrgenerationenwohnen, zum Wohn- und Arbeitsort oder zu einem Anwesen mit Werkstatt und Tierhaltung.

Das ist keine Entwertung des Gutshofs.

Die Hofstruktur bleibt vorhanden.

Sie bekommt nur eine andere Aufgabe.

Für Käufer sollte deshalb klar sein, was tatsächlich mitverkauft wird. Ein imposanter Wirtschaftshof ohne nennenswertes Land ist etwas anderes als ein Gutshof mit hundert Hektar Eigenfläche.

Beides kann ein Gutshof sein.

Wirtschaftlich sind es völlig unterschiedliche Immobilien.

 

Gutshof oder Bauernhof?

Ein Bauernhof ist typischerweise stärker aus einem bäuerlichen Familienbetrieb entstanden. Wohnhaus, Stall, Stadl und Flächen bilden eine Hofstelle, deren Größe und Arbeitsorganisation auf diesen Betrieb ausgerichtet sind.

Der Gutshof besitzt historisch häufig eine größere und stärker gegliederte Struktur. Mehrere Wirtschaftsgebäude, getrennte Wohn- und Arbeitsbereiche, größere Flächen und eine Verwaltung beziehungsweise Beschäftigte konnten dazugehören.

Größe allein entscheidet trotzdem nicht.

Ein sehr großer Bauernhof wird nicht automatisch Gutshof.

Entscheidend sind Geschichte und Struktur der Anlage.

 

Gutshof oder ehemaliger Bauernhof?

Beide können heute ähnlich genutzt werden.

Der ehemalige Bauernhof stammt jedoch aus einer bäuerlichen Hofstelle, deren Landwirtschaft beendet wurde.

Beim Gutshof ist die historische Organisation meist größer und stärker als eigenständiges Anwesen lesbar. Haupthaus, Wirtschaftshof und mehrere Nebengebäude bilden oft eine ausgeprägtere Gesamtanlage.

Wer einfach viel Platz für Familie, Werkstatt und Tiere sucht, kann bei beiden Objektarten fündig werden.

Für die richtige Vermarktung sollte jedoch die tatsächliche Herkunft respektiert werden.

 

Gutshof oder Landgut?

Landgut und Gutshof können sich überschneiden.

Landgut beschreibt stärker das gesamte ländliche Anwesen einschließlich Grund und möglichen Flächen. Gutshof betont die bauliche Hofanlage aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.

Ein Landgut kann daher auch aus einem Wohnhaus, Park, Wiesen und Wald bestehen, ohne ausgeprägten Wirtschaftshof.

Ein Gutshof kann wiederum nach Flächenverkäufen nur noch einen vergleichsweise kleinen Teil seines früheren Landbesitzes besitzen.

Für my-landimmo wählen wir Gutshof dann, wenn die Hofanlage selbst die Immobilie erklärt.

 

Gutshof oder Herrenhaus?

Beim Herrenhaus steht das historische, meist großzügigere Wohngebäude im Mittelpunkt. Sein Ursprung kann mit einem Gut verbunden sein, muss es aber nicht.

Der Gutshof wird dagegen durch die wirtschaftliche Gesamtanlage geprägt.

Ein Herrenhaus kann innerhalb eines Gutshofs stehen.

Dann entscheidet die Suchintention: Wird vor allem ein repräsentatives historisches Wohnhaus verkauft oder ein vollständiges Ensemble aus Hauptgebäude, Hof und Wirtschaftsgebäuden?

Ein besonders großes Wohnhaus allein macht noch keinen Gutshof.

 

Gutshof oder Schloss & Burg?

Auch hier hilft Schloss Hof als regionales Beispiel.

Schloss und Gutshof waren unterschiedliche Teile derselben Gesamtanlage. Das Schloss diente repräsentativem Wohnen und Herrschaft, der Gutshof der Versorgung und Arbeit.

Ein Gutshof braucht deshalb weder Türme noch Prunkräume.

Seine Architektur kann groß und eindrucksvoll sein, bleibt aber ihrem Ursprung nach stärker wirtschaftlich geprägt.

Wenn eine historische Anlage in erster Linie als Schloss oder Burg entstanden ist, sollte sie genau so vermarktet werden.

Der dazugehörige Wirtschaftshof bleibt ein eigener Gebäudetyp.

 

Zwischen Wien und großem Anwesen – der Gänserndorfer Lebenswunsch

Auch beim Gutshof spielt die Nähe zu Wien eine Rolle, aber anders als beim Bauernhaus oder Landhaus.

Hier geht es nicht nur darum, nach dem Arbeitstag mehr Garten zu haben.

Ein Gutshof kann mehrere berufliche und private Lebensbereiche an einer Adresse aufnehmen.

Vielleicht führt jemand ein Unternehmen in Wien und arbeitet an einigen Tagen von zuhause. Ein anderer nutzt einen Nebentrakt als Atelier oder Werkstatt. Eine ältere Generation wohnt auf dem Anwesen, während erwachsene Kinder längst eigene Berufe haben.

Das historische Gut funktioniert damit nicht mehr als hierarchisch organisierter Gutsbetrieb.

Im Gegenteil.

Seine ehemals getrennten Funktionsbereiche können heute einer Lebensform dienen, in der Menschen nebeneinander eigenständig bleiben.

Vielleicht ist das die moderne Umkehrung seiner Geschichte: Früher trennten die Gebäude unterschiedliche Aufgaben und gesellschaftliche Rollen. Heute können dieselben Mauern dafür sorgen, dass Familie, Arbeit und Privatheit sich nicht gegenseitig zu eng werden.

Man muss dafür nicht herrschaftlicher leben.

Nur großzügiger miteinander.

 

Sanieren – bei einem Gutshof denkt man in Gebäuden, nicht nur in Zimmern

Der technische Zustand eines Gutshofs muss anders bewertet werden als bei einem einzelnen Wohnhaus.

Das Haupthaus kann gut saniert sein, während mehrere Wirtschaftsgebäude dringenden Dachbedarf besitzen. Eine Scheune ist statisch hervorragend, ein Stall feucht und eine spätere Halle technisch problemlos, obwohl sie optisch wenig zur historischen Anlage passt.

Deshalb sollten Gebäude einzeln priorisiert werden.

Was muss sofort gesichert werden? Welche Dächer sind dicht? Wo bestehen Schäden am Tragwerk? Welche Gebäude werden überhaupt benötigt?

Es ist selten sinnvoll, jeden Quadratmeter gleichzeitig zu sanieren.

Manche Bereiche brauchen Wohnstandard. Andere müssen trocken, sicher und funktional bleiben.

Diese Unterscheidung kann über die wirtschaftliche Tragbarkeit des gesamten Projekts entscheiden.

Bei historisch wertvollen Gebäuden sollte außerdem früh geprüft werden, ob Denkmalschutz besteht. Ein Gutshof ist nicht automatisch Denkmalimmobilie, einzelne Anlagen oder Bauteile können jedoch geschützt sein.

 

Kaufaspekte & Tipps

Beim Kauf eines Gutshofs im Raum Gänserndorf sollte zuerst der gesamte Umfang der Anlage dokumentiert werden. Welche Gebäude und Grundstücke gehören tatsächlich dazu? Gibt es ein Haupthaus, weitere Wohngebäude, Stallungen, Scheunen, Hallen, Werkstätten und zusätzliche Flächen?

Grundbuch, Kataster und Widmung sollten für sämtliche Grundstücksteile geprüft werden. Gerade historische Güter können über Jahrzehnte geteilt worden sein.

Auch Zufahrten sind zentral. Gibt es mehrere Tore, eine rückwärtige Zufahrt oder getrennte Wege für Wohn- und Wirtschaftsbereiche?

Für jedes Gebäude sollten Dach, Tragwerk, Feuchtigkeit, Strom und Wasser sowie genehmigte Nutzung bekannt sein. Große Nutzflächen können sehr wertvoll sein, verursachen aber ebenfalls erhebliche Erhaltungsaufwendungen.

Bei geplanten zusätzlichen Wohnungen, Ateliers, Werkstätten oder gewerblichen Nutzungen müssen baurechtliche und gegebenenfalls gewerberechtliche Voraussetzungen geprüft werden.

Wer Tiere halten möchte, sollte Stallungen und Außenflächen nicht nur nach Größe beurteilen, sondern nach heutiger Eignung.

Bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen kann das niederösterreichische Grundverkehrsrecht relevant sein. Bestehende Pachtverhältnisse sollten vollständig erfasst werden.

Auch Wasser ist im trockenen Marchfeld ein wichtiges Thema. Brunnen, Leitungen oder Bewässerungssysteme können bei großen Garten- und Wirtschaftsflächen erheblichen Wert besitzen.

Bei sehr großen Anlagen lohnt außerdem eine nüchterne Unterhaltung über laufende Kosten. Dächer, Wege, Tore, Entwässerung und Außenflächen brauchen Pflege, auch wenn einzelne Gebäude kaum genutzt werden.

Und schließlich sollte nicht gefragt werden, wie man möglichst schnell für jedes Gebäude eine neue Nutzung findet.

Die bessere Frage lautet: Welche Teile des Gutshofs brauchen wir tatsächlich – und welche dürfen zunächst einfach erhalten bleiben?

Ein großes Anwesen muss nicht vollständig ausgelastet sein, um gut zu funktionieren.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein Gutshof im Raum Gänserndorf passt zu Menschen, die nicht bloß ein großes Wohnhaus suchen, sondern eine Anlage mit unterschiedlichen Gebäuden und Lebensbereichen.

Mehrere Generationen können dort Nähe und Eigenständigkeit verbinden. Familien mit erwachsenen Kindern bekommen Möglichkeiten, die ein einzelnes Haus kaum bietet. Menschen mit Werkstatt, Atelier, Büro oder anderen raumintensiven Tätigkeiten können Arbeit und Wohnen auf demselben Grundstück halten, ohne beides ständig zu vermischen.

Auch Gäste, private Tierhaltung oder größere Hobbys finden Platz, wenn die rechtlichen und technischen Voraussetzungen stimmen.

Besonders interessant wird der Gutshof aber für Menschen, die eine gewisse Offenheit aushalten können.

Nicht jedes Gebäude braucht am ersten Tag eine Funktion.

Vielleicht wird zunächst nur das Haupthaus bewohnt. Ein Seitenflügel bleibt weitgehend leer, in einer Scheune stehen Fahrzeuge und ein früherer Stall wird Werkstatt. Nach einigen Jahren verändert sich die Familie und plötzlich bekommt ein Gebäude eine Aufgabe, die beim Kauf niemand vorhergesehen hatte.

Auch das soziale Leben wächst anders als in einem normalen Haus.

Freunde wissen irgendwann, in welchem Gebäudeteil jemand arbeitet und wo sie die anderen wahrscheinlich finden. Kinder bewegen sich über größere Radien. Die ältere Generation kann dazugehören, ohne jeden Tagesablauf zu teilen. Wenn mehrere Menschen gleichzeitig auf dem Anwesen sind, müssen sie deshalb nicht ständig an einer Stelle zusammengeführt werden.

Später am Tag treffen sich trotzdem Wege im Hof. Einer kommt aus der Werkstatt, eine andere aus dem Garten und jemand trägt Essen aus dem Haus. Ein Gespräch beginnt, zwei bleiben sitzen und andere gehen nach einiger Zeit weiter.

Der Hof schafft Verbindung.

Die Gebäude schaffen Freiheit.

Vielleicht ist genau das der Lebenswunsch hinter einem Gutshof in Gänserndorf: ein Anwesen zu besitzen, das groß genug ist, damit Menschen nicht ständig dieselbe Art von Nähe leben müssen.

Die Region fügt noch etwas Entscheidendes hinzu. Wien ist nah genug, dass berufliches, kulturelles und soziales Leben dort weitergehen kann. Hinter dem eigenen Tor beginnt trotzdem eine Anlage, in der Wohnen, Arbeit, Familie, Gäste und Projekte unterschiedliche Räume bekommen.

Man muss dafür weder Gutsherr spielen noch einen historischen Landwirtschaftsbetrieb rekonstruieren.

Man kann die alte Ordnung der Gebäude einfach für ein moderneres Zusammenleben nutzen.

 

Warum my-landimmo.de

  1. my-landimmo behandelt den Gutshof als eigenständige Objektart und unterscheidet ihn bewusst von Bauernhof, ehemaligem Bauernhof, Gutshaus, Herrenhaus, Landgut sowie Schloss & Burg.

  2. Haupthaus, weitere Wohngebäude, Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen, Werkstätten, Lager, Garten, Park und mögliche landwirtschaftliche Flächen können gemeinsam dargestellt werden, damit Interessenten die Anlage als Ganzes verstehen.

  3. Historische österreichische Begriffe wie Gut, Gutsbetrieb, Wirtschaftshof oder – bei tatsächlich belegter Funktion – Meierhof können berücksichtigt werden, ohne sie wahllos als Synonyme zu verwenden.

  4. Regionale Beispiele aus dem Marchfeld wie Matzneusiedler Hof, Rußbachhof, Gut Siehdichfür und die Gutshofanlage von Schloss Hof schaffen einen glaubwürdigen historischen und landschaftlichen Kontext für diese seltene Objektart.

  5. my-landimmo ist spezialisiert auf besondere, ländliche & historische Immobilien in Deutschland, Österreich & der Schweiz und erreicht monatlich über 5 Millionen Seitenaufrufe.

  6. Statt allgemeiner Massenanfragen stehen Menschen im Mittelpunkt, die verstehen, dass bei einem Gutshof nicht nur Wohnfläche, sondern das Zusammenspiel mehrerer Gebäude und Grundstücksbereiche den eigentlichen Wert bestimmt.

  7. Als Neukunde 30 Tage kostenlos inserieren – mit wenigen Schritten zum eigenen Inserat auf my-landimmo.de.

 

Wenn Sie einen Gutshof, ein historisches Gutsanwesen oder eine vergleichbare größere Hofanlage im Raum Gänserndorf verkaufen, vermieten oder verpachten möchten und Menschen erreichen wollen, die Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude und Freiraum als zusammenhängendes Anwesen verstehen, können Sie Ihr Objekt hier 30 Tage kostenlos inserieren.

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FAQ zum Gutshof im Raum Gänserndorf

Was versteht my-landimmo unter einem Gutshof?

Ein Gutshof ist ein größeres ländliches Anwesen, bei dem Wohnhaus beziehungsweise Haupthaus, Wirtschaftshof und mehrere Wirtschaftsgebäude eine zusammenhängende Anlage bilden. Zusätzliche landwirtschaftliche Flächen können dazugehören, müssen heute aber nicht mehr vollständig vorhanden sein.

Gibt es Gutshöfe im Bezirk Gänserndorf?

Ja. Historische und bis heute bekannte Beispiele sind unter anderem der Matzneusiedler Hof bei Groß-Enzersdorf, der Rußbachhof bei Deutsch-Wagram, Gut Siehdichfür in Gänserndorf-Süd sowie die große Gutshofanlage von Schloss Hof.

Was kostet ein Gutshof im Raum Gänserndorf?

Der offene regionale Markt ist zu klein für einen belastbaren Durchschnitt. Als breite niederösterreichische Orientierung können einfachere beziehungsweise sanierungsbedürftige Anlagen ungefähr ab 400.000 EUR beginnen. Größere Gutshöfe mit mehreren Gebäuden können etwa 800.000 EUR bis 1.500.000 EUR und bei umfangreichen Flächen oder hochwertiger Sanierung 1.500.000 EUR bis 3 Mio. EUR oder deutlich mehr erreichen.

Was unterscheidet Gutshof und Bauernhof?

Der Bauernhof ist stärker aus der bäuerlichen Hofstelle und einem Familienbetrieb entstanden. Ein Gutshof besitzt historisch häufig eine größere, stärker gegliederte Wirtschaftsstruktur mit mehreren Gebäuden, größeren Flächen und teilweise Verwaltung beziehungsweise Beschäftigten.

Was unterscheidet Gutshof und Gutshaus?

Das Gutshaus bezeichnet vor allem das größere Wohngebäude eines Gutes. Der Gutshof umfasst die gesamte Anlage aus Wohnhaus, Hof, Wirtschaftsgebäuden und möglichen zusätzlichen Flächen.

Ist ein Meierhof dasselbe wie ein Gutshof?

Nicht pauschal. Ein Meierhof ist eine historisch bestimmte Form eines größeren Wirtschaftshofs innerhalb einer Herrschaft beziehungsweise eines größeren Besitzes. Der Begriff sollte nur verwendet werden, wenn diese Funktion historisch tatsächlich belegt ist.

Was unterscheidet Gutshof und Herrenhaus?

Beim Herrenhaus steht ein größeres historisches beziehungsweise herrschaftliches Wohngebäude im Mittelpunkt. Beim Gutshof prägt die gesamte Wohn- und Wirtschaftsstruktur die Immobilie. Ein Herrenhaus kann allerdings Teil eines Gutshofs sein.

Kann ein Gutshof privat bewohnt werden?

Ja. Viele ehemalige Gutsanlagen können heute überwiegend privaten Wohnzwecken dienen. Für zusätzliche Wohnungen oder die Umnutzung früherer Wirtschaftsgebäude müssen jedoch baurechtlicher Bestand und Widmung geprüft werden.

Eignet sich ein Gutshof für mehrere Generationen?

Mehrere Wohn- oder Nebengebäude können dafür besonders interessant sein. Entscheidend sind getrennte Zugänge, Sanitärbereiche, genehmigte Wohnnutzung und genügend Selbstständigkeit der einzelnen Bereiche.

Kann man auf einem Gutshof ein Gewerbe oder Atelier betreiben?

Werkstatt, Atelier, Büro oder andere berufliche Nutzungen können aufgrund der räumlichen Trennung attraktiv sein. Die konkrete Zulässigkeit hängt von Widmung, baurechtlichem Bestand und gegebenenfalls gewerberechtlichen Anforderungen ab.

Kann ein Gutshof noch Landwirtschaft sein?

Ja. Einige Gutshöfe werden weiterhin landwirtschaftlich bewirtschaftet. Wenn jedoch Flächen, Maschinen und Produktionsbetrieb den wirtschaftlichen Schwerpunkt deutlich stärker bestimmen als die historische Hofanlage, kann Landwirtschaft bei my-landimmo die präzisere Objektart sein.

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?

Wichtig sind Umfang und Eigentum sämtlicher Gebäude und Grundstücke, Bauzustand der einzelnen Trakte, Zufahrten, Widmung, genehmigte Nutzungen, mögliche Denkmaleigenschaft, Wasser- und Energieversorgung, landwirtschaftliche Flächen und Pachtverhältnisse sowie der langfristige Unterhalt großer Dach- und Hofflächen.

 

Fazit

Ein Gutshof im Raum Gänserndorf ist mehr als ein großes Haus mit vielen Nebengebäuden. Seine besondere Qualität entsteht daraus, dass ein ganzes Anwesen einmal organisiert wurde, um unterschiedliche Aufgaben räumlich nebeneinander funktionieren zu lassen.

Im Marchfeld hat diese Form eine glaubwürdige Geschichte. Matzneusiedler Hof, Rußbachhof, Gut Siehdichfür und die Gutshofanlage von Schloss Hof zeigen auf sehr unterschiedliche Weise, dass größere Wirtschafts- und Gutsanlagen zur Entwicklung dieser Landschaft gehören.

Heute kann ihre alte Ordnung etwas vollkommen Neues ermöglichen.

Im Haupthaus wohnt eine Familie, während in einem Nebengebäude gearbeitet wird. Eine ältere Generation besitzt einen eigenen Bereich, Gäste schlafen in einem anderen Trakt und irgendwo bleibt eine Scheune einfach Scheune, weil niemand einen vernünftigen Grund sieht, aus ihr noch drei weitere Wohnzimmer zu machen.

Am Vormittag laufen diese Leben nebeneinander. Später begegnet man sich im Hof. Einer kommt aus der Werkstatt, Kinder aus dem hinteren Teil des Grundstücks und jemand aus dem Haus. Man redet eine Weile, trägt etwas gemeinsam hinein und verteilt sich danach wieder.

Gerade darin kann die moderne Qualität eines Gutshofs liegen.

Seine Größe zwingt Menschen nicht zu mehr Gemeinsamkeit.

Sie kann ihnen erlauben, Nähe entspannter zu leben.

Arbeit braucht nicht im Wohnzimmer stattzufinden. Großeltern müssen nicht denselben Haushalt führen, um nahe zu sein. Freunde können mehrere Tage bleiben, ohne dauerhaft Gast im privaten Familienraum zu sein. Projekte bekommen Gebäude, statt jeden Abend weggeräumt werden zu müssen.

Im Raum Gänserndorf kommt die Nähe zu Wien hinzu. Das Anwesen muss deshalb kein Rückzug aus dem modernen Leben werden. Beruf, Unternehmen, Freunde und Kultur können weiterhin Teil des eigenen Radius bleiben, während zuhause eine historische Hofstruktur Platz für ganz andere Teile des Lebens schafft.

Vielleicht ist das der eigentliche Wunsch hinter einem Gutshof: nicht größer zu wohnen, um größer zu wirken.

Sondern genügend unterschiedliche Räume zu haben, damit Menschen, Arbeit, Familie und eigene Ideen sich nicht ständig gegenseitig Platz wegnehmen.

Früher wurden die Gebäude eines Gutshofs für verschiedene Aufgaben errichtet.

Heute können sie genau deshalb verschiedenen Teilen eines Lebens Raum geben.

 

Gutshof kaufen, mieten oder pachten im Raum Gänserndorf – auf my-landimmo.de, dem Spezialportal für Gutshöfe, Herrenhäuser, Bauernhöfe, Landgüter und besondere ländliche & historische Immobilien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Marchfeld und östlichen Weinviertel verbinden historische Gutsanlagen Haupthaus, Wirtschaftshof, Stallungen, Scheunen und Freiraum zu einem Anwesen, dessen alte räumliche Ordnung heute neue Formen von Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben ermöglichen kann.