Winzerhaus kaufen in Österreich – für Menschen, die hinter alten Hoftoren, über kühlen Kellern und nah an den Reben zuhause sein möchten

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See mit Haus mit zwei Kaufvarianten

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Ort: 
04680 Colditz (Deutschland)
Kaufpreis: 
299.000,00 EUR
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Exklusiver Landsitz in Niederbayern mit sehr guter Anbindung - Pferdehaltung, Wohnen & Arbeiten!

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
94541 Grattersdorf (Deutschland)
Wohnfläche: 
466,00 m²
Kaufpreis: 
2.770.000,00 EUR
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Markantes Eckhaus Görlitz-Innenstadt!  ca. 8 % Rendite & TOP Vermietbarkeit

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Landhaus
Ort: 
02826 Görlitz (Deutschland)
Wohnfläche: 
1.148,00 m²
Kaufpreis: 
800.000,00 EUR
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Landsitz Röthenbach

Landsitz Röthenbach

Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
88167 Röthenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
280,00 m²
Kaufpreis: 
1.240.000,00 EUR
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Reiterhof im Zollernalbkreis - Historischer Schlosshof mit Gästewohnung, Pferdehaltung und vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Reiterhof
Ort: 
72348 Rosenfeld-Täbingen (Deutschland)
Wohnfläche: 
220,00 m²
Kaufpreis: 
950.000,00 EUR
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Historisches Resthofanwesen im südlichen Heidekreis – drei Wohneinheiten, Nebengebäude und Pferdehaltungspotenzial

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
29690 Büchten (Deutschland)
Wohnfläche: 
527,00 m²
Kaufpreis: 
1.050.000,00 EUR
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Schönes Land-Ensemble mit 2 Wohnhäusern auf 6.775  m² Grund in Klein Belitz, Landkreis Rostock

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
18246 Klein Belitz OT Selow (Deutschland)
Wohnfläche: 
207,00 m²
Kaufpreis: 
495.000,00 EUR
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Ihr Mehrgenerationen-Ensemble in Wolfegg (baden-württembergisches Westallgäu), Landkreis Ravensburg

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
88364 Wolfegg-Rötenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
228,00 m²
Kaufpreis: 
845.000,00 EUR
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Sehr gepflegtes Bauernhaus mit wunderschönem Garten und Gartenhaus in Wolfegg, Landkreis Ravensburg

Sehr gepflegtes Bauernhaus mit wunderschönem Garten und Gartenhaus in Wolfegg, L...

Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Resthof
Ort: 
88364 Wolfegg-Rötenbach (Deutschland)
Wohnfläche: 
228,00 m²
Kaufpreis: 
570.000,00 EUR
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Traumanwesen im Allgäu – Reiterhof mit 11 ha in Alleinlage

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Vertriebsart: 
Kauf
Objektart: 
Bauernhaus
Ort: 
87739 Breitenbrunn (Deutschland)
Wohnfläche: 
455,00 m²
Kaufpreis: 
2.700.000,00 EUR
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Für Menschen, die durch ein altes Hoftor nach Hause kommen und unter dem Wohnhaus noch den früheren Weinkeller finden möchten

In Österreich stehen Winzerhäuser oft mitten in alten Weinorten. Ein breites Tor führt von der Gasse in den Hof, unter dem Wohnhaus liegt ein gewölbter Keller, und hinter den Mauern beginnt ein Garten, den man von außen kaum vermutet. In der Wachau folgen solche Häuser den schmalen Ortszeilen entlang der Donau, im Weinviertel begleiten Presshäuser und Kellergassen die Dörfer, während im Burgenland und in der Südsteiermark Rebhänge, Innenhöfe und kleine Wirtschaftsgebäude eng zusammenliegen.

Wer ein Winzerhaus in Österreich kaufen möchte, sucht kein laufendes Weingut und keine moderne Kellerei. Gesucht wird das frühere Wohnhaus einer Winzerfamilie: mit Küche, Stuben, Schlafräumen, Hof und einem Keller, in dem einst Fässer standen oder Flaschen lagerten. Weinbau darf in der Geschichte des Hauses sichtbar bleiben, muss aber nicht mehr den heutigen Alltag bestimmen.

Am Vormittag steht das Hoftor offen, weil im hinteren Gebäudeteil eine alte Tür ausgehängt wird. Einer trägt Werkzeug durch die Durchfahrt, ein anderer geht mit einer Lampe hinunter in den Keller und prüft, ob nach den feuchten Tagen alles trocken geblieben ist. Im Wohnhaus wird währenddessen ein Zimmer gestrichen, das später als Arbeitsbereich dienen soll. Jeder nutzt einen anderen Teil des Anwesens, und dennoch führen alle Wege immer wieder durch denselben Hof.

Wenn Familie oder Freunde kommen, verteilt sich der Besuch schnell. Zwei sehen sich die alten Kellergewölbe an, jemand bleibt im Garten, und im früheren Pressraum wird darüber gesprochen, was dort künftig Platz finden könnte. Kinder entdecken eine kleine Steintreppe hinter dem Nebengebäude, während ein älteres Familienmitglied noch weiß, wofür die breite Holztür neben dem Tor früher gebraucht wurde.

Ein Winzerhaus ist ein historisches Wohnhaus, das zu einer Winzerfamilie oder einem kleineren Weinbau gehörte. Typisch sind ein Weinkeller, ein Innenhof, frühere Press- oder Lagerräume, breite Tore und eine Bauweise, die Wohnen und frühere Arbeit eng miteinander verband.

Vom Weingut unterscheidet sich das Winzerhaus durch seine heutige und ursprüngliche Größenordnung. Ein Weingut umfasst Rebflächen, Kellereitechnik, Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung von Wein. Beim Winzerhaus steht das Wohnen im Vordergrund; ein Keller, ein Pressraum oder kleinere Nebengebäude erinnern an den früheren Weinbau, ohne dass eine fortlaufende Weinerzeugung dazugehören muss.

Auch ein gewöhnliches Haus in einem Weinort wird nicht allein durch seine Lage zum Winzerhaus. Entscheidend sind die frühere Nutzung und noch erkennbare Bestandteile wie Keller, Durchfahrt, Pressraum, Lagerräume oder die typische Verbindung zwischen Gasse, Hof und Wohnhaus.

Menschen suchen solche Häuser, weil sie Geschichte im Alltag erleben möchten. Sie wünschen sich Mauern, die schon viele Weinjahre gesehen haben, einen Hof hinter dem Tor und einen Keller, der heute Wein, Vorräte, Bücher oder eine lange Tafel für besondere Tage aufnehmen kann.

Markt & Besonderheiten

AngebotslageHistorische Winzerhäuser werden in Österreich nur unregelmäßig angeboten. Das Angebot konzentriert sich auf Weinregionen in Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und einzelne Wiener Weinorte. Viele Häuser wurden bereits zu gewöhnlichen Wohnhäusern umgebaut, während gut erhaltene Anwesen mit Keller, Hof und früheren Arbeitsräumen deutlich seltener bleiben.
PreisspannenKleinere oder deutlich sanierungsbedürftige Winzerhäuser in ländlichen Weinorten beginnen je nach Region, Grundstück und Zustand häufig zwischen 150.000 EUR und 320.000 EUR. Bewohnbare Häuser mit Innenhof, Weinkeller und nutzbaren Nebengebäuden liegen vielfach zwischen 350.000 EUR und 700.000 EUR. Größere, sorgfältig erneuerte Anwesen oder besonders gefragte Lagen in der Wachau, im Wiener Umland und in bekannten Weinorten können darüber liegen.
ArchitekturBreite Hoftore, lang gezogene Wohntrakte, Innenhöfe, Gewölbekeller, Pressräume, Ziegelböden, Holztüren, gemauerte Stiegen und kleinere Wirtschaftsgebäude prägen viele historische Winzerhäuser.
NutzungsmöglichkeitenDauerhaftes Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, Gäste, Arbeiten von zuhause, Werkstatt, Atelier, private Weinlagerung oder die behutsame Nutzung früherer Press- und Kellerräume.
BesonderheitenFeuchtigkeit im Keller, Zustand von Dach und Mauern, Schutzstatus, genehmigte Wohnflächen, Zufahrt, Hofentwässerung und die mögliche Nutzung früherer Wirtschaftsbereiche sollten vor dem Kauf sorgfältig geprüft werden.

 

Winzerhäuser zwischen Wachau, Weinviertel, Burgenland & Südsteiermark

In der Wachau stehen Winzerhäuser häufig dicht an den Gassen von Spitz, Weißenkirchen, Dürnstein oder Mautern. Hinter vergleichsweise schmalen Fassaden können sich tiefe Grundstücke mit Innenhof, Garten, Keller und mehreren Gebäudeteilen verbergen. Naturstein, verputzte Mauern und steile Dächer begleiten die Häuser zwischen Donau und Weinbergen.

Im Weinviertel folgen viele Winzerhäuser einer lang gezogenen Hofstruktur. Das Tor öffnet sich zur Durchfahrt, daneben liegen Wohnräume, und weiter hinten schließen Stadel, Pressraum oder Garten an. In Orten rund um Retz, Poysdorf, Mailberg oder Falkenstein gehören Kellergassen und separate Presshäuser zusätzlich zur regionalen Baukultur.

Im Kamptal, Kremstal und Traisental verbinden alte Winzerhäuser häufig Wohntrakt, Hof und tiefer liegende Keller. Die Häuser können innerhalb eines gewachsenen Ortskerns liegen, während die früher bewirtschafteten Weingärten außerhalb des Dorfes verteilt waren.

Im Burgenland prägen Streckhöfe, breite Tore und lang gezogene Grundstücke viele Weinorte. Rund um Rust, Purbach, Mörbisch, Deutschkreutz oder Eisenberg liegen Wohnhaus, Keller und frühere Wirtschaftsbereiche häufig eng beieinander. Im Norden sind die Höfe oft ebener angelegt, während sich Gebäude im Süden stärker an Hänge und kleinere Grundstücke anpassen.

In der Südsteiermark stehen Winzerhäuser zwischen steilen Rebflächen, Obstgärten und schmalen Zufahrten. Keller und Pressräume können teilweise in den Hang gebaut sein. Neben größeren Anwesen finden sich kleinere Häuser, die heute vor allem dem Wohnen dienen und nur noch durch ihre Keller und frühere Raumordnung an den Weinbau erinnern.

Auch Wien besitzt mit Grinzing, Neustift, Stammersdorf und weiteren Weinorten eine eigene Winzerhaus-Tradition. Dort treffen historische Höfe auf städtische Nachfrage, weshalb Häuser mit ursprünglichem Bestand besonders selten und preislich kaum mit ländlicheren Regionen vergleichbar sind.

 

Hoftor, Wohnhaus & ein Keller unter alten Gewölben

Das Hoftor gehört zu den auffälligsten Merkmalen vieler Winzerhäuser. Es schließt den Hof zur Straße und öffnet zugleich einen geschützten Bereich, in dem früher Wagen, Fässer und Trauben bewegt wurden. Heute kommen dort Fahrräder, Gartengeräte oder ein Auto unter, während der Hof weiterhin Wohnhaus und Nebengebäude miteinander verbindet.

Im Wohntrakt liegen häufig mehrere Zimmer hintereinander. Die ursprüngliche Aufteilung folgte dem lang gezogenen Grundstück und der Nähe zu Hof und Wirtschaftsbereichen. Bei einer Sanierung lässt sich daraus ein alltagstaugliches Zuhause entwickeln, ohne jede Wand und jeden alten Durchgang zu beseitigen.

Der Weinkeller ist mehr als ein zusätzlicher Abstellraum. Dicke Mauern, Gewölbe und gleichmäßige Temperaturen erinnern unmittelbar an die frühere Nutzung. Manche Keller besitzen noch Flaschennischen, Fasslager oder einen direkten Ausgang in den Hof. Andere wurden bereits verändert und benötigen vor einer neuen Nutzung eine sorgfältige Prüfung von Feuchtigkeit, Lüftung und Boden.

Ein früherer Pressraum kann Werkstatt, Bibliothek, Musikzimmer oder ein Bereich für Familienfeste werden. Seine robusten Böden und breiten Türen unterscheiden ihn deutlich von gewöhnlichen Wohnräumen. Gerade diese Spuren geben einem Winzerhaus seine eigene innere Ordnung.

Nebengebäude wurden früher für Geräte, Fässer, Vorräte oder kleinere Tiere genutzt. Heute können sie Gartenwerkzeug, Fahrräder, Holz oder eine Werkbank aufnehmen. Für Wohn-, Gäste- oder Feriennutzung müssen Bauzustand und Genehmigung gesondert geklärt werden.

 

Ein Zuhause, das durch Hof und Garten zusammenfindet

Das Leben in einem Winzerhaus verteilt sich auf mehr als den Wohntrakt. Am Morgen wird die Hoftür geöffnet, im hinteren Teil des Grundstücks werden Kräuter geschnitten, und jemand trägt eine Kiste aus dem Keller nach oben. Ein anderer sitzt bereits mit Unterlagen in einem Zimmer zum Hof und arbeitet von zuhause.

Wenn erwachsene Kinder zu Besuch kommen, kennen sie bald ihre eigenen Wege durch das Haus. Einer schläft im vorderen Zimmer zur Gasse, ein anderer richtet sich im ruhigeren Teil zum Garten ein. Man begegnet sich in der Durchfahrt, vor der Kellertür oder an der alten Wasserstelle im Hof.

Freunde bringen nicht nur Taschen ins Haus. Sie helfen, eine Bank aus dem früheren Pressraum zu tragen, gehen gemeinsam durch den Keller oder halten eine Leiter, während über dem Tor etwas befestigt wird. Später bleibt die Tür zum Hof offen, weil immer wieder jemand zwischen Garten, Wohnhaus und Nebengebäude wechselt.

Ein Winzerhaus eignet sich auch für mehrere Generationen, wenn getrennte Wohnbereiche möglich sind. Die gemeinsame Mitte bleibt häufig der Hof. Dort trifft man sich zufällig, hört, wer gerade nach Hause kommt, und sieht, ob im hinteren Gebäudeteil noch gearbeitet wird.

Der Charme entsteht aus solchen benutzten Übergängen: aus einem Schlüsselbund am Hoftor, den kühlen Stufen zum Keller, einer alten Tür, die etwas schwerer schließt, und den Spuren früherer Fässer an einer Wand, vor der heute Fahrräder stehen.

 

Historische Nutzung & Weinbaukultur

Winzerhäuser entstanden aus der engen Verbindung von Familie, Wohnen und Weinbau. Die Bewohner arbeiteten in den umliegenden Weingärten, brachten die Trauben in den Hof und verarbeiteten oder lagerten sie in Presshaus und Keller. Große Entfernungen zwischen Wohnort und Arbeit gab es dabei kaum.

Während der Lese füllte sich der Hof mit Bottichen, Kisten und Helfern. Trauben wurden angeliefert, Geräte gereinigt und die nächsten Arbeiten besprochen. Nach Abschluss der Saison blieb der Keller über Monate der Ort, an dem der Wein kontrolliert, umgezogen und gelagert wurde.

Viele kleinere Winzerfamilien gaben den eigenen Weinbau später auf oder verpachteten ihre Rieden. Das Wohnhaus blieb bestehen, während Pressräume und Keller eine andere Aufgabe erhielten. Gerade deshalb werden Winzerhäuser heute häufig ohne Rebflächen und ohne laufende Weinproduktion angeboten.

Diese Veränderung nimmt dem Haus nicht seine Geschichte. Ein ehemaliger Pressraum bleibt an seinen Toren und Böden erkennbar, und ein Keller erzählt auch ohne gefüllte Fässer von seiner früheren Nutzung. Die heutige Wohnform darf sich verändern, solange die Eigenart des Hauses nicht vollständig geglättet wird.

 

Kaufaspekte & Tipps

Beim Kauf eines Winzerhauses sollten Wohnhaus, Keller, Hof und Nebengebäude getrennt beurteilt werden. Unterschiedliche Bauzeiten und spätere Anbauten können zu verschiedenen Sanierungsständen führen. Ein erneuerter Wohntrakt sagt wenig über Dach, Fundamente oder Leitungen im hinteren Gebäudeteil aus.

Feuchtigkeit gehört zu den wichtigsten Themen. Keller wurden bewusst kühl und teilweise erdberührt gebaut. Diese Eigenschaften sind nicht automatisch ein Schaden. Problematisch wird es, wenn ungeeignete Abdichtungen, dichte Putze oder fehlende Lüftung das natürliche Feuchteverhalten verändern.

Auch die Hofentwässerung sollte geprüft werden. Regenwasser von mehreren Dachflächen sammelt sich häufig auf engem Raum. Alte Rinnen, Abläufe oder Gefälle können bei Starkregen nicht mehr ausreichen und Feuchtigkeit in Sockel und Keller führen.

Breite Tore und Durchfahrten erscheinen großzügig, müssen aber für heutige Fahrzeuge nicht automatisch ausreichend sein. Torbreite, Höhe, Kurven und Stellmöglichkeiten sollten praktisch ausprobiert werden, besonders wenn das Haus in einer schmalen Ortsgasse liegt.

Frühere Pressräume, Stadel und Lagerräume dürfen nicht ohne Weiteres als Wohnfläche genutzt werden. Widmung, Bauakten, Belichtung, Brandschutz und technische Ausstattung bestimmen, welche Umnutzung möglich ist.

Bei denkmalgeschützten Häusern können Fassade, Dach, Fenster, Keller oder Hofstruktur besonderen Vorgaben unterliegen. Für anerkannte Maßnahmen können je nach persönlicher Situation steuerliche Begünstigungen oder Förderungen möglich sein. Die Voraussetzungen sollten vor Beginn der Arbeiten fachkundig geklärt werden.

Alte Keller eignen sich gut für Weinlagerung, Vorräte oder ausgewählte private Nutzungen. Für dauerhaftes Wohnen oder empfindliche Gegenstände müssen Klima, Feuchte und Belüftung jedoch genau geprüft werden.

Wer angenehm von zuhause arbeiten möchte, findet häufig ein ruhiges Zimmer zum Hof oder Garten. Internet, Heizung und die Trennung von privaten und gemeinschaftlich genutzten Bereichen sollten früh berücksichtigt werden.

Bei Häusern in engen Weinorten gehören Nachbarschaft, Zufahrt und mögliche Veranstaltungen zur Umgebung. Glocken, Ernteverkehr, Heurige oder saisonale Besucher sind Teil vieler Orte und sollten bei mehreren Besichtigungen zu unterschiedlichen Zeiten erlebt werden.

 

Für wen geeignet und warum?

Ein Winzerhaus in Österreich passt zu Menschen, die ein historisches Wohnhaus mit sichtbarer Vergangenheit suchen. Sie möchten durch ein altes Tor in den eigenen Hof kommen, unter dem Haus einen Keller nutzen und Räume bewohnen, deren frühere Aufgabe noch nachvollziehbar bleibt.

Für Paare bietet ein kleineres Winzerhaus genügend Eigenart, ohne dass eine vollständige Hofanlage versorgt werden muss. Einer arbeitet im ehemaligen Pressraum, ein anderer kümmert sich um Garten und Wohnhaus, und der Keller nimmt Wein, Vorräte oder gemeinsame Erinnerungsstücke auf.

Familien finden in größeren Häusern Platz für unterschiedliche Tagesabläufe. Kinder gehen durch den Hof zum Garten, Eltern arbeiten in einem ruhigeren Gebäudeteil, und Besuch kann in Zimmern unterkommen, die etwas abseits vom täglichen Wohnbereich liegen.

Mehrere Generationen können zusammenleben, wenn Wohntrakte klar getrennt und dennoch über Hof oder Durchfahrt verbunden sind. Niemand muss ständig im selben Zimmer sitzen, um sich im Laufe des Tages immer wieder zu begegnen.

Menschen mit handwerklichen oder kreativen Interessen schätzen frühere Arbeitsräume. Dort darf eine Werkbank stehen, Leinwand an die Wand gelehnt oder ein Instrument ausprobiert werden, ohne dass jeder Gegenstand in ein gewöhnliches Wohnzimmer passen muss.

Auch Weinliebhaber finden einen Ort, der näher an der tatsächlichen Weinkultur liegt als ein dekorativ eingerichtetes Ferienhaus. Der Keller, die Lage im Weinort und die alten Arbeitsbereiche erzählen von Familien, die hier nicht nur Wein getrunken, sondern über viele Jahre mit ihm gearbeitet haben.

Gesucht wird am Ende kein Weingut im Kleinformat. Gesucht wird ein Zuhause mit Hof, Keller und einer Geschichte, die im täglichen Gebrauch weiter sichtbar bleibt – auch wenn heute keine Trauben mehr durch das Tor gebracht werden.

 

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FAQ

Was ist ein Winzerhaus?
Ein Winzerhaus ist das frühere Wohnhaus einer Winzerfamilie. Typisch sind ein Innenhof, ein Weinkeller, ein ehemaliger Pressraum und kleinere Wirtschaftsbereiche, die früher zum Weinbau gehörten.

Worin unterscheidet sich ein Winzerhaus von einem Weingut?
Beim Winzerhaus steht das Wohnen im Mittelpunkt. Ein Weingut umfasst zusätzlich Rebflächen, Kellereitechnik und Gebäude für eine fortlaufende Erzeugung, Lagerung und Vermarktung von Wein.

Gehören zu einem Winzerhaus immer Weingärten?
Nein. Viele Winzerhäuser werden heute ohne Rebflächen angeboten, weil die früheren Weingärten verkauft, verpachtet oder getrennt weitergegeben wurden.

Worauf sollte man beim Kauf besonders achten?
Wichtig sind der Zustand von Dach, Mauern und Keller, Feuchtigkeit, Hofentwässerung, genehmigte Wohnflächen, Zufahrt, Schutzstatus und die mögliche Nutzung früherer Press- und Wirtschaftsbereiche.

 

Fazit

Ein Winzerhaus in Österreich ist das historische Wohnhaus einer früheren Winzerfamilie. Innenhof, Keller, Pressraum und breite Tore erinnern an eine Zeit, in der Wohnen und Weinbau eng miteinander verbunden waren.

Von der Wachau über Weinviertel und Burgenland bis in die Südsteiermark unterscheiden sich Bauweise und Landschaft deutlich. Gemeinsam bleibt der Wunsch nach einem bewohnten alten Haus, in dem Keller und Hof ihre Eigenart behalten und neue Bewohner ihren Alltag zwischen Gasse, Garten und früheren Arbeitsräumen finden.

 

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