Mühle kaufen im Burgenland – für Menschen, die am Wasser wohnen und alte Mühlenräume wieder mit Leben füllen möchten

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Vertriebsart: 
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Objektart: 
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Ort: 
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Wohnen und Arbeiten von zu Hause in Crimmitschau – Gewerbe, Lagerfläche und Erholung vereint

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
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Ort: 
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Wohnfläche: 
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Kaufpreis: 
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Einzigartiges Seminarhaus zu verkaufen | Werra-Meißner

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
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Wohnfläche: 
552,00 m²
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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
99428 Hopfgarten (Deutschland)
Wohnfläche: 
190,93 m²
Kaufpreis: 
300.000,00 EUR
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Landhaus + Knittlingen + kaufen + zwei Wohnungen + Scheune + Werkstatt

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Haus
Ort: 
75438 Knittlingen (Deutschland)
Wohnfläche: 
167,20 m²
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Pferde und Naturanwesen mit Waldsee auf rund sieben Hektar, 2 Häuser, Privatstraße, 8 Minuten BAB 9

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Einfamilienhaus
Ort: 
06618 Mertendorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
226,70 m²
Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Historisches Pferdeanwesen im südlichen Elsass (ca. 35 Minuten ab Basel) für 6-8 Pferde mit Fachwerkhaus und ca. 1,75 ha Grundstück und 1700 m2 Baulandreserve

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
68210 Eteimbes, Elsass (Frankreich)
Wohnfläche: 
269,00 m²
Kaufpreis: 
1.190.000,00 EUR
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Voll vermietetes Jugendstil-Denkmal mit Seltenheitswert in Zittau zentrumsnah

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
02763 Zittau (Deutschland)
Wohnfläche: 
576,00 m²
Kaufpreis: 
469.000,00 EUR
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Hochwertiger Bungalow mit liebevoll angelegtem Garten in ruhiger Lage von Daleiden

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
54689 Daleiden (Deutschland)
Wohnfläche: 
123,00 m²
Kaufpreis: 
499.000,00 EUR
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Für Menschen, die das Wasser am Haus hören und aus alten Mühlenräumen ein gemeinsames Zuhause machen möchten

Wasser sucht sich im Burgenland seinen Weg durch sehr unterschiedliche Landschaften. Im Norden begleiten Leitha und Wulka die offenen Ebenen und die Hänge des Leithagebirges. Weiter südlich fließen Pinkau, Strem, Lafnitz und Raab zwischen Wiesen, Waldstücken und kleinen Orten. An einzelnen Bachläufen stehen noch Mühlen, bei denen Wohnhaus, Mühlgraben und frühere Arbeitsräume dicht beieinanderliegen.

Am Morgen ist das Wasser schon zu hören, bevor im Haus die erste Tür geöffnet wird. Es läuft am Ufer entlang, zieht durch einen alten Graben oder verschwindet unter einem Gebäudeteil. Nach stärkeren Regenfällen klingt es voller, in trockenen Wochen ruhiger. Wer hier wohnt, erlebt den Bach nicht als entfernte Aussicht. Er gehört zu den Geräuschen des Hauses.

Eine historische Mühle war Wohnort und Arbeitsstätte zugleich. Im Wohnteil wurde gekocht, geschlafen und zusammengesessen. Nebenan liefen Mahlgänge, lagerten Säcke oder wurden Werkzeuge aufgehängt. Treppen führten zu Speichern, Türen in die Radkammer und Wege vom Haus hinunter zum Wasser. Auch wenn das Mühlrad heute stillsteht, bleibt diese Ordnung in vielen Gebäuden noch erkennbar.

Wer eine Mühle im Burgenland sucht, wünscht sich selten ein gewöhnliches Haus mit einem Bach hinter dem Grundstück. Gesucht werden dicke Mauern, alte Arbeitsräume, ein Mühlgraben, Gewölbe, Scheune oder Speicher und ein Wohnteil, der nicht von seiner Geschichte getrennt wurde. Das Wasser soll nahe sein, der Garten bis ans Ufer reichen und die früheren Gebäudeteile sollen wieder eine Aufgabe erhalten.

An einem freien Tag verteilt sich die Familie schnell über das Anwesen. Einer öffnet die Tür zum früheren Mahlraum und stellt dort zwei Böcke für eine Reparatur auf. Ein anderer geht am Mühlgraben entlang und entfernt Äste, die sich am Rechen gesammelt haben. Kinder beobachten vom sicheren Ufer aus, wie Blätter im Wasser verschwinden, während im Wohnhaus bereits jemand die nassen Jacken über einen Stuhl hängt.

Freunde kommen bei einer Mühle selten nur durch die Haustür. Einer steht zuerst am Bach, zwei sehen sich die alte Radkammer an, und jemand trägt Werkzeug in den ehemaligen Speicher. Später sitzen einige im Wohnteil, während andere noch zwischen Scheune, Garten und Wasser unterwegs sind. Das gemeinsame Leben entsteht aus diesen Wegen – zwischen dem Haus, den früheren Arbeitsräumen und dem Ufer.

Eine Mühle ist ein historisches Anwesen, dessen Gebäude und Lage mit der Nutzung von Wasserkraft verbunden waren. Dazu können Wohnhaus, Mühlgebäude, Radkammer, Mühlgraben, Wehr, Speicher, Scheune, Stall, Werkstatt und Grundstücke am Bach gehören. Welche Bestandteile erhalten sind, unterscheidet sich von Objekt zu Objekt.

Vom gewöhnlichen Landhaus unterscheidet sich die Mühle durch ihre unmittelbare Verbindung zum Wasser und ihre frühere Arbeitswelt. Der Bach ist nicht nur Nachbarschaft, sondern Teil der Grundstücks- und Gebäudegeschichte. Alte Durchlässe, Radkammern, Kanäle und Höhenunterschiede prägen das Anwesen bis heute.

Auch ein Bauernhof folgt einer anderen Ordnung. Dort bestimmen Landwirtschaft, Stallungen und Flächen den Alltag. Bei einer Mühle entstand die Gebäudestruktur aus dem Weg des Wassers, der Verarbeitung von Getreide oder anderen handwerklichen Aufgaben und den dafür benötigten Speicher- und Arbeitsräumen.

Menschen, die nach einer Mühle suchen, wünschen sich häufig Rückzug, Wasser, Geschichte und genügend Platz für Familie, Gäste oder eigene Tätigkeiten. Manche möchten ausschließlich darin wohnen. Andere sehen im ehemaligen Mahlraum eine Werkstatt, im Speicher Platz für Musik oder Bücher und in einem Nebengebäude Zimmer für Besucher.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageHistorische Mühlen gehören im Burgenland zu den seltenen Immobilien. Viele frühere Mühlen wurden aufgegeben, stark verändert oder in gewöhnliche Wohn- und Wirtschaftsgebäude umgewandelt. Anwesen mit erkennbarem Mühlgraben, alten Arbeitsräumen und zusammenhängendem Grundstück erscheinen nur vereinzelt am Markt.
PreisspannenKleinere oder stark sanierungsbedürftige Mühlenanwesen können je nach Lage, Grundstück und erhaltenem Gebäudebestand zwischen etwa 250.000 EUR und 500.000 EUR beginnen. Bewohnbare oder teilweise erneuerte Mühlen mit mehreren Gebäudeteilen, Bachlage und nutzbaren Nebenräumen liegen häufig zwischen 550.000 EUR und 1.000.000 EUR. Umfangreich sanierte Anlagen mit großen Nutzflächen oder besonderer Lage können darüber liegen. Wegen des seltenen Angebots bleibt jede Einordnung objektbezogen.
ArchitekturDicke Ziegel- oder Natursteinmauern, Gewölbe, frühere Mahlräume, Speicher, Radkammern, Scheunen, Werkstätten, Keller und unterschiedliche Gebäudeteile prägen historische Mühlen.
NutzungsmöglichkeitenWohnen mit Familie, Gästezimmer, Arbeiten von zuhause, Werkstatt, Atelier, kleinere kulturelle Nutzungen, Ferienwohnen oder die Verbindung aus privatem Wohnbereich und früheren Mühlenräumen.
BesonderheitenWasserrechte, Hochwasser, Mühlgraben, Wehr, Ufersicherung, Feuchtigkeit, Zufahrt, Denkmalschutz, genehmigte Nutzungen und der Zustand aller Nebengebäude sollten vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden.

 

Mühlen zwischen Leitha, Wulka, Lafnitz & Raab

Im Nordburgenland konnten Mühlen an Leitha, Wulka und kleineren Zuflüssen nahe an Orten, Feldern und früheren Verkehrswegen liegen. Die offene Landschaft und geringe Höhenunterschiede verlangten häufig sorgfältig angelegte Gräben und Wehre, damit das Wasser mit ausreichender Kraft am Mühlgebäude ankam.

Am Rand des Leithagebirges treffen bewaldete Hänge, Weinorte und Bäche aufeinander. Mühlen konnten dort näher an einer Geländestufe stehen, mit Kellern, Stützmauern und Gebäudeteilen, die sich dem Verlauf des Wassers anpassten. Hinter dem Anwesen beginnen je nach Lage Reben, Wald oder offene Felder.

Im Mittelburgenland liegen frühere Mühlen zwischen sanften Höhen, Ackerflächen und kleinen Bachläufen. Manche Gebäude wurden später landwirtschaftlich genutzt oder durch Scheunen und Ställe ergänzt. Der ursprüngliche Wasserweg ist mitunter nur noch an einer Geländekante, einer Maueröffnung oder einem verfüllten Graben ablesbar.

Im Südburgenland prägen Pinkau, Strem, Lafnitz und Raab eine grünere, kleinteiligere Landschaft. Hier können Mühlen zwischen Wiesen, Waldsäumen und kleinen Dörfern liegen. Wasserstand, Uferbewuchs, Hanglage und Zufahrt beeinflussen den Alltag stärker als bei einem gewöhnlichen Wohnhaus.

Eine Mühle im Burgenland kann deshalb ganz unterschiedlich aussehen. Einige stehen nah am Ort und besitzen einen gefassten Hof. Andere liegen zurückgezogen am Bach, mit einer langen Zufahrt und Nebengebäuden, die sich über das Gelände verteilen. Gemeinsam bleibt die Abhängigkeit von Wasserlauf und Gelände.

 

Wohnhaus, Mahlraum & Wege zum Wasser

Der Wohnteil einer Mühle war meist so angeordnet, dass Familie und Arbeit nah beieinanderblieben. Von der Küche führte ein kurzer Weg in den Hof, zum Speicher oder in den Mahlraum. Geräusche der Mechanik und des Wassers gehörten früher selbstverständlich zum Haus.

Der ehemalige Mahlraum besitzt häufig kräftige Decken, robuste Böden, breite Türen und eine Höhe, die für Maschinen und Arbeitsabläufe gebraucht wurde. Heute kann er Werkstatt, Atelier, Bibliothek oder gemeinsamer Bereich werden. Seine frühere Nutzung sollte dabei noch sichtbar bleiben dürfen.

In Speichern und Dachräumen lagerten einst Getreide und Säcke. Alte Balken, Luken, Aufzüge oder Öffnungen im Boden können davon erzählen. Für eine heutige Nutzung müssen Tragfähigkeit, Brandschutz, Belichtung und sichere Zugänge geprüft werden.

Die Radkammer liegt meist unmittelbar am früheren Wasserweg. Dort können noch Achslager, Mauerdurchlässe, Metallteile oder Reste der Mechanik vorhanden sein. Selbst wenn kein Rad mehr läuft, bleibt dieser Gebäudeteil der Ort, an dem sich die Mühle am deutlichsten vom gewöhnlichen Wohnanwesen unterscheidet.

Zwischen Wohnhaus und Bach entstehen eigene Alltagswege. Nach einem Sturm wird am Rechen nachgesehen, im Herbst werden Blätter aus dem Graben geholt, und nach starkem Regen geht jemand zuerst ans Ufer, bevor im Haus der Tag beginnt. Wasser verlangt Aufmerksamkeit, auch wenn es nicht mehr zum Mahlen genutzt wird.

 

Familie, Freunde & ein Anwesen mit mehreren Mittelpunkten

Das Leben in einer Mühle verteilt sich selten auf einen einzigen Wohnbereich. Im Haus beginnt der Morgen, während jemand bereits im früheren Arbeitsgebäude nach Werkzeug sucht. Ein anderer geht mit dem Hund am Bach entlang, und aus dem Speicher sind Schritte zu hören, weil dort ein Zimmer für Gäste vorbereitet wird.

Für Familien kann diese Aufteilung Nähe und eigene Bereiche zugleich ermöglichen. Eltern wohnen im Hauptgebäude, erwachsene Kinder nutzen einen ausgebauten Nebentrakt, und Großeltern finden einen ruhigen Bereich mit kurzem Weg zum Garten. Man begegnet sich am Hof, an der Brücke oder auf dem Weg zum Wasser.

Kinder erleben das Anwesen über andere Dinge als Erwachsene. Sie wissen, wo das Wasser lauter klingt, an welcher Stelle Frösche sitzen und welche Tür früher zur Mühlentechnik führte. Sichere Uferbereiche, Geländer und klare Regeln bleiben dabei unverzichtbar.

Freunde können mehrere Tage bleiben, ohne ständig im privaten Wohnteil zu sein. Einer liest im ehemaligen Mahlraum, andere gehen den Bachweg entlang, und jemand hilft beim Ausräumen eines alten Nebenraums. Später treffen sich alle dort, wo gerade gearbeitet oder etwas repariert wird.

Gemeinsame Zeit entsteht auch aus den Aufgaben des Anwesens. Äste werden aus dem Wasser gezogen, ein Fensterladen wird wieder eingehängt, Holz wird in den trockenen Speicher getragen und nach einem Gewitter werden Dachrinnen und Ufer kontrolliert. Familie und Freunde erleben die Mühle nicht nur als Besucher, sondern durch das, was sie miteinander tun.

Der Charme einer alten Mühle zeigt sich dann im tatsächlichen Gebrauch: im unregelmäßigen Geräusch des Wassers, in einer schweren Tür zum Mahlraum, in Mehlspuren, die vielleicht noch in einer Balkenfuge sitzen, und in Schritten, die über alte Dielen bis zur Radkammer führen.

 

Mühlgraben, Bachlauf & alte Technik

Nicht jede Mühle besitzt heute noch einen offenen Mühlgraben oder ein vollständiges Mühlrad. Gräben wurden verfüllt, Wehre zurückgebaut und Wasserläufe verändert. Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden, welche historischen Bestandteile tatsächlich vorhanden sind und welche Rechte mit ihnen verbunden bleiben.

Ein Wasserrecht kann die Nutzung, Ableitung oder Aufstauung des Wassers regeln. Es geht nicht automatisch mit dem Eigentum am Gebäude über und kann erloschen, eingeschränkt oder an bestimmte Pflichten gebunden sein. Bestehende Bescheide und Eintragungen sollten fachkundig geprüft werden.

Wer ein Mühlrad erhalten oder wieder in Bewegung bringen möchte, benötigt mehr als die alte Radkammer. Wasserführung, Stauhöhe, Durchfluss, Fischschutz, Hochwasserschutz und technische Sicherheit müssen zusammenpassen. Eine frühere Funktion lässt sich nicht allein anhand alter Fotografien wiederherstellen.

Auch eine kleine Stromerzeugung kann bei geeigneten Voraussetzungen denkbar sein. Dafür sind jedoch Wasserrecht, ökologische Vorgaben, technische Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten entscheidend. Sie sollte nicht als selbstverständlicher Vorteil einer historischen Mühle eingeplant werden.

Der Bachlauf bleibt unabhängig von einer technischen Nutzung Teil des Grundstücksalltags. Ufer müssen beobachtet, Bewuchs gepflegt und Veränderungen nach Hochwasser kontrolliert werden. Umgestürzte Bäume oder angeschwemmtes Material können Wege und Wasserführung beeinträchtigen.

 

Kaufaspekte & Tipps

Beim Kauf einer Mühle sollten Wohnhaus, Mühlgebäude, Speicher, Scheune, Radkammer und weitere Nebengebäude getrennt untersucht werden. Unterschiedliche Bauzeiten und frühere Erweiterungen führen häufig zu verschiedenen Dachformen, Mauerstärken, Fundamenten und Sanierungsständen.

Feuchtigkeit gehört zu den wichtigsten Themen. Gebäude direkt am Wasser besitzen ein anderes Umfeld als Häuser auf trockenem Grund. Keller, Mauersockel, frühere Kanäle, Gelände und Entwässerung müssen gemeinsam betrachtet werden. Dichte Putze oder ungeeignete Bodenaufbauten können vorhandene Probleme verschärfen.

Hochwassergefahr sollte anhand vorhandener Unterlagen und der tatsächlichen Geländesituation geprüft werden. Frühere Wasserstände, Rückstau, Zufahrten und die Lage technischer Anlagen sind dabei ebenso wichtig wie die Höhe des Wohnbereichs.

Alte Mühlentechnik kann Teil des Schutzstatus oder der Geschichte des Gebäudes sein. Zahnräder, Wellen, Mahlgänge und Antriebe sollten vor einer Entfernung dokumentiert und fachkundig beurteilt werden. Einzelne Teile können erhalten bleiben, auch wenn keine vollständige Wiederinbetriebnahme vorgesehen ist.

Bei Denkmalschutz können Fassade, Dach, Fenster, Gewölbe, Technik und Wasseranlagen betroffen sein. Für anerkannte denkmalgerechte Maßnahmen können je nach Nutzung und persönlicher Situation Förderungen oder steuerliche Begünstigungen möglich sein. Voraussetzungen sollten vor Beginn der Arbeiten mit Fachstellen und Steuerberater geklärt werden.

Frühere Mahlräume, Speicher und Scheunen dürfen nicht automatisch als Wohnungen, Gästezimmer oder Veranstaltungsbereiche genutzt werden. Widmung, Bauakten, Brandschutz, Fluchtwege, Sanitär und Stellplätze entscheiden darüber, welche neue Aufgabe ein Gebäudeteil übernehmen kann.

Auch Wasser, Abwasser, Zufahrt, Brücken, Wegerechte und Internet gehören zur Prüfung. Bei zurückgezogenen Mühlenlagen kann die technische Versorgung anders organisiert sein als im Ortskern. Eine private Brücke oder ein längerer Zufahrtsweg bringt eigenen Pflegeaufwand mit sich.

Der Erhaltungsaufwand sollte für das gesamte Ensemble berechnet werden. Mehrere Dächer, alte Mauern, Wasseranlagen, Ufer und Nebengebäude verlangen regelmäßige Kontrolle. Eine sinnvolle Reihenfolge beginnt meist mit Dach, Tragwerk, Wasserführung und trockener Sicherung der Gebäude.

 

Für wen geeignet und warum?

Eine Mühle im Burgenland passt zu Menschen, die Wasser nicht nur hören, sondern mit seinen Veränderungen leben möchten. Sie nehmen wahr, wenn der Bach nach Regen steigt, wenn im Herbst Blätter am Rechen hängen und wenn im Sommer zwischen Ufersteinen nur noch ein ruhiges Rauschen bleibt.

Familien finden in einer Mühle oft mehr als Wohnfläche. Frühere Arbeitsräume, Speicher und Nebengebäude schaffen Platz für unterschiedliche Interessen. Einer arbeitet mit Holz, ein anderer richtet Bücher im alten Mahlraum ein, während Kinder und Gäste zwischen Hof, Garten und sicheren Uferwegen unterwegs sind.

Menschen mit handwerklichen oder kreativen Tätigkeiten schätzen die robusten Gebäudeteile. Breite Türen, alte Balken und große Arbeitsräume lassen sich anders benutzen als gewöhnliche Wohnräume. Dafür müssen Tragwerk, Klima und genehmigte Nutzung zur geplanten Tätigkeit passen.

Auch mehrere Generationen können auf einem Mühlenanwesen zusammenfinden, wenn getrennte Wohnbereiche möglich sind. Die Familie bleibt über Hof, Brücke und Garten miteinander verbunden, während jeder einen eigenen Gebäudeteil und einen eigenen Tagesablauf besitzt.

Wer Gäste empfängt, bietet ihnen keinen beliebigen Aufenthalt auf dem Land. Sie schlafen über einem früheren Speicher, hören das Wasser beim Öffnen des Fensters und gehen am Morgen zuerst hinunter zum Bach. Nach wenigen Tagen wissen sie, welche Steine am Ufer rutschig sind und wo im Hof die Gummistiefel stehen.

Eine Mühle spricht Menschen an, die in alten Arbeitsräumen kein überflüssiges Beiwerk sehen. Sie möchten die Radkammer erhalten, den Speicher wieder benutzen, ein Mühlrad vielleicht sichern und dem Wohnhaus einen Alltag geben, der mit Wasser, Garten und früherer Arbeit verbunden bleibt.

Gesucht wird am Ende nicht nur eine seltene Immobilie. Gesucht wird ein Ort, an dem das Wasser vor dem Haus weiterläuft, während hinter den Mauern gekocht, gearbeitet, repariert, gelesen und Besuch empfangen wird.

 

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FAQ

Was gehört zu einer historischen Mühle?
Zu einer Mühle können Wohnhaus, Mühlgebäude, Mahlraum, Radkammer, Mühlgraben, Wehr, Speicher, Scheune und weitere Nebengebäude gehören. Nicht jede Anlage besitzt heute noch alle ursprünglichen Bestandteile.

Besitzt jede Mühle ein gültiges Wasserrecht?
Nein. Alte Wasserrechte können verändert, erloschen oder an bestimmte Pflichten gebunden sein. Bestehende Bescheide und Eintragungen sollten vor dem Kauf fachkundig geprüft werden.

Kann eine alte Mühle ausschließlich zum Wohnen genutzt werden?
Ja, wenn Wohnbereiche genehmigt und alltagstauglich ausgestattet sind. Frühere Mahlräume, Speicher oder Scheunen dürfen jedoch nicht automatisch als zusätzlicher Wohnraum verwendet werden.

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Wichtig sind Hochwasser, Wasserrechte, Zustand von Dach und Mauerwerk, Feuchtigkeit, Mühlgraben, Ufersicherung, alte Technik, Zufahrt, Schutzstatus und die genehmigte Nutzung aller Gebäudeteile.

 

Fazit

Eine Mühle im Burgenland ist ein historisches Anwesen, dessen Gebäude aus der unmittelbaren Verbindung zum Wasser entstanden sind. Wohnhaus, Mahlraum, Speicher, Radkammer und Mühlgraben erzählen von einer früheren Arbeitswelt und können heute neue Aufgaben übernehmen.

Zwischen Leitha, Wulka, Pinkau, Lafnitz und Raab liegen solche Mühlen nur noch vereinzelt. Wer danach sucht, wünscht sich keinen Bach als hübschen Hintergrund. Gesucht wird ein Zuhause, an dem das Wasser den Tagesrhythmus mitbestimmt und alte Mühlenräume wieder von Familie, Freunden und neuen Tätigkeiten benutzt werden.

 

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